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PISA oder wo die Chancengleichheit zuhause ist?

Title: PISA oder wo die Chancengleichheit zuhause ist?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Greive (Author)

Business economics - Economic Policy
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Wohl keine andere Studie hat die Bildungslandschaft so durcheinandergewirbelt wie die PISA-Studie der OECD. In der im Jahr 2000 erstmals veröffentlichten Bildungsvergleichsstudie landeten die deutschen Schüler im internationalen Vergleich beim Leistungsniveau nur im Mittelfeld. Zudem prangerten die Autoren an, dass das Bildungsniveau in keinem anderen Land so stark von der familiären Herkunft abhänge wie in Deutschland. Diese Ergebnisse sorgten für den oft zitierten „PISA-Schock“. Seitdem überschlagen sich die Forderungen nach einschneidenden Bildungsreformen. Exemplarisch sei hier die Aussage vom PISA-Koordinator Andreas Schleicher aufgeführt, das dreigliedrige deutsche Schulsystem sei ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert.1 Diese Hausarbeit geht zwei Fragen nach: Erstens wird untersucht, welche Aussagekraft die Ergebnisse der PISA-Studie zur Chancengleichheit in Deutschland haben. Zweitens wird geprüft, ob man aus den Ergebnissen der PISA-Studie die Rückschlüsse für Bildungsreformen ziehen kann, die oftmals in politischen Diskussionen auftauchen. Die Hausarbeit ist zweigeteilt: Im ersten Teil der Arbeit gehe ich in Kapitel 2 auf verschiedene Definitionsmöglichkeiten von Chancengleichheit ein. Anhand des Bildungsparadoxons und der Bildungsexpansion werden zudem Strömungen vorgestellt, die dem Begriff Chancengleichheit kritisch gegenüberstehen. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der PISA-Studie. Kapitel 3 zeigt, was PISA genau ist und wer die Autoren der Studie sind. Kapitel 4 stellt die Ergebnisse im Bereich Chancengleichheit vor und übt Kritik daran. Kapitel 5 gibt einen Einblick in Handlungsempfehlungen zur Durchsetzung verbesserter Bildungschancen. [1 Vgl. Welt Kompakt (2007), S. 4.]

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Chancengleichheit

2.1 Definitionsmöglichkeiten von Chancengleichheit

2.1.1 Formale Chancengleichheit

2.1.2 Substantielle Chancengleichheit

2.1.3 Schlussfolgerungen

2.2. Kritik am Begriff Chancengleichheit

2.2.1 Bildungsexpansion

2.2.2 Bildungsparadoxon

2.2.3 Schlussfolgerungen

3. Die PISA-Studie der OECD

3.1 PISA – eine internationale Schulleistungsuntersuchung

3.2. Die Autoren der PISA-Studie

3.2.1 Das PISA-Konsortium

3.2.2 Kritik am PISA-Konsortium

4. PISA und die Chancengleichheit

4.1 Die PISA-Ergebnisse für Deutschland

4.2 Kritik an PISA und politischen Rückschlüssen

4.2.1 Kritik an den Erhebungsdaten

4.2.2 PISA und das Abschneiden der Migrantenkinder

4.2.3 PISA und der Ruf nach Gesamtschulen

4.2.4 PISA und der Ruf nach Ganztagsschulen

4.2.5 PISA und der Ruf nach höheren Bildungsausgaben

4.2.6 Schlussfolgerungen

5. Handlungsempfehlungen zur Steigerung von Chancengleichheit

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Aussagekraft der PISA-Studie hinsichtlich der Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem und hinterfragt kritisch, ob sich die daraus abgeleiteten bildungspolitischen Reformforderungen tatsächlich wissenschaftlich begründen lassen.

