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Fremdunterbringung außerhalb der Herkunftsfamilie in einer stationären Wohngruppe

Bedeutung für die Entwicklung von Bindungsverhalten

Título: Fremdunterbringung außerhalb der Herkunftsfamilie in einer stationären Wohngruppe

Trabajo Escrito , 2021 , 25 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Tana Zohren (Autor)

Trabajo social
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Die Kinder und Jugendlichen, die aufgrund kindeswohlgefährdender Erlebnisse außerhalb ihrer Herkunftsfamilie fremduntergebracht werden müssen, haben in ihrer Vergangenheit die verschiedensten negativen Bindungserfahrungen erlebt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern und ob sich das Bindungsverhalten solcher Kinder durch eine Fremdunterbringung in einer stationären Maßnahme ändert und welche Qualifikation das pädagogische Handeln im Umgang mit bindungsgestörten Kindern braucht.

Das Ziel der Arbeit ist das Herausarbeiten der verschiedenen Bindungsaspekte von fremduntergebrachten Kindern und der Umgang mit solchen unter bindungstheoretischen Gesichtspunkten. Die Arbeit zeigt auf, ob die Unterbringung in einer stationären Maßnahme korrigierende Bindungserfahrungen schaffen kann und welche Rolle die Fachkräfte in diesem Zusammenhang spielen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kindeswohlgefährdung und Inobhutnahme

2.1 Kindeswohl

2.2 Kindeswohlgefährdung

2.3 Inobhutnahme

2.3.1 Rechtliche Grundlagen

2.3.2 Unterbringung in der stationären Jugendhilfe

3. Bindungstheorie nach John Bowlby

3.1 Entstehungsgeschichte und Grundlagen der Bindungstheorie

3.2 Bindungsverhalten

3.3 Bindungstypen nach Mary Ainsworth

3.4 Bindungstypen anhand eines Fallbeispiels der stationären Jugendhilfe

3.5 Bedeutung von Bindung für die psychische Entwicklung

4. Bindungstheoretische Arbeit in der stationären Jugendhilfe

4.1 Rolle und Einfluss von ErzieherInnen

4.1.1 Schichtdienstmodell

4.1.2 Fachkräfte als Bindungspersonen

4.2 Korrigierende Bindungserfahrungen

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung bindungstheoretischer Aspekte für die pädagogische Arbeit in einer stationären Wohngruppe. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie Kinder durch Fremdunterbringung korrigierende Bindungserfahrungen machen können und welche Anforderungen dies an die Fachkräfte stellt.

  • Grundlagen des Kindeswohls und gesetzliche Rahmenbedingungen der Inobhutnahme.
  • Einführung in die Bindungstheorie nach John Bowlby und die Klassifizierung von Bindungstypen.
  • Analyse der Rolle pädagogischer Fachkräfte in einer stationären Einrichtung.
  • Reflektion der Bedeutung von Bindung für die psychische und psychosoziale Entwicklung von Kindern.
  • Praxisnahe Betrachtung von Bindungsstörungen anhand eines Fallbeispiels.

Auszug aus dem Buch

3.1 Entstehungsgeschichte und Grundlagen der Bindungstheorie

Der britische Psychoanalytiker und Kinderpsychiater John Bowlby (1907-1990) gilt als der Begründer der Bindungstheorie. Er formulierte die Bindungstheorie in den 1950iger Jahren (vgl. Höfer 2010, 51). Die Bindungstheorie beschäftigt sich mit dem Aufbau einer emotionalen Bindung und der Entwicklung und Veränderung dieser im Lebensverlauf. Im Fokus liegt hier auch das dadurch resultierende Erleben und Verhalten. Dabei es jedoch nicht nur um die Bindung des Kindes zur einer Bezugsperson, sondern auch um die Beziehung des Erwachsenen zu dem Kind (vgl. Bowlby 2002, 20-21, zitiert nach Höfer 2010, 56). Die Bindungstheorie wird außerdem als räumliche Theorie bezeichnet. Wenn man einer vertrauten Person oder einem geliebten Menschen nahe ist, fühlt man sich geliebt, wohl und glücklich. Ist diese Person weg, bin ich einsam und habe Angst (vgl. Holmes 2006, 87).

Bowlby setzte sich intensiv mit Einflussfaktoren auf die frühkindliche Entwicklung auseinander und merkte, dass die Psychoanalyse die Wirkung von Familienerlebnissen in der Kindheit nicht berücksichtigte. Soziale Interaktionen in der frühen Kindheit benannte er als wesentliche Einflussfaktoren (vgl. Rothgang/Bach 2015, 146).

