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Familien mit Migrationshintergrund als Adressaten der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Herausforderungen und Chancen Interkultureller Öffnung

Título: Familien mit Migrationshintergrund als Adressaten der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Herausforderungen und Chancen Interkultureller Öffnung

Tesis (Bachelor) , 2018 , 49 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Özge Sakalar (Autor)

Trabajo social
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Aufgrund der vielfältigen, neuartigen, migrationsbedingten Lebensbedingungen sei bei zugewanderten Personen ein gesteigerter Bedarf an Hilfe und Betreuung festzustellen. Dementsprechend widmet sich die Sozialpädagogik als erziehungswissenschaftliche Disziplin jenen sozialstrukturell und institutionell bedingten Konflikten, welche im Verlauf der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen auftreten. Somit herrscht allmählich Einsicht in die Notwendigkeit sozialpädagogischen Handelns im Kontext von Familien mit MH. Die Repräsentanz der Familien mit MH in der Kinder- und Jugendhilfe (KJH) wird als "Normalfall" beschrieben. Ferner regelt der erste Paragraph des Sozialgesetzbuches (SGB) VIII das Recht auf Erziehung, Eigenverantwortung und Jugendhilfe für jeden jungen Menschen. Indessen würden Familien mit MH Jugendhilfeleistungen weniger in Anspruch nehmen als deutsche Familien mit Kindern. Die Forderung nach Interkultureller Öffnung (IÖ) der ambulanten KJH resultiert aus diesen und ähnlichen, mit ungleichen Teilhabechancen assoziierten Beobachtungen.

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, was das ausdifferenzierte Handlungsfeld, die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH), durch eine IÖ für Familien mit MH (nicht) leisten kann. Sie soll Chancen und Herausforderungen erörtern, die sich bei dem Versuch, die SPFH für jene AdressatInnen adäquat zu gestalten, ergeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familien mit Migrationshintergrund

2.1 Grundlagen: Migration und Familie

2.2 Die Bedeutung der Familie für MigrantInnnen

2.3 Milieus von Familien mit Migrationshintergrund

3. Die Sozialpädagogische Familienhilfe

3.1 Die Kinder- und Jugendhilfe

3.2 Die Sozialpädagogische Familienhilfe

3.3 Zugänge der Familien mit Migrationshintergrund

4. Interkulturelle Öffnung der Sozialpädagogik

4.1 Zum Konzept der Interkulturalität

4.2 Die Idee einer Interkulturellen Öffnung

5. Herausforderungen und Chancen der SPFH durch eine Interkulturelle Öffnung in Bezug auf Familien mit Migrationshintergrund

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das ausdifferenzierte Handlungsfeld der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) und analysiert, welchen Beitrag eine interkulturelle Öffnung (IÖ) zur Verbesserung der Unterstützung für Familien mit Migrationshintergrund leisten kann, wobei Chancen und strukturelle Herausforderungen im Fokus stehen.

  • Bedeutung der Familie und von Migrationsmilieus für die Sozialpädagogik
  • Strukturen und Arbeitsweisen der ambulanten Sozialpädagogischen Familienhilfe
  • Analyse von Zugangsbarrieren zu Hilfen zur Erziehung für Familien mit Migrationshintergrund
  • Theoretische Grundlagen und Implementierungsstrategien interkultureller Öffnung in der Kinder- und Jugendhilfe
  • Bewertung von Herausforderungen wie dem "Etikettenschwindel" sowie Chancen durch multiperspektivische Ansätze

Auszug aus dem Buch

2.1 Grundlagen: Migration und Familie

Aus dem Lateinischen stammend (migratio) bedeutet Migration „so viel wie ‚Wanderung‘“ (Meier-Braun 2013: 16). Aus soziologischer Sicht wird Migration als „die Bewegung von Individuen oder Gruppen im geographischen oder sozialen Raum“ (Wagner 2014: 1151) verstanden. Dabei sei eine Rückkehr in das Herkunftsgebiet weder sicher noch planbar (vgl. ebd.). Oltmer (2013) definiert Migration als „auf einen längerfristigen Aufenthalt angelegte räumliche Verlagerung des Lebensmittelpunktes von Individuen, Familien, Gruppen oder […] Bevölkerungen“ (ebd.: 31) und greift damit die Dimensionen der Richtung und der Dauer auf (vgl. ebd.).

Zusätzlich zu diesen Dimensionen seien „Ursachen und Zwecke“ (Hamburger 2015: 211) der Migration differenzierter zu betrachten: Die Beweggründe reichen von Freiwilligkeit (z.B. Studium oder Beruf) bis zum Zwang (Krieg, Hungersnot etc.) (vgl. ebd./Oltmer 2013: 32). Arbeitsmigration könne zwischen den beiden Extremen „Zwang und Genuss“ (Hamburger 2015: 211) positioniert werden (vgl. ebd.). Während die Unabhängige Kommission Zuwanderung (2001) unter dem Begriff der Zuwanderung alle, so auch die zeitlich begrenzten Arten von Migration und unter Einwanderung die dauerhafte Ansiedlung fasst (vgl. ebd.: 2), sei dieser „feine Unterschied“ (Meier-Braun 2011: 36) in keine andere Sprache der Welt zu übersetzen (vgl. ebd.).

