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Das Höhenfreibad Bad Urach aus der Sicht des Behavior Settings

Titre: Das Höhenfreibad Bad Urach aus der Sicht des Behavior Settings

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Alfred Zaal (Auteur)

Sport - Economie du sport, Management du sport
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Résumé Extrait Résumé des informations

Befährt man die B 28 aus Richtung Metzingen erreicht man die Stadt Bad Urach,
welche sich zwischen zwei Ausläufern der Schwäbischen Alb bettet. Besteigt man
nun den Hohenurach erreicht man nach knapp zwanzig Minuten eine alte Burgruine,
von der man einen Blick auf das gegenüberliegende Höhenfreibad werfen kann. Der
Betrachter wird dabei folgendes sehen können: Ein Schwimmerbecken, ein Planschbecken,
ein Nichtschwimmerbecken mit zwei Rutschen, eine große Liegewiese, eine
Grillstelle, Umkleiden usw.. Das ganze Bad schmiegt sich dort in den Hang und bietet
einen panoramaartigen Blick über das Ermstal.
Der geneigte Betrachter könnte nun folgenden Gedanken fassen: Das Bad gleicht
einem abgeschlossenen eigenem Bereich, einer Art System mit verschiedenen Untereinheiten.
Wenn ein Bad ein System darstellt, sollte es möglich sein, mittels einem
geeignetem Paradigma die jeweiligen Bereiche zu analysieren und auf ihre Funktion
zu überprüfen. Des Weiteren sollte es möglich sein, für den so beschriebenen Betriebsablauf
Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten. Ein solches Paradigma wäre
z.B. die Theorie der einfachen Sozialsysteme nach Luhmann oder die Barkersche
Behavior Setting Theorie. Gerade die letzt genannte Theorie bietet hervorragende
Werkzeuge Systeme bzw. Settings zu beschreiben.
Eine solche Beschreibung soll diese Arbeit leisten. Der Verfasser dieser Arbeit möchte
mit Hilfe des Behavior Setting nach Kaminski versuchen, das Höhenfreibad Bad
Urach zu beschreiben. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, welche Subsettings
sich definieren lassen, welche Funktionsträger im Bad vorhanden sind und nach
welchem Programm das Setting arbeitet.
Das Behavior Setting wurde deshalb gewählt, weil es das Altagsgeschehen in zeitlich
abgegrenzten öffentlichen Räumen beschreibt (Kaminski S. 10). All dies ist bei einem
Freibad gegeben. Die zeitliche Begrenzung lässt sich zweifach nachweisen: zum einen
die Öffnungszeit während einer Saison (z.B. von Mai bis September) oder an einem
Tag (z.B. von 6 bis 20 Uhr). Öffentlich ist ein Bad insofern, dass jede Person
das Bad aufsuchen kann und die räumliche Begrenzung betrifft das gesamt Freibadgelände,
dass in diesem Fall durch eine Umzäunung sichtbar gemacht wurde.
Im folgenden wird das Behavior Setting kurz erläutert und anschließend wird das Höhenfreibad
als ein Behavior Setting mit seinen jeweiligen Unterabschnitten beschrieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES BEHAVIOR SETTINGS

3. GESAMTSYSTEM HÖHENFREIBAD

3.1 GESAMTSYSTEM UND SUBSETTINGS

3.1.2 Kasse

3.1.2 Umkleiden

3.1.3 großes Personal- und Sanitärgebäude

3.1.3 Kiosk

3.1.4 50m Schwimmbecken (MZB)

3.1.5 Planschbecken (PB)

3.1.6 Spielplatz

3.1.7 Nichtschwimmerbecken (NSB) und Rutschen

3.1.8 Tischtennisplatten

3.1.9 große Liegewiese

3.1.10 Grillplatz

3.1.11 Beachvolleyballplatz

3.1.12 Technikgebäude

3.2 FUNKTIONSTRÄGER

3.2.1 FAB

3.2.2 Rettungsschwimmer

3.2.3 Feldarbeiter

3.2.4 Kassiererinnen

3.2.5 Auszubildende

3.2.6 Aushilfen

4. FAZIT

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Höhenfreibad Bad Urach mithilfe der Behavior Setting Theorie nach Kaminski als soziales System zu beschreiben. Dabei wird untersucht, wie sich das Gesamtsystem in verschiedene Subsettings gliedert, welche Funktionsträger für den Betrieb verantwortlich sind und welche spezifischen Programme sowie Verhaltensskripte (Scripts) das alltägliche Geschehen innerhalb dieser räumlich und zeitlich begrenzten Einheit bestimmen.