Bowlby veröffentlichte 1958 seine Arbeit „The nature of the child´s tie to his mother“. In dieser fasste Bowlby seine Erkenntnisse zusammen (vgl. Schleiffer 2014, 28). Seine aufgestellten fünf Behauptungen zur Bindungstheorie sind folgende:

- Bindung ist ein wichtiges Merkmal der Eltern-Kind-Beziehung

- Bindungsbeziehung meint keine Abhängigkeit

- Bindung ist biologisch bedingt

- Die Erfahrungen, die ein Kind mit seinen Bindungspersonen macht, Auswirkungen auf die Psyche

- Psychopathologische Auffälligkeiten können auf Grund früher Bindungserfahrungen entstehen (vgl. ebd., 29)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin stellt die Relevanz der Bindungstheorie in der stationären Jugendhilfe vor und formuliert das Ziel der Arbeit, den Einfluss der Unterbringung auf Bindungserfahrungen zu klären.

2. Kindeswohlgefährdung und Inobhutnahme: Dieses Kapitel erläutert den rechtlichen Rahmen des Kindeswohls und die Voraussetzungen sowie Abläufe bei einer Inobhutnahme durch das Jugendamt.

3. Bindungstheorie nach John Bowlby: Hier werden die Ursprünge der Bindungstheorie, das Bindungsverhalten sowie die Klassifizierung verschiedener Bindungstypen nach Mary Ainsworth detailliert dargelegt.

4. Bindungstheoretische Arbeit in der stationären Jugendhilfe: Das Kapitel verknüpft die Theorie mit der Praxis, beleuchtet das Schichtdienstmodell und analysiert die Rolle der ErzieherInnen als Bindungspersonen.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass verlässliche Bindungsbeziehungen die wichtigste Grundlage für eine positive Entwicklung von Kindern in Heimen darstellen.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, John Bowlby, Mary Ainsworth, stationäre Jugendhilfe, Kindeswohlgefährdung, Inobhutnahme, Bindungstypen, pädagogische Fachkraft, Erziehungsalltag, korrigierende Bindungserfahrungen, psychosoziale Entwicklung, traumatapädagogische Intensivwohngruppe, Bindungsstörung, Beziehungsarbeit, Kinderschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung der Bindungstheorie für Kinder, die aufgrund einer Kindeswohlgefährdung außerhalb ihrer Herkunftsfamilie in einer stationären Wohngruppe untergebracht wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Kindeswohls, die rechtlichen Grundlagen der Inobhutnahme, die wissenschaftlichen Grundlagen der Bindungstheorie sowie die Umsetzung dieser Erkenntnisse im pädagogischen Alltag von stationären Einrichtungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die Bindungsaspekte fremdunterbrachter Kinder zu analysieren und aufzuzeigen, wie stationäre Maßnahmen korrigierende Bindungserfahrungen ermöglichen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Bindungstheorie, die durch eine fallbezogene Analyse aus dem beruflichen Kontext der Verfasserin ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine rechtliche Einordnung, eine theoretische fundierte Darstellung der Bindungstypen und eine praxisorientierte Untersuchung der Rolle pädagogischer Fachkräfte im Schichtdienst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bindungstheorie, Kindeswohl, Inobhutnahme, stationäre Jugendhilfe und pädagogische Fachkraft charakterisiert.

Wie beeinflusst das Schichtdienstmodell die Bindungsarbeit?

Das Modell stellt eine Herausforderung dar, da die hohe Fluktuation und die organisatorischen Anforderungen es erschweren können, eine konstante und intensive Bindung zu den Kindern aufzubauen.

Warum ist die Selbstreflektion der ErzieherInnen laut der Autorin so wichtig?

Da Kinder ihre Bindungserfahrungen aus der Herkunftsfamilie auf die Fachkräfte übertragen, müssen diese ihr eigenes Bindungsverhalten kennen und reflektieren, um professionell und korrigierend reagieren zu können.

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Detalles

Título
Fremdunterbringung außerhalb der Herkunftsfamilie in einer stationären Wohngruppe
Subtítulo
Bedeutung für die Entwicklung von Bindungsverhalten
Calificación
2,3
Autor
Tana Zohren (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
25
No. de catálogo
V1193097
ISBN (PDF)
9783346634863
ISBN (Libro)
9783346634870
Idioma
Alemán
Etiqueta
fremdunterbringung herkunftsfamilie wohngruppe bedeutung entwicklung bindungsverhalten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tana Zohren (Autor), 2021, Fremdunterbringung außerhalb der Herkunftsfamilie in einer stationären Wohngruppe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193097
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