Überdies sei Migration keine neue Erscheinung. Sie zeichne sich an der langen Tradition Deutschlands als Ein- und Auswanderungsland ab (vgl. Wagner 2014: 1152). Nichtsdestotrotz sei die Anerkennung der Realität als Einwanderungsland spärlich. So werde der Begriff der Zuwanderung dem der Einwanderung vorgezogen, um die zeitliche Begrenztheit der Migration zu akzentuieren (vgl. Meier-Braun 2011: 36).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das wachsende wissenschaftliche Interesse an Familien und definiert die Ausgangslage sowie Relevanz der Sozialpädagogik im Kontext von Migrationshintergründen.

2. Familien mit Migrationshintergrund: Dieses Kapitel klärt die Begriffe Migration und Familie, skizziert den Stellenwert der Familie für MigrantInnen und differenziert die heterogene Gruppe anhand spezifischer Migrationsmilieus.

3. Die Sozialpädagogische Familienhilfe: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Sozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe sowie die speziellen Arbeitsansätze und Methoden der SPFH dargelegt.

4. Interkulturelle Öffnung der Sozialpädagogik: Dieses Kapitel erörtert das Konzept der Interkulturalität und die historische sowie praktische Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung von Organisationen.

5. Herausforderungen und Chancen der SPFH durch eine Interkulturelle Öffnung in Bezug auf Familien mit Migrationshintergrund: Die Analyse der Herausforderungen und Chancen für die SPFH zeigt auf, wie ein interkultureller Blick die Beziehungsqualität und den Abbau von Zugangsbarrieren fördern kann.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die wesentlichen Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit, Bedarfe und Wirkungen von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe zukünftig intensiver zu erforschen.

Schlüsselwörter

Sozialpädagogische Familienhilfe, Migration, Migrationshintergrund, Interkulturelle Öffnung, Kinder- und Jugendhilfe, Familienleitbilder, Migrationsmilieus, Zugangsbarrieren, Hilfe zur Erziehung, Sozialisation, Interkulturelle Kompetenz, Hilfe zur Selbsthilfe, Systemischer Ansatz, Soziale Arbeit, Integrationsdefizite

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) und untersucht, wie durch eine interkulturelle Öffnung die Unterstützung für Familien mit Migrationshintergrund verbessert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Bedeutung familiärer Strukturen im Migrationskontext, die Analyse von Zugangsbarrieren zu sozialen Diensten sowie Konzepte der interkulturellen Öffnung und Kompetenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Fragestellung lautet, was das ausdifferenzierte Handlungsfeld der SPFH durch eine interkulturelle Öffnung für Familien mit Migrationshintergrund leisten kann und welche Chancen sowie Herausforderungen dabei entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung von Forschungsdaten sowie Modellen (z.B. Migranten-Milieus), um die Fragestellung theoretisch und analytisch zu beantworten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Familie und Migration, die Vorstellung der SPFH als Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe sowie die detaillierte Diskussion der interkulturellen Öffnung und ihrer Auswirkungen auf die Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sozialpädagogische Familienhilfe, Interkulturelle Öffnung, Migrationshintergrund, Zugangsbarrieren, Hilfe zur Erziehung und Ressourcenorientierung.

Was besagt die Typologie der Migranten-Milieus in Bezug auf die Arbeit?

Die Typologie zeigt, dass Menschen mit Migrationshintergrund keine homogene Gruppe bilden; für die sozialpädagogische Praxis bedeutet dies, dass Fachkräfte von Defizitorientierungen absehen und sich an den individuellen Lebenswelten orientieren müssen.

Welche Bedeutung hat das Konzept des "Etikettenschwindels" bei der interkulturellen Öffnung?

Der Begriff warnt davor, dass Einrichtungen zwar eine interkulturelle Öffnung in ihren Leitbildern proklamieren, diese in der Praxis jedoch nicht konsequent umsetzen, sondern lediglich nutzen, um bei der Mittelakquise vorteilhafter dazustehen.

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Detalles

Título
Familien mit Migrationshintergrund als Adressaten der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Herausforderungen und Chancen Interkultureller Öffnung
Calificación
1,1
Autor
Özge Sakalar (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
49
No. de catálogo
V1194635
ISBN (PDF)
9783346639592
ISBN (Libro)
9783346639608
Idioma
Alemán
Etiqueta
Familien mit Migrationshintergrund Interkulturelle Öffnung der SPFH Sozialpädagogische Familienhilfe Adressat*innen der SPFH Kinder- und Jugendhilfe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Özge Sakalar (Autor), 2018, Familien mit Migrationshintergrund als Adressaten der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Herausforderungen und Chancen Interkultureller Öffnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1194635
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