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Das Art Ensemble of Chicago

Title: Das Art Ensemble of Chicago

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: BA Dorothea Feuchtgruber (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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„Unsere Musik ist eine Synthese aller Musikformen des Universums – der ganzen schwarzen Musik genau wie von Elementen der europäischen“ meinte der Saxophonist Joseph Jarman in einem Interview einmal über die Musik des Art Ensembles of Chicago (AEC).
Und er beschreibt damit eines der herausragendsten Merkmale des Ensembles. Denn nie seit seiner Gründung war es gewillt, sich auf einen festen Musik-Stil festzulegen, stattdessen vereinte es Tradition mit Experimentellem und schuf Gesamtkunstwerke von faszinierender musikalischer Dichte.
Man kann die Musik und die Kunst des AEC nur schwer einstufen und man sollte es wohl auch gar nicht erst versuchen. Der Jazzmusiker Max Roach meinte einmal, die ganze Geschichte des Jazz habe nichts mit Kategorien zu tun. Es sei vielmehr eine Geschichte großer Individuen mit starken persönlichen Stilen. Das AEC vereinigt in sich etliche starke und individuelle musikalische Persönlichkeiten, es hat Grenzen gesprengt, Begriffe wie ‚Raum’, ‚Zeit’ und ‚Klang’ im Jazz neu definiert. Und es hatte immer den Anspruch, über die reine musikalische Idee hinaus zu gehen und etwas zu vermitteln, das von gesellschaftlicher Tragweite sein kann. „Alles ist bei uns gegründet auf der Kreativität des Individuums, auf der Freiheit zur Selbstverwirklichung. (…). Unsere Musik kann das Leben des Hörers zum Guten wenden“, so Lester Bowie, der Frontman des Ensembles.

Jazz ist eine Musik, die immer im Prozess des Enstehens ist, sie ist ständig fließend und gegenwärtig. Zentralstes Element ist dabei die Freiheit des individuellen Ausdrucks, im Ensemble des kreativen Miteinanders.
Diese Arbeit möchte sich dem Jazz als musikalischem Ort der Freiheit und des Augenblicks annähern und mit dem AEC ein Ensemble in den Mittelpunkt stellen, das in vielerlei Hinsicht einzigartig ist und mit einer Mischung aus Klangexperimenten, gewagter Improvisation, provokanter Inszenierung und dichter musikalischer Sparsamkeit im Jazz neue Wege beschritten hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einstimmung

2. „Ancient to the Future“ – das Art Ensemble of Chicago

2.1 Von der AACM in Chicago bis zu “Tribute to Lester” – die Geschichte des AEC

2.2 Die Mitglieder des AEC

2.2.1 Lester Bowie

2.2.2 Malachi Favors

2.2.3 Joseph Jarman

2.2.4 Roscoe Mitchell

2.2.5 Famoudou Don Moye

2.2.6 Jaribu Shahid (Gast)

2.2.7 Corey Wilkes (Gast)

2.3 „Great Black Music“ – Idee und Anspruch des Ensembles

2.4 Die Musik des AEC – Improvisation, Freejazz und Avantgarde

3. Ausklang

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit befasst sich mit dem Art Ensemble of Chicago (AEC), wobei das Hauptziel darin besteht, die Geschichte, die individuellen musikalischen Persönlichkeiten sowie den künstlerischen und gesellschaftlichen Anspruch des Ensembles zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie das AEC durch die Verbindung von Tradition und Avantgarde sowie durch seine experimentelle Herangehensweise neue Wege im Jazz beschritten hat.

  • Historische Entwicklung des AEC seit seiner Gründung in Chicago.
  • Porträts der festen Mitglieder sowie der Gastmusiker.
  • Untersuchung der Philosophie „Great Black Music“.
  • Analyse der musikalischen Merkmale: Improvisation, Klangexperimente und strukturelle Sparsamkeit.

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Musik des AEC – Improvisation, Freejazz und Avantgarde

Der Musik des AEC in wenigen Worten gerecht zu werden ist schwer, derart vielseitig und spartenübergreifend ist die Kunst der Gruppe. Spielte in den ersten Jahren noch der enge Bezug zu traditionellen Elementen afrikanischer Musik eine wesentliche Rolle, so entwickelte das Ensemble spätestens während seines Europa-Aufenthalts ein „klares Konzept zwischen zeitgenössischer europäischer Klassik und improvisierender Klangraumgestaltung“. Die Kompositionen entstehen dabei aus improvisierten und aus fixierten Elementen, die spontan miteinander kombiniert werden. Für Roscoe Mitchell, der die meisten Stücke für das AEC geschrieben hat, gehören Improvisation und Komposition eng zusammen. „Es ist unmöglich, gut zu improvisieren, wenn man nicht weiß, wie Komposition funktioniert, und wirklich gute Improvisation ist im Grunde Komposition“, meint Mitchell und eine wichtige Voraussetzung für gute Improvisation im Ensemble sei, dass man sich gut kennt.

