Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Medios / Comunicación - Multimedia, internet, nuevas tecnologías

Medienwandel. Welche (veränderten) Nutzungspraktiken ergeben sich im Rahmen von peer surveillance/ sozialer Überwachung?

Título: Medienwandel. Welche (veränderten) Nutzungspraktiken ergeben sich im Rahmen von peer surveillance/ sozialer Überwachung?

Trabajo Escrito , 2020 , 27 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Master of Arts Merle Wendt (Autor)

Medios / Comunicación - Multimedia, internet, nuevas tecnologías
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Was veranlasst Menschen dazu, andere zu überwachen? Was versteht man unter peer surveillance? Wie gehen (junge) Menschen mit dem Wissen um, überwacht zu werden? Welchen Einfluss hat dies auf ihre Nutzungspraktiken? Um diese Entwicklungen und die Hinter- und Beweggründe von peer surveillance nachvollziehen zu können, wird zunächst erläutert, was unter Mediatisierung zu verstehen ist.

Anschließend wird der Forschungsstand der Surveillance Studies anhand wissenschaftlicher Literatur dargestellt, indem zunächst ein Einblick in die vertikale Überwachung erfolgt. Darauffolgend wird die daraus hervorgehende horizontale Überwachung beleuchtet. Kapitel 4 beschäftigt sich mit peer surveillance in Sozialen Netzwerken, was die Funktionsweisen der Sozialen Medien und die damit verbundenen Möglichkeiten für die User einschließt.

In Kapitel 4.1 werden zunächst die (veränderten) Nutzungspraktiken der überwachenden User dargestellt und die Beweggründe für peer sur-veillance betrachtet. Im Anschluss daran werden die (veränderten) Nutzungspraktiken der (potenziell) überwachten User betrachtet, die die Wahrnehmung und Verwaltung der eigenen Sichtbarkeit beinhalten. In diesem Zusammenhang werden die veränderten Selbstpräsentationspraktiken, Verwaltung der Privatsphäre, Selbstüberwachung und Erstellung pseudonymer Accounts erläutert. Das fünfte Kapitel beinhaltet die ausführliche Diskussion über die (veränderten) Nutzungspraktiken im Rahmen von peer surveillance. Im sechsten Kapitel erfolgt die Limitation der vorliegenden Arbeit und es wird ein Ausblick auf zukünftige Forschungen gegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mediatisierung

3. Surveillance Studies

3.1. Vertikale Überwachung

3.2. Horizontale Überwachung

4. Peer surveillance in Sozialen Netzwerken

4.1. (Veränderte) Nutzungspraktiken der überwachenden User

4.2. (Veränderte) Nutzungspraktiken der (potenziell) überwachten User

4.2.1. Verwaltung der Privatsphäre

4.2.2. Selbstüberwachung

4.2.3. Erstellung pseudonymer Accounts

5. Diskussion und Fazit

6. Limitation und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht, welche veränderten Nutzungspraktiken sich durch das Phänomen der "peer surveillance" in Sozialen Netzwerken ergeben. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, sowohl die Strategien der überwachenden User als auch die Reaktionen und Anpassungen der potenziell überwachten Individuen zu analysieren.

  • Grundlagen der Mediatisierung und der Surveillance Studies
  • Differenzierung zwischen vertikaler und horizontaler Überwachung
  • Analyse der Überwachungspraktiken unter Gleichaltrigen ("peer surveillance")
  • Untersuchung von Gegenstrategien wie Selbstüberwachung und Privatsphäre-Management
  • Rolle von Identitätsbildung und Selbstpräsentation in Sozialen Medien

Auszug aus dem Buch

Peer surveillance in Sozialen Netzwerken

Zunächst stellen Social Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat und YouTube für Individuen einen Ort dar, ihre Identität auszudrücken, zu bestätigen und zu verhandeln (vgl. Jansson 2012: 276). Sie ermöglichen es NutzerInnen Profile zu erstellen, auf denen sie persönliche Informationen wie Name, Alter, Geburtsdatum, Heimatstadt, Beziehungsstatus und Weiteres zu ihrer Person verwalten können. Zusätzliche Informationen können – je nach Plattform – Angaben über die akademische oder berufliche Laufbahn, eine Liste von Gruppen, denen die Person beigetreten ist und eine Vielzahl an Fotos bzw. Fotoalben beinhalten (vgl. Tokunaga 2010: 705).

Darüber hinaus können User bereits bestehende soziale Beziehungen pflegen, alte FreundInnen wiederfinden und die Beziehung zu ihnen erneuern und neue Kontakte knüpfen (vgl. Regan & Steeves 2010: 157). Zugleich können sie auch die Profile anderer „befreundeter“ Social Media-NutzerInnen einsehen. Auch wenn die Sozialen Medien dafür vorgesehen sind, sich mit anderen zu vernetzen, haben diese sich immer mehr zu einem Ort der interpersonalen Überwachung entwickelt (vgl. Tokunaga 2010: 706). Wie Tokunaga vertritt auch Trottier (2012: 320) die Meinung, dass durch die Etablierung dieser Plattformen eine neue Art der Sichtbarkeit entstanden ist, bei der die alltäglichen Interaktionen der User zunehmend der Beobachtung und Überwachung ähneln: „Benutzer[Innen] wachen übereinander, anstatt direkt miteinander zu kommunizieren.“ (eigene Übersetzung). Dabei geht diese Form der Überwachung über das bloße Sammeln von Daten hinaus, da sie auf vermittelten Beziehungen, Profilen und Einstellungen der Privatsphäre fußt (vgl. ebd.). Da Soziale Netzwerke ihre NutzerInnen (indirekt) dazu auffordern, andere User zu bewerten oder zu kommentieren, spricht Leistert (2016: 10) hier von einem fließenden Übergang von „Kommunikation miteinander und Überwachung untereinander“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der "peer surveillance" ein und verknüpft sie mit der alltäglichen, selbstverständlichen Nutzung digitaler Medien und Reality-TV-Formaten.

