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Festung USA? US-Amerikanische Grenzpolitik zur Verhinderung mexikanischer Fluchtmigration

Título: Festung USA? US-Amerikanische Grenzpolitik zur Verhinderung mexikanischer Fluchtmigration

Tesis (Bachelor) , 2008 , 62 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Susanne Nill (Autor)

Política - Región: USA
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Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, inwiefern sich die Vereinigten Staaten von Amerika tatsächlich zu einer „Festung USA“ entwickelt haben. In Verbindung mit einer potenziellen Militarisierung der südwestlichen Grenze soll zudem aufgezeigt werden, welche Folgen dies für die Migration hat und ob man von einer erfolgreichen Strategie sprechen kann. Aufgrund der stark ausgeprägten, vorwiegend illegalen, mexikanischen Immigration und der gemeinsamen Grenze bezieht sich diese Arbeit schwerpunktmäßig auf die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko. Hierbei besteht zudem die Frage, ob im Laufe der us-mexikanischen Geschichte eine Art Abhängigkeit von der Migration entstanden ist und was dies für die weitere Zukunft der USA bedeutet.

Der Aufbau der Arbeit gliedert sich in drei Teilbereiche. Im ersten Teil soll ein kurzer Überblick über die Einwanderungspolitik der USA sowie die für die Militarisierung der Grenze und illegale Einwanderung relevanten Gesetze dargestellt werden. Der sich darauf anschließende Abschnitt beschäftigt sich sowohl mit den politischen, als auch wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Mexiko. Ziel ist es, durch die dargestellten Interdependenzen die Beweggründe der mexikanischen Migration zu verdeutlichen, bevor dann im dritten Teil die Strategien zur Verhinderung der Fluchtmigration dargestellt werden. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den Entwicklungen an der us-mexikanischen Grenze, verbunden mit einem Anriss über die Bedeutung der mexikanischen Südgrenze innerhalb dieser Strategien, sowie den Folgen der beschriebenen Militarisierung. Im letzten Teil soll als Resultat der Arbeit, unter Berücksichtigung der analysierten Bereiche, die Frage nach einer „Festung USA“ beantwortet, sowie ein möglicher Ausblick auf die zukünftige Einwanderungspolitik der USA nach den Präsidentschaftswahlen am 4. November 2008 gegeben werden.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Die Einwanderungspolitik der USA

2.1. Drei Modelle der amerikanischen Einwanderungspolitik

2.2. Die wichtigsten Entwicklungen der Einwanderungspolitik seit 1965

2.2.1. Immigration and Nationality Act

2.2.2. Immigration Reform and Control Act

2.2.3. Illegal Immigration Reform and Immigration Responsibility Act

3. USA – Mexiko: Zwischen Eroberung, Ausbeutung und Abhängigkeit

3.1. Vom Verlust des Territoriums zur antiamerikanischen Haltung

3.2. Das Bracero Programm und seine Folgen

3.3. NAFTA – Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen

3.3.1. Entstehung und Ziele der NAFTA

3.3.2. Die Förderung der Maquiladora Industrie

3.3.3. Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen

3.4. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Migration

4. Strategien zur Bekämpfung der illegalen Migration

4.1. Die Militarisierung der us-mexikansichen Grenze

4.1.1. Entwicklungen seit den 1970er Jahren

4.1.2. Militarisierung unter der Bush-Administration

4.1.3. Die vorgezogene US-Grenze in Südmexiko

4.2. Konsequenzen der Militarisierung für die Migranten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert, inwieweit sich die Vereinigten Staaten von Amerika tatsächlich zu einer „Festung USA“ entwickelt haben. Dabei wird untersucht, wie die Militarisierung der südwestlichen Grenze die mexikanische Migration beeinflusst und ob diese Strategie erfolgreich ist, wobei der Schwerpunkt auf den politischen und wirtschaftlichen Interdependenzen zwischen den USA und Mexiko liegt.

  • Historische Entwicklung der US-Einwanderungspolitik
  • Die Auswirkungen des NAFTA-Abkommens auf die Migration
  • Militarisierungsstrategien an der us-mexikanischen Grenze
  • Sozioökonomische Folgen der Migration für beide Nationen

Auszug aus dem Buch

3.4. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Migration

Bei der Zuwanderung in den USA handelt es sich größtenteils um eine Arbeitsmigration, welche ebenfalls verdeutlicht, wie groß das Wohlstandsgefälle zwischen den USA und Mexiko immer noch ist. Wie im vorigen Kapitel beschrieben, haben sich die Hoffnungen auf eine Angleichung der beiden Nationen durch NAFTA nicht erfüllt. Die wirtschaftlichen Probleme Mexikos, besonders die Zerstörung der Landwirtschaft, gehören zu den wichtigsten Migrationsgründen. Zwar werden vor allem in der Maquiladora Industrie stetig neue Arbeitsplätze geschaffen, doch diese sind meist auf der Basis von Zeitverträgen und wie bereits erwähnt, unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen (vgl. Abschnitt 3.3.2.)

Folglich sind es hauptsächlich gering qualifizierte Arbeitskräfte die in die USA emigrieren. Durch die Abwanderung dieser meist sehr ärmlichen Schicht kommt es zu einem Anstieg der Armut in den Vereinigten Staaten, denn die genannten MigrantInnen sind meist in der untersten Lohngruppe beschäftigt und nehmen Sozialfürsorge in Anspruch. Nach Angaben des U.S. Census Bureau waren es 1998 fast ein Drittel aller in den USA lebenden MexikanerInnen. Insgesamt bilden die MexikanerInnen die größte Migrantengruppe in den USA, die von Armut betroffen ist (vgl. Abb. 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Identität der USA als Einwanderungsland ein und skizziert die Problematik einer restriktiveren Politik sowie der Grenzmilitarisierung.

2. Die Einwanderungspolitik der USA: Dieses Kapitel erläutert die historischen Modelle der US-Einwanderungspolitik und analysiert kritisch wichtige Gesetzesänderungen seit 1965.

3. USA – Mexiko: Zwischen Eroberung, Ausbeutung und Abhängigkeit: Hier werden die komplexen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Nachbarländern sowie der Einfluss von NAFTA und dem Bracero-Programm auf die Migrationsströme untersucht.

4. Strategien zur Bekämpfung der illegalen Migration: Das Kapitel behandelt die zunehmende Militarisierung der US-Grenze, die Auswirkungen dieser Maßnahmen und die Rolle der „vorgezogenen Grenze“ in Südmexiko.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der US-Politik zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die bisherige Grenzmilitarisierung als gescheiterte Strategie zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

Einwanderungspolitik, USA, Mexiko, illegale Migration, Militarisierung, NAFTA, Grenze, Arbeitsmigration, Festung USA, Remittances, Hispanics, Grenzsicherung, Menschenrechte, Arbeitsmarkt, Interdependenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Einwanderungspolitik der USA gegenüber Mexiko und analysiert die Auswirkungen der Grenzmilitarisierung auf die Migrationsströme.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historischen Modelle der Einwanderung, die ökonomischen Beziehungen durch NAFTA, die Strategien zur Grenzsicherung und die humanitären Folgen für Migranten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu analysieren, ob sich die USA tatsächlich zu einer „Festung“ entwickelt haben und ob die gewählte Strategie der Militarisierung zur Steuerung der Migration erfolgreich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Sekundär- bzw. Dokumentenanalyse von Literatur, Zeitschriftenartikeln und wissenschaftlichen Berichten von Einrichtungen wie dem Pew Hispanic Center.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Gesetzgebung seit 1965, die historische und ökonomische Verflechtung mit Mexiko sowie die spezifischen Strategien zur Bekämpfung illegaler Migration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Einwanderungspolitik, Militarisierung, NAFTA, illegale Migration, Arbeitsmarktinterdependenz und ökonomische Auswirkungen.

Warum wird die Grenzmilitarisierung kritisiert?

Die Kritik basiert darauf, dass die Militarisierung die Migration nicht stoppt, sondern lediglich in gefährlichere Gebiete verschiebt, was zu einem drastischen Anstieg von Todesfällen unter Migranten führt.

Welche Bedeutung haben die Remittances?

Rücküberweisungen (Remittances) stellen eine bedeutende Deviseneinnahmequelle für Mexiko dar, deren unproduktive Nutzung jedoch auch langfristige Abhängigkeitsstrukturen fördert.

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Detalles

Título
Festung USA? US-Amerikanische Grenzpolitik zur Verhinderung mexikanischer Fluchtmigration
Universidad
University of Applied Sciences Fulda
Calificación
1,0
Autor
Susanne Nill (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
62
No. de catálogo
V121341
ISBN (Ebook)
9783668328754
ISBN (Libro)
9783668328761
Idioma
Alemán
Etiqueta
Einwanderungspolitik Migration Mexiko USA Grenze
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Susanne Nill (Autor), 2008, Festung USA? US-Amerikanische Grenzpolitik zur Verhinderung mexikanischer Fluchtmigration, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121341
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