Die Arbeit beschäftigt sich im Rahmen einer systematischen, übersetzungsorientierten Terminologiearbeit mit der Untersuchung und Gegenüberstellung des deutsch- und englischsprachigen Fachwortschatzes der Malzbereitung für die Bierherstellung. Sie richtet sich in erster Linie an Übersetzer und Dolmetscher, die als Laien mit dem Thema Malz und Malzbereitung konfrontiert werden und sich rasch einen ersten Überblick verschaffen wollen. Daneben soll sie aber auch für Studenten und andere nicht Fachkundliche von Interesse sein, die sich in verhältnismäßig kurzer Zeit in das Thema einarbeiten wollen oder müssen.
Die Arbeit soll ihre Leser befähigen, in kurzer Zeit ein grundlegendes Verständnis des Malzbereitungsprozesses zu erlangen. Neben einer vereinfachten Darstellung des Malzbereitungsprozesses sollen die geschichtlichen Hintergründe und die thematische Einbettung der Malzbereitung in den gesamten Bierherstellungsprozess dem Leser den Zugang zu diesem schwierigen Thema erleichtern und der Erweiterung seines Allgemeinwissens dienen.
Anhand des zweisprachigen Glossars kann sich der Leser wichtiges Basisvokabular im Englischen und Deutschen aneignen. Insbesondere ermöglicht es ihm, einfache, in der Literatur häufig gebrauchte, fachliche Wendungen zum Thema Malzbereitung zu verstehen und zu übersetzen. Das Glossar dient zudem als Nachschlagewerk, und das Literaturverzeichnis enthält unter anderem Verweise auf interessante Fachbücher und Lexika.
Die begriffsorientierte Struktur der terminologischen Einträge und die komprimierte Darstellung der Begriffe in einem Begriffsplan verdeutlichen begriffliche Zusammenhänge. Viele Zusatzinformationen wie Kontext, Synonyme, Schreibvarianten, grammatische Anmerkungen und Illustrationen erleichtern das Verständnis und ermöglichen eine professionelle Anwendung.
Realistische übersetzungsbezogene Anwendungsbeispiele für diese Arbeit sind u.a. sowohl Artikel in Fachpublikationen, als auch Texte für Museen, Ausstellungen, Messen, Symposien und Konferenzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Thema und Themenwahl
1.2 Anmerkungen zur Zielgruppe
1.3 Abgrenzung des Themas
1.4 Malz und Mälzen – Was ist das eigentlich?
2 Brauen und Mälzen im Überblick: Geschichte und Verfahren
2.1 Geschichtliches zur Bierherstellung
2.2 Geschichtliches zur Malzbereitung
2.3 Der moderne Bierherstellungsprozess
2.3.1 Malzbereitung
2.3.2 Würzebereitung
2.3.3 Gärung
2.3.4 Filtration und Abfüllung
3 Die Malzbereitung
3.1 Rohstoffe
3.1.1 Gerste und andere Getreidearten
3.1.2 Formen und Sorten der Gerste
3.1.3 Aufbau und chemische Zusammensetzung des Gerstenkorns
3.1.3.1 Aufbau
3.1.3.2 Chemische Zusammensetzung
3.2 Die Phasen der Malzbereitung
3.2.1 Putzen der Gerste
3.2.2 Sortieren der Gerste
3.2.3 Transport- und Entstaubungsanlagen
3.2.4 Trocknen und Lagern
3.2.5 Weichen der Gerste
3.2.6 Keimen der Gerste
3.2.6.1 Biologische und biochemische Vorgänge
3.2.6.2 Das Keimverfahren
3.2.7 Darren des Grünmalzes
3.2.8 Putzen, Lagern und Polieren des Malzes
3.3 Qualitätskontrolle von Gerste und Malz
3.4 Ausbeute beim Mälzen
3.5 Malze und Spezialmalze
3.6 Länderspezifische Unterschiede: Chemische Zusätze
4 Theoretische Grundlagen der Terminologiearbeit
4.1 Fachsprache, Fachwortschatz und Terminologie
4.2 Terminologielehre und Terminologiearbeit
4.3 Der Terminus: Begriff, Gegenstand und Benennung
4.3.1 Begriffsmerkmale, Begriffsumfang und Begriffsinhalt
4.4 Die Definition
4.5 Begriffssysteme und Begriffsfelder
5 Der Terminologievergleich
5.1 Aufbau und Systematik des Begriffssystems
5.2 Aufbau des Terminologischen Eintrags
5.3 Das Begriffssystem in deutscher und englischer Sprache
5.4 Die Terminologischen Einträge
6 Alphabetischer Index
6.1 Deutsch
6.2 Englisch
7 Anmerkungen zur Arbeit
7.1 Allgemeine Anmerkungen
7.2 Das Begriffssystem
7.2.1 Erklärungen zur Vorgehensweise
7.2.2 Probleme und Lösungen
7.3 Die Terminologischen Einträge
7.3.1 Erklärungen zur Vorgehensweise
7.3.2 Probleme und Lösungen
7.3.3 Beobachtungen am Wortschatz
7.3.3.1 Benennungsbildung
7.3.3.2 Terminologische Besonderheiten
8 Bibliographie
8.1 Fachteil und Glossar
8.1.1 Printmedien
8.1.2 Internetquellen
8.2 Theorie der Terminologiearbeit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, eine systematische, übersetzungsorientierte Terminologiearbeit zur Malzbereitung für die Bierherstellung zu erstellen. Im Fokus steht dabei die Untersuchung und Gegenüberstellung des deutschen und englischen Fachwortschatzes, um Fachübersetzern und Laien einen fundierten, strukturierten Überblick über dieses spezialisierte Themengebiet zu vermitteln.