Neben der Improvisation bestimmt das Spiel und das Experiment mit Klängen und Geräuschen aller Art die Musik des AEC. Von ihrer Gründung an überraschten die Musiker durch einen außergewöhnlich hohen Einsatz von Instrumenten und nicht selten lehnten sie es ab, die Instrumente auf die herkömmliche Art zu spielen. So diente das Piano zum Beispiel nur als Background-Instrument. Statische Klangfelder werden entwickelt, es geht um das Klangzusammenspiel und um die Erforschung der verschiedenen Tonfarben. Um dieses Farbenspiel zu vollenden, nahm das AEC auf seine Europa-Tournee 1969 an die 500 Instrumente mit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einstimmung: Dieses Kapitel führt in die künstlerische Philosophie des Art Ensemble of Chicago ein und betont die Freiheit des individuellen Ausdrucks sowie die Ablehnung fester Musikstile.

2. „Ancient to the Future“ – das Art Ensemble of Chicago: Hier wird der historische Werdegang des Ensembles von der Gründung in Chicago über den prägenden Europa-Aufenthalt bis zur Etablierung als feste Formation nachgezeichnet.

2.1 Von der AACM in Chicago bis zu “Tribute to Lester” – die Geschichte des AEC: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle der AACM und beschreibt den Aufstieg des AEC zu einer bedeutenden Gruppe der Avantgarde-Szene.

2.2 Die Mitglieder des AEC: In diesem Kapitel werden die musikalischen Persönlichkeiten und Hintergründe der Ensemblemitglieder und Gastmusiker detailliert vorgestellt.

2.3 „Great Black Music“ – Idee und Anspruch des Ensembles: Der Fokus liegt hier auf dem gesellschaftlichen Anspruch des Ensembles, seinem Protest gegen Rassentrennung und der symbolischen Bedeutung afrikanischer Elemente.

2.4 Die Musik des AEC – Improvisation, Freejazz und Avantgarde: Dieses Kapitel analysiert die musikalischen Charakteristika wie den Einsatz von Klangexperimenten, die Bedeutung von Improvisation und das Konzept der musikalischen Sparsamkeit.

3. Ausklang: Das letzte Kapitel fasst die Bedeutung des Ensembles als geschichtsträchtige und experimentierfreudige Kraft im Jazz zusammen und schließt mit einem Ausblick auf dessen fortwährende Aktualität.

Schlüsselwörter

Art Ensemble of Chicago, Jazz, Avantgarde, Improvisation, AACM, Great Black Music, Klangexperimente, Lester Bowie, Roscoe Mitchell, Joseph Jarman, Malachi Favors, Famoudou Don Moye, Musikgeschichte, Freiheit, afrikanische Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit bietet eine umfassende Betrachtung des Art Ensemble of Chicago, von seiner historischen Entstehung bis hin zu seiner musikalischen und gesellschaftlichen Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Geschichte der Gruppe, die Porträts der einzelnen Musiker, das Konzept der „Great Black Music“ sowie die spezifischen musikalischen Ausdrucksformen des Ensembles.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das AEC als eine in vielerlei Hinsicht einzigartige Gruppierung vorzustellen, die mit ihrer Mischung aus Improvisation und Klangexperimenten das Genre Jazz maßgeblich beeinflusst hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, zeitgenössischen Interviews, Internetquellen und Diskographien, um die Entwicklung des Ensembles nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Vorstellung der einzelnen Musiker sowie die detaillierte Untersuchung des künstlerischen Anspruchs und der musikalischen Arbeitsweise des Ensembles.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Art Ensemble of Chicago, Avantgarde, Improvisation, Great Black Music und den soziopolitischen Kontext der AACM geprägt.

Welche Rolle spielt die „Great Black Music“ für das Ensemble?

Sie dient als ganzheitliche Philosophie, die über den Jazz hinausgeht, traditionelle afrikanische Elemente integriert und auch gesellschaftlich-kritische Positionen einnimmt.

Warum war der Europa-Aufenthalt so entscheidend für das AEC?

In Europa, insbesondere in Paris, entwickelte das Ensemble durch den Dialog mit der dortigen Jazzszene sein klares Konzept zwischen klassischer Struktur und improvisierter Klanggestaltung weiter.

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Details

Title
Das Art Ensemble of Chicago
College
University of Salzburg
Grade
1,0
Author
BA Dorothea Feuchtgruber (Author)
Publication Year
2007
Pages
13
Catalog Number
V121297
ISBN (eBook)
9783640257959
ISBN (Book)
9783640259588
Language
German
Tags
Ensemble Chicago
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Dorothea Feuchtgruber (Author), 2007, Das Art Ensemble of Chicago, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121297
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