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Verantwortung im Unternehmenskontext

Eine Begriffsanalyse von Corporate Social Responsibility

Title: Verantwortung im Unternehmenskontext

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Hillengaß (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Unter dem Begriff "Corporate Social Responsibility" laufen national wie international zahlreiche Konzepte, Programme und Kampagnen, durch welche Unternehmen Verantwortung übernehmen und kundtun. Ziel ist es, dem Markt ein menschliches Gesicht zu geben. Ob hier in der Tat ein menschliches Antlitz geschaffen wird oder nur eine freundliche Maske aufgezogen wird, steht an anderer Stelle. Eine solche Beurteilung setzte ein genaues Begriffsverständnis von Corporate Social Responsibility voraus; es geht also darum, das Schlagwort mit Inhalt zu füllen, um damit die Vorlage für einen intersubjektiven Maßstab zu liefern. Dies ist das Ziel der vorliegenden Arbeit. Es geht um die Herausarbeitung der konkreten Verantwortung, die der Begriff suggeriert. Mit dem Fokus auf die einzelnen Bestandteile des Schlagwortes, also der genaueren Untersuchung von „corporate“ (Subjektdimension) und „social“(Objektdimension) sowie einer vorangehenden Erläuterung zu Verantwortung („responsibility“) an sich, soll der Gesamtbegriff und seine Verantwortungsdimension erschlossen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verantwortung (Responsibility)

2.1 Subjekt

2.2 Objekt

2.3 Normenhintergrund

2.4 Instanz

3 Unternehmensverantwortung (Corporate Responsibility)

3.1 Verantwortung im Kontext des Marktes

3.2 Kann ein Unternehmen als Subjekt der Verantwortung gesehen werden?

4 Soziale Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility)

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert den Begriff der "Corporate Social Responsibility" (CSR) aus philosophischer Perspektive, um die theoretischen Grundlagen der kollektiven Unternehmensverantwortung im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Gewinnstreben und gesellschaftlichen Erwartungen zu erschließen.

  • Philosophische Begriffsanalyse von Verantwortung (Subjekt, Objekt, Normenhintergrund, Instanz)
  • Untersuchung der moralischen Legitimation unternehmerischen Handelns
  • Diskussion der Zurechenbarkeit von Verantwortung auf kollektive Akteure (Unternehmen)
  • Erweiterung der CSR-Definition um die ökologische Dimension

Auszug aus dem Buch

3.2 Kann ein Unternehmen als Subjekt der Verantwortung gesehen werden?

Der Durchsetzung eines weiter umfassenderen Begriffes der Verantwortung im Kontext der Wirtschaft, also die Zuerkennung einer unmittelbaren moralischen Verantwortung der Akteure des Marktes folgt die im philosophisch-ethischen Kontext kontrovers diskutierte Frage, wem genau diese Verantwortung zuzuschreiben ist. So ist umstritten, ob neben einer individuellen Verantwortung auch eine kollektive Verantwortung existieren kann.

Der Begriff Corporate Social Responsibility weist eindeutig auf ein Kollektiv als Subjekt der Verantwortung hin, nämlich auf die Verantwortung des Unternehmens (Corporate) und nicht des Unternehmers (Entrepreneur, Businessman). Können also Unternehmen als die zentralen Akteure des Wirtschaftsgeschehens als Ganzes verantwortlich gesehen werden oder ist die Verantwortung vollständig auf die das Unternehmen konstituierenden Individuen zurückzuführen?

Die klassische ethisch-philosphische Ansicht sieht allein im Individuum, insbesondere in seiner Qualifikation als Person, das Subjekt der Verantwortung. In der Anwendung auf Beziehungsgeflechte, Kausalitäten und Machtquellen, wie sie die Moderne mit sich bringt, zeigt diese Verantwortungszurechnung allerdings Schwächen. Es treten verstärkt Situationen auf, die dem Individuum das Wissen um die Auswirkungen seines Handelns und die Macht, diese allein zu beeinflussen, verwehren. So sind Handlungsfolgen nicht mehr ohne weiteres auf individuelles Handeln zurückzuführen; der klassischen Sicht wird dadurch förmlich das Subjekt der Verantwortung entzogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ein und skizziert den Wandel vom rein ökonomischen Selbstverständnis hin zum Konzept der Corporate Social Responsibility.

