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Aspekte von Frauenerwerbstätigkeit: Krankenpflege, eine berufliche Sackgasse für Frauen?

Title: Aspekte von Frauenerwerbstätigkeit: Krankenpflege, eine berufliche Sackgasse für Frauen?

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Silke Hegemann (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Schlecht bezahlt, gesellschaftlich kaum anerkannt, keinesfalls ein Karrieresprungbrett, sondern vielmehr eine Sackgasse: Pflegeberufe.
Noch heute werden sie von vielen Menschen als typische, ja ideale Frauenberufe betrachtet, da die Fähigkeit für andere zu sorgen, sie zu pflegen als natürliche weibliche Fähigkeit gilt. Professionalisierungsbemühungen der Pflege werden oft belächelt und in Frage gestellt.
Die folgende Hausarbeit soll aufzeigen, wie diese Situation entstanden ist, wobei sie sich auf die Krankenpflege in der Bundesrepublik Deutschland beschränkt. Wenn im folgenden von Pflegenden die Rede ist, sind in der Krankenpflege tätige Personen gemeint.
Ich möchte zunächst einen Überblick über die Geschichte der Frauenbildung geben: Warum blieb Frauen über eine so lange Zeit hinweg der Zugang zu (beruflicher) Bildung verwehrt? Seit wann sind Frauen berufstätig? Wann haben Frauen begonnen, sich für ihr Recht auf Arbeit und Bildung einzusetzen?
Im Anschluss daran möchte ich beschreiben, wie und warum sich der Pflegeberuf zum typischen Frauenberuf entwickelt hat, auch dazu werde ich erst einen geschichtlichen Überblick geben, um danach die aktuelle Situation sowohl in der Pflegeausbildung als auch in der Weiterbildung in den Pflegeberufen kurz zu erläutern. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Kapitel über die Karrierechancen, die sich Frauen in der Pflege bieten oder besser gesagt nicht bieten. In diesem Abschnitt werden Hintergründe und Ursachen für diese Sackgassen-Situation in der Pflege dargestellt und eventuelle Chancen auf Verbesserung näher erläutert.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Anspruch auf Bildung und Erwerbstätigkeit für Frauen: geschichtlicher Überblick

3 Die Pflege als Frauenberuf: geschichtliche Entwicklung und heutiger Stand

3.1 Die Entwicklung der Krankenpflege zum Beruf

3.2 Die Entwicklung der pflegeberuflichen Bildung

3.3 Pflegeausbildung heute

3.3.1 Aktuelle Situation in Aus- und Weiterbildung

3.3.1.1 Ausbildung

3.3.1.2 Weiterbildung

4 Karrierechancen für Frauen im Pflegeberuf

5 Eigene Stellungnahme

6 Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und strukturelle Entwicklung des Pflegeberufs, um der Frage nachzugehen, warum Krankenpflege häufig als eine „berufliche Sackgasse“ für Frauen wahrgenommen wird. Ziel ist es, die soziokulturellen Ursachen für die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung und die fehlenden Karriereperspektiven zu identifizieren sowie notwendige Veränderungen im Bildungssektor aufzuzeigen.

  • Historische Herleitung des Bildungsanspruchs von Frauen
  • Entstehung der Krankenpflege als typischer „Frauenberuf“
  • Analyse der aktuellen Aus- und Weiterbildungsstrukturen
  • Diskussion von Karrierechancen und Professionalisierungsprozessen
  • Reflektion über notwendige Bewusstseinsänderungen in der Pflege

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Entwicklung der Krankenpflege zum Beruf

Bischoff-Wanner (2002) beschreibt wie sich die Krankenpflege im Lauf des 19. Jahrhunderts zum (Frauen)beruf entwickelte.

Als wichtigste Faktoren, die diese Entwicklung beeinflussten, nennt sie u.a.:

• Den größeren Bedarf an Pflegepersonal, verursacht durch die von der Industrialisierung bedingten sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen;

• „die Übertragung der bürgerlichen Frauenrolle auf die Krankenpflege;

• die Übernahme christlich-kirchlicher Wertorientierungen“ (Bischoff-Wanner, 2002, S.15).