- Systematische Erarbeitung zweisprachiger Terminologie im Bereich Brauwesen
- Aufbau eines begriffsorientierten Systems zur Malzbereitung
- Analyse und Vergleich fachsprachlicher Wendungen Deutsch-Englisch
- Erstellung eines zweisprachigen Glossars mit Kontexten und Definitionen
- Methodische Abgrenzung der Malzbereitung im modernen Bierherstellungsprozess
Auszug aus dem Buch
3.1.3.1 Aufbau
Wie aus der untenstehenden Grafik (Zentgraf, 1993, S. 3) ersichtlich, besteht das Innere des Gerstenkorns im Wesentlichen aus Kornhüllen, Mehlkörper und Keimling.
Kunze (1994:34f) beschreibt den Aufbau des Gerstenkorns folgendermaßen:
Nach außen umgeben die sogenannten ↑Kornhüllen (1.1.iii-1) ↑Keimling (1.1.iii-3) und ↑Mehlkörper (1.1.iii-2). Insgesamt bestehen sie aus sieben verschiedenen Schichten, man unterscheidet jedoch drei Hauptschichten: die innerste Schicht ist die ↑Samenschale (1.1.iii-1-3). Sie umgibt das ganze Korn und läßt nur Wasser durch, nicht aber darin gelöste Salze. Nach außen folgt die ↑Fruchtschale (1.1.iii-1-2). Vor äußeren Einwirkungen ist das Gerstenkorn durch die dritte Schicht, nämlich seine Spelzen (1.1.iii-1-1), geschützt. Sie
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Begründung der Themenwahl und Definition der Zielgruppe für die Terminologiearbeit.
2 Brauen und Mälzen im Überblick: Geschichte und Verfahren: Geschichtlicher Abriss der Bierherstellung und Einbettung des Mälzens in den modernen Prozess.
3 Die Malzbereitung: Detaillierte Darstellung der Rohstoffe, der Phasen der Malzbereitung sowie der Qualitätskontrolle und Spezialmalze.
4 Theoretische Grundlagen der Terminologiearbeit: Einführung in die fachsprachlichen Konzepte und Begriffe, die der Arbeit zugrunde liegen.
5 Der Terminologievergleich: Erklärung des Aufbaus des Begriffssystems und der Systematik der erarbeiteten terminologischen Einträge.
6 Alphabetischer Index: Verzeichnis der deutschen und englischen Fachbegriffe für ein effizientes Auffinden.
7 Anmerkungen zur Arbeit: Reflexion über die methodischen Herausforderungen und die Erstellung der terminologischen Einträge.
8 Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Printmedien und Internetquellen zur Absicherung der Terminologie.
Schlüsselwörter
Malz, Mälzerei, Braugerste, Keimen, Weichen, Darren, Fachsprache, Terminologie, Übersetzung, Brauwesen, Enzymaktivität, Stärkeabbau, Bierherstellung, Grünmalz, Darrmalz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der systematischen Untersuchung und dem zweisprachigen Vergleich der Fachterminologie der Malzbereitung zur Bierherstellung.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Rohstoffe, die technischen Phasen des Mälzens (Weichen, Keimen, Darren) sowie die theoretischen Grundlagen der Terminologiearbeit.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, ein übersetzungsorientiertes, zweisprachiges Glossar zu erstellen, das Übersetzern und Laien den Zugang zur komplexen Fachsprache der Mälzereitechnologie erleichtert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer systematischen, begriffsorientierten Terminologieanalyse, inklusive der Erstellung von Begriffssystemen und einer kontrastiven Gegenüberstellung der deutschen und englischen Fachtermini.
Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht über Brau- und Mälzprozesse, eine detaillierte technische Beschreibung der Malzbereitung und die wissenschaftliche Erarbeitung des zweisprachigen Glossars.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Schlagworte sind Malzbereitung, Gerste, Mälzerei, Enzyme, Keimung, Darren und Fachterminologie.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen "hellen" und "dunklen" Malzen eine Rolle?
Die Art des Malzes beeinflusst maßgeblich Farbe, Geschmack und Aroma des Bieres; der Mälzer steuert diese Eigenschaften primär über die Darrparameter.
Was ist die Bedeutung des "Bayerischen Reinheitsgebotes" für diese Arbeit?
Das Gebot setzt den rechtlichen Rahmen für die Rohstoffauswahl in Deutschland (Gerste, Hopfen, Wasser, Hefe), was für die Auswahl und Abgrenzung der fachsprachlichen Begriffe entscheidend war.
- Quote paper
- Mag. Katrin Klein (Author), 2007, Die Terminologie der Malzbereitung zur Bierherstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121362