In dieser Ausarbeitung geht es um die Möglichkeiten, die Medien für die Inklusion in vielerlei Hinsicht spielen. Dabei wird eine Abgrenzung der Inklusive zur Integration vorgenommen und anschließend die Teilhabe in Medien, die Teilhabe an Medien und die Teilhabe durch Medien in den Fokus gelegt. In einem Fazit wird zusammenfassend der Einfluss der Medien auf die Inklusive im Allgemeinen resümiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Inklusion
2.1 Was ist Inklusion?
2.2 Inklusion vs. Integration
2.3 US-Behindertenkonvention
3. Einfluss der Medien auf den Inklusionsprozess
3.1 Teilhabe IN Medien - Mediale Darstellung
3.2 Teilhabe AN Medien - Mediale Zugänglichkeit
3.3 Teilhabe Durch Medien - Medienbildung
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das komplexe Wechselverhältnis zwischen Inklusion und Mediennutzung mit dem Ziel zu klären, wie Medien zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen beitragen können und welche Hürden hierbei noch bestehen.
- Grundlagen des Inklusionsbegriffs und Abgrenzung zur Integration
- Einfluss medialer Darstellungsformen auf die öffentliche Wahrnehmung von Behinderung
- Barrierefreiheit als notwendige Bedingung für den Medienzugang
- Die Rolle der Medienbildung als Schlüssel zur Partizipation in der Schule
Auszug aus dem Buch
3.1 Teilhabe IN Medien - Mediale Darstellung
Ein wichtiger Beitrag zur Inklusion wird über die Mediale Darstellung von Menschen mit Behinderungen geleistet. Dies wird unterstützt von einem Artikel der UN-Behindertenrechtskonvention. Dieser tritt ein für eine Bewusstseinsbildung und -schärfung, durch die bei den Menschen eine Einstellungsveränderung bewirkt werden soll. Das Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen und ihren gesellschaftlichen Beitrag zu schaffen, wodurch sie in ihrer Würde gestärkt werden. Nicht zuletzt wird gefordert, dass Unkenntnisse und Fehlvorstellungen beseitigt werden und Vorurteilen und meist negativ behafteten Klischees entgegengewirkt wird (vgl. Schluchter 2010, S. 147).
Bei der tatsächlichen Darstellungen in sämtlichen Medien werden Stereotypen konstruiert, die sich im Laufe der Zeit etabliert haben. Trotz dieser dauerhaften und beständigen Vorstellungen, haben sich die Arten der Darstellungsformen mit dem Fortschritt der Medientechnologien gewandelt.
So wurde sich beispielsweise am Motiv des Fake Beggar bedient, das Behinderung als Grund von Belustigung erzeugt. In anderen Darstellungen wird eine Behinderung auch oft mit dem Bösen assoziiert und als Symbol dafür eingesetzt. Andererseits wird aber auch oft die Überwindung einer Behinderung präsentiert. Bei all diesen Darstellungen spielt eine wichtige Rolle, dass das Medium Film dabei auf einen kulturellen Wissensfundus zurückgreift und diese kulturelle Wissen zugleich nachhaltig prägt.
In den heutigen Kinofilmen gilt Behinderung primär als Garant für eine erhöhte Aufmerksamkeit. Dabei werden Menschen mit Behinderungen als „exotisch“ oder „ungewöhnlich“ eingestuft.
Trotz dieser Assoziationen muss man sich fragen, ob Behinderung nicht schon ein selbstverständlicher Teil des Kinos ist, da es kaum noch Filme gibt, bei denen nicht mindestens eine der handelnden Personen eine Einschränkung besitzt. Denn diese Personen sind oder entwickeln sich meistens sogar zu Publikumslieblingen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Einbezugs von Menschen mit Behinderungen in einer sich verändernden Gesellschaft und skizziert die Rolle der Medien in diesem Prozess.
2. Inklusion: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Inklusion, grenzt ihn von der Integration ab und erläutert die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention.
3. Einfluss der Medien auf den Inklusionsprozess: Das Kernkapitel analysiert, wie Medien Menschen mit Behinderungen darstellen, welche technischen Zugangsbarrieren existieren und welche Rolle die schulische Medienbildung spielt.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Medien einen maßgeblichen Beitrag zur Inklusion leisten können, sofern durch Barrierefreiheit und Medienkompetenz eine echte Teilhabe ermöglicht wird.
5. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Online-Ressourcen auf.
Schlüsselwörter
Inklusion, Medien, Medienbildung, Partizipation, Barrierefreiheit, Behinderung, UN-Behindertenrechtskonvention, Medienkompetenz, Darstellung, Teilhabe, Schule, Stereotypen, Sozialisation, ICT, Kommunikationstechnologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Inklusion und Medien und beleuchtet, wie Medien sowohl Hindernisse für Menschen mit Behinderungen darstellen als auch Werkzeuge für ihre gesellschaftliche Inklusion sein können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die mediale Repräsentation von Menschen mit Behinderungen, die Bedeutung technischer Barrierefreiheit und die Notwendigkeit von Medienbildung im schulischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Inklusion durch Medien vorangetrieben werden kann und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit behinderte Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Konzepte und rechtlicher Grundlagen (wie der UN-Behindertenrechtskonvention) basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die mediale Darstellung, die mediale Zugänglichkeit und die Bedeutung der Medienbildung für eine erfolgreiche Inklusionspraxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Inklusion, Medienbildung, Barrierefreiheit, Partizipation und Medienkompetenz.
Welche Rolle spielt das Fernsehen bei der Darstellung von Behinderung laut Autor?
Das Fernsehen bietet Möglichkeiten, Behinderung als Teil der Normalität abzubilden, kämpft jedoch oft noch mit der Konstruktion von Stereotypen oder der Darstellung von Behinderung als bloßem "Problem" des Individuums.
Warum ist Medienbildung gerade in der Schule so entscheidend?
Die Schule ist die wichtigste Sozialisationsinstanz, die maßgeblich das Meinungsbild junger Menschen prägt und somit ein zentraler Ort ist, um einen positiven Umgang mit Heterogenität zu fördern.
Was bedeutet das Konzept der "Leichten Sprache" im Medienkontext?
Leichte Sprache dient als wichtiges Instrument für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Leseschwächen, um durch vereinfachte Texte einen barrierefreien Zugang zu Informationen im Internet zu erhalten.
- Arbeit zitieren
- Gabriel Bott (Autor:in), 2018, Inklusion und Medien. Einfluss der Medien auf den Inklusionsprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193462