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Vertrauen und Glaubwürdigkeit - Eine Betrachtung nach Niklas Luhmann und Katja Götsch

Title: Vertrauen und Glaubwürdigkeit - Eine Betrachtung nach Niklas Luhmann und Katja Götsch

Term Paper , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Marr (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Diese Ausarbeitung entsteht im Rahmen des Seminars „Kommunikative Kompetenzen
in der Organisationsentwicklung“ des Wintersemesters 2007/2008. Als Ziel hatte dieses
Seminar die nähere Betrachtung von Problemen der Organisationserhaltung bei
sozialem Wandel. Aufgeteilt war es in drei große Bereiche, den Beziehungsmustern,
den Beziehungskrisen und der Beziehungspflege. Das Thema „Vertrauen“, das in dieser
Arbeit näher erläutert wird, gehört dem Bereich der Beziehungspflege an. Als
Beziehungspflege versteht sich unter anderem auch die Krisenkommunikation, das
Vertrauen als Organisationsprinzip, das Netzwerk als Organisationsprinzip und die
Mythen der Organisationsgestaltung.
Vertrauen ist eine zentrale Voraussetzung und eine Form sozialer Einstellung in der
Beziehungsgestaltung zwischen Menschen. In allen Bereichen, in denen Menschen
vorkommen, würde ohne Vertrauen nichts funktionieren (z.B. Arbeitswelt). Da die Welt
viel zu komplex ist, würde man so nie in der Lage sein, das Leben zu meistern, ohne
sich überhaupt nur einmal auf andere Menschen verlassen zu müssen.
Wenn also Vertrauen die Erwartung darstellt, dass in Zukunft und unter nicht
kontrollierbaren Umständen ein bestimmtes Verhalten eintreten wird, so stellt sich die
Frage, auf welche Kriterien sich ein solches Vertrauen begründet.
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Auch scheinen Menschen stets bestrebt zu sein, glaubhafte und unglaubhafte Aussagen
voneinander unterscheiden zu wollen. Doch anhand welcher Merkmale werden die
Unterscheidungen getroffen, um dann zu seiner eigenen subjektiven
Entscheidungssicherheit zu gelangen? Für jedes Individuum ist es von großer
Bedeutung, seiner Umwelt vertrauen und glauben zu können. Dabei ist es
aufschlussreich zu wissen, an welchen Umständen die Glaubwürdigkeit oder das
Vertrauen fest gemacht wird.
In dieser Arbeit geht es zum ersten um die Darstellung der Glaubwürdigkeit nach Katja
Götsch gehen.
Im zweiten Teil wird Vertrauen nach Niklas Luhmann näher betrachtet.
Desweiteren wird Vertrauen zu Institutionen im Kontext der sieben Bezugseinheiten des
Vertrauens nach Lepsius näher verdeutlicht.
Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung, in der die Ergebnisse der Ausarbeitung
noch einmal kurz aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GLAUBWÜRDIGKEIT

2.1 ATTRIBUTIONSFORSCHUNG

2.2 TERMINI GLAUBWÜRDIGKEIT

2.2.1 Sprachlich, konnotative Sicht

2.2.2 Glaubwürdigkeitsforschung

2.3 KOMPONENTEN DER GLAUBWÜRDIGKEIT

2.4 WIRKUNG VON GLAUBWÜRDIGKEIT

2.5 PERSPEKTIVEN DER GLAUBWÜRDIGKEIT

3 VERTRAUEN BEI NIKLAS LUHMANN

3.1 KURZBIOGRAPHIE

3.2 VERTRAUENSBEGRIFF

3.2.1 Bezug zur Zeit

3.2.2 Vertrautheit

3.2.3 Generalisierung von Erwartung durch Vertrauen

3.2.4 Persönliches Vertrauen / Systemvertrauen

3.3 VERTRAUEN UND KOMPLEXITÄT

3.3.1 Komplexität

3.3.2 Vertrauen als Reduktion von Komplexität

3.3.3 Vertrauen

3.4 MISSTRAUEN

4 VERTRAUEN ZU INSTITUTIONEN: DIE SIEBEN BEZUGSEINHEITEN DES VERTRAUENS

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung des Vertrauensbegriffs sowie der Glaubwürdigkeit und analysiert, wie diese Konzepte menschliches Handeln in einer komplexen Umwelt ermöglichen und steuern.

