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Kollektives Marketing im Handwerk – Kammergarantie für meisterliche Qualität

Titre: Kollektives Marketing im Handwerk – Kammergarantie für meisterliche Qualität

Essai , 2008 , 25 Pages

Autor:in: Wolfram Dürr (Auteur)

Gestion d'entreprise - marketing en ligne et marketing hors ligne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Marketing hat für das Handwerk grundsätzlich dieselbe große Bedeutung wie für jede andere wirtschaftliche Tätigkeit. Die desolate Situation des Handwerks zwingt allerdings zu der Feststellung, dass Marketing im und für das Handwerk völlig neu definiert werden muss. Diese Feststelung beruht auf drei Faktoren:
· Das Handwerksrecht ist mit jeder Novele widersprüchlicher und verfassungsrechtlich angreifbarer geworden; mit der Novele 2004 hat es den Höhepunkt an Chaos erreicht.
· Der Ruf des Handwerks in der Öffentlichkeit war noch nie so schlecht wie heute.
· Die gelebte Handwerksehre, d.h. das Qualitätsbewusstsein des Handwerks war noch nie so tief gesunken wie heute.
Über die Qualität eines Gesetzes entscheidet der Gesetzgeber. Über die Auswirkungen eines schlechten Gesetzes entscheiden in der Wirtschaft jedoch die Betroffenen, d.h. die Unternehmer und ihre Kunden.

Dass vor und mit der Handwerksrechtsnovele 2004 kein Aufschrei durch das Land hal te, lässt sich nur erklären mit einer weit früher eingeleiteten und umfassenden Selbstaufgabe des Handwerks und der Resignation seiner Kunden, denen es letztlich gleichgültig geworden ist, ob sie Pfusch vom meisterpflichtigen Handwerk oder vom Schwarzarbeiter erhalten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Marketing im Handwerk

2. Bestandsaufnahme

2.1 Handwerksordnung

2.1.1 Rest von 41 meisterpflichtigen Handwerken.

2.1.2 Aushöhlung durch „Altgesellenregelung“, § 7 b HwO

2.1.3 Zulassungsfreie Tätigkeiten nach Anlage B 1 der HwO

2.1.4 Aushöhlung durch „einfache Tätigkeiten“, § 1 Abs. 2 HwO

2.1.5 Sachwidrige Verwandtschaftserklärungen, Akustik- und Trockenbau

2.1.6 Weitere externe Beeinträchtigungen der Handwerksbetriebe

2.2.1 Handwerksähnliche Tätigkeiten

2.2.2 Ich-AG

2.2.3 1-€-Jobs

2.2.4 Schwarzarbeit - Schattenwirtschaft

2.2.5 Landflucht aus Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit und Geburtenknick der NBL

2.2.6 EU-Osterweiterung

2.2.7 Weitere interne Beeinträchtigungen der Handwerksbetriebe

2.2.8 Organisationsgrad von Innungen, Kreishandwerkerschaften und Verbänden

2.2.9 Ignorierung der Notwendigkeit der Meisterpräsenz

2.3.3 Fehlendes Dienstleistungsbewusstsein – Bewusstsein für Meisterqualität bzw. fehlende Kenntnis der Verbraucher vom Meisterstandard

2.3.4 „Zahlungsmoral“

3. Flucht nach vorn – Aktivierung der Selbstheilungsmechanismen der Handwerksorganisation und aktives Marketing

3.1 Qualitätskampagne über die Aktivierung vorhandener Instrumente

3.1.1 Selbstverpflichtung des Handwerks

3.1.1.1 Verpflichtung zu ausschließlich schriftlichen Vertragsabschlüssen

3.1.1.1.1 Präzise Auftragsbeschreibung

3.1.1.1.2 Präzise Zahlungsvereinbarung

3.1.1.1.3 Unterwerfung unter Schiedsverfahren

3.1.1.1.4 Bestellung eines Sachverständigen mit Vertragsabschluss

3.1.1.1.5 Einleitung der Selbstverpflichtung durch die Handwerkskammern über Multiplikatoren

3.1.2 Einführung einer „Kammergarantie“ für meisterliche Qualität

3.1.3 Aufbau eines Zufriedenheitsbekundungssystems bei den Kammern

3.2 Einsatz von Marketinginstrumenten als „moralische Erpressung“

3.2.1 Initial- und laufende Berichterstattung über die Medien und Internetseiten der Kammern

3.2.2 Eye-catcher-Werbung - Einführung von Qualitätssiegeln für Briefkopf, Internet und vor allem Firmenfahrzeuge

3.2.3 Finanzierung

3.3 Kollektivwerbung für das Gesamthandwerk

3.3.1 Bundeseinheitliche Werbung für Handwerk und Gewerke

3.3.2 Werbung für Sachthemen

3.3.2.1 Art und Untersetzung der Information

3.3.2.2 Rhythmus der Information

3.3.3 Regionaler Einsatz

3.3.4 Finanzierung der Werbung

3.3.4.1 Werbung für das Gesamthandwerk und das eigene Gewerk

3.3.4.2 Sachinformationen

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der aktuellen, als desolat empfundenen Situation des Handwerks auseinander und fordert eine grundlegende Neudefinition des Marketing innerhalb der Branche. Ziel ist es, durch die Aktivierung systemimmanenter Selbstheilungsmechanismen, wie verbindliche Selbstverpflichtungen und Schiedsverfahren, sowie durch eine gezielte kollektive Imagekampagne, das Vertrauen in die meisterliche Qualität wiederherzustellen und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Schwarzarbeit und unqualifizierten Anbietern nachhaltig zu sichern.

  • Analyse der handwerksrechtlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Qualitätssicherung.
  • Entwicklung von Instrumenten zur Qualitätssteigerung und Streitvermeidung (z. B. "Kammergarantie").
  • Etablierung eines einheitlichen, werbewirksamen Auftritts ("Litfaßsäulen des Handwerks").
  • Strategien zur Finanzierung kollektiver Marketingmaßnahmen und langfristiger Imagepflege.

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Verpflichtung zu ausschließlich schriftlichen Vertragsabschlüssen

So ehrenwert ein Vertragsabschluss per Handschlag sein mag, so regelmäßig zeigt sich, dass die Breite moderner Leistungsmöglichkeiten und die Unschärfe aller pauschalen Leistungsbeschreibungen eine Fülle von unbewussten oder bewussten Missverständnissen ermöglicht, denen nur mit einer schriftlichen Vereinbarung begegnet werden kann. Dabei ist es zunächst selbstverständliche Aufgabe des meisterlichen Handwerks, den Kunden vor Auftragserteilung unaufgefordert über den aktuellen Stand der Technik, Material- , Qualitäts- und Leistungs- sowie vor allem Preisunterschiede so weit aufzuklären, dass diesem eine gezielte Auswahl unter allen Alternativen möglich ist. Die weiteren Aufgaben des Handwerks sind, die vereinbarte Leistung mangelfrei zu erbringen und die umgehende Klärung möglicher Meinungsverschiedenheiten von vornherein, spätestens mit dem Vertragsabschluss zu organisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Marketing im Handwerk: Einleitung in die Notwendigkeit, das Handwerksmarketing aufgrund der schlechten öffentlichen Wahrnehmung und zunehmenden Qualitätsmängeln grundlegend neu zu definieren.

2. Bestandsaufnahme: Detaillierte Analyse der externen und internen Belastungsfaktoren für Handwerksbetriebe, einschließlich rechtlicher Rahmenbedingungen wie der Handwerksordnung und ökonomischer Phänomene wie Schwarzarbeit.

3. Flucht nach vorn – Aktivierung der Selbstheilungsmechanismen der Handwerksorganisation und aktives Marketing: Vorstellung konkreter Maßnahmen zur Qualitätssicherung und kollektiven Außenwerbung, um die Leistungsfähigkeit des Handwerks wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

4. Resümee: Zusammenfassendes Plädoyer für ein entschlossenes Umdenken im Handwerk, um durch nachhaltige Qualitätsanstrengungen das Vertrauen des Kunden und der Gesellschaft zurückzugewinnen.

Schlüsselwörter

Kollektives Marketing, Handwerk, Meisterqualität, Kammergarantie, Handwerksordnung, Qualitätssicherung, Schiedsverfahren, Schwarzarbeit, Selbstverpflichtung, Imagekampagne, Dienstleistungsbewusstsein, Handwerksorganisation, Kundenzufriedenheit, Wirtschaftsrecht, Meisterpräsenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die desolate Lage des Handwerks und schlägt eine radikale Neuausrichtung des Marketings vor, um die Qualität und das Ansehen der Branche durch Selbstheilungsmechanismen zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Handwerksordnung, Probleme bei der Qualitätssicherung, die Notwendigkeit von Schiedsverfahren und Strategien für eine effektive kollektive Werbung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Wiederherstellung des Kundenvertrauens in "meisterliche Qualität" durch eine einklagbare Selbstverpflichtung der Handwerksbetriebe und eine professionelle, moderne Vermarktung des Gesamthandwerks.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse der geltenden Handwerksrechtsnovellen, verknüpft mit handwerkspsychologischen Aspekten und der Auswertung von Praxisbeispielen, um Lösungsansätze zu entwickeln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Herausforderungen (z.B. Altgesellenregelung, Schwarzarbeit) und einen praktischen Lösungsansatz, der von verbindlichen schriftlichen Verträgen bis hin zur Einführung von Qualitätssiegeln reicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kollektives Marketing, Meisterqualität, Kammergarantie, Schiedsverfahren und das Prinzip der Meisterpräsenz.

Warum hält der Autor die „Altgesellenregelung“ für problematisch?

Der Autor kritisiert sie als Einfallstor für unqualifizierte Anbieter, da sie den Nachweis fachlicher Kompetenz aushöhlt und somit das Qualitätsversprechen des Meisterstandes gefährdet.

Welche Rolle spielt die "Kammergarantie" in diesem Konzept?

Die "Kammergarantie" dient als institutionelles Schlagwort, um den verbindlichen Einsatz von Schiedsstellen zu propagieren, was die zügige Streitbeilegung fördert und langfristig die Qualität im Handwerk sichert.

Warum reicht konventionelle Werbung laut Autor nicht aus?

Konventionelle Werbung ist für die kleinteilige Handwerksstruktur zu kostspielig und meist nicht wirksam genug; der Autor plädiert stattdessen für eine "kollektive Eigenwerbung" über Firmenfahrzeuge und einheitliche Qualitätssiegel.

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Résumé des informations

Titre
Kollektives Marketing im Handwerk – Kammergarantie für meisterliche Qualität
Auteur
Wolfram Dürr (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
25
N° de catalogue
V121548
ISBN (ebook)
9783640263417
ISBN (Livre)
9783640301355
Langue
allemand
mots-clé
Kollektives Marketing Handwerk Kammergarantie Qualität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Wolfram Dürr (Auteur), 2008, Kollektives Marketing im Handwerk – Kammergarantie für meisterliche Qualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121548
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Extrait de  25  pages
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