  • Begriffsdefinitionen und kritische Einordnung von Chancengleichheit.
  • Analyse der PISA-Studie und deren methodischer Hintergründe.
  • Kritische Würdigung der PISA-Ergebnisse für Deutschland.
  • Bewertung politischer Forderungen (Gesamtschulen, Ganztagsschulen, Bildungsinvestitionen).
  • Darstellung möglicher Handlungsstrategien zur Förderung bildungsbenachteiligter Kinder.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Formale Chancengleichheit

Formale Chancengleichheit ist dann gewährleistet, wenn Arbeitsstellen in einem fairen Wettbewerb nach festgelegten Kriterien an die Bewerber vergeben werden, die die besten Qualifikationen aufweisen. Moralische Prinzipien spielen bei der Auswahl dieser Kriterien eine große Rolle. Formale Chancengleichheit wäre zum Beispiel verletzt, wenn eine Stelle aufgrund der Hautfarbe nicht an einen Schwarzen vergeben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die PISA-Problematik ein und skizziert die zwei zentralen Forschungsfragen hinsichtlich der Aussagekraft der Studie und der daraus folgenden Reformdiskussionen.

2. Der Begriff Chancengleichheit: Dieses Kapitel definiert Chancengleichheit in formaler und substantieller Hinsicht und beleuchtet kritische Ansätze wie das Bildungsparadoxon und die Bildungsexpansion.

3. Die PISA-Studie der OECD: Es erfolgt eine Erläuterung der PISA-Studie als internationale Leistungsmessung sowie eine Vorstellung und kritische Betrachtung des beteiligten PISA-Konsortiums.

4. PISA und die Chancengleichheit: Dieses Kapitel analysiert die PISA-Ergebnisse für Deutschland, übt methodische Kritik und prüft die Validität der daraus abgeleiteten bildungspolitischen Forderungen.

5. Handlungsempfehlungen zur Steigerung von Chancengleichheit: Der Autor präsentiert Strategien wie frühkindliche Förderung und Veränderungen an den Übergängen im Bildungssystem, um soziale Benachteiligungen abzubauen.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass viele bildungspolitische Reformforderungen nicht allein durch PISA-Ergebnisse zu rechtfertigen sind und die Begriffsdefinition von Chancengleichheit zentrale ideologische Fragen aufwirft.

Schlüsselwörter

Chancengleichheit, PISA-Studie, Bildungspolitik, Bildungsexpansion, Bildungsparadoxon, Schulleistungsuntersuchung, Migrationshintergrund, Gesamtschule, Ganztagsschule, Bildungsinvestitionen, soziale Herkunft, Bildungsreform, Leistungsmessung, Bildungsforschung, Sozialstatus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Rolle der PISA-Studie als Grundlage für bildungspolitische Reformen in Deutschland und hinterfragt den Zusammenhang zwischen Studienergebnissen und dem Konzept der Chancengleichheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Chancengleichheit, die methodische Kritik an der PISA-Studie, die Interpretation von Leistungsergebnissen sowie verschiedene Ansätze der Bildungspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die PISA-Ergebnisse eine belastbare Grundlage für den Ruf nach weitreichenden Schulreformen, wie der Einführung von Gesamtschulen oder Ganztagsschulen, darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender bildungsökonomischer Studien, soziologischer Theorien und kritischer Kommentare zu PISA basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Begriffs Chancengleichheit, die Vorstellung der PISA-Studie und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Ergebnissen bezüglich sozialer Herkunft und Migrationshintergrund.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben Chancengleichheit und PISA stehen Begriffe wie Bildungsexpansion, soziale Disparitäten, Bildungsparadoxon und Reformkritik im Zentrum.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Ganztagsschulen?

Der Autor stellt fest, dass sich die Notwendigkeit eines flächendeckenden Ausbaus von Ganztagsschulen nicht zwingend aus PISA ableiten lässt und plädiert stattdessen für eine zielgerichtete Förderung bedürftiger Kinder.

Welches Fazit zieht der Autor zur Aussagekraft von PISA?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass viele PISA-Ergebnisse aufgrund der schwierigen Vergleichbarkeit der Daten und einer heterogenen Schülerschaft nur eingeschränkt für internationale Vergleiche und politische Reformbegründungen valide sind.

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Details

Title
PISA oder wo die Chancengleichheit zuhause ist?
College
University of Cologne  (Wirtschaftspolitisches Seminar)
Course
Seminar für Arbeitsmarkt und Sozialordnung
Grade
1,0
Author
Martin Greive (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V118722
ISBN (eBook)
9783640219360
ISBN (Book)
9783640219506
Language
German
Tags
PISA Chancengleichheit Seminar Arbeitsmarkt Sozialordnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Greive (Author), 2008, PISA oder wo die Chancengleichheit zuhause ist? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118722
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