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Governance-Strukturen in den Favelas von Rio de Janeiro

Hilfe zur Selbsthilfe in städtischen Marginalsiedlungen

Título: Governance-Strukturen in den Favelas von Rio de Janeiro

Trabajo , 2008 , 25 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Toni Börner (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía regional
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[...] Grundlage für die Betrachtung ist dabei der Governance Ansatz, der in einem ersten Kapitel vorgestellt und auf die Fragestellung im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe angepasst wird. Anschließend wird kurz der Verstädterungstrend mit der Tendenz zur Überurbanisierung, wie er bereits angesprochen wurde, weiter vertieft. In einem weiteren Kapitel wird auf die Favelas von Rio de Janeiro im Allgemeinen eingegangen, bevor dann der Frage nachgegangen wird, wie ein Regieren in den Favelas überhaupt möglich ist. Anschließend wird das Favela Bairro Programm vorgestellt, in welchem versucht wird, durch Sanierungsmaßnahmen die Favelas aufzuwerten und in reguläre Wohnsiedlungen zu verwandeln. Dabei steht besonders das Projekt des Bauhauses Dessau im Vordergrund. Ein Projekt ganz anderer Natur steht danach im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Kinderzahnhilfe Brasilien, ein Projekt deutscher Zahnärzte, welches den Favelados eine zahnmedizinische Versorgung ermöglicht, wird vorgestellt und auf seine Wirksamkeit hin überprüft. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst.

Extracto


Struktur der Arbeit

1. Einleitung

2. Das Governance-Verständnis: Hilfe zur Selbsthilfe

3. Ursachen und Folgen der Überurbanisierung

4. Definition von Favelas – Eine Stadt in der Stadt

5. Regieren in Favelas

5. 1. Klientelismus und Misstrauen gegen den Staat

5. 2. Regieren durch Community

6. Das Favela-Bairro-Programm

6. 1. Das Bauhaus Dessau in der Jacarezinho

6. 2. Bewertung des Favela-Bairro-Programms

7. Das KIBRA-Projekt

7. 1. Die KIBRA-Methode

7. 2. Das Projekt in der Rocinha

7. 3. Das Projekt in Santa Teresa

7. 4. Bewertung des Projekts

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Governance-Strukturen in den Favelas von Rio de Janeiro vor dem Hintergrund informeller Selbsthilfe. Dabei wird untersucht, wie lokale Akteure und Nichtregierungsorganisationen in das durch staatliche Abwesenheit entstandene Vakuum treten und ob aktuelle Sanierungsprojekte tatsächlich eine nachhaltige Verbesserung der Lebensverhältnisse bewirken können.

  • Governance-Ansätze in marginalisierten Siedlungen
  • Ursachen und Folgen der weltweiten Überurbanisierung
  • Strukturen und Definition der Favelas in Rio de Janeiro
  • Analyse städtischer Integrations- und Aufwertungsprogramme (Favela-Bairro)
  • Evaluierung privater Hilfsprojekte im Gesundheitswesen (KIBRA)

Auszug aus dem Buch

5. Regieren in Favelas

Das Verhältnis der Regierung zu den Favelas und ihren Bewohnern war von jeher durch Ambivalenz geprägt. Die verschiedenen Regierungen wechselten zwischen Duldung, Repression, Vertreibung und autoritären Integrationsprogrammen. Staatliches Regierungshandeln beschränkte sich in der Regel darauf, schwerbewaffnet die Favelas zu stürmen, ihre Ansicht von Recht und Ordnung durchzusetzen und die Favelados anschließend wieder allein zu lassen. Mit der Zeit entwickelte sich so eine Koexistenz zwischen der offiziellen Stadt und den informellen Stadtvierteln, die es für die Bewohner nötig machte, selbst Formen zu finden, um ihre Gemeinschaften zu regieren (Vgl. Lanz 2007 S. 191). Im folgenden Kapitel werden Formen dieser Selbstregierung vorgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Dynamik der weltweiten Verstädterung und den drastischen Anstieg der Bevölkerung in Megastädten, insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern.

2. Das Governance-Verständnis: Hilfe zur Selbsthilfe: Hier wird der Governance-Begriff definiert und auf den speziellen Kontext der Elendsviertel von Rio de Janeiro übertragen, wobei die Abkehr von staatlicher Fremdversorgung hin zur Selbsthilfe betont wird.

3. Ursachen und Folgen der Überurbanisierung: Dieses Kapitel analysiert die Triebkräfte der Stadt-Land-Migration und die daraus resultierenden massiven Probleme wie Armut, Infrastrukturdefizite und Kriminalität.

4. Definition von Favelas – Eine Stadt in der Stadt: Hier wird der Versuch unternommen, den komplexen Begriff der Favela jenseits physischer Merkmale und informeller Baustrukturen in ihrer soziokulturellen Dimension zu greifen.

5. Regieren in Favelas: Es wird das spannungsreiche Verhältnis zwischen den Bewohnern und dem Staat beleuchtet, das von historischem Misstrauen, Klientelismus und der Herrschaft paramilitärischer Drogenbanden geprägt ist.

6. Das Favela-Bairro-Programm: Dieses Kapitel stellt das bisher umfangreichste staatliche Programm zur städtebaulichen und sozialen Aufwertung von Favelas vor, inklusive einer kritischen Würdigung des Bauhaus-Dessau-Projekts.

7. Das KIBRA-Projekt: Hier wird ein konkretes Beispiel privater zahnmedizinischer Hilfe vorgestellt, das als Modell für eine eigenständige Gesundheitsvorsorge in den Favelas dient.

8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass private Hilfsprojekte zwar wertvolle Lücken füllen, aber keine staatliche Verantwortung ersetzen können.

Schlüsselwörter

Favelas, Rio de Janeiro, Governance, Überurbanisierung, Selbsthilfe, Marginalisierung, Favela-Bairro-Programm, KIBRA, Stadtentwicklung, informelle Siedlungen, Drogenökonomie, soziale Integration, Infrastruktur, Prophylaxe, Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in den Favelas von Rio de Janeiro gesellschaftliches Zusammenleben organisiert wird, wenn der Staat seine Kernaufgaben vernachlässigt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Verstädterungsprozesse, die Definition von informellen Siedlungen, staatliche und zivilgesellschaftliche Governance-Strategien sowie die Wirksamkeit privater Hilfsinitiativen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, inwieweit Projekte zur Hilfe zur Selbsthilfe tatsächlich dazu beitragen können, den Status quo in den Favelas nachhaltig zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die den Governance-Ansatz mit empirischen Fallbeispielen der Stadtentwicklung und zahnmedizinischen Versorgung kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Ursachen für das Regieren durch Community, das Favela-Bairro-Programm als staatliches Sanierungsinstrument und das KIBRA-Projekt als Beispiel für private Akteursinitiativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Governance, Favelas, Selbsthilfe, informelle Siedlungen und städtische Armut.

Warum ist das Vertrauen der Bewohner in den Staat so gering?

Dieses Misstrauen speist sich aus der historischen Erfahrung von Repression, Vertreibung durch das Militärregime und der langfristigen Abwesenheit staatlicher Basisdienstleistungen.

Was ist das Ziel des KIBRA-Projekts in der Rocinha?

Das Projekt zielt darauf ab, durch eine lokale Mütter-Struktur und zahnmedizinische Prävention die Gesundheit der Kinder nachhaltig zu verbessern und eine langfristige Eigenfinanzierung der Versorgung zu ermöglichen.

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Detalles

Título
Governance-Strukturen in den Favelas von Rio de Janeiro
Subtítulo
Hilfe zur Selbsthilfe in städtischen Marginalsiedlungen
Universidad
University of Heidelberg  (Geographisches Institut)
Curso
Governance in marginalisierten Stadträumen
Calificación
1,0
Autor
Toni Börner (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
25
No. de catálogo
V121164
ISBN (Ebook)
9783640252213
ISBN (Libro)
9783640252237
Idioma
Alemán
Etiqueta
Favelas Rio de janeiro Brasilien Governance
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Toni Börner (Autor), 2008, Governance-Strukturen in den Favelas von Rio de Janeiro, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121164
Leer eBook
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