Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Ambulante Suchthilfe: klinisch-sozialarbeiterische Interventionen. Evaluation der Wirksamkeit

Title: Ambulante Suchthilfe: klinisch-sozialarbeiterische Interventionen. Evaluation der Wirksamkeit

Master's Thesis , 2008 , 70 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Master of Arts Rolf Glemser (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Evaluationsstudie ist eine Methode der empirischen Sozialforschung zur Beschreibung querschnittlicher Zustände und längsschnittlicher Verläufe. Durch die Evaluation können Phänomene beschrieben und theoriegeleitete Hypothesen falsifiziert bzw. empirisch bewährt werden. Die „Evaluation der Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Interventionen in einer Einrichtung der ambulanten Suchthilfe“ wurde im „Betreuten Einzelwohnen Lichtenberg für chronisch mehrfach beeinträchtigte Menschen“ der Stiftung SPI auf dem Drei-Säulen-Evaluations-Modell des Autors basierend mit den Evaluationsinstrumenten Zielerreichungsanalyse, Expert(inn)enbefragung und Aktenanalyse durchgeführt. Hierbei wurden partizipative, externe und interne Einschätzungen für eine Grundgesamtheit von 98 Fällen erfasst, quantifizierbare Daten bzw. Merkmalsausprägungen erhoben und deskriptiv sowie analytisch statistisch ausgewertet. Durch die Evaluation konnte die Forschungshypothese „Die Maßnahme BEW verbessert die bio-psycho-soziale Gesundheit und sichert die selbständige Lebensführung der Klienten(inn)en“ empirisch bewährt werden und es gelang, einen evidenten Nachweis für die Wirksamkeit der Maßnahme zu erbringen. Insgesamt kann durchschnittlich eine leichte Verbesserung der bio-psycho-sozialen Gesundheit der Klient(inn)en bzw. eine leichte Reduzierung des Hilfebedarfs ausgewiesen werden. Zudem konnte eine hochsignifikante lineare Beziehung zwischen den Evaluationsdimensionen „soziale Integration“ und „psychische Stabilität“ festgestellt werden. Für die als Hard-to-reach-Klient(inn)en mit bio-psycho-sozialen Mehrfachbelastungen zu beschreibende Zielgruppe, deren psycho-soziale Behandlung von vornherein als schwieriges Unterfangen angesehen werden muss, ist vor dem Hintergrund einer durchschnittlichen Maßnahmedauer von lediglich 10,3 Monaten eine insgesamt leichte Reduzierung der Problemlagen als evidenter Hinweis auf die Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Interventionen zu begreifen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Abstract

3 Einleitung

4 Ausgangssituation

4.1 Die Einrichtung

4.2 Störungsmodell und Zielgruppe

4.3 Behandlungsplanung

4.4 Klinisch-sozialarbeiterische Perspektive

5 Wissenschaftstheoretische Verortung

5.1 Forschungsethische Aspekte

6 Zielsetzung und Fragestellung

6.1 Zielsetzung

6.2 Fragestellung und Hypothesenbildung

7 Methodisches Vorgehen

7.1 Operationalisierung der Forschungsfrage

7.2 Datenerhebung und Evaluationsinstrumente

7.2.1 Zielerreichungsanalyse

7.2.2 Expert(inn)enbefragung

7.2.3 Aktenanalyse

8 Datenauswertung

8.1 Auswertung der Daten der Zielerreichungsanalyse

8.2 Auswertung der Daten der Expert(inn)enbefragung

8.3 Auswertung der Daten der Aktenanalyse

8.3.1 Querschnittanalyse

8.3.2 Längsschnittanalyse

9 Evaluationsergebnisse

9.1 Ergebnisqualität

9.2 Interpretation der Ergebnisse

10 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Masterthesis ist der empirische Nachweis der Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Interventionen im Rahmen des „Betreuten Einzelwohnens“ (BEW) für chronisch mehrfach beeinträchtigte abhängigkeitskranke Menschen. Die Forschungsfrage untersucht, ob die Maßnahme eine Veränderung der Klientel in Richtung selbstständiger Lebensführung, sozialer Integration und psychischer Stabilität unterstützt.

  • Evaluation der Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Interventionen in der ambulanten Suchthilfe.
  • Anwendung eines mehrdimensionalen „Drei-Säulen-Evaluations-Modells“.
  • Verknüpfung von partizipativer Klienteneinschätzung, externer Expertenbefragung und interner Aktenanalyse.
  • Professionalisierung der Sozialen Arbeit durch evidenzbasierte Methodenentwicklung.
  • Analyse von bio-psycho-sozialen Veränderungsprozessen bei schwer erreichbaren Klienten.

Auszug aus dem Buch

4.2 Störungsmodell und Zielgruppe

Die Zielgruppe des BEW Lichtenberg umfasst chronisch abhängigkeitskranke Menschen mit teilweise multiplem Substanzgebrauch und psychiatrischer Doppeldiagnosen.

Angesichts der Komplexität der Störungsbilder der Klient(inn)en mit dem Schwerpunkt Alkoholabhängigkeit und davon ausgehend, dass süchtiges Verhalten immer auch als „eine von vielen menschlich möglichen Bewältigungsformen des Lebens“ (Stiftung SPI, BEW Lichtenberg (Hg.), 2007, S. 3) zu verstehen ist, erscheint „ein bio-psycho-soziales Modell am ehesten geeignet […], die Entstehung und Aufrechterhaltung von Alkoholabhängigkeit zu beschreiben“ (Lindenmeyer, 2005, S. 23).

Es findet sich bei Lindenmeyer wie auch bei Feuerlein (1998) das „Teufelskreismodell“ (vgl. Abb. 1), in dem sich verschiedene Faktoren „im Sinne eines Regelkreises gegenseitig beeinflussen bzw. verstärken können“ (Feuerlein, 1998, S. 17).

Psychische Störungen sind „Störungen im Denken, emotionalen Erleben und Verhalten, die zu Leidensdruck führen oder die Erreichung wichtiger Ziele blockieren“ (Zimbardo & Gerrig, 2004, S. 653).

Abhängigkeitserkrankungen sind eine Erscheinungsform psychischer Störungen (vgl. ICD-10) mit hoher epidemiologischer Relevanz. Die Lebenszeitprävalenz für Störungen durch psychotrope Substanzen liegt bei 18,4 %, wobei Alkohol als Substanz bei einer Lebenszeitprävalenz für Alkoholabhängigkeit und -abusus von 13,3 % eine herausragende Bedeutung zukommt (vgl. Möller, Laux & Deister, 2005, S. 3 f).

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation für den Studiengang Klinische Sozialarbeit und die Notwendigkeit der wissenschaftlichen Fundierung sozialarbeiterischer Interventionen.

Abstract: Kurze Darstellung der Evaluationsstudie, der verwendeten Instrumente und der zentralen Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Maßnahme.

Einleitung: Beschreibung der aktuellen Situation der Sozialen Arbeit zwischen Bologna-Prozess, Professionalisierungsdruck und dem Bedarf an Wirksamkeitsnachweisen.

Ausgangssituation: Erörterung der Qualitätsmanagementstrukturen bei der Stiftung SPI und die Notwendigkeit einer spezifischen Evaluation der Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Angebote.

Wissenschaftstheoretische Verortung: Einordnung der Studie in die empirische Sozialforschung unter Berücksichtigung forschungsethischer Aspekte in der Sozialen Arbeit.

Zielsetzung und Fragestellung: Definition der Evaluationsziele sowie der zentralen Forschungsfrage hinsichtlich der Veränderung der Lebenssituation der Klienten.

Methodisches Vorgehen: Vorstellung der Operationalisierung der Forschungsfrage und des entwickelten Drei-Säulen-Modells (ZEA, Expertenbefragung, Aktenanalyse).

Datenauswertung: Statistische Analyse der erhobenen Daten mittels SPSS zur Überprüfung der Wirksamkeitshypothesen.

Evaluationsergebnisse: Darstellung der Ergebnisqualität, Interpretation der Daten und Nachweis der Wirksamkeit des BEW.

Schlusswort: Reflektion des Erkenntnisgewinns, der Bedeutung für die Klinische Sozialarbeit und Ausblick auf zukünftige Benchmarking-Prozesse.

Schlüsselwörter

Klinische Sozialarbeit, Evaluation, Wirksamkeit, Suchthilfe, Betreutes Einzelwohnen, Zielerreichungsanalyse, Aktenanalyse, Expertenbefragung, bio-psycho-soziales Modell, Soziotherapie, Qualitätsmanagement, Sozialforschung, Suchtkrankenhilfe, Intervention, Empirische Studie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation der Wirksamkeit klinisch-sozialarbeiterischer Interventionen, die im Rahmen des Betreuten Einzelwohnens (BEW) für chronisch mehrfach beeinträchtigte abhängigkeitskranke Menschen erbracht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung und Erprobung von Evaluationsinstrumenten in der Sozialen Arbeit, die Darstellung von Störungsmodellen bei Abhängigkeitserkrankungen sowie die systematische Qualitätssicherung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, ob das BEW eine positive Veränderung der Klientel hinsichtlich selbstständiger Lebensführung, sozialer Integration und psychischer Stabilität bewirkt oder unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet ein eigens entwickeltes „Drei-Säulen-Evaluations-Modell“, das eine Kombination aus Zielerreichungsanalyse (ZEA), Expertenbefragung und quantitativer Aktenanalyse (Panel-Analyse) umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Evaluation, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie die statistische Auswertung und Interpretation der empirischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Klinische Sozialarbeit, Evaluation, Wirksamkeit, Suchthilfe und Soziotherapie definieren.

Warum ist eine „partizipative Sichtweise“ für die Zielerreichungsanalyse wichtig?

Die Einbeziehung der Klienten in den Evaluationsprozess (via ZEA) ist wichtig, um das subjektive Veränderungserleben abzubilden und eine einseitige, rein von Mitarbeitern geprägte Sichtweise zu korrigieren.

Welche Rolle spielt die „rechtliche Betreuung“ für die Untersuchung?

Die Zunahme rechtlicher Betreuungen im Verlauf der Maßnahme ist ein zentrales soziodemografisches Ergebnis, das kritisch auf seinen Zusammenhang mit der selbstständigen Lebensführung geprüft wurde.

Wie lässt sich die Wirksamkeit bei sogenannten „Hard-to-reach“-Klienten begründen?

Die Wirksamkeit wird durch eine statistisch nachweisbare, leichte bis mäßige Verbesserung der bio-psycho-sozialen Gesundheit bei den untersuchten Fällen, trotz der schwierigen Ausgangslage, begründet.

Welchen Beitrag leistet diese Arbeit zur Klinischen Sozialarbeit?

Die Arbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Professionalisierung, indem sie belegt, dass eine evidenzbasierte Praxis auch in der Suchthilfe möglich ist und eine fundierte Forschungsbasis für die Klinische Sozialarbeit schafft.

Excerpt out of 70 pages  - scroll top

Details

Title
Ambulante Suchthilfe: klinisch-sozialarbeiterische Interventionen. Evaluation der Wirksamkeit
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Course
postgradualer Studiengang Klinische Sozialabeit
Grade
1,5
Author
Master of Arts Rolf Glemser (Author)
Publication Year
2008
Pages
70
Catalog Number
V119018
ISBN (eBook)
9783640225583
ISBN (Book)
9783640251407
Language
German
Tags
Evaluation Wirksamkeit Interventionen Einrichtung Suchthilfe Studiengang Klinische Sozialabeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Rolf Glemser (Author), 2008, Ambulante Suchthilfe: klinisch-sozialarbeiterische Interventionen. Evaluation der Wirksamkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119018
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  70  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint