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Überführbarkeit ereignisgesteuerter Prozessketten in BPEL (Business Process Execution Language)

Title: Überführbarkeit ereignisgesteuerter Prozessketten in BPEL (Business Process Execution Language)

Diploma Thesis , 2008 , 78 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Günther Krauß (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Summary Excerpt Details

Diese Diplomarbeit untersucht die Überführbarkeit ereignisgesteuerter Prozessketten (EPK) in die Business Process Execution Language (BPEL). Die Arbeit wird motiviert über die Notwendigkeit eines durchgängigen Geschäftsprozessmanagements als eine Voraussetzung zur Realisierung agiler Echtzeitunternehmen. Um die Aufgabenstellung zu bearbeiten, werden zunächst allgemeine Problemfelder erläutert, die ein durchgängiges Geschäftsprozessmanagement erschweren.

Es folgt eine Darstellung allgemeiner Anforderungen an fachliche sowie an technische Spezifikationen, die auch bei der Definition von Geschäftsprozessmodellen Gültigkeit besitzen. Im weiteren Verlauf werden das Konzept der fachlichen Modellierung mittels ereignisgesteuerter Prozessketten und das Konzept der technischen Modellierung mittels der Business Process Execution Language vorgestellt.

Im Hauptteil der Diplomarbeit werden drei inhaltliche Schwerpunkte behandelt: Zum Ersten die Identifikation unterschiedlicher Spezifikationspotentiale und Spezifikationsdefizite der beiden Modellierungskonzepte EPK und BPEL, die ohne Gegenmaßnahmen einer automatischen Überführung entgegenstehen würden. Zum Zweiten die Darstellung weiterer Sachverhalte, die eine Überführung vom fachlichen EPK-Modell in das technische BPEL-Modell erschweren würden. Und schließlich zum Dritten das Empfehlen eines Vorgehens bei der Transformation ereignisgesteuerter Prozessketten (EPK) nach BPEL.

Nach Lesen dieser Diplomarbeit sollte der Leser für maßgebliche Problemfelder bei der Überführung ereignisgesteuerter Prozessketten nach BPEL sensibilisiert sein und es sollte ihm klar geworden sein, dass bei Beachtung der identifizierten Problemfelder EPK-Modelle nach BPEL überführt werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Integrales Informationsmanagement als Befähiger für ein durchgängiges Geschäftsprozessmanagement

