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Die Serie im Jugendstil

Title: Die Serie im Jugendstil

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jenny Schaffrath (Author)

Art - Art Theory, General
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„Serial order is a method, not a style“ Dieser Satz des Künstlers, Kritikers und Kurators Mel Bochner, geäußert, lange nachdem der Jugendstil Kunstgeschichte war, trifft dennoch wie kein anderer auf eine Betrachtung von Serialität und Jugendstil zu.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Jugendstil als Epoche

2.1.Wurzeln des Jugendstils

2.1.1.Historischer Kontext

2.1.2.Die Dampfmaschine als Motor der Massenproduktion

2.1.3. Massenproduktion und Serie

2.2. Ein Stil formiert sich

2.2.1. William Morris

2.2.2. Die Arts- and- Crafts- Bewegung

2.2.3. Zur Trennung von Kunst- und Gebrauchsgegenstand

2.3. Der Jugendstil als internationales Phänomen

2.3.1. Von England in die westliche Welt

2.3.2. Jugendstil in Deutschland

2.3.3. Basale Inhalte der Jugendstilströmungen im Verhältnis zur Serie

3.Stilbildende Elemente

3.1. Fläche- Linie- Farbe

3.2. Das Ornament

3.2.1. Theorie des Ornaments

3.2.2. Ornament und Serie

4.Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Epoche des Jugendstils und dem Prinzip der Serialität. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die kunstgeschichtliche Bewegung des Jugendstils zur industriellen Massenproduktion verhielt und welche Rolle formale Elemente wie das Ornament dabei spielten, Identität und Einmaligkeit gegen den Standardisierungsdruck zu wahren.

  • Wurzeln des Jugendstils und industrielle Revolution
  • Das Spannungsverhältnis zwischen Massenproduktion und serieller Ordnung
  • Die Rolle der Arts- and- Crafts- Bewegung und ihre Position zur Maschine
  • Die Bedeutung von Fläche, Linie und Ornament als stilbildende Elemente
  • Redundanz und Variation als Konzepte zur Akzeptanz serieller Strukturen

Auszug aus dem Buch

2.1.3. Massenproduktion und Serie

Die Massenproduktion ist eine Fertigung in Serie. Bestimmend ist ein spezieller Aspekt der Serialität: ein Musterstück soll so kostengünstig wie möglich in großer Stückzahl produziert werden. Hierbei wird eine erzielbar genaue Kopie des Musterstückes angestrebt.

Es entstehen also Reproduktionen des Originals in möglichst großer Stückzahl und in möglichst geringer Variation. Eine Serie besteht hier im Original und seinen identischen Klonen. Abweichungen vom Original werden als Ausschuss deklariert und vernichtet.

Die Techniken und Prinzipien der Massenfertigung hielten auch schnell Einzug in die angewandte Kunst. Die serienmäßige Herstellung von Kunstgewerbe, die Massenfertigung unter Verwendung billiger Rohstoffe, vor allem die so entstehende seelenlose Einheitlichkeit und Austauschbarkeit der Produkte wurde von den Kunstschaffenden mit Abscheu betrachtet. Es kam zu einer Glorifizierung der Handfertigkeit und des Kunsthandwerkes auf Kosten der Mechanisierung.

Mit dem Siegeszug der Massenfertigung offenbart sich ein Konflikt, der sich vereinfacht als Alt versus Neu beschreiben ließe.

Auf der Seite Neu begegnet einem das Kunstwerk, bei dem immer etwas Neues entsteht. Ein Kunstwerk ist auratisch und erhält seine besondere Ausstrahlung durch den ihm innewohnenden Geist der Inspiration, die den Künstler ereilt hat bei der Erschaffung des Kunstwerkes. Ein Kunstwerk ist (zumindest zu dieser Zeit noch) einzigartig, nicht reproduzierbar und insofern auch immer neu. Hier hat die Fotografie eine Ausnahmestellung der sich unter anderem Walter Benjamin angenommen hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in das Thema Serialität im Kontext des Jugendstils und Darstellung der zentralen Forschungsfragen.

2. Jugendstil als Epoche: Historische Einordnung des Jugendstils zwischen Industrialisierung, Massenproduktion und der Gegenbewegung durch Kunst und Handwerk.

3.Stilbildende Elemente: Analyse der formalen Gestaltungsmittel wie Linie, Fläche und Ornament und deren Funktion bei der Abgrenzung zur industriellen Serie.

4.Resümee: Zusammenfassende Betrachtung des Konflikts zwischen der Ablehnung der Massenfertigung und der dennoch wirksamen seriellen Logik im Jugendstil.

Schlüsselwörter

Jugendstil, Serialität, Massenproduktion, Handwerk, Ornament, Arts- and- Crafts- Bewegung, Industrialisierung, William Morris, Redundanz, Moderne, Kunstgewerbe, Ästhetik, Formgebung, Mechanisierung, Variation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhältnis der Kunstepoche Jugendstil zum Prinzip der Serie und zur industriellen Massenfertigung des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die historische Entwicklung der Massenproduktion, die Gegenposition der Arts- and- Crafts- Bewegung, die Formensprache des Jugendstils sowie das Konzept der Serialität in Medien und Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum der Jugendstil die industrielle Serialität in der Produktion ablehnte, aber gleichzeitig formale Aspekte der Serialität in seiner eigenen Ästhetik nutzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische und kulturwissenschaftliche Analyse, die durch Fachliteratur und kunsttheoretische Schriften gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der historischen Rahmenbedingungen, die Rolle der Arts- and- Crafts- Bewegung, die internationale Verbreitung des Stils und eine detaillierte Analyse der formalen Elemente wie Ornament und Linienführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jugendstil, Serialität, Massenproduktion, Ornament und Handwerk definiert.

Warum stand das Ornament im Jugendstil in einem besonderen Licht?

Das Ornament diente als "Police" gegen die industrielle Massenfertigung, da es die Einmaligkeit des Objekts betonte und eine ökonomische Standardisierung erschwerte.

Wie unterscheidet sich die "mechanische Serie" von der "natürlichen Struktur"?

Während die mechanische Serie auf identische Kopien abzielt, basiert die natürliche Struktur im Jugendstil auf Rhythmus und Variation, was dem menschlichen Bedürfnis nach Ordnung entgegenkommt.

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Details

Title
Die Serie im Jugendstil
College
University of Paderborn
Course
Seminar Rahmen und Serien in den Medien
Grade
1,0
Author
Jenny Schaffrath (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V119907
ISBN (eBook)
9783640240067
ISBN (Book)
9783640244362
Language
German
Tags
Serie Jugendstil Seminar Rahmen Serien Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jenny Schaffrath (Author), 2008, Die Serie im Jugendstil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119907
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