2 Verantwortung (Responsibility): Das Kapitel definiert den Begriff der Verantwortung anhand der vier Relationsdimensionen Subjekt, Objekt, Normenhintergrund und Instanz und erläutert deren philosophische Wurzeln.

3 Unternehmensverantwortung (Corporate Responsibility): Hier wird das Verhältnis von Markt, Ökonomie und Moral diskutiert und die Frage geklärt, inwieweit Unternehmen als kollektive Subjekte moralisch verantwortlich sein können.

4 Soziale Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility): Dieser Teil beleuchtet die Objektdimension von CSR und erweitert den klassischen sozialen Fokus um ökologische Aspekte.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Chancen von CSR als Mittel zur Überbrückung der Kluft zwischen wirtschaftlichem Gewinnstreben und gesellschaftlichem Wohlergehen.

Schlüsselwörter

Verantwortung, Corporate Social Responsibility, Unternehmensethik, Wirtschaftsethik, Subjektdimension, Objektdimension, Shareholder Value, Stakeholder Value, Normenhintergrund, Kollektive Verantwortung, Individuelle Verantwortung, Nachhaltigkeit, Gewinnstreben, Moral, Ökologische Verantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Begriffsanalyse von "Corporate Social Responsibility" und untersucht, wie Unternehmen in der modernen Wirtschaft moralische Verantwortung übernehmen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die philosophische Herleitung des Verantwortungsbegriffs, die ökonomische Legitimationsdebatte nach Milton Friedman sowie die Frage nach kollektiver Handlungsfähigkeit von Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Begriff CSR durch eine fundierte Analyse seiner Bestandteile (Corporate, Social, Responsibility) mit Inhalt zu füllen und einen intersubjektiven Maßstab für unternehmerisches Handeln zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine philosophisch-ethische Analyse, bei der er klassische Konzepte von Denkern wie Aristoteles, Kant und Sartre auf den modernen Unternehmenskontext anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufschlüsselung der Verantwortungsdimensionen, die kritische Diskussion der Unternehmensverantwortung im Markt sowie die Einordnung sozialer und ökologischer Ziele in das CSR-Konzept.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Verantwortung, CSR, Unternehmensehtik, Kollektivsubjekt, Stakeholder und moralische Legitimation.

Kann ein Unternehmen nach Ansicht des Autors moralisch verantwortlich sein?

Ja, der Autor kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen aufgrund ihrer Identität, Autonomie, Intentionalität und Handlungsmacht als kollektive Verantwortungssubjekte begründet werden können.

Wie unterscheidet der Autor zwischen sozialer und ökologischer Verantwortung?

Der Autor argumentiert, dass eine enge Auslegung von "sozial" auf menschliches Wohlergehen abzielt, während der moderne CSR-Begriff zunehmend auch ökologische Nachhaltigkeit als gesellschaftliche Notwendigkeit einschließt.

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Details

Title
Verantwortung im Unternehmenskontext
Subtitle
Eine Begriffsanalyse von Corporate Social Responsibility
College
University of Heidelberg  (Philosphisches Seminar )
Course
Das Prinzip Verantwortung: Hans Jonas´ Ethik im philosophischen Kontext
Grade
1,0
Author
Christian Hillengaß (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V122015
ISBN (eBook)
9783640272037
ISBN (Book)
9783640272280
Language
German
Tags
Verantwortung Unternehmenskontext Prinzip Verantwortung Hans Jonas´ Ethik Kontext
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Hillengaß (Author), 2008, Verantwortung im Unternehmenskontext , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122015
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