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Geschlechterrollen und toxische Männlichkeit. Die Gefahr bioessentialistischen Denkens in der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Titre: Geschlechterrollen und toxische Männlichkeit. Die Gefahr bioessentialistischen Denkens in der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Dossier / Travail , 2021 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Rieksneuwöhner (Auteur)

Pédagogie - Général
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Das Werk befasst sich mit der Problematik von Bioessentialismus sowie der Verstärkung von Geschlechtsstereotypen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Die Aussage „es gibt mehr als zwei Geschlechter“ stößt bei vielen Menschen auf Unverständnis und Unwissenheit. Das westliche, binäre Geschlechtersystem, welches sich mit dem europäischen Imperialismus der (frühen) Neuzeit weltweit verbreitet hat lässt keine Abweichung von der Zahl Zwei zu. Zwei Geschlechter, welche in festen Rollenbildern und Normen stecken, sind fast überall der Standard. Diese Denkweise, fest verankert in den Köpfen und von Generation zu Generation weitergegeben, führt ohne aufklärende Arbeit die dagegenhält immer wieder zur Reproduktion gefährlicher Aussagen und Stereotype, welche eng mit Rassismus, Sexismus und Queerphobie verbunden sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bioessentialistische Denkweisen bei Kindern und Jugendlichen

2.1. Was ist Bioessentialismus?

2.2. Bioessentialismus in Pop- und Subkultur

2.3. Bioessentialismus als transphobe Rhetorik – Ein kurzer Exkurs

3. Toxische Rollenbilder in der offenen Kinder- und Jugendarbeit

3.1. Bioessentialismus als Inhibitor für eine gelungene Pädagogik der Vielfalt

3.2. Möglichkeiten zur Arbeit gegen toxische Mindsets

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept des Bioessentialismus zu erklären, dessen Verbreitung und Auswirkungen auf toxische Rollenbilder unter Jugendlichen zu beleuchten und daraus Lösungsansätze für eine vorurteilsbewusste offene Kinder- und Jugendarbeit abzuleiten.

  • Grundlagen des Bioessentialismus und seine philosophische Herleitung
  • Einfluss von Pop- und Subkultur auf geschlechtsspezifische Rollenzuschreibungen
  • Bioessentialismus als Basis für transphobe Ideologien
  • Herausforderungen durch sexistische und queerfeindliche Denkweisen in pädagogischen Settings
  • Praktische Methoden und pädagogische Ansätze zur Dekonstruktion toxischer Mindsets

Auszug aus dem Buch

Bioessentialismus in Pop- und Subkultur

Die Verbreitung von bioessentialistischem Gedankengut erfolgt durch extrem viele Verschiedene Facetten des Alltags: die etablierten sozialen Strukturen, die eventuell feste Rollenverteilung in der Familie, oder vor allem auch die omnipräsenten Medien von Pop- und Subkultur. Die quasi ständige Verbundenheit mit der Welt macht den Austausch von Nachrichten und Gedanken so einfach wie noch nie.

In vielen Subkulturen ist die Stellung der Frau eine dem Mann untergeordnete, oder die Frau wird als Eindringling/Fremdkörper in einer männerdominierten Szene angesehen; aber den größten sozialen Unterschied zwischen den Geschlechtern erkennt man in der Mainstream Hip-Hop/Rap-Kultur, welche ich mit der augenscheinlich vollkommen verschiedenen Kultur des Heavy Metal vergleichen werde.

Die Popularität des Hip-Hop/Rap unter Jugendlichen ist unbestreitbar: in einer Studie des deutschen Musikinformationszentrums Bonn aus dem Jahre 2020 gaben 75,2% der Jugendlichen zwischen 14-19 Jahren an, Rap und Hip-Hop zu hören, Heavy Metal und Hard Rock lagen im Vergleich bei 36,9%. (Deutsches Musikinformationszentrum, 2020)

Dieses vergleichsweise riesige Publikum und die altersbedingte Aufnahmefähigkeit und in dem Alter stattfindende Persönlichkeitsausbildung machen es besonders einfach für problematische Inhalte sich in den jugendlichen festzusetzen und auf kurz oder lang zu toxischen und diskriminierenden Verhaltensmustern zu führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik binärer Geschlechtsmodelle ein und definiert das Ziel der Arbeit, Wege zur Dekonstruktion bioessentialistischer Denkweisen aufzuzeigen.

2. Bioessentialismus bei Kindern und Jugendlichen: Das Kapitel erläutert den philosophischen Kern des Bioessentialismus, seine Wirkung in Popkultur und Medien sowie seine Rolle als transphobes Argumentationsmuster.

3. Toxische Rollenbilder in der offenen Kinder- und Jugendarbeit: Dieses Kapitel verknüpft theoretische Konzepte der Pädagogik der Vielfalt mit praktischen Herausforderungen in der Jugendarbeit und stellt spielerische Ansätze zur Reflexion vor.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Themas zusammen und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen pädagogischen Intervention gegen veraltete Rollenbilder.

Schlüsselwörter

Bioessentialismus, Geschlechterrollen, Toxische Männlichkeit, Jugendarbeit, Queerfeindlichkeit, Sexismus, Pädagogik der Vielfalt, Transphobie, Identität, Rollenbilder, Diskriminierung, Sozialisation, Popkultur, Subkultur, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie bioessentialistisches Denken – also die Annahme biologisch festgeschriebener Geschlechterrollen – zur Festigung sexistischer und queerfeindlicher Vorurteile beiträgt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen medialer Einflüsse wie Rap und Heavy Metal auf Jugendliche, der theoretischen Einordnung des Begriffs Bioessentialismus und den Möglichkeiten der pädagogischen Gegensteuerung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Gefahren bioessentialistischer Denkweisen für das Zusammenleben von Jugendlichen aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie pädagogische Fachkräfte aktiv gegen diese toxischen Mindsets vorgehen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse von Fachliteratur sowie die Einordnung aktueller pädagogischer Ansätze, untermauert durch Beispiele aus der eigenen beruflichen Erfahrung im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Geschlechterbildern, die Rolle von Subkulturen bei der Verstetigung dieser Rollen sowie die praktische Anwendung der "Pädagogik der Vielfalt" in Jugendtreffs.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bioessentialismus, toxische Männlichkeit, Queerfeindlichkeit, Rollenbilder und eine vorurteilsbewusste Pädagogik geprägt.

Warum ist das Beispiel des fiktiven Jugendtreffs wichtig?

Es illustriert, wie eine unbeabsichtigte oder unreflektierte Toleranz gegenüber bioessentialistischen Verhaltensmustern eine homogene und damit oft exkludierende Atmosphäre im Jugendtreff schafft.

Was genau ist mit der Methode "Stand Up" gemeint?

Es handelt sich um eine spielerische Methode, bei der Teilnehmende Rollen übernehmen, um Diskriminierungssituationen körperlich und mental nachzuvollziehen, was Empathie fördert und die eigene Reflexion anregt.

Wie trägt der Exkurs zur Transphobie zum Verständnis der Arbeit bei?

Er verdeutlicht, dass bioessentialistisches Denken kein isoliertes Problem ist, sondern direkt als Argumentationsgrundlage dient, um Identitäten von Trans-Personen abzuwerten oder ihre Rechte zu beschneiden.

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Résumé des informations

Titre
Geschlechterrollen und toxische Männlichkeit. Die Gefahr bioessentialistischen Denkens in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Université
Bielefeld University
Note
1,3
Auteur
Jessica Rieksneuwöhner (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
19
N° de catalogue
V1193277
ISBN (PDF)
9783346637413
ISBN (Livre)
9783346637420
Langue
allemand
mots-clé
Bioessentialismus Kinder- und Jugendarbeit Gender Diversität Pädagogik der Vielfalt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jessica Rieksneuwöhner (Auteur), 2021, Geschlechterrollen und toxische Männlichkeit. Die Gefahr bioessentialistischen Denkens in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193277
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