  • Anwendung der Behavior Setting Theorie in der Sportwissenschaft
  • Strukturanalyse eines öffentlichen Freibads als soziales System
  • Identifikation und Beschreibung von Subsettings und ihren Funktionen
  • Rollen und Aufgaben der beteiligten Funktionsträger (z.B. Fachangestellte für Bäderbetriebe)
  • Bedeutung von Programmen und Scripts für den reibungslosen Betriebsablauf

Auszug aus dem Buch

2. Theoretische Grundlagen des Behavior Settings

Behavior Settings sind geschlossene geordnete und sich selbst regulierende Systeme mit menschlichen und nichtmenschlichen Komponenten (Koch in Kaminski S. 36). Diese interagieren und stellen eine Reihenfolge von Ereignissen her, die als Programm bezeichnet werden können (Koch in Kaminski S. 36). Settings wären demnach überindividuelle Einheiten (Koch in Kaminski S.36; Kruse in Kaminski S. 138/139), die sich selbst kontrollieren: 1. sie rekrutieren Menschen und Objekte für das Setting, damit diese das Programm durchführbar machen (Koch in Kaminski S. 36); 2. sie gestalten Menschen und Objekte so, dass sie den Erfordernissen des Programms gerecht (Koch in Kaminski S. 36) werden; 3. sie entfernen störende Inhabitanten oder Material (Koch in Kaminski S. 36; Kruse in Kaminski S, 139).

Des Weiteren existiert für jedes Setting ein Optimum an menschlichen Komponenten (Koch in Kaminski S. 36; Saup in Kaminski S. 48 ff.). Dies bedeutet, dass ein Behavior Setting eine bestimmte Mindestanzahl an Menschen benötigt bzw. es nur ein bestimmtes Maximum davon verträgt (Koch in Kaminski S. 36). Zu dem sind Behavior Settings, bedingt durch die Humankomponenten, auch immer soziale Settings mit sozial normierten Verhaltens- bzw. Handlungsmustern (Kruse in Kaminski S. 139). Dies bedeutet, dass das Verhalten von zwei Menschen in ein und demselben Setting eher vergleichbar ist, als das Verhalten eines Menschen in zwei verschiedenen Settings (Kruse in Kaminski S. 139). Anhand der Beschreibungen lassen sich bestimmte Merkmale eines Behavior Settings ableiten (vgl. Koch in Kaminski S. 34-35): 1. das Setting existiert in der objektiven Realität; 2. das Setting ist in Raum und Zeit lokalisierbar; 3. das Setting grenzt sich nach außen ab; 4. Ort, Zeit und Grenzen sind mit Blick auf einem bestimmten Zweck ausgesucht worden. Sie sind nicht zufällig; 5. Das Setting ist in dem Sinne objektiv, da es unabhängig von individueller Wahrnehmung seiner Inhabitanten oder externer Beobachter existieren kann; 6. es besitzt zwei Komponenten: a. Menschen in verschieden Rollen, b. Nicht-menschliche Objekte (z.B. Stühle, Wände usw.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Der Verfasser stellt das Höhenfreibad Bad Urach als Untersuchungsobjekt vor und führt in die Behavior Setting Theorie als Paradigma zur Analyse des Betriebsablaufs ein.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES BEHAVIOR SETTINGS: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Merkmale von Behavior Settings, wie etwa ihre Selbstregulierung, die Bedeutung von Programmen und Scripts sowie die notwendige Interaktion zwischen Menschen und Objekten.

