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Das Individuum zwischen Kontrolle und Selbstsorge

Gedankengänge von Michel Foucault

Titre: Das Individuum zwischen Kontrolle und Selbstsorge

Dossier / Travail , 2008 , 34 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Weirauch (Auteur)

Sociologie - Individu, Groupe, Société
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In der vorgelegten Arbeit sollen die Theorien Michel Foucaults aus "Der Wille zum Wissen" und seiner späten Phase, aus Werken wie "Die Sorge um sich", den zugehörigen Vorlesungen und Interviews, ausführlich rekonstruiert und einander gegenübergestellt werden, um die Frage zu klären, welche Existenzmöglichkeiten sie für das Individuum zwischen Kontrolle und Selbstsorge bieten. Beide Werke stammen aus der Phase um die Untersuchung von Sexualität und Wahrheit. Dabei gilt es zu beachteten, dass zwischen 1976 und 1984 in Foucaults Werk eine Vielzahl entworfener und verworfener theoretischer Ansätze offenliegen, an die man in einer Untersuchung zur Rolle des Individuums anknüpfen könnte. Ob nun die Berichterstattung über die iranische Revolution, der verworfene Begriff der Hermeneutik des Subjekts oder die Überlegungen zur gouvernmentalité (Sarasin 2005 : 175ff, 182ff, 190f). Anstatt zu versuchen, die Gesamtheit dieser Ansätze zu referieren, möchte ich jenem Denkweg nachgehen, der Foucault von "Der Wille zum Wissen" zu "Die Sorge um sich" führte. Um diese Gedankengänge nachvollziehen zu können, werde ich die theoretischen Überlegungen Foucaults nicht nur dahingehend analysieren, in welche Richtung sie sich vorwagen, sondern auch, von welchen Denkrichtungen sie sich entfernen. Ich möchte aufzeigen, wie Foucault in Der Wille zum Wissen einige Fragestellungen zu beantworten sucht, die sich für ihn in der Auseinandersetzung mit den Machtvorstellungen der Psychoanalyse, des Marxismus und seinem früheren Werk ergeben und wie er seine gegebene Antwort im Verlaufe seines Gedankengangs weg vom diskursivierten Individuum und der modernen Sexualität erneut als Frage problematisiert, um sie schließlich in Form des ethischen Subjekts in Die Sorge um sich zu beantworten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Enthält man uns etwas vor?

2.1 Die Gesetzesmacht

3 Was sie noch nie über Sex wissen wollten, aber gezwungen waren zu erfahren

3.1 Wissen und Macht

3.2 Die Rolle der Institutionen

3.3 Das Dispositiv

3.3.1 Wider die Gesetzesmacht

3.3.2 Effekte

3.4 Macht formte diese Körper

3.5 Potenziale

4 Die Technologien des Selbst

4.1 Die Konversion des Subjekts

4.2 Zenon: Die Ursprünge der Selbstsorge

4.3 Ethik und Erfahrung

4.4 Die Anderen

5 Macht, Freiheit und Herrschaft

5.1 Eine neue Wahrheitsmatrix

5.2 Der Unterbau der Selbstsorge

6 scientia sexualis/ars erotica

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert und vergleicht die Theorien von Michel Foucault aus seinem Werk "Der Wille zum Wissen" sowie seiner späten Phase, insbesondere "Die Sorge um sich". Ziel ist es, zu klären, welche Existenzmöglichkeiten diese Ansätze für das Individuum zwischen Mechanismen der Kontrolle und Praktiken der Selbstsorge bieten.

  • Analyse der Machttheorie: Kritik am juridisch-diskursiven Modell und Einführung des Dispositiv-Konzepts.
  • Untersuchung der historischen Genese des modernen Individuums im Spannungsfeld von Wissen und Macht.
  • Rekonstruktion der Technologien des Selbst als aktive Form der Subjektgestaltung.
  • Gegenüberstellung von "scientia sexualis" und "ars erotica" zur Ergründung von Wahrheitsspielen.
  • Diskussion von Widerstandsmöglichkeiten und Freiheit innerhalb von Herrschaftszuständen.

Auszug aus dem Buch

3.3 Das Dispositiv

Das Dispositiv ist der Schlüssel zur dynamischen Verknüpfung von Macht und Wissen. Die strategische Operation, die Foucault analysiert, verfolge die Steigerung der Produktivität und die Kontrolle der sich fortpflanzenden Körper, die als Teil des Volkskörper unter dem Gesichtspunkt der Volksgesundheit subjektiviert werden sollen (vgl. Lemke 1997 : 134 - 136): „Die Disziplinen des Körpers und die Regulierungen der Bevölkerung bilden die beiden Pole, um die herum sich die Macht zum Leben organisiert hat.“ (Foucault 1976 : 135).

Obwohl Foucault das Konzept des Dispositivs in Die Sorge um sich nicht wieder aufgreift, halte ich es dennoch für wichtig, seine Funktionsweise zu erläutern. Nur so lässt sich der Zusammenhang von Individuen und Politik über die Sexualität und die Veränderung dieses Zusammenhangs in Die Sorge um sich einsichtig machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den theoretischen Ausgangspunkt Foucaults und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, die Entwicklung vom "Willen zum Wissen" hin zur "Sorge um sich" nachzuvollziehen.

2 Enthält man uns etwas vor?: Anhand einer Filmanalyse zu "Casablanca" wird die verbreitete Vorstellung von Repression und Zensur kritisch beleuchtet.

3 Was sie noch nie über Sex wissen wollten, aber gezwungen waren zu erfahren: Dieses Kapitel rekonstruiert Foucaults Theoriegebäude, insbesondere die Rolle von Macht, Wissen und das Modell des Dispositivs.

4 Die Technologien des Selbst: Hier wird der Fokus auf die aktive Selbstgestaltung des Subjekts durch ethische Praktiken gelegt, wie sie in der antiken Philosophie zu finden sind.

5 Macht, Freiheit und Herrschaft: Dieses Kapitel widmet sich der veränderten Machtauffassung in Foucaults Spätwerk und dem Verhältnis von Wahrheit, Freiheit und Herrschaftszuständen.

6 scientia sexualis/ars erotica: Das abschließende Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und problematisiert die gefundenen Antworten in Form neuer Fragen.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Macht, Wissen, Dispositiv, Sexualität, Wahrheit, Subjekt, Selbstsorge, Technologien des Selbst, Herrschaft, Diskurs, Ethik, Freiheit, Widerstand, Gouvernementalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft in Foucaults Denken, wobei der Fokus auf dem Wandel seiner Machtanalyse liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Diskursivierung von Sexualität, die Entstehung moderner Machtmechanismen und die Möglichkeiten zur ethischen Selbstgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu analysieren, welche Existenzmöglichkeiten für das Individuum zwischen den Kontrollmechanismen der Macht und den Praktiken der Selbstsorge bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Rekonstruktion und Gegenüberstellung von Foucaults zentralen Werken, ergänzt durch eine diskursanalytische Perspektive.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Theoriegebäude von "Der Wille zum Wissen", das Konzept des Dispositivs sowie die spätere Entwicklung der Technologien des Selbst und der Ethik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Macht, Wissen, Dispositiv, Subjektwerdung, Selbstsorge und Wahrheit als zentrale analytische Koordinaten bestimmt.

Wie unterscheidet sich das Subjekt bei Foucault vom klassischen Verständnis?

Bei Foucault ist das Subjekt keine von Natur aus gegebene Einheit, sondern ein Produkt von diskursiven Macht-Wissens-Praktiken, das sich erst durch Technologien des Selbst aktiv konstituiert.

Welche Rolle spielt der Begriff "Dispositiv"?

Das Dispositiv ist das Analyseinstrument, das die strategische Verbindung von Macht und Wissen beschreibt und erklärt, wie soziale Kontrolle über lokale Netzwerke funktioniert.

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Résumé des informations

Titre
Das Individuum zwischen Kontrolle und Selbstsorge
Sous-titre
Gedankengänge von Michel Foucault
Université
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Aachen  (Institut für Soziologie der RWTH Aachen)
Cours
Der Diskurs von Individuum und Gesellschaft
Note
1,0
Auteur
Sebastian Weirauch (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
34
N° de catalogue
V120758
ISBN (ebook)
9783640243297
ISBN (Livre)
9783640246472
Langue
allemand
mots-clé
Individuum Kontrolle Selbstsorge Diskurs Individuum Gesellschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Weirauch (Auteur), 2008, Das Individuum zwischen Kontrolle und Selbstsorge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120758
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Extrait de  34  pages
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