Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - History of Art

Maria Theresia von Österreich und der Familiensaal der Hofburg zu Innsbruck

Belegt die Ausstattung des ehemaligen Riesensaals geschlechterspezifische Unterschiede in der Repräsentation Maria Theresias?

Title: Maria Theresia von Österreich und der Familiensaal der Hofburg zu Innsbruck

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa Marie Wolf (Author)

Art - History of Art
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Inwiefern belegt die Ausstattung des Familien- / Riesensaals geschlechterspezifische Unterschiede in der Repräsentation Maria Theresias?

Zur Beantwortung der Forschungsfrage führt die Arbeit zunächst über eine Kurzdarstellung Maria Theresias zu ihrer besonderen Stellung in der Habsburger Dynastie. Im Anschluss folgt eine Einführung in die Innsbrucker Hofburg mit besonderem Augenmerk auf der Beschreibung der Ausstattung von Maria Theresias Familiensaal. Darauf aufbauend wird die Repräsentation Maria Theresias in Gegenüberstellung zu ihren männlichen Vorfahren im Detail beleuchtet. Den Schluss der Arbeit bildet ein Fazit zur Beantwortung der Forschungsfrage inklusive weiterführenden Fragestellungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kurzdarstellung Maria Theresia von Österreich

3 Die Hofburg zu Innsbruck und der Riesen- / Familiensaal

4 Ausstattung des Familiensaals

5 Vergleichende Gegenüberstellung der Repräsentation der Habsburger zur Identifizierung von geschlechterspezifischen Unterschieden

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Umgestaltung des ehemaligen Riesensaals der Hofburg zu Innsbruck in den "Familiensaal" durch Maria Theresia spezifische Aspekte der Geschlechterrepräsentation aufweist und wie sich diese von der traditionellen herrschaftlichen Repräsentation ihrer männlichen Vorgänger abgrenzt.

  • Analyse der architektonischen und bildpolitischen Neugestaltung des Familiensaals
  • Untersuchung der Rolle der Kernfamilie als neues Legitimationsinstrument der Habsburger
  • Gegenüberstellung der herrschaftlichen Repräsentationsstrategien vor und unter Maria Theresia
  • Kontextualisierung der Rolle Maria Theresias als Landesmutter und Regentin

Auszug aus dem Buch

Die Hofburg zu Innsbruck und der Riesen- / Familiensaal

Die Hofburg zu Innsbruck gehörte gemäß Recherche von Beck zu den weniger frequentierten Residenzen Maria Theresias. Sie wählte die Hofburg jedoch als Ort für die Hochzeit ihres Sohnes Leopolds mit Maria Ludovica von Spanien aus. Während der Hochzeitsfeierlichkeiten verstarb Maria Theresias Ehemann überraschend. Maria Theresia wohnte daraufhin 52 Tage in der Innsbrucker Hofburg. Weitere Besuche von Maria Theresia in Innsbruck wurden in den von Beck gesichteten Quellen nicht aufgezeichnet.

Nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod ihres Mannes zog sich Maria Theresia nahezu vollkommen von der Öffentlichkeit des Hofes und der Stadt zurück. Dagegen befasste sie sich mit der Organisation der Memoria für den Verstorbenen und insbesondere mit den Planungen zur Umgestaltung der Innsbrucker Residenz. Maria Theresia kehrte zwar nicht an den Sterbeort Franz Stephans zurück, dennoch ließ sie die Innsbrucker Residenz in einen monumentalen Gedächtnisort der habsburgisch-lothringischen Dynastie umwandeln. Nach Maria Theresias Anweisungen wurde der ehemalige „Riesensaal“ 1765 in den „Familiensaal“ (Abb. 1) umgestaltet. Das Bildprogramm von Franz Anton Maulbertsch umfasst die gesamte kaiserliche Familie einschließlich der früh verstorbenen Kinder. Die Bezeichnung „Familiensaal“ wurde von Maria Theresia genutzt, hat sich jedoch gegenüber der alten Benennung „Riesensaal“, der sich schon seit dem 16. Jahrhundert an diesem Ort befand, nicht durchgesetzt. In der vorliegenden Arbeit wird die begriffliche Unterscheidung dennoch verwendet, um hervorzuheben ob jeweils die Ausstattung vor („Riesensaal“) oder nach Maria Theresias Umgestaltung („Familiensaal“) betrachtet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob die Ausstattung des Familiensaals in der Innsbrucker Hofburg geschlechterspezifische Unterschiede in der Repräsentation Maria Theresias belegt.

2 Kurzdarstellung Maria Theresia von Österreich: Dieses Kapitel beleuchtet die Biografie der Regentin, ihre Stellung innerhalb der Habsburger Dynastie und den damaligen gesellschaftlichen Kontext der "Weiberherrschaft".

3 Die Hofburg zu Innsbruck und der Riesen- / Familiensaal: Hier werden die Hintergründe der Umgestaltung der Innsbrucker Residenz nach dem Tod von Franz Stephan sowie die Funktion des Saals im höfischen Zeremoniell beschrieben.

4 Ausstattung des Familiensaals: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Beschreibung der Raumarchitektur, des Bildprogramms von Franz Anton Maulbertsch und der Anordnung der Porträts.

5 Vergleichende Gegenüberstellung der Repräsentation der Habsburger zur Identifizierung von geschlechterspezifischen Unterschieden: Die Autorin analysiert den Wandel der Legitimationsstrategien von der traditionellen Ahnengalerie hin zur Zurschaustellung der Kernfamilie unter Maria Theresia.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Fokus auf die Familie weniger auf geschlechtsspezifische Eigenheiten zurückzuführen ist, sondern als kluges politisches Instrument zur Herrschaftssicherung fungierte.

Schlüsselwörter

Maria Theresia, Habsburger, Familiensaal, Riesensaal, Hofburg Innsbruck, Geschlechterrepräsentation, Kernfamilie, Aufklärung, Legitimationsstrategie, Franz Anton Maulbertsch, Dynastie, Landesmutter, Bildpolitik, Herrschaftssicherung, höfisches Zeremoniell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die künstlerische und architektonische Umgestaltung des Riesensaals in der Innsbrucker Hofburg unter Maria Theresia und deren Bedeutung für die herrschaftliche Selbstdarstellung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die habsburgische Repräsentationskultur, den Einfluss der Aufklärung auf dynastische Darstellungen und die Rolle der Frau als Regentin im 18. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist herauszufinden, ob die veränderte Ausstattung des Familiensaals spezifisch weibliche Repräsentationsansätze von Maria Theresia belegt oder ob es sich um ein allgemeines politisches Instrument handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Analyse des Bildprogramms in Verbindung mit einer historischen Untersuchung der zeitgenössischen Legitimationsstrategien und der Auswertung existierender Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Biografie Maria Theresias, die architektonischen Gegebenheiten der Hofburg, das konkrete Bildprogramm im Familiensaal und vergleicht diese mit traditionellen Ahnengalerien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Maria Theresia, Familiensaal, Dynastie, Legitimationsstrategie und Bildpolitik zusammenfassen.

Wie unterschied sich die Ausstattung des "Familiensaals" vom ursprünglichen "Riesensaal"?

Während der Riesensaal traditionell durch Herkulestaten und Ahnengalerien die Kontinuität über Vorfahren legitimierte, stellte Maria Theresia die lebende Kernfamilie und damit die zukunftsorientierte Dynastie in den Mittelpunkt.

Welche Rolle spielten die früh verstorbenen Kinder in der Repräsentation?

Die Darstellung dieser Kinder in den Wandgemälden diente als Ausdruck der Trauerbewältigung und der christlichen Frömmigkeit, gliederte sich jedoch in das propagandistische Gesamtkonzept der fruchtbaren "Landesmutter" ein.

Wird die Rolle von Maria Theresia als Frau überbewertet?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Maria Theresia ihre mütterliche Rolle und ihre Fruchtbarkeit vor allem als strategisches Instrument zur Herrschaftssicherung und dynastischen Kontinuität nutzte.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Maria Theresia von Österreich und der Familiensaal der Hofburg zu Innsbruck
Subtitle
Belegt die Ausstattung des ehemaligen Riesensaals geschlechterspezifische Unterschiede in der Repräsentation Maria Theresias?
College
LMU Munich
Grade
1,3
Author
Lisa Marie Wolf (Author)
Publication Year
2021
Pages
19
Catalog Number
V1220514
ISBN (PDF)
9783346646545
ISBN (Book)
9783346646552
Language
German
Tags
Maria Theresia Gendered Spaces Geschlechterspezifische Unterschiede Hofburg zu Innsbruck Familiensaal Habsburg Österreich Kunstgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Marie Wolf (Author), 2021, Maria Theresia von Österreich und der Familiensaal der Hofburg zu Innsbruck, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1220514
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint