Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bielefeld im Fach Soziologie wurde anhand einer quantitativ-empirischen Fragebogenstudie untersucht, inwieweit die Beratung im Internet dem Umgang Jugendlicher mit ihren Problemen und ihren Methoden der Problemlösung entspricht. Der vorliegende Text stellt eine kurze Zusammenfassung der Herangehensweise an diese Untersuchung und die Ergebnisse der Studie dar.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung und zentrale Forschungsfrage
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Stand der Forschung
2. Internet
2.1 Definition und Entstehung des Internets
2.2 Gesellschaftliche Bedeutung des Internets
2.3 Internetnutzung
2.3.1 Internetnutzung in Deutschland
2.3.2 Internetnutzung und Nutzungsverhalten Jugendlicher in Deutschland
3. Psychosoziale Online-Beratung
3.1 Definition der psychosozialen Online-Beratung
3.2 Online-Beratungsstellen in Deutschland
3.3 Formen der Online-Beratung
3.3.1 E-Mail-Beratung
3.3.2 Chat-Beratung
3.3.2.1 Einzel-Chat-Beratung
3.3.2.2 Gruppen-Chat-Beratung
3.3.3 (Moderierte) Foren-Beratung
3.3.4 Frequently Asked Questions (FAQ)
3.4 Vor- und Nachteile der Online-Beratung
4. Hypothesen
4.1 Allgemeine Hypothesen zur Online-Beratung
4.2 Hypothesen zur Problemintervention durch Online-Beratung
4.3 Hypothesen zu den verschiedenen Beratungsformen
4.4 Hypothesen zu der Zielgruppe
4.5 Hypothesen zu der cvK in der Online-Beratung
5. Methode
5.1 Grundgesamtheit und Stichprobe
5.2 Fragebogen
5.3 Feldzugang
5.3.1 Feldzugang Online-Beratungsstellen
5.3.2 Feldzugang Schulen
5.4 Pretest
5.5 Datenerhebung
6. Ergebnisse
6.1 Soziodemografische Zusammensetzung der Online-Gruppe
6.2 Soziodemografische Zusammensetzung der Kontrollgruppe
6.3 Ergebnisse zu den allgemeinen Hypothesen zur Online-Beratung
6.3.1 Hypothese 01
6.3.2 Hypothese 02
6.3.3 Hypothese 03
6.3.4 Hypothese 04
6.4 Ergebnisse zu den Hypothesen zur Problemintervention durch Online-Beratung bei Jugendlichen
6.4.1 Hypothese 05
6.4.2 Hypothese 06
6.4.3 Hypothese 07
6.4.4 Hypothese 08
6.4.5 Hypothese 09
6.4.6 Hypothese 10
6.5 Ergebnisse zu den Hypothesen zu den verschiedenen Beratungsformen
6.5.1 Hypothese 11
6.5.2 Hypothese 12
6.5.3 Hypothese 13
6.6 Ergebnisse zu den Hypothesen zu den Zielgruppen von Online-Beratung
6.6.1 Hypothese 14
6.6.1.1 Hypothese 14a
6.6.1.2 Hypothese 14b
6.6.1.3 Hypothese 14c
6.7 Ergebnisse zu den Hypothesen zu der cvK in der Online-Beratung
6.7.1 Hypothese 15
6.7.2 Hypothese 16
6.7.3 Hypothese 17
7. Zusammenfassung und Diskussion
8. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, mittels einer empirischen Fragebogenstudie zu untersuchen, inwieweit die psychosoziale Online-Beratung als Interventionsmöglichkeit bei Problemen von Jugendlichen fungiert und ob sie deren Kommunikations- und Problemlösungsmustern entspricht.
- Wirksamkeit und Akzeptanz der Online-Beratung bei Jugendlichen
- Einfluss verschiedener Beratungsformen (E-Mail, Chat, Foren) auf die Problemintervention
- Die Rolle der computervermittelten Kommunikation (cvK) und der Anonymität
- Eignung der Online-Beratung als Instrument zur Schwellensenkung für ambulante Angebote
- Zusammenhang zwischen Bildungsstand, Infrastruktur und Inanspruchnahme virtueller Beratung
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Chat-Beratung
Eine weitere Form der virtuellen Beratung ist die Chat-Beratung. Im Kontext der Beratung wird überwiegend über webbasierte Chats kommuniziert (vgl. Kapitel 2.1). Es können zwei Formen von Chat-Beratungen unterschieden werden. Die Einzel-Chat- und die Gruppen-Chat-Beratung. Die technischen Voraussetzungen (Computer, Internetzugang, Webbrowser, „Nickname“ und Passwort) sind bei beiden Beratungsformen identisch. Ebenso wie die E-Mail-Beratung ist die Chat-Beratung interaktiv-kommunikativ. Die Kommunikation in einem webbasierten Chat findet (nahezu) synchron statt. Das heißt, dass die Texte, welche an der Tastatur des jeweiligen Nutzers geschrieben werden, unmittelbar, evtl. mit minimaler zeitlicher, technisch bedingter Verzögerung, auf den Monitoren der anderen Nutzer des Chats erscheinen (vgl. Döring 2003: 80). Im Folgenden sollen nun die beiden Formen der Chat-Beratung näher erläutert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der psychosozialen Online-Beratung für Jugendliche sowie Definition der zentralen Forschungsfrage und Aufbau der Arbeit.
2. Internet: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Internet als Hybridmedium und Analyse des Internetnutzungsverhaltens von Jugendlichen in Deutschland.
3. Psychosoziale Online-Beratung: Begriffsdefinition sowie detaillierte Vorstellung verschiedener Beratungsformen wie E-Mail, Chat und Foren inklusive deren Vor- und Nachteile.
4. Hypothesen: Herleitung der quantitativen Hypothesen aus dem Stand der Forschung und den theoretischen Grundlagen, unterteilt in fünf Bereiche.
5. Methode: Detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Stichprobenauswahl, der Fragebogenkonstruktion sowie der Datenerhebung.
6. Ergebnisse: Darstellung und Auswertung der empirischen Daten sowie Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels statistischer Verfahren.
7. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse, kritische Reflexion der methodischen Einschränkungen und Abgleich mit bisherigen Forschungsbefunden.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Aufzeigen von Potenzialen für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Schlüsselwörter
Online-Beratung, Jugendliche, Problemintervention, Internet, Computervermittelte Kommunikation, Anonymität, Beratungsformen, E-Mail-Beratung, Chat-Beratung, Foren-Beratung, empirische Untersuchung, Fragebogenstudie, Problemlösekompetenz, Soziale Netzwerke.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht die psychosoziale Online-Beratung als Interventionsmöglichkeit bei psychosozialen Problemen von Jugendlichen und analysiert, wie diese Form der Beratung den Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Studie befasst sich mit der Wirksamkeit der Online-Beratung, der Bedeutung von Anonymität für das Hilfesuchverhalten, dem Einfluss der computervermittelten Kommunikation sowie der Akzeptanz unterschiedlicher Beratungsformate wie E-Mail, Chat und Foren.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist zu eruieren, inwieweit Online-Beratung bei Problemen von Jugendlichen effektiv intervenieren kann und ob die virtuelle Beratung dem Umgang junger Menschen mit ihren Problemen sowie ihren spezifischen Problemlösungsmethoden entspricht.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein empirisch-quantitativer Forschungsansatz gewählt. Hierfür wurden standardisierte Online-Fragebögen für eine Online-Gruppe (Nutzer von Beratungsstellen) sowie eine Kontrollgruppe (Schüler) konzipiert und mittels statistischer Analysesoftware ausgewertet.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Internet und zu den Formen der Online-Beratung sowie einen umfangreichen empirischen Teil, in dem Hypothesen zur Problemintervention, zu den Beratungsformen und zur Zielgruppe geprüft werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die psychosoziale Online-Beratung, computervermittelte Kommunikation (cvK), die Lebensphase Adoleszenz, sowie die methodischen Aspekte der Online-Befragung.
Welche Rolle spielt die Anonymität in der Untersuchung?
Anonymität wird als eines der wichtigsten Kriterien für die Inanspruchnahme von Online-Beratung identifiziert. Die Untersuchung zeigt, dass sie für viele Jugendliche eine wesentliche Erleichterung darstellt, um über ihre Probleme zu sprechen.
Bestätigen die Ergebnisse die Eignung der Online-Beratung als "schwellensenkende Instanz"?
Interessanterweise konnte für die Nutzergruppe nicht bestätigt werden, dass Online-Beratung eine direkte Schwellensenkung für ambulante Beratungsstellen bewirkt; vielmehr bleibt die virtuelle Beratung oft ein eigenständiges und geschätztes Angebot, unabhängig von einer Anbindung an das ambulante Netz.
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- Diplom-Soziologin Julia Brummel (Author), 2008, Psychosoziale Beratung im Internet als Problemintervention bei Jugendlichen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121425