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Nach der Ausbildung ins Studium: Biographische Gründe für die Doppelqualifizierung

Titre: Nach der Ausbildung ins Studium: Biographische Gründe für die Doppelqualifizierung

Dossier / Travail , 2008 , 33 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Nicole Rohr (Auteur)

Pédagogie - Education de la profession, Formation professionnelle
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Résumé Extrait Résumé des informations

Inhaltlicher Aspekt der vorliegenden Hausarbeit zum Modul 2A im BA-Bildungswissenschaften
ist die Untersuchung biographischer Gründe für die Doppelqualifizierung,
d. h. die Aufnahme eines Studiums nach erfolgreichem Abschluss der
Ausbildung. Dies geschah mittels der Durchführung eines autobiographischnarrativen
Interviews. Vor diesem Hintergrund bildete ich die Unterfragen, ob das
Modell der Doppelqualifizierung auf Sicherungsstrategien der Akteure basiert oder
diese im allgemeinen Trend zur Höherqualifizierung münden, wie er derzeit im
Zusammenhang mit der Bildungsexpansion aktuell erscheint und kommuniziert
wird (Scholz, 2006). Da es sich bei der von mir gewählten Methode um eine offene
Art des Interviews handelt, bleibt ein gewisser Überraschungseffekt in Bezug
auf weitere mögliche Motive für das Studium nach der Ausbildung erhalten. Im
Grunde dient das narrative Interview der Offenlegung lebensgeschichtlicher
Wandlungsprozesse und hat folglich prozessanalytischen Charakter. Dies nur vorweg
gesagt, ich werde die Spezialform des narrativen Interviews im Unterpunkt
3.1 zur Methodologie ausführlicher beleuchten.
Da ich eine Einzelfallanalyse anstrebte, habe ich mich bei meiner Arbeit an
den „Stationen eines qualitativen Forschungsprozesses“ orientiert. (Flick 1995:
172). Ich beginne meine Ausführungen mit einem kurzen Abriss der Ausgangssituation,
die dem Leser als Einstieg in das Thema dienen soll. Ferner werde ich den
Leser mit dem Untersuchungsinteresse und Untersuchungsgegenstand in Punkt 2.2
vertraut machen sowie in Punkt 2.3 erste eigene Vermutungen anstellen und Vorannahmen
äußern. In Punkt 3 gehe ich detailliert auf mein methodisches Vorgehen
ein und stelle das narrative Interview in Punkt 3.1 als Erhebungsmethode der qualitativen
Sozialforschung vor. In Punkt 3.2 und 3.3 erläutere ich theoretische und
praktische Aspekte der Durchführung und der Transkription des Interviews. In
Punkt 4 widme ich mich ausführlich der Auswertung, Analyse und Interpretation
des Interviewmaterials und werde abschließend mit Punkt 5, einem kurzen Fazit,
meine Arbeit abschließen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER RAHMEN

2.1 AUSGANGSSITUATION

2.2 UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND UND UNTERSUCHUNGS- INTERESSE

2.3 EINFLUSSFAKTOREN UND VERMUTETE ZUSAMMENHÄNGE

3 METHODISCHES VORGEHEN

3.1 DAS NARRATIVE INTERVIEW

3.2 DURCHFÜHRUNG

3.3 TRANSKRIPTION

4 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION

5 FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die biographischen Beweggründe für eine Doppelqualifizierung, definiert als die Aufnahme eines Hochschulstudiums nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung. Im Zentrum steht die Analyse subjektiver Entscheidungsprozesse und der Einfluss lebensgeschichtlicher Erfahrungen auf den Wunsch nach akademischer Höherqualifizierung.

  • Biographische Hintergründe und Beweggründe der Bildungsentscheidung
  • Einfluss von Sozialisation, Vorbildern und familiären Rollenmustern
  • Sicherungsstrategien zur Vermeidung beruflicher Abhängigkeit
  • Methodik des autobiographisch-narrativen Interviews in der Bildungsforschung

Auszug aus dem Buch

3.1 Das narrative Interview

Da die Fragestellung und folglich das Erkenntnisinteresse die Wahl der Untersuchungsmethode maßgeblich mitbestimmt, bot sich für meine Untersuchung das (autobiographisch-) narrative Interview an: „Das narrative Interview ist eine Spezialform des qualitativen Interviews, die Schütze (1977) entwickelt und propagiert hat. Im narrativen Interview wird der zu Befragende aufgefordert, zu dem im Gespräch benannten Gegenstand zu erzählen, was natürlich voraussetzt, dass der zu Befragende eine entsprechende Kompetenz besitzt.“ (Lamnek 1995: 70) Ferner heißt es bei Jakob:„Als prozessanalytisches Verfahren vermittelt das narrative Interview einen Einblick in die Genese sozialer Abläufe und geht damit über eine punktuelle Erfassung hinaus. Biographische und soziale Prozesse, in die die Individuen als Handelnde und/ oder Erleidende verstrickt waren, werden damit einer Analyse zugänglich gemacht. Statuspassagen, Identitätstransformationen, kollektive und individuelle Wandlungsprozesse können anhand der Interviews herausgearbeitet werden.“ (Jakob 2003: 446f)