3. GESAMTSYSTEM HÖHENFREIBAD: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Freibads als Gesamtsystem, wobei das Gelände in verschiedene funktionale Ebenen und Untereinheiten (Subsettings) unterteilt wird.

3.1 GESAMTSYSTEM UND SUBSETTINGS: Hier werden die einzelnen Bereiche des Bades, von der Kasse bis zum Technikgebäude, hinsichtlich ihrer spezifischen Programme und der dort agierenden Nutzergruppen (Inhabitanten) analysiert.

3.2 FUNKTIONSTRÄGER: Dieser Abschnitt widmet sich den Akteuren, die das Bad am Laufen halten, wobei besonders die Rolle der Fachangestellten für Bäderbetriebe und deren hierarchische Struktur hervorgehoben wird.

4. FAZIT: Die Arbeit resümiert, dass das Freibad ein hochkomplexes soziales System ist, dessen Stabilität maßgeblich von der korrekten Ausführung der Programme durch die Funktionsträger und die Einhaltung der Scripts durch die Gäste abhängt.

Schlüsselwörter

Behavior Setting, Sportwissenschaft, Freibad, Bad Urach, soziales System, Programm, Script, Inhabitanten, Funktionsträger, Betriebsablauf, Schwimmmeister, Subsettings, Habitatbaustein, Systemanalyse, Sozialsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Höhenfreibad Bad Urach als ein geschlossenes soziales System unter Anwendung der Behavior Setting Theorie nach Kaminski.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die räumliche und zeitliche Struktur des Bades, die Identifikation von Subsettings, die Aufgaben der dort arbeitenden Funktionsträger sowie die Steuerung durch Programme und Scripts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Höhenfreibad Bad Urach als Behavior Setting zu beschreiben, um zu verstehen, welche Subsettings, Funktionsträger und Handlungspläne (Scripts) das dortige Alltagsgeschehen bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Behavior Setting Theorie verwendet, welche Orte des alltäglichen Lebens als zeitlich und räumlich begrenzte Einheiten betrachtet, in denen zielorientiert gehandelt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert das Freibad in Subsettings (z.B. Kasse, Becken, Liegewiese) und beschreibt die Rollen und Arbeitsabläufe der Funktionsträger wie der Fachangestellten für Bäderbetriebe und Rettungsschwimmer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Behavior Setting, soziales System, Programm, Script, Funktionsträger und Freibad charakterisiert.

Welche Rolle spielen die Fachangestellten für Bäderbetriebe (FAB)?

Die FABs sind die Hauptakteure; sie überwachen das Gesamtsystem, koordinieren andere Mitarbeiter und gewährleisten durch technische Wartung und Regulierung den reibungslosen Betrieb.

Was genau versteht der Autor unter einem "Script"?

Ein Script ist ein verinnerlichter Verhaltensplan, der es Inhabitanten ermöglicht, sich in einem bestimmten Setting zurechtzufinden und dessen Erwartungen (z.B. Verhalten im Nichtschwimmerbecken) zu erfüllen.

Wie reagiert das System auf Störungen?

Das System verfügt über Regulationsprozesse. Funktionsträger greifen ein, um Störungen – etwa durch Regelverstöße von Gästen oder technische Defekte – zu beheben und den Normalzustand wiederherzustellen.

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Résumé des informations

Titre
Das Höhenfreibad Bad Urach aus der Sicht des Behavior Settings
Université
University of Tubingen  (Insitut für Sportwissenschaft)
Cours
Theorien der Sportwissenschaft
Note
1,3
Auteur
Alfred Zaal (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
20
N° de catalogue
V118369
ISBN (ebook)
9783640215607
ISBN (Livre)
9783640215768
Langue
allemand
mots-clé
Höhenfreibad Urach Sicht Behavior Settings Theorien Sportwissenschaft
Sécurité des produits
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Citation du texte
Alfred Zaal (Auteur), 2006, Das Höhenfreibad Bad Urach aus der Sicht des Behavior Settings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118369
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Extrait de  20  pages
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