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Zwischen Macht und Markt: Medienfreiheit im digitalen Zeitalter

Eine komparative Analyse des Systems Fernsehen in der Republik Bulgarien und in der Bundesrepublik Deutschland

Titre: Zwischen Macht und Markt: Medienfreiheit im digitalen Zeitalter

Mémoire de Maîtrise , 2008 , 87 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Magistra Artium Aglika Hristozova (Auteur)

Médias / Communication - Médias et Politique, Communication politique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seit dem ausgehenden 20.Jahrhundert geraten die Massenmedien zunehmend in das Spannungsfeld zwischen Internationalisierung von Wirtschaft und Politik, nationalen Handlungsräumen und einer Lokalisierung der Lebenswelten. Vor diesem Hintergrund scheint ihre Verpflichtung an die Öffentlichkeit umso wichtiger, als Forum für öffentliche Meinungen und als Medium und Faktor öffentlicher Meinungs- und politischer Willensbildung zu dienen. Um diese Aufgabe gerecht zu sein, müssen und sollen die Medien unabhängig vom Staat und marktwirtschaftlichen Gesetzen agieren können. Doch Unabhängigkeit und Pluralität sind Sollwerte, denen die immer stärker den Globalisierungsprozessen ausgesetzten Mediengesellschaften, nicht ganz einhalten (können). Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Fragen nach dem Grad an Medienfreiheit in der heutigen Zeit, nach dem Spannungsverhältnis zwischen Medien, Macht und Markt, wenn die gesellschaftlichen Akteure aus Politik und Wirtschaft versuchen, die Vermittlungsfunktion der Medien zu beeinflussen und für sich einzusetzen. Dabei soll das „digitale Zeitalter“ lediglich als Metapher für neuzeitlichen temporalen Rahmen verstanden werden.

Da sich sowohl globale Entwicklungen als auch nationale Unterschiede im Vergleich besser abschätzen und klarer herausarbeiten lassen, wurde für die Analyse das Prinzip der komparativen Systemforschung gewählt. Dieser Festlegung liegt die Annahme zugrunde, dass unterschiedliche Strukturen, Normen und Werte in politischen Systemen und Kulturen jeweils unterschiedliche politische Kommunikationsrollen und Handlungsweisen herausbilden oder unterdrücken.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Internationale Kommunikationsforschung

2.1. Komparative Medienforschung

2.1.1. Aktueller Forschungsstand

2.1.2. Problemfelder

2.2. Mediensysteme im internationalen Vergleich

2.2.1. Der Vergleich von Medienaufsicht und Regulierung

2.2.2. Öffentlich-rechtlicher und kommerzieller Rundfunk

2.2.3. Transformation von Mediensystemen

2.3. Untersuchungsdesign

3. Medienfreiheit in Zeiten der Globalisierung

3.1. Ideale Funktionen der Medien in der freiheitlichen Demokratie

3.2. Grundsätze und Leitlinien der audiovisuellen Politik

3.3. Internationaler Paradigmawechsel in der Regulierungspolitik

4. Untersuchungseinheiten

4.1. Republik Bulgarien

4.1.1. Allgemeiner Überblick

4.1.2. Historischer Überblick über das mediale System Fernsehen

4.1.3. Der Transformationsprozess in Bulgarien und die Entwicklung der postsozialistischen Fernsehlandschaft

4.1.4. Das Fernsehsystem heute

4.2. Bundesrepublik Deutschland

4.2.1. Allgemeiner Überblick

4.2.2. Historischer Überblick über das mediale System Fernsehen

4.2.3. Das Fernsehsystem heute

5. Festlegen von Variablen

5.1. Medienkontrolle

5.1.1. Rechtsgrundlage

5.1.2. Aufsichtsinstanzen

5.1.3. Zwischenfazit

5.2. Finanzierung

5.2.1. Finanzierung der Teilsysteme

5.2.2. Medienkonzentration und die gesellschaftlichen Folgen

5.2.3. Zwischenfazit

5.3. Inhalt

5.3.1. Programmgestaltung

5.3.2. Programmkonvergenz

5.3.3. Zwischenfazit

6. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen komparativen Einblick in die Mediensysteme der Republik Bulgarien und der Bundesrepublik Deutschland zu geben, um ein Grundverständnis für die politischen, ökonomischen und rechtlichen Einflussfaktoren zu schaffen, die die Medienfreiheit im digitalen Zeitalter bestimmen. Dabei steht die Analyse der Wechselwirkungen zwischen Medien, Macht und Markt im Fokus der Untersuchung.

  • Komparative Analyse von Mediensystemen in Bulgarien und Deutschland
  • Einfluss der Globalisierung auf die Regulierung audiovisueller Politik
  • Rolle der Medienkontrolle und der staatlichen Aufsicht
  • Bedeutung von Finanzierungsmodellen für die Programmgestaltung
  • Auswirkungen von Medienkonzentration und Marktmechanismen

Auszug aus dem Buch

2.1. Komparative Medienforschung

Der Vergleich ist eine der zentralen Metamethoden der Sozialwissenschaft und somit auch grundlegend für die Medien- und Kommunikationswissenschaft (Thomaß 2007: 8). Einerseits ist der Vergleich überall dort gegeben, wo sich unterschiedliche Kulturen begegnen. Anderseits ist in der internationalen Medienforschung nur durch Komparatistik die notwendige Generalisierung zu erreichen, um die Rolle der Medien in gesellschaftlichen Prozessen analysieren zu können (vgl. Hafez 2002: 59).

Nahezu alles, was sich im nationalstaatlichen Rahmen untersuchen lässt, kann auch international untersucht werden (Hafez 2002: 9). Dabei bietet sich der Vergleich als eine Chance, die eigene Gesellschaft besser zu verstehen, indem die bekannten Strukturen und Routinen den Zuständen von anderen Systemen gegenübergestellt werden können. Der Vergleich macht auf andere Systeme und Kulturen aufmerksam, sodass die eigenen Kommunikationsverhältnisse im neuen Licht erscheinen und kritisch am Beispiel anderer Länder überprüft werden können (vgl. Esser 2003: 438). Der Fokus auf fremde Kulturen fördert die Entdeckung diffuser Herangehensweisen zu ähnlichen Themen sowie umgekehrt das Finden neuer Zugänge zu ähnlichen Gegenständen in unterschiedlichen Kulturen (vgl. Kleinsteuber 2003b: 100).

Der Vergleich kann als Erfahrung von Denk- und Handlungsalternativen, Problemlösungen oder Reformanregungen betrachtet werden. Nationale Missstände und Kontroversen können beigelegt werden, indem der vergleichende Blick im Ausland ein Vorbild findet, in Ländern, die ähnliche Probleme bewältigen müssen. Die vergleichende Herangehensweise bietet die Möglichkeit, den naiven Universalismus zu entrinnen, wodurch die provinzielle Annahme vermieden wird, dass eine im eigenen Land gefundene kommunikationswissenschaftliche Gesetzmäßigkeit auch in anderen Ländern gilt. International vergleichende Forschung hilft, Engstirnigkeit und Ethnozentrismus vorzubeugen (vgl. Esser 2003: 438).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Massenmedien in einem globalisierten Umfeld und stellt das Forschungsdesign vor, welches eine komparative Analyse der Fernsehsysteme von Bulgarien und Deutschland vorsieht.

2. Internationale Kommunikationsforschung: Dieses Kapitel diskutiert die methodischen Grundlagen der komparativen Medienforschung, zentrale Begrifflichkeiten und die Herausforderungen bei der Analyse internationaler Mediensysteme.

3. Medienfreiheit in Zeiten der Globalisierung: Das Kapitel behandelt die normativen Anforderungen an Medien in einer Demokratie sowie die aktuellen Paradigmenwechsel in der Regulierungspolitik unter dem Druck globaler Märkte.

4. Untersuchungseinheiten: Hier erfolgt eine detaillierte historische und aktuelle Bestandsaufnahme der Fernsehlandschaften in Bulgarien und Deutschland sowie der jeweiligen Transformationsprozesse.

5. Festlegen von Variablen: Dieses Kapitel operationalisiert die Untersuchung, indem die Themengebiete Medienkontrolle, Finanzierung und Inhalt systematisch analysiert und zwischen den beiden Ländern verglichen werden.

6. Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtungen fassen die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektieren die Gemeinsamkeiten und strukturellen Unterschiede in den Fernsehsystemen sowie die Auswirkungen der Ökonomisierung.

Schlüsselwörter

Mediensysteme, Medienfreiheit, Bulgarien, Deutschland, komparative Medienforschung, Rundfunk, Regulierung, Medienkonzentration, Programmkonvergenz, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Kommerzialisierung, Transformation, Medienaufsicht, Demokratie, Publizistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Medien, Macht und Markt durch einen direkten Vergleich der Mediensysteme in Bulgarien und Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die Bereiche Medienkontrolle, Finanzierungsstrukturen von Rundfunkanstalten sowie die Qualität und Konvergenz von Medieninhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Fernsehsysteme in den zwei EU-Ländern zu gewinnen und politische sowie ökonomische Einflüsse auf die Medienfreiheit zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird das Prinzip der komparativen Systemforschung angewandt, wobei eine normativ-vergleichende Analyse der Fernsehsysteme durchgeführt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchungseinheiten (Ländervergleich), die Festlegung und Analyse der Variablen (Kontrolle, Finanzierung, Inhalt) sowie die historische Einordnung beider Mediensysteme.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind Mediensystem, Medienfreiheit, Transformation, Programmkonvergenz und Medienkonzentration.

Wie unterscheidet sich die Regulierungssituation in Bulgarien von der in Deutschland?

Während Deutschland durch ein föderales, pluralistisches System mit historisch gewachsener Staatsferne geprägt ist, kämpft Bulgarien trotz moderner Rundfunkgesetze mit Herausforderungen der praktischen Umsetzung und einer starken Tendenz zur Instrumentalisierung durch die Politik.

Welchen Einfluss haben ausländische Investoren auf das bulgarische Fernsehsystem?

Ausländische Investoren haben zur Modernisierung der Medienlandschaft beigetragen, verursachen jedoch durch die Konzentration auf marktorientierte, massentaugliche Inhalte eine Verringerung der Programmvielfalt und setzen die ökonomische Unabhängigkeit einheimischer Medien unter Druck.

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Résumé des informations

Titre
Zwischen Macht und Markt: Medienfreiheit im digitalen Zeitalter
Sous-titre
Eine komparative Analyse des Systems Fernsehen in der Republik Bulgarien und in der Bundesrepublik Deutschland
Université
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Philosophie, Pädagogik und Publizistik - Sektion für Publizistik und Kommunikation)
Note
2,0
Auteur
Magistra Artium Aglika Hristozova (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
87
N° de catalogue
V120854
ISBN (ebook)
9783640243617
Langue
allemand
mots-clé
Zwischen Macht Markt Medienfreiheit Zeitalter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magistra Artium Aglika Hristozova (Auteur), 2008, Zwischen Macht und Markt: Medienfreiheit im digitalen Zeitalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120854
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Extrait de  87  pages
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