Schütze definiert drei spezifische Zugzwänge, denen der Erzähler unbewusst im narrativen Interview unterlegen ist. Zum einen der Gestaltschließungszwang, der den Erzähler zu einer geschlossenen und begründeten Darstellung zwingt. Des weiteren der Relevanzfestsetzungs- und Kondensierungszwang, der für eine verdichtete und für den Zuhörer nachvollziehbare Erzählung sorgt, da diese nur einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung hat. Schließlich der Detaillierungszwang, der den Erzähler aus Verständnisgründen zur Preisgabe notwendiger Hintergrundinformationen und Zusammenhänge veranlasst. ( vgl. Glinka, 1998; Friebertshäuser, 2003) „Das eigentliche Ziel „besteht in folgendem: Im Stehgreiferzählvorgang eigener Ereignisverwicklungen soll die in die Gegenwart transportierte Erfahrungsaufschichtung durch die Dynamik des Erzählvorgangs wieder verflüssigt werden.“ (Glinka 1998: 9) Bei der Interviewdurchführung gelten gewisse Regeln, um ein erfolgreiches subjektives Rekapitulieren der vergangenen Erlebnisse zu gewährleisten. (Friebertshäuser, 2003) Diese werde ich im Folgenden näher erläutern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Forschungsfrage, die sich mit biographischen Gründen für eine Doppelqualifizierung nach der Ausbildung befasst, unter Einbettung in den Kontext der Bildungsexpansion.

2. THEORETISCHER RAHMEN: Analyse der gesellschaftlichen Ausgangslage, der persönlichen Motivation der Autorin sowie der Suche nach einem theoretischen Verständnis für Ausbildungs- und Studienentscheidungen.

3 METHODISCHES VORGEHEN: Erläuterung der Wahl des narrativen Interviews als Erhebungsmethode sowie die praktische Durchführung und Transkription des Gesprächs mit der Interviewpartnerin.

4 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION: Anwendung der strukturellen Beschreibung nach Hermanns auf das Interviewmaterial, um biographische Motive und Handlungsentscheidungen zu segmentieren und zu interpretieren.

5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung der identifizierten psychosozialen und materiellen Gründe für die Doppelqualifizierung und kritische Reflexion der Forschungsergebnisse.

Schlüsselwörter

Doppelqualifizierung, Bildungsbiographie, Narratives Interview, Qualitative Forschung, Höherqualifizierung, Berufsausbildung, Studium, Sozialisation, Identitätstransformation, Entscheidungsfindung, Motivationsstrukturen, Biographieforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die persönlichen und biographischen Beweggründe von Menschen, die sich nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung für ein zusätzliches Hochschulstudium entscheiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Trend zur Höherqualifizierung, die Bedeutung familiärer Vorbilder, die Suche nach beruflicher Sicherheit und die Vermeidung von abhängigen Lebensentwürfen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, biographische Entscheidungsprozesse einer Interviewpartnerin offenzulegen, die zu einer Doppelqualifizierung führten, und zu analysieren, welche subjektiven Motive dem zugrunde liegen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt das autobiographisch-narrative Interview. Die Auswertung erfolgt nach der Methode der strukturellen Beschreibung nach Hermanns, um die Erzählung in ihrem Verlauf zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie die konkrete Auswertung und Interpretation des geführten Interviews.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Doppelqualifizierung, das narrative Interview, biographische Wandlungsprozesse, Identitätstransformation und die strukturelle Beschreibung.

Warum spielt das familiäre Umfeld in der Analyse eine Rolle?

Die Analyse zeigt, dass insbesondere die berufliche Rolle des Vaters als Vorbild und die als unbefriedigend wahrgenommene berufliche Situation der Mutter eine zentrale Rolle bei der Entscheidung für eine eigene Höherqualifizierung spielen.

Welche Bedeutung hat der Schulabbruch für die Interviewpartnerin?

Der Schulabbruch wird als einschneidendes negatives Ereignis identifiziert, das die Interviewpartnerin dazu bewegte, Strategien zur beruflichen Absicherung und zur Vermeidung prekärer Lebenslagen zu entwickeln.

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Résumé des informations

Titre
Nach der Ausbildung ins Studium: Biographische Gründe für die Doppelqualifizierung
Université
University of Hagen
Cours
Modul 2A Empirische Bildungsforschung und Methoden
Note
1,0
Auteur
Nicole Rohr (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
33
N° de catalogue
V120110
ISBN (ebook)
9783640240654
ISBN (Livre)
9783640244737
Langue
allemand
mots-clé
Nach Ausbildung Studium Biographische Gründe Doppelqualifizierung Modul Empirische Bildungsforschung Methoden narratives Interview Bildungsexpansion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nicole Rohr (Auteur), 2008, Nach der Ausbildung ins Studium: Biographische Gründe für die Doppelqualifizierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120110
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Extrait de  33  pages
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