Der Gesamtmarkt der Sport und Freizeitindustrie werden national und international weiter wachsen. Wachstumsimpulse kommen sowohl einerseits durch innovative, technisch hochfunktionale Produkte als auch andererseits durch stark modebetonte Angebote. Das Freizeitverhalten der Deutschen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Bei der Auswahl an Freizeitaktivitäten spielen Gesundheits- und Wellnessfaktoren heute eine viel größere Rolle als früher. Zu Beginn des dritten Jahrtausends sollen Beschäftigungen in der arbeitsfreien Zeit „gesund“ sein, aber zugleich soll es auch „Spaß machen“, so die Analysen und Beobachtungen der Verbände und Unternehmen der Freizeitwirtschaft. Die zentralen Motive der Menschen bleiben konstant, dienen jedoch nicht mehr als Gegenentwurf zur Arbeitswelt, sondern als bestimmende Elemente von sinnerfüllter Lebensqualität. Die Suche nach Erlebnissen, um diese Motive zu befriedigen, wird anhalten und sich intensivieren; die Nachfrage nach Neuem, Innovativen und Sinnhaften daher auch. Aber diese Suche gehorcht nicht mehr unbedingt einer Steigerungslogik. Die Atomisierung der Zielgruppen wird sich fortsetzen, das Zeitbudget wird sich nur unwesentlich verändern, aber die Zeitstrukturen verschieben sich. Die Vermehrung des Möglichen sorgt für Zeitknappheit. Der Trend geht hin zu einer niedrigen Zeitbindung, einer gewissen Flexibilität, das heißt zu Sport ohne Bindung an einen Partner oder eine Gruppe. Die Innenorientierung und der Wunsch nach Eigenzeit nehmen in der hektischen Gesellschaft wieder zu. Das Marktvolumen (Gesamtausgaben für Freizeit) wächst kaum noch, wird langfristig vermutlich sogar schrumpfen. Der Strukturwandel auf Anbieterseite muss und wird sich fortsetzen müssen.
[...]
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung und Ausgangslage
- 2.0. Konzept zur Vereinsorganisationsentwicklung anhand der Change Managementansätze
- 2.1. Theoretischer Hintergrund zum Change Management
- 2.1.1. Veränderungsmodell von Burke & Litwin
- 2.1.2. Strategie
- 2.1.3. Struktur
- 2.1.3.1. Einfache Form
- 2.1.3.2. Funktionale Struktur
- 2.1.3.3. Produktlinienstruktur
- 2.1.3.4. Geografische Struktur
- 2.1.3.5. Die Matrix-Struktur
- 2.1.3.6. Die Holding-Struktur
- 2.1.4. Kultur - Vereinskultur
- 2.1.5. Kernmerkmale eines modernen Mitgliederkonzepts
- 2.2. Konzepte am konkreten Beispiel des Beispielvereins TC Kümmersbruck
- 2.2.1. Ausgangslage des Vereins - Ist Stand
- 2.2.1.1. Allgemeine Informationen zum Verein
- 2.2.1.2. Struktur des Vereins / Organisation
- 2.2.1.3. Strategie des Vereins
- 2.2.1.4. Die Vereinskultur
- 2.2.2. Veränderungsansätze und Möglichkeiten für den Verein
- 3.0. Rollen und Instrumente einer Führungskraft während des Change Management Prozesses
- 3.1. Der Diagnostiker
- 3.2. Der Konzeptentwickler
- 3.3. Der (Konflikt) Manager
- 3.4. Informations-Stratege
- 3.5. Der Lern-Gestalter bzw. Lenker des Lernens
- 3.6. Das Vorbild
- 3.7. Manager der gesamten Veränderung
- 4.0. Weitere Faktoren für ein erfolgreiches Change Management
- 4.1. Profit Center
- 4.2. Motivation
- 4.3. Kommunikation in schwierigen Situationen
- 3.5. Umgang mit Widerständen Thema Führung usw.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Studienarbeit untersucht Konzepte und Instrumente des Change Managements im Kontext von Vereins- und Sportorganisationen, am Beispiel des TC Kümmersbruck. Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, denen sich Sportvereine in der heutigen dynamischen Umwelt gegenübersehen und entwickelt Lösungsansätze für eine erfolgreiche Organisationsentwicklung.
- Herausforderungen für Sportvereine im Wandel (Mitgliederbindung, Ehrenamt, finanzielle Aspekte)
- Anwendbarkeit von Change-Management-Modellen auf Sportvereine
- Rollen und Aufgaben der Vereinsführung im Change-Prozess
- Faktoren für erfolgreiches Change Management in Sportvereinen
- Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Organisationsentwicklung am Beispiel des TC Kümmersbruck
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beschreibt den Wandel im Sport- und Freizeitmarkt und die daraus resultierenden Herausforderungen für Sportvereine, insbesondere den TC Kümmersbruck. Kapitel 2 stellt verschiedene Change-Management-Ansätze vor, einschließlich des Modells von Burke & Litwin, und analysiert die Organisationsstruktur und -kultur des TC Kümmersbruck im Hinblick auf Verbesserungspotenzial. Kapitel 3 konzentriert sich auf die Rolle der Führungskraft im Change-Prozess und beschreibt wichtige Instrumente und Aufgaben. Kapitel 4 beleuchtet weitere Faktoren wie Profit-Center-Konzepte, Motivation und Kommunikationsstrategien für ein erfolgreiches Change Management.
Schlüsselwörter
Change Management, Vereinsmanagement, Sportorganisation, Organisationsentwicklung, Vereinskultur, Mitgliederbindung, Ehrenamt, Führung, Strategie, Struktur, Burke & Litwin Modell, TC Kümmersbruck.
- Citation du texte
- Bernhard Öl (Auteur), 2007, Managing Change in Vereins-/Sportorganisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120263