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Kulturpolitik und Kulturförderung der öffentlichen Hand

Title: Kulturpolitik und Kulturförderung der öffentlichen Hand

Term Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Lang (Author)

Politics - Miscellaneous
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In Zeiten anhaltend defizitärer Haushaltslagen sieht sich insbesondere der Bereich der öffentlichen Kulturförderung fortwährend mit der Rechtfertigung seiner Notwendigkeit konfrontiert. Gleich mehrere Reibungspunkte manifestieren sich in diesem Sachverhalt und sollen in der vorliegenden Arbeit thematisiert werden. Zum einen wird untersucht, inwiefern der öffentlichen Hand – also der Gesamtheit der Körperschaften des öffentlichen Rechts – überhaupt ein Handlungsauftrag hinsichtlich einer Förderung von Kultur zukommt. Um die rechtlichen Rahmenbedingungen der öffentlichen Kulturförderung jedoch im weiteren Verlauf der Arbeit differenziert betrachten zu können, bedarf es zunächst einer Skizzierung der Entwicklung und heutigen Form des kulturpolitischen Systems in Deutschland. Daran anschließend wird das dreigliedrige System deutscher Kulturpolitik, sich zusammensetzend aus Bund, Ländern und Kommunen, vorgestellt. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf der Kompetenzverteilung zwischen den drei Ebenen, denn hinsichtlich einer Kulturförderung der öffentlichen Hand ist nicht nur die Frage relevant, ob eine Förderpflicht besteht, sondern auch welcher politischen Ebene diese in welchem Maße zukommt. Anhand von konkreten Zahlen wird in einem weiteren Punkt die Kulturförderung der öffentlichen Hand analysiert, mit dem Ziel herauszufinden, welche Tendenzen sich für die Zukunft der öffentlichen Kulturförderung daraus ableiten lassen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Entwicklung der Kulturpolitik in Deutschland

3. Das dreigliedrige System deutscher Kulturpolitik

3.1 Länder

3.2 Kommunen

3.3 Bund

4. Die Kulturförderung der öffentlichen Hand

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der öffentlichen Hand bei der Kulturförderung in Deutschland vor dem Hintergrund defizitärer Haushaltslagen. Dabei wird analysiert, inwieweit ein rechtlicher Handlungsauftrag zur Kulturförderung besteht, wie die Kompetenzverteilung innerhalb des dreigliedrigen Systems aus Bund, Ländern und Kommunen strukturiert ist und welche Tendenzen sich für die zukünftige Finanzierung kultureller Angebote ableiten lassen.

  • Entwicklung und Tradition der Kulturpolitik in Deutschland
  • Struktur des dreigliedrigen kulturpolitischen Systems
  • Kompetenzverteilung und Kulturhoheit der Ebenen
  • Analyse der finanziellen Förderströme der öffentlichen Hand
  • Perspektiven und Herausforderungen der Kulturförderung

Auszug aus dem Buch

3. Das dreigliedrige System deutscher Kulturpolitik

Die dezentral organisierte Kulturpolitik findet in Deutschland auf den Ebenen der Gemeinden, der Länder und des Bundes statt. Das dreigliedrige kulturpolitische System ist sowohl für die Bewahrung und Pflege des kulturellen Erbes als auch für die Förderung des kulturellen Lebens zuständig. Verfassungsrechtliche und gesetzliche Bestimmungen – vor allem im Grundgesetz und in den Länderverfassungen, aber auch in verschiedenen Gemeinde- und Landkreisordnungen festgeschrieben – geben hierbei den Handlungsrahmen der Kulturpolitik vor.

Auf nationaler Ebene ist zunächst das Grundgesetz als juristische Norm relevant. In Artikel 5, Absatz 3 heißt es: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Leere sind frei.“ Hierbei handelt es sich um den einzigen kulturrelevanten Paragraphen innerhalb des Grundgesetzes, ein Sachverhalt, der Gegenstand einer langjährigen Diskussion ist. Manche sind der Meinung, dass Artikel 5 (3) die Staatszielbestimmung der Bundesrepublik Deutschland als ‚Kulturstaat’ bezeichne und somit hierin die Verpflichtung zu staatlicher Kulturförderung verankert sei. Explizit formuliert ist dies jedoch nicht. Wiederum andere fordern deshalb, Kultur als Staatsziel gesondert im Grundgesetz festzuhalten, um somit die Pflicht des Staates zur Kulturförderung noch einmal ausdrücklich rechtlich zu fixieren. Markus Thiel weißt darauf hin, dass die wohl auch zukünftig nicht zu erwartende Verankerung des Begriffs ‚Kulturstaat’ im Grundgesetz deshalb nicht vollzogen wird, da der Staat zu kultureller Neutralität verpflichtet ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik knapper Kassen bei der öffentlichen Kulturförderung und führt in die Fragestellung nach dem Handlungsauftrag und der Kompetenzverteilung ein.

2. Zur Entwicklung der Kulturpolitik in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext und den Kulturföderalismus, der sich durch eine Abkehr von zentralistischer Instrumentalisierung nach 1949 auszeichnet.

3. Das dreigliedrige System deutscher Kulturpolitik: Hier wird die Kompetenzverteilung zwischen den drei politischen Ebenen – Bund, Länder und Kommunen – im Rahmen der föderalistischen Struktur beleuchtet.

3.1 Länder: Dieses Unterkapitel behandelt die Kulturhoheit der Bundesländer, die als Kernkompetenz durch die Verfassung verankert ist.

3.2 Kommunen: Der Abschnitt verdeutlicht die Rolle der Städte und Gemeinden als primäre Akteure, die den Großteil der Verantwortung für das kulturelle Milieu vor Ort tragen.

3.3 Bund: Hier wird die begrenzte Rolle des Bundes beschrieben, der vor allem rechtliche Rahmenbedingungen schafft und international tätig ist.

4. Die Kulturförderung der öffentlichen Hand: Dieser Teil analysiert die Art der finanziellen Zuwendungen und die Prinzipien der öffentlichen Hand bei der Projektförderung.

5. Ausblick: Der Ausblick diskutiert den Legitimationsdruck, unter dem Kulturprogramme stehen, und die Notwendigkeit, neue Finanzierungsformen wie Stiftungen oder Public-Private-Partnerships zu erschließen.

Schlüsselwörter

Kulturpolitik, Kulturförderung, öffentliche Hand, Kulturföderalismus, Grundgesetz, Kulturhoheit, Kompetenzverteilung, Haushaltslage, Kulturfinanzierung, Kulturstaat, kommunale Kulturpolitik, Kulturmanagement, Kulturangebot, Finanzströme, Privatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Referatsausarbeitung grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur und Finanzierung der öffentlichen Kulturförderung in Deutschland unter Berücksichtigung rechtlicher und politischer Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Kulturpolitik, das föderalistische System, die Zuständigkeitsbereiche von Bund, Ländern und Kommunen sowie aktuelle Finanzierungstrends.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis von Daten zur öffentlichen Kulturfinanzierung herauszufinden, welche Tendenzen sich für die Zukunft der öffentlichen Kulturförderung ableiten lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die unter anderem Statistiken und Berichte des Bundes (z.B. Kulturfinanzbericht) auswertet, um Finanzströme vergleichbar zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des dreigliedrigen Systems der Kulturpolitik und eine detaillierte quantitative Analyse der Kulturausgaben der verschiedenen politischen Ebenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Kulturföderalismus, öffentliche Kulturförderung, Kulturhoheit und Finanzierung des kulturellen Erbes.

Warum wird im Dokument so stark auf das Grundgesetz eingegangen?

Das Grundgesetz bildet den juristischen Rahmen der Kulturpolitik; insbesondere Artikel 5 (3) zur Freiheit der Kunst und Artikel 28 (2) zur kommunalen Selbstverwaltung sind entscheidend für die Kompetenzverteilung.

Welche Rolle spielt die Föderalismusreform II laut der Autorin?

Die Autorin befürchtet, dass die Föderalismusreform II durch das Ziel des Schuldenabbaus zu weiteren Kürzungen bei freiwilligen Leistungen wie der Kulturförderung führen könnte.

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Details

Title
Kulturpolitik und Kulturförderung der öffentlichen Hand
College
University of Bremen
Course
Kultur- und Projektmanagement
Grade
1,0
Author
Katharina Lang (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V121815
ISBN (eBook)
9783640265442
Language
German
Tags
Kulturpolitik Kulturförderung Hand Kultur- Projektmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Lang (Author), 2007, Kulturpolitik und Kulturförderung der öffentlichen Hand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121815
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