Im folgenden Abschnitt werden diese Faktoren näher beschrieben:

1. Soziale und wirtschaftliche Veränderungen: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts reichten das bestehende Lohnwartsystem und die Ordenskrankenpflege aus, um die Kranken- und Armenversorgung zu gewährleisten. Die Verbreitung von industriellen Produktionsformen sowie der Zusammenbruch des feudalistischen Systems 1810, zusammen mit der Aufhebung der Leibeigenschaft, der Einführung der Gewerbefreiheit und der Landreform hatte tiefgreifende Folgen: im Bereich der Landwirtschaft gingen viele Arbeitsplätze verloren, was dazu führte, das große Teile der Bevölkerung in die Stadt flüchteten, um ihre Existenz zu sichern. Auf diese Weise lösten sich die bisher bestehenden Familien- und Versorgungsstrukturen auf, was eine Neuorganisation der Kranken- und Armenversorgung notwendig machte: eine große Anzahl von öffentlichen und kirchlichen Krankenanstalten wurden gegründet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung benennt die Problematik der geringen gesellschaftlichen Anerkennung sowie der fehlenden Karrieremöglichkeiten in Pflegeberufen und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2 Anspruch auf Bildung und Erwerbstätigkeit für Frauen: geschichtlicher Überblick: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg der Frauenbildung nach, von der mittelalterlichen Benachteiligung bis hin zu den gesellschaftlichen Anforderungen des 19. Jahrhunderts.

3 Die Pflege als Frauenberuf: geschichtliche Entwicklung und heutiger Stand: Hier werden die Faktoren analysiert, die zur Entwicklung der Krankenpflege zum Frauenberuf führten, einschließlich der historischen Bildungsstrukturen und der aktuellen Ausbildungssituation.

4 Karrierechancen für Frauen im Pflegeberuf: Das Kapitel diskutiert die durch Rabe-Kleberg definierten Ebenen der Selbstreflexion, Normalisierung und Professionalisierung als notwendige Bedingungen für zukünftige Karrierewege.

5 Eigene Stellungnahme: Die Autorin reflektiert die Ausgangsthese und schlägt konkrete Maßnahmen wie eine Vereinheitlichung der Grundausbildung vor, um den notwendigen Bewusstseinswandel zu fördern.

6 Literatur: Das Verzeichnis listet die für die Hausarbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Werke auf.

Schlüsselwörter

Krankenpflege, Frauenberuf, Frauenbildung, Professionalisierung, Normalisierung, Karrierechancen, Pflegeausbildung, Weiterbildung, Berufsverständnis, Selbstreflexion, Pflegewissenschaft, Arbeitsmarkt, Geschlechterrollen, Gesundheitswesen, Bildungsstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entstehung und die strukturellen Rahmenbedingungen der Krankenpflege in Deutschland unter dem Aspekt, warum sie häufig als berufliche Sackgasse für Frauen gilt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte der Frauenbildung, der Genese der Pflege als Frauenberuf, den aktuellen Ausbildungsstrukturen sowie den theoretischen Anforderungen an eine Professionalisierung des Pflegebereichs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte aufzeigen, wie die heutige schwierige Situation in der Pflege historisch entstanden ist und welche Maßnahmen notwendig sind, um diese als Sackgasse wahrgenommene berufliche Lage zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den historischen und theoretischen Kontext aufzuarbeiten und die Ergebnisse mit den aktuellen Bedingungen der pflegeberuflichen Bildung in Beziehung zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Frauenbildung, die Entwicklung der Krankenpflege zum Frauenberuf durch die Übertragung bürgerlicher Rollenmuster sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Karrierechancen und Professionalisierungskonzepten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Krankenpflege, Professionalisierung, Normalisierung, Frauenbildung und das spezifische Berufsverständnis Pflegender.

Welche Rolle spielt das „dualere Bildungssystem“ in der Argumentation?

Die Autorin kritisiert, dass die Krankenpflegeausbildung außerhalb des dualen Bildungssystems steht, was eine bundesweit einheitliche Struktur verhindert und somit ein wesentliches Hindernis für berufliche Aufstiegschancen darstellt.

Warum wird die „Nächstenliebe“ im Kontext der Professionalisierung kritisch betrachtet?

Das Narrativ der „Nächstenliebe“ wird als historisches Instrument gesehen, das pflegerische Tätigkeit als rein weibliche Eigenschaft („Nicht-Arbeit“) definierte, um eine angemessene Bezahlung und Professionalisierung zu vermeiden.

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Details

Title
Aspekte von Frauenerwerbstätigkeit: Krankenpflege, eine berufliche Sackgasse für Frauen?
College
University of Applied Sciences Esslingen  (Fachbereich Gesundheit und Pflege)
Course
Organisation und Planung der Fort- und Weiterbildung
Grade
1,3
Author
Silke Hegemann (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V12006
ISBN (eBook)
9783638180214
Language
German
Tags
Aspekte Frauenerwerbstätigkeit Krankenpflege Sackgasse Frauen Organisation Planung Fort- Weiterbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Hegemann (Author), 2003, Aspekte von Frauenerwerbstätigkeit: Krankenpflege, eine berufliche Sackgasse für Frauen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12006
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