1.2 Aufbau der Diplomarbeit

1.3 Abgrenzung des DA Themas

2 Die Vision eines durchgängigen Geschäftsprozessmanagements

2.1 Die adaptive prozessorientierte Infrastruktur als Basis für den unternehmerischen Erfolg

2.2 Geschäftsprozessmanagement GPM und Serviceorientierte Architekturen SOA

3 Von der Geschäftsprozessanalyse zur Geschäftsprozessorchestrierung

3.1 Problemfelder für ein durchgängiges Geschäftsprozessmanagement

3.2 Vom Problem- zum Lösungsraum - Designebenen

3.3 Anforderungen an fachliche Spezifikationen (Customer-Requirements)

3.4 Das Konzept der ereignisgesteuerten Prozessketten EPK

3.5 Anforderung an technische Spezifikationen (Development-Requirements)

3.6 Der OASIS Standard: Business Process Execution Language

3.6.1 Die Kernidee von BPEL

3.6.2 Die Sprachelemente von BPEL

3.6.3 Berücksichtigung lang laufender Prozesse

3.6.4 Abstrakte und ausführbare Prozesse

4 Vergleich der Konzepte EPK und BPEL

4.1 Unterschiedliche Zielgruppen

4.2 Spezifikationsdefizite einer EPK aus der BPEL Perspektive

4.2.1 Fehlende technische Informationen in der fachlichen Beschreibung des Geschäftsprozess

4.2.2 Freiheitsgrade bei der fachlichen Modellierung

4.3 Spezifikationsdefizite von BPEL aus der EPK Perspektive

4.3.1 Fehlende fachliche Informationen in der technischen Spezifikation des Geschäftsprozess

4.3.2 Keine standardisierte graphische Notation bei BPEL

4.3.3 Darstellung der Kontrollflusslogik

4.3.4 Nicht transformierbare Workflow Patterns

5 Weitere Sachverhalte bei der Überführung einer EPK in BPEL

5.1 Technische Prozessschneidung

5.2 Modellinkonsistenzen

5.2.1 Manuelle Ergänzungen

5.2.2 Auslagerung potenzieller BPEL Funktionen

5.3 Modellabstraktionen

5.3.1 Aggregationen von Aktivitäten

5.3.2 Der SOA Aspekt „Geschäftsregeln“

5.4 Rücktransformation und Round-Trip Ansatz

5.5 Evolution des BPEL-Standards

5.6 Nichtfunktionale Aspekte

5.7 Funktionsorientierte Modellierung

6 Empfehlung zur Vorgehensweise bei der Überführung ereignisgesteuerter Prozessketten in BPEL

6.1 Verwendung eines Vorgehensmodells

6.2 Schwerpunkt auf fachliche Modellierung legen

6.3 Anforderungen an eingesetzte Werkzeuge zur Modellverwaltung

6.3.1 Gemeinsames Repository für fachliche und technische Spezifikation

6.3.2 Validierung überführbarer fachlicher EPK Modelle

6.3.3 Erhalt manueller Ergänzungen bei erneuter Transformation

6.4 Verwendung von Templates

6.5 Vermeiden proprietärer Lösungen

6.6 Sinnvoller Einsatz von Erweiterungen

6.7 Grenzen der Prozessorientierung

6.7.1 Nicht standardisierte Abläufe

6.7.2 Qualität von Funktionen und effiziente Nutzung von Informationen

6.7.3 Durchlaufzeiten

6.7.4 Informelle Strukturen

7 Fazit

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Transformation von fachlichen Modellen, speziell ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK), in die technisch ausführbare Sprache BPEL (Business Process Execution Language), um eine durchgängige Prozessabbildung von der Anforderungsanalyse bis zum Software-Code zu erreichen.

  • Analyse der fachlichen und technischen Spezifikationsanforderungen
  • Identifikation von Transformationsdefiziten und Medienbrüchen zwischen EPK und BPEL
  • Untersuchung der strukturellen Unterschiede bei Prozessmodellen (z.B. Arbitrary Cycles)
  • Empfehlungen für ein Vorgehensmodell zur Modellverwaltung
  • Bewertung von Werkzeugen und Lösungsansätzen wie Repositorys und Templates

Auszug aus dem Buch

4.2.2.3 Maschen

Von einer Masche spricht man in der EPK-Modellierung z.B. dann, wenn der Kontrollfluss über zwei parallele Prozesszweige führt, die alternativ durchlaufen werden können und wenn zudem ein Prozesszweig sich ein weiteres Mal aufteilt. Im weiteren Verlauf wird zuerst ein Prozesszweig der inneren Verzweigung mit einem anderen Prozesszweig der äußeren Verzweigung zusammengeführt. Anschließend wird der zusammenführte Prozesszweig mit dem verbleibenden Prozesszweig der inneren Verzweigung zusammengeführt. Dies widerspricht dem Ansatz der strukturierten Modellierung in BPEL. Innerhalb einer EPK-Modellierte Maschen können somit nicht automatisch nach BPEL transformiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Motivation des Themas durch die Notwendigkeit von integralem Informationsmanagement und die Einführung in den Fokus der Überführbarkeit von EPK nach BPEL.

2 Die Vision eines durchgängigen Geschäftsprozessmanagements: Erörterung der Bedeutung von adaptiven, prozessorientierten Infrastrukturen und dem Zusammenspiel von Geschäftsprozessmanagement und Serviceorientierten Architekturen (SOA).

3 Von der Geschäftsprozessanalyse zur Geschäftsprozessorchestrierung: Darstellung der Problemfelder bei der Prozessmodellierung sowie Einführung in die Konzepte von EPK und dem BPEL-Standard.

