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Die populistische Haltung der AfD und die COVID-19-Krise in Deutschland. Wie die AfD versucht, die Pandemie mit populistischen Mitteln zu ihrem Vorteil zu nutzen

Title: Die populistische Haltung der AfD und die COVID-19-Krise in Deutschland. Wie die AfD versucht, die Pandemie mit populistischen Mitteln zu ihrem Vorteil zu nutzen

Term Paper , 2022 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Fabian Hirschfeld (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Die globale Covid-19-Pandemie kann seit dem Frühjahr 2020 als historische Zäsur bewertet werden, welche die Krisenanfälligkeit der modernen Gesellschaft, besonders auf gesundheitlicher und politischer Ebene zeigt.
Diese Hausarbeit untersucht, inwiefern die deutsche rechtspopulistische und rechts offene Partei, Alternative für Deutschland (weiterführend AfD), auf die Pandemie reagiert. Der Fokus liegt hierbei auf der inhaltlichen und rhetorischen Ebene. Auch wird die politische Selbstinszenierung betrachtet. Primär stütze ich mich auf Daten der aktuellen Jahresstudie des Mercator Forums Migration und Demokratie (weiterführend MIDEM), welche sich intensiv mit diesen Fragen auseinandersetzte.

Die AfD nutzt regelmäßig populistische Mittel um Wähler:innen zu erreichen und zu mobilisieren. Dies konnte schon während der erhöhten Migrationsbewegung nach Deutschland im Jahr 2015/16 beobachtet werden. Die AfD richtete ihr politisches Profil gegen die Aufnahme der Geflüchteten auf rechtspopulistischer Weise aus und konnte aus
dieser ‚Krise‘ politischen Erfolg ziehen. Im Jahr 2017 wurde sie mit 12,6% drittstärkste Kraft im deutschen Bundestag.

Wie versucht nun die AfD aus der aktuellen Krise, mit welchen populistischen Mitteln politischen Erfolg zu generieren? Dieser Frage werde ich zum Ende meiner Hausarbeit nachgehen, bevor ich in einer Schlussbetrachtung die
Leitfragen dieser Arbeit zusammenführe und zusammenfassend beantwortet. Auf methodischer Ebene wird zunächst ein Arbeitsbegriff für den Populismus dargelegt, um populistische Mittel besser zu identifizieren und darstellen zu können. Dieser stützt sich in meiner Analyse primär auf die Thesen vom deutschen Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller, welcher ebenfalls an der Freien Universität Berlin studierte und sich in vielen seiner Texte mit Populismus beschäftigte. Sein Verständnis vom Populismus ist stark empirisch normativ und technisch angelegt und inkludiert populistische Erscheinungen auf breiter internationaler Ebene. Nachfolgend wird kurz das Untersuchungsobjekt, die AfD, genauer betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. POPULISMUS

3. DIE AFD

4. DIE AFD IN DER COVID-19 PANDEMIE

5. WIE ERFOLGREICH KONNTE DIE AFD DIE PANDEMIE FÜR SICH NUTZEN?

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit die Alternative für Deutschland (AfD) als rechtspopulistische Partei auf die Covid-19-Pandemie reagiert hat, wobei der Fokus auf inhaltlicher Ebene, rhetorischer Strategie und politischer Selbstinszenierung liegt, um zu klären, ob und wie die Partei die Krise zur Generierung von politischem Erfolg nutzen konnte.

  • Populismustheoretische Grundlagen nach Jan-Werner Müller
  • Entwicklung des inhaltlichen Profils der AfD in der Pandemie
  • Analyse der digitalen Kommunikation und populistischen Rhetorik
  • Vergleich der Mobilisierungserfolge zwischen Migrations- und Coronakrise
  • Interne Parteidynamiken und das Verhältnis zu Protestbewegungen

Auszug aus dem Buch

Die AfD in der Covid-19 Pandemie

Die AfD hatte zu Beginn der Pandemie Schwierigkeiten eine gemeinsame und eindeutige Linie zu finden. Der Umgang der AfD mit der Pandemie war zunächst konträr zu dem, wie die Partei schon wenige Monate später auftrat und immer noch auftritt. Bereits am 12. Februar warnte Fraktionsvorsitzende Alice Weidel davor, dass in China täglich 100 Menschen sterben und dass sich das Virus weiter ausbreiten würde. Mitte März entwickelte die AfD sogar ein „Fünf-Punkte-Sofortprogramm“ um die schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern. Im März 2020 warnte Weidel auch, dass das "Nichtstun der Bundesregierung Leib und Leben der Menschen gefährdet." Doch schon im April ändert die AfD ihren politischen Kurs radikal und auch Weidel warf der Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, mit den Corona Maßnahmen „einen viel größeren Schaden angerichtet“ zu haben als das Virus selbst.

Mit dieser Position unterschied sich die AfD, besonders zu diesem Zeitpunkt der Pandemie, signifikant von allen anderen Parteien, welche im Bundestag vertreten waren. Letztere fanden Kritik, doch im Kern unterstützten sie die von der Regierung vorgegebenen Maßnahmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die historische Zäsur der Covid-19-Pandemie ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung der rechtspopulistischen Strategien der AfD.

2. POPULISMUS: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Populismus, insbesondere nach Jan-Werner Müller, dargelegt, wobei Konzepte wie Antipluralismus und das „Wir gegen Die“ zentral sind.

3. DIE AFD: Dieses Kapitel skizziert die Entstehungsgeschichte, das ideologische Profil und die strukturelle Entwicklung der Partei bis zur Pandemie.

4. DIE AFD IN DER COVID-19 PANDEMIE: Diese Analyse beleuchtet den radikalen Kurswechsel der AfD in der Pandemie, ihre rhetorischen Angriffe auf die Regierung und die Nutzung digitaler Kanäle zur Adressierung ihrer Anhängerschaft.

5. WIE ERFOLGREICH KONNTE DIE AFD DIE PANDEMIE FÜR SICH NUTZEN?: Die Untersuchung zeigt auf, dass der AfD ein massiver politischer Wahlerfolg im Vergleich zur Migrationskrise ausblieb und analysiert die Gründe für die Stagnation der Umfragewerte.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst zusammen, dass die AfD zwar keinen Zuwachs generieren konnte, jedoch ihr Misstrauensnarrativ gegenüber demokratischen Institutionen festigte und die gesellschaftliche Spaltung verschärfte.

Schlüsselwörter

AfD, Populismus, Covid-19-Pandemie, Rechtspopulismus, Antipluralismus, Regierungsstrategie, Digitale Kommunikation, Radikalisierung, Querdenker, Wahlergebnisse, Politische Kommunikation, Elitenkritik, Demokratiegefährdung, Polarisierung, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategien der Partei Alternative für Deutschland (AfD) während der Corona-Pandemie und untersucht, wie die Partei populistische Mittel einsetzte, um auf die Krise zu reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die populismustheoretische Einordnung, die rhetorische Analyse der Kommunikation in sozialen Medien, die Entwicklung der Parteistrategie sowie die Auswirkungen auf das Wahlverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die AfD aus der Pandemie politischen Erfolg generieren konnte und welche spezifischen populistischen Instrumente dabei angewandt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Rahmen (basierend auf Jan-Werner Müller) genutzt, um empirische Daten und Aussagen der Partei (u.a. aus der MIDEM-Studie) zu interpretieren und einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Definition von Populismus, der Parteihistorie, der inhaltlichen Transformation der AfD während der Pandemie sowie der Analyse von Facebook-Beiträgen und Störaktionen im Bundestag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Populismus, AfD, Covid-19, Antipluralismus, Polarisierung und der digitale Raum.

Warum konnte die AfD die Pandemie nicht so stark für sich nutzen wie die Migrationskrise?

Die Arbeit identifiziert eine anfängliche inhaltliche Unstimmigkeit innerhalb der AfD, Konkurrenz durch neue Parteien wie "Die Basis" und parteiinterne Machtkämpfe als hemmende Faktoren.

Welche Rolle spielt die Rhetorik der AfD für die Zielgruppe?

Die aggressive Rhetorik und die ständige Elitenkritik dienen laut Arbeit dazu, die Stammwählerschaft enger an die Partei zu binden und ein tiefes Misstrauen gegenüber wissenschaftlichen und demokratischen Institutionen zu schüren.

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Details

Title
Die populistische Haltung der AfD und die COVID-19-Krise in Deutschland. Wie die AfD versucht, die Pandemie mit populistischen Mitteln zu ihrem Vorteil zu nutzen
College
Free University of Berlin
Course
Europäischer Populismus
Grade
1,3
Author
Fabian Hirschfeld (Author)
Publication Year
2022
Pages
16
Catalog Number
V1204409
ISBN (PDF)
9783346645418
ISBN (Book)
9783346645425
Language
German
Tags
Populismus Populismusforschung Covid-19 Corona Pandemie Krise AfD Alternative für Deutschland Deutschland Facebook
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Hirschfeld (Author), 2022, Die populistische Haltung der AfD und die COVID-19-Krise in Deutschland. Wie die AfD versucht, die Pandemie mit populistischen Mitteln zu ihrem Vorteil zu nutzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1204409
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