2. Mediatisierung: Hier wird der theoretische Rahmen der Mediatisierung als langfristiger, quantitativer und qualitativer Prozess erläutert, der soziale Beziehungen zunehmend über digitale Medien vermittelt.

3. Surveillance Studies: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die theoretischen Grundlagen, wobei der Kontrast zwischen klassischer vertikaler Top-down-Überwachung und der horizontalen Überwachung herausgearbeitet wird.

4. Peer surveillance in Sozialen Netzwerken: Das Kapitel analysiert, wie Soziale Netzwerke Räume für die gegenseitige Überwachung schaffen und untersucht konkrete Nutzungspraktiken von überwachenden sowie überwachten Akteuren.

5. Diskussion und Fazit: Hier werden die Ergebnisse synthetisiert, wobei hervorgehoben wird, dass peer surveillance als qualitative Ausprägung der Mediatisierung zu verstehen ist, bei der Kommunikation und Überwachung verschmelzen.

6. Limitation und Ausblick: Abschließend werden die methodischen Grenzen der Arbeit aufgezeigt und zukünftige Forschungsbedarfe im Hinblick auf aktuelle Plattformen wie Instagram definiert.

Schlüsselwörter

Peer surveillance, horizontale Überwachung, Mediatisierung, Soziale Netzwerke, Privatsphäre, Selbstüberwachung, Identität, Digitale Medien, Internetkultur, Überwachungspraktiken, Facebook, Instagram, Interveillance, Sichtbarkeit, Nutzerverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Seminararbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der sogenannten „peer surveillance“ – der Überwachung unter Gleichaltrigen – in Sozialen Netzwerken und wie diese durch digitale Mediatisierung gefördert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Überwachungsstudien, die Rolle von Sozialen Medien bei der Identitätskonstruktion sowie die Veränderung von Kommunikation durch permanente Beobachtungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welche (veränderten) Nutzungspraktiken ergeben sich im Rahmen von peer surveillance?“ Ziel ist es, diese Praktiken systematisch zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf der Analyse existierender empirischer Studien und wissenschaftlicher Fachliteratur zum Thema Überwachung und Mediennutzung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte der vertikalen und horizontalen Überwachung gegenübergestellt, um dann spezifische Praktiken wie „creeping“, „Selbstüberwachung“ und die Verwaltung von Privatsphäreeinstellungen im Detail zu untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem peer surveillance, horizontale Überwachung, Mediatisierung, Selbstüberwachung, Privatsphäre und die Plattformspezifität der Mediennutzung.

Was unterscheidet „creeping“ von normaler Mediennutzung?

„Creeping“ bezeichnet die gezielte, intentionale Nutzung von Privatsphärelücken, um Informationen über Personen zu erlangen, mit denen man nicht zwangsläufig direkt vernetzt ist.

Warum nutzen User pseudonyme Accounts oder „Finstas“?

Pseudonyme Accounts dienen als Strategie der „Überwachungshinterziehung“ und ermöglichen es den Nutzern, ihre Identität zu schützen und persönlichere Inhalte nur mit einer vertrauten Gruppe zu teilen.

Welchen Einfluss hat das Wissen über Überwachung auf das Nutzerverhalten?

Das Bewusstsein, beobachtet zu werden, führt oft zu einer stärkeren Selbstkontrolle („Selbstüberwachung“), bei der User ihre Online-Präsenz filtern, um ihren sozialen Ruf zu schützen.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Medienwandel. Welche (veränderten) Nutzungspraktiken ergeben sich im Rahmen von peer surveillance/ sozialer Überwachung?
Universidad
University of Bremen  (Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung)
Curso
Medienwandel
Calificación
1,3
Autor
Master of Arts Merle Wendt (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
27
No. de catálogo
V1195487
ISBN (PDF)
9783346638779
ISBN (Libro)
9783346638786
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nutzungspraktiken peer surveillance soziale Überwachung surveillance studies lateral surveillance participatory surveillance interveillance Überwachung horizontale Überwachung Social Media Soziale Netzwerke Soziale Medien Überwachung Soziale Medien Facebook Hausarbeit Facebook Hausarbeit Überwachung Hausarbeit Soziale Medien Instagram Hausarbeit Instagram WhatsApp Hausarbeit WhatsApp Instant Messenger Instant Messaging Hausarbeit Instant Messaging digitale Technologien Smartphone Medienwandel junge Erwachsene
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Arts Merle Wendt (Autor), 2020, Medienwandel. Welche (veränderten) Nutzungspraktiken ergeben sich im Rahmen von peer surveillance/ sozialer Überwachung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195487
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  27  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint