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Hass und Soldatenverbrechen

Titre: Hass und Soldatenverbrechen

Dossier / Travail , 2007 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Benyamin Bahri (Auteur)

Sociologie - Guerre et Paix, Militaire
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit zum Themenbereich „Hate Crime“ möchte ich versuchen, die sozialpsychologischen und politischen Hintergründe von Soldatenverbrechen aufzudecken. Speziell geht es mir Aspekte von Soldaten- oder Kriegsverbrechen, bei denen Hass eine tragende Rolle spielt. Ich werde versuchen anhand von verschiedenen Beispielen Gemeinsamkeiten in den Motiven zu finden, die Soldaten dazu bringen, sich z.T. über ihre Befehle hinweg, z.T. nach ihren Befehlen, an Wehrlosen gewaltsam zu vergehen. Ich denke eine solche Arbeit passt zum Themenbereich Hate Crime, da im Krieg der Hass auf den Feind, der sich im Kampf ständig entlädt, eine zentrale Rolle spielt. Dieser automatisierte, mechanische Hass bleibt auch zwischen den Kämpfen bestehen und führt leider oft genug zu Aggressionsausbrüchen gegen Unbeteiligte und Unschuldige. Die Medien sind immer wieder voll von Berichten über Massaker, Folter, Völkermord und anderen Formen von Soldatenverbrechen. Jedem ist das Phänomen des Soldatenverbrechens ein Begriff, jeder kann ein Beispiel nennen. In dieser Arbeit möchte ich nun versuchen anhand einiger Beispiele darzustellen, was Soldaten vor dem Hintergrund verschiedener Konflikte, wie dazu gebracht hat ihre angestauten Aggressionen gewalttätig, und zum Teil auf grauenhafte Weise, an Zivilisten zu entladen. Nach diesen Ausführungen werde ich dann einen Überblick über mikro- und makrogesellschaftliche Hintergründe und Motive der Taten geben. Zum Abschluss folgt ein Fazit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT

TEIL I : GRUNDLAGEN

2. HASS UND HASSVERBRECHEN

3. SOLDATENVERBRECHEN

3.1. VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT

3.2. KRIEGSVERBRECHEN

3.3. VÖLKERRECHT UND KRIEGSVÖLKERRECHT

TEIL II : VERBRECHEN

4. BEISPIELE

4.1. VERBRECHEN WÄHREND DES 2. WELTKRIEGS

4.1.1. VERBRECHEN IN POLEN 1939

4.1.2. VERBRECHEN DEUTSCHER SOLDATEN IN RUSSLAND

4.2. ALGERIENKRIEG

4.3. MASSAKER VON MY LAI

4.4. VERBRECHEN ISRAELISCHER SOLDATEN IM GAZA-STREIFEN

5. GEMEINSAMKEITEN

TEIL III: HINTERGRÜNDE

6. FEINDBILDER

TEIL IV : SCHLUSS

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozialpsychologischen und politischen Hintergründe von Soldatenverbrechen, bei denen Hass eine zentrale Rolle spielt. Das Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter historischer Konflikte Gemeinsamkeiten in den Motiven aufzuzeigen, die Soldaten dazu bewegen, außerhalb von Befehlen oder über diese hinaus gewaltsam gegen wehrlose Zivilisten vorzugehen.

  • Sozialpsychologische Ursachen von Hass und Gewalt im Krieg
  • Die Rolle von Feindbildern und sozialer Kategorisierung
  • Analyse historischer Fallbeispiele (Zweiter Weltkrieg, Algerienkrieg, Vietnamkrieg, Nahostkonflikt)
  • Mechanismen der emotionalen Abstumpfung und Autorisierung von Gewalt
  • Der Zusammenhang zwischen Kriegsrecht und der Entstehung von Soldatenverbrechen

Auszug aus dem Buch

4.4. VERBRECHEN ISRAELISCHER SOLDATEN IM GAZA-STREIFEN

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern zieht sich bisher über Jahrzehnte hin und ist von beidseitigem Hass geprägt. Israel verfügt in dem Konflikt zwischen den beiden Völkern über die militärische Dominanz. Israelische Soldaten sperren Straßen und Stadtteile, kontrollieren palästinensische Wohngebiete und gehen gewaltsam gegen militante Palästinenser vor. Besonders umstrittenes Territorium zwischen den jüdischen Israelis und den arabischen Palästinensern sind die heiligen Stätten in Jerusalem.

So kam es am 8. Oktober 1990 auf dem Gelände des Tempelbergs zu einem Massaker an einer palästinensischen Gebetsgruppe, die in eine Auseinandersetzung mit jüdischen Extremisten geraten war. Eine israelische Spezialeinheit, bestehend aus 15 Soldaten, eröffnete das Feuer zu Gunsten der Juden. Es gab 21 Tote und circa 150 Verletzte, davon 8 schwer Verletzte. Die Schießerei dauerte 35 Minuten. Anrückende Sanitätskräfte wurden ebenfalls beschossen und z.T. schwer verwundet. Sie wurden so daran gehindert, den Verletzten erste Hilfe zu leisten. Erst ungefähr sechs Stunden später konnten die Verletzten schließlich abtransportiert werden. Eine französische Nachrichtenagentur berichtet, dass der ganze Platz mit riesigen Blutlachen übersäht gewesen sei (Alawi 2002, S.293). Dieses Massaker macht das Verhältnis der israelischen Armee gegenüber den Palästinensern mehr als deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. VORWORT: Der Autor führt in das Thema ein und erläutert seine Absicht, sozialpsychologische Hintergründe von Soldatenverbrechen im Kontext von „Hate Crime“ zu beleuchten.

2. HASS UND HASSVERBRECHEN: Dieses Kapitel definiert Hass als psychologisches Phänomen und diskutiert dessen Eskalation zu Gewalt und Vorurteilsverbrechen.

3. SOLDATENVERBRECHEN: Es werden die begrifflichen Grundlagen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen sowie das Völkerrecht und Kriegsvölkerrecht dargelegt.

4. BEISPIELE: In diesem Hauptteil werden konkrete Soldatenverbrechen aus dem Zweiten Weltkrieg, dem Algerienkrieg, dem Vietnamkrieg und dem Gaza-Streifen analysiert.

5. GEMEINSAMKEITEN: Der Autor fasst die zuvor untersuchten Fälle zusammen und identifiziert zentrale Motive wie Rache, Vergeltung sowie die Rolle der Sozialisation und emotionalen Abstumpfung.

6. FEINDBILDER: Hier werden die makrogesellschaftlichen Aspekte und die Funktion von Feindbildern bei der Rechtfertigung von Feindseligkeiten untersucht.

7. FAZIT: Der Autor reflektiert über die Unvermeidbarkeit von Gewalt unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen und plädiert für eine Welt auf Basis vollkommener Gleichheit.

Schlüsselwörter

Soldatenverbrechen, Kriegsverbrechen, Hassverbrechen, Hate Crime, Feindbild, Gewalt, Zivilisten, Sozialisation, Vergeltung, Rache, Völkerrecht, Aggression, Krieg, Militär, Moral

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe von Soldatenverbrechen und analysiert, warum Soldaten in Konflikten dazu neigen, Grausamkeiten gegen wehrlose Personen zu begehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle von Hass, der Entstehung von Feindbildern, der psychologischen Abstumpfung im Krieg und der Funktion von Kriegsverbrechen als "Exempel".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die soziologischen und psychologischen Motive hinter soldatischer Gewalt zu ergründen und aufzuzeigen, wie politisch vermittelte Feindbilder diese Taten begünstigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Analyse, bei der ausgewählte historische Fallbeispiele von Soldatenverbrechen herangezogen werden, um Gemeinsamkeiten und Motivstrukturen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Verbrechen im Zweiten Weltkrieg (Polen, Russland), im Algerienkrieg, während des Vietnamkriegs und im israelisch-palästinensischen Konflikt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Soldatenverbrechen, Hassverbrechen, Feindbild, Aggression und Gewalt beschreiben.

Wie unterscheidet der Autor zwischen "legalen" Handlungen und Kriegsverbrechen?

Der Autor verweist auf das Kriegsvölkerrecht, welches Grenzen für die Kampfführung zieht, stellt jedoch fest, dass Soldaten durch das Kriegsumfeld oft autorisiert werden, Grenzen zu überschreiten.

Welche Bedeutung haben Feindbilder in der Arbeit?

Feindbilder dienen dazu, die Entmenschlichung des Gegners zu etablieren, wodurch Soldaten Hemmungen abbauen und Gewalt leichter gegen Personen ausüben können, die sie als minderwertig oder bedrohlich wahrnehmen.

Fin de l'extrait de 21 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Hass und Soldatenverbrechen
Université
University of Bremen
Cours
Hate Crime
Note
1,3
Auteur
Benyamin Bahri (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
21
N° de catalogue
V122051
ISBN (ebook)
9783640265039
ISBN (Livre)
9783640265060
Langue
allemand
mots-clé
Hass Hate-Crime Hassverbrechen Hate Crime Soldatenverbrechen Krieg Kriegsverbrechen Verbrechen gegen die Menschlichkeit Israel Algerien zweiter Weltkrieg Vietnam My Lai Massaker Verbrechen Völkermord Besatzer Polen Russland Deutschland Volksdeutsche Soziologie Sozialpsychologie
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Citation du texte
Benyamin Bahri (Auteur), 2007, Hass und Soldatenverbrechen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122051
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Extrait de  21  pages
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