4 Vergleich der Konzepte EPK und BPEL: Detaillierte Analyse der Spezifikationsdefizite, die bei einer automatisierten Transformation zwischen den beiden Modellierungskonzepten auftreten.

5 Weitere Sachverhalte bei der Überführung einer EPK in BPEL: Erörterung technischer Prozessschneidungen, Modellinkonsistenzen und der Auswirkungen von Modellabstraktionen auf den Transformationsprozess.

6 Empfehlung zur Vorgehensweise bei der Überführung ereignisgesteuerter Prozessketten in BPEL: Praktische Empfehlungen zur Verwendung von Vorgehensmodellen, Repositorys und Templates sowie zur Vermeidung proprietärer Lösungen.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Realisierbarkeit einer automatischen Transformation und Empfehlung zur werkzeugunterstützten teilautomatisierten Vorgehensweise.

8 Zusammenfassung: Rekapitulation der wesentlichen Erkenntnisse der Diplomarbeit hinsichtlich der Identifikation von Transformationsdefiziten und der empfohlenen Vorgehensweise.

Schlüsselwörter

Geschäftsprozessmanagement, EPK, BPEL, SOA, Modelltransformation, Workflow Patterns, Prozessanalyse, Orchestrierung, Web Services, Business-IT Gap, Prozessmodellierung, Informationsmanagement, Software Engineering, Prozessschneidung, XML.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Geschäftsprozesse, die fachlich als ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK) modelliert wurden, in die technisch ausführbare Sprache BPEL (Business Process Execution Language) zu überführen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Überführbarkeit eines fachlichen EPK-Modells in ein technisches BPEL-Modell zu untersuchen und Empfehlungen für diesen Transformationsprozess zu geben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Geschäftsprozessmanagement, Serviceorientierte Architekturen (SOA), die Modellierung mit EPKs, die Orchestrierung mittels BPEL sowie die Analyse von Transformationsproblemen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse der Spezifikationsunterschiede zwischen den beiden Modellierungsansätzen durchgeführt, ergänzt durch praktische Empfehlungen und die Betrachtung von Best-Practice-Vorgehensmodellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Defizite beider Ansätze, wie fehlende technische Informationen in fachlichen Modellen oder nicht-standardisierte graphische Notationen bei BPEL, sowie den Umgang mit speziellen Strukturen wie "Maschen" oder "Arbitrary Cycles".

Was charakterisiert die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verbindung von betriebswirtschaftlicher Prozessmodellierung und technischer Implementierung aus, mit dem Fokus auf die Überbrückung des sogenannten "Business-IT Gap".

Welche Rolle spielen "Maschen" im Transformationsprozess?

Maschen in EPK-Modellen, bei denen sich Prozesspfade komplex verschachtelt aufteilen und zusammenführen, widersprechen dem Ansatz der strukturierten Modellierung in BPEL und verhindern eine automatisierte Transformation.

Warum ist eine rein automatische Transformation oft nicht möglich?

Aufgrund unterschiedlicher Detaillierungsgrade, fehlender technischer Informationen in EPKs (wie Prozesszustände oder Fehlerbehandlung) und der Notwendigkeit, manuelle Ergänzungen vorzunehmen, ist eine vollautomatische Transformation derzeit kaum realisierbar.

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Details

Title
Überführbarkeit ereignisgesteuerter Prozessketten in BPEL (Business Process Execution Language)
College
University of Applied Sciences Darmstadt
Grade
1,7
Author
Günther Krauß (Author)
Publication Year
2008
Pages
78
Catalog Number
V121932
ISBN (eBook)
9783668380936
ISBN (Book)
9783668380943
Language
German
Tags
Durchgängiges Geschäftsprozessmanagement EPK BPEL Business Process
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Günther Krauß (Author), 2008, Überführbarkeit ereignisgesteuerter Prozessketten in BPEL (Business Process Execution Language), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121932
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