  • Grundlagen der Glaubwürdigkeitsforschung und Attributionspsychologie
  • Vertrauen als Mechanismus zur Reduktion sozialer Komplexität nach Niklas Luhmann
  • Unterscheidung zwischen persönlichem Vertrauen und Systemvertrauen
  • Analyse von Vertrauensbeziehungen zu Institutionen anhand sieben spezifischer Bezugseinheiten

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Vertrautheit

Die Vertrautheit ist die Grundvoraussetzung des Vertrauens. Vertrautheit meint hier die anonyme, unsichtbar bleibende und intersubjektive Konstitution von Sinn und Welt. Dabei wird jedermann „als dasselbe miterlebend vorausgesetzt in der Leerform eines anderen Ichs, als Man“. (Luhmann 1989, S.18). Durch diese Konstitution von Sinn und Welt wird die gegebene Komplexität der Welt dem Menschen nicht bewusst. Diese subjektive Ordnung, also die vertraute Welt, bezieht sich immer auf die Vergangenheit, denn in ihr ist die Komplexität der Welt bereits reduziert. Vertrauen jedoch ist, so Luhmann, eine Handlung, die in die Zukunft gerichtet ist (vgl. Luhmann 1989, S.20), durch die die Komplexität der zukünftigen Welt reduziert wird.

Die Vertrautheit der Lebenswelt ist und bleibt die Grundlage für alle Handlungen. Luhmann sieht sie als „Voraussetzung allen Vertrauens und allen Misstrauens.“(Luhmann 1989, S.22). So ist die vertraute Welt relativ einfach, übersichtlich und durch Grenzen gesichert. So werden sichere Erwartungen ermöglicht und verbleibende Risiken können absorbiert werden.

In vertrauten Welten dominiert die Vergangenheit über Gegenwart und Zukunft, da sie bereits in ihrer Komplexität reduziert wurde und es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt. Wie Luhmann schreibt, kann die Orientierung am Gewesenen, also der Geschichte, die Welt vereinfachen und verharmlosen. Der Mensch unterstellt einfach, dass das Vertraute bleibt, das Bewährte sich wiederholt und sich die bekannte Welt in die Zukunft fortsetzt. (vgl. Luhmann 1989, S.20). Alle Menschen sind auf sie angewiesen und niemand ist in der Lage, auf einmal alles anders zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung bettet die Arbeit in den Kontext des Seminars ein und führt durch ein historisches Beispiel in die Relevanz des Vertrauens in staatliche Institutionen ein.

2 GLAUBWÜRDIGKEIT: Dieses Kapitel erläutert das Konstrukt der Glaubwürdigkeit, unter anderem durch die Attributionsforschung, und definiert deren Komponenten sowie Wirkungsweisen.

3 VERTRAUEN BEI NIKLAS LUHMANN: Hier wird Luhmanns Theorie des Vertrauens als Mechanismus zur Komplexitätsreduktion dargestellt, inklusive der Differenzierung von persönlichem Vertrauen und Systemvertrauen.

4 VERTRAUEN ZU INSTITUTIONEN: DIE SIEBEN BEZUGSEINHEITEN DES VERTRAUENS: Dieses Kapitel analysiert das Vertrauen zu Institutionen anhand von sieben Bezugseinheiten und verdeutlicht, wie Erwartungen und Leistungsfähigkeit das Vertrauen steuern.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die theoretischen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Beantwortung der eingangs gestellten Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Systemtheorie, Komplexitätsreduktion, Niklas Luhmann, Attributionsforschung, Institutionen, Systemvertrauen, soziale Komplexität, Erwartungshaltung, Lebenswelt, Vertrautheit, Kommunikation, Sozialpsychologie, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen von Glaubwürdigkeit und Vertrauen, insbesondere basierend auf den Ansätzen von Katja Götsch und Niklas Luhmann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die psychologische Attributionsforschung, die systemtheoretische Perspektive auf Vertrauen sowie die institutionelle Vertrauensbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Kriterien für Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu definieren und zu verstehen, wie diese Mechanismen dem Menschen helfen, eine hochkomplexe Welt handhabbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und literaturbasierte Analyse soziologischer und sozialpsychologischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Glaubwürdigkeit, die systemtheoretische Analyse von Vertrauen bei Luhmann und die Bewertung von Institutionen durch sieben Bezugseinheiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Vertrauen, Systemtheorie, Komplexitätsreduktion, Glaubwürdigkeit und Institutionen.

Wie unterscheidet Luhmann zwischen persönlichem Vertrauen und Systemvertrauen?

Persönliches Vertrauen ist auf konkrete Interaktionspartner bezogen und emotional grundiert, während Systemvertrauen entpersonalisiert ist und auf dem Funktionieren von Systemen basiert.

Warum ist Komplexitätsreduktion für Luhmann essenziell?

Ohne Komplexitätsreduktion wäre der Mensch mit der Fülle an Möglichkeiten in der Welt überfordert und nicht handlungsfähig; Vertrauen dient hier als notwendiges Instrument.

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Details

Title
Vertrauen und Glaubwürdigkeit - Eine Betrachtung nach Niklas Luhmann und Katja Götsch
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Kommunikative Kompetenzen in der Organisationsentwicklung
Grade
1,3
Author
Franziska Marr (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V120198
ISBN (eBook)
9783640240982
ISBN (Book)
9783640244935
Language
German
Tags
Vertrauen Kommunikative Kompetenzen Organisationsentwicklung Luhmann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Marr (Author), 2008, Vertrauen und Glaubwürdigkeit - Eine Betrachtung nach Niklas Luhmann und Katja Götsch , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120198
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