Hier liegt ein Praktikumsbericht für das Fach Gestaltendes Werken auf 49 Seiten vor. Meine Erwartungen an das Fachpraktikum beziehen sich in erster Linie darauf, neue Erfahrungen in der Schulpraxis insbesondere im Fach „Gestaltendes Werken“ zu sammeln. Da ich mein erstes allgemeines Schulpraktikum an einer Realschule
absolviert habe, bin ich nun sehr daran interessiert, wie der Schulalltag an einer Grundschule verläuft. Besonders wichtig ist mir die Vorbereitung eigener
Unterrichtsplanungen sowie die Durchführung erster Unterrichtsversuche. Ich bin gespannt, wie meine ersten Unterrichtsversuche ablaufen werden und ob ich einiges von dem, was ich bis jetzt im Studium gelernt habe, auch in der Praxis umsetzen kann. Ich erhoffe mir eine gute Zusammenarbeit mit meiner Mentorin, die mich bei meiner Unterrichtsplanung und -durchführung hilfreich unterstützen und auch kritische beurteilen soll. Des Weiteren bin ich sehr neugierig darauf, wie mich die Schüler1 als Lehrperson annehmen werden und ob ich den Aufgaben einer Lehrperson überhaupt gerecht werde. Dabei stellen sich mir folgende Fragen: „Fühle ich mich innerhalb der zu unterrichtenden Klasse fachlich und sozial kompetent? Kann ich die Unterrichtsinhalte den Schülern gut vermitteln? Gelingt es mir, eine Unterrichtsatmosphäre aufzubauen, in der eine Wissensvermittlung überhaupt möglich ist? Wie stimme ich meine eigenen Vorstellungen von „gutem“ Unterricht mittels didaktischer Konzeptionen auf die Schülerbedürfnisse und Unterrichtserfordernisse ab?“. Diese Aspekte möchte ich während meines Praktikums genauer hinterfragen, um herauszufinden, ob ich den Ansprüchen einer „guten“ Lehrerin gerecht werden kann.
Inhaltsverzeichnis
Erwartungen an das Fachpraktikum
1 Die Xxxxx in W.
1.1 Praktikumsphasen, Stundenplan und Klassensituation
2 Hospitationen
2.1 Erstes Hospitationsprotokoll: Darstellung sozialer Beziehungen in der Klasse 3a
2.2 Zweites Hospitationsprotokoll mit Beobachtungsschwerpunkt
2.2.1 Theoretische Erörterung über ein lernförderliches Unterrichtsklima
2.2.2 Detaillierte Darstellung der Beobachtung und des Beobachtungsgegenstandes
2.2.3 Eigene Reflexion vor dem Hintergrund der Beobachtungsaufgabe
2.3 Drittes Hospitationsprotokoll:Schülerfallstudie
2.31 Allgemeine Angaben zum Schüler A
2.3.2 Das Verhalten des Schülers A im Unterrichtsverlauf
3.3.3 Umstände der Erhebung
3 Eigene Unterrichtsplanung
3.1 Thema der Unterrichtseinheit
3.2 Sachanalyse
3.2.1 Begriffserklärungen
3.2.2 Material und Werkzeug
3.2.3 Bearbeitung
3.3 Lernziele
3.3.1 Groblernziele
3.3.2 Feinlernziele
3.4 Klassensituation/ Lernausgangslage/ Rahmenbedingungen
3.5 Didaktische Analyse
3.6 Methodische Überlegungen
3.6.1 Die 1. Stunde der Unterrichtseinheit
3.6.2 Die 2. Stunde der Unterrichtseinheit
3.6.3 Die 3./ 4. Stunde der Unterrichtseinheit
3.6.4 Die 5. Stunde der Unterrichtseinheit
3.6.4 Die 6. Stunde der Unterrichtseinheit
3.7 Lernergebnis
4 Fazit
4.1 Tatsächlicher Unterrichtsverlauf
4.2 Reflexion der Unterrichtseinheit
4.2.1 Eigene Rolle als Lehrerin
4.2.2 Schüler
4.2.3 Unterrichtseinheit/ Thema
5 Reflexion des Fachpraktikums
5.1 Schule
5.2 Erkenntnisleitende Ausblicke auch im Hinblick auf das weitere Studium
6 Anhang
7 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit dokumentiert das Fachpraktikum der Autorin an einer Grundschule mit dem Ziel, neue Erfahrungen in der Schulpraxis zu sammeln, insbesondere im Fach "Gestaltendes Werken", und erste eigene Unterrichtsversuche sowie die Planung und Reflexion dieser zu erproben.
- Erfahrungen im schulischen Alltag einer Grundschule
- Durchführung und Planung von Unterrichtseinheiten (Gestaltendes Werken und Mathematik)
- Beobachtung und Analyse des Unterrichtsklimas
- Durchführung von Schülerfallstudien (inkl. Verhaltensbeobachtung bei ADHS-Symptomatik)
- Reflexion der eigenen Lehrerrolle und des Lehr-Lern-Prozesses
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Theoretische Erörterung über ein lernförderliches Unterrichtsklima
Ein lernförderliches Unterrichtsklima bezeichnet die Qualität der Interaktion zwischen dem Lehrer und der Schüler in der Unterrichtsstunde, sowie die Beziehung der Schüler untereinander. Das lernförderliche Unterrichtsklima wird nach der Aussage von Dreesmann durch die vielfältigen Interaktionen und unterschiedlichen Einflüsse der „Umwelt“ Schule geprägt, denn die gemeinsam erlebten Situationen stärken die Gruppendynamik. Die angenehme Atmosphäre wird durch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz, eine positive Arbeitshaltung und einen respektvollen und höflichen Umgang charakterisiert. Für die Entstehung dieser Bedingungen muss zunächst ein bestimmtes Lehrerverhalten gegeben sein, welches sich auf das didaktisch-methodische Handeln und eine bestimmte Haltung des Lehrers reduzieren lässt. Diese Erlebnisausschnitte werden zwar individuell erlebt, dennoch werden sie von allen wahrgenommen und lösen eine bestimmte Reaktion aus. Dieser Zusammenhang wird als soziales Klima einer Schulklasse bezeichnet.
Das Ziel ist letztendlich eine größere Arbeits- und Lerneffizienz in einer harmonisch funktionierenden Gruppe. Der Begriff „Klima“ wird in der Unterrichtsforschung von Withall aufgegriffen. Er bezeichnet „Klima“ als die emotionale Akzentuierung der zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Schule. Es besteht eine Verbindung zwischen dem Klima und der Berücksichtigung der gegenseitigen Bedürfnisse und Ziele der Schüler im Unterricht. Anderson bezieht sich auf Emotionen, Gefühle, Reaktionen und Belastungen der Schüler und auf die Eigenschaften der Klasse als eine soziale Gruppe. Steele, House & Kerrins definieren “Klima“ , als den von den Schülern wahrgenommenen Aspekt der charakteristischen Anforderungen im Unterricht.
Zusammenfassung der Kapitel
Erwartungen an das Fachpraktikum: Die Autorin beschreibt ihre Ziele, in der Grundschulpraxis Erfahrungen zu sammeln, eigene Unterrichtsversuche durchzuführen und den Lehrerberuf kritisch zu hinterfragen.
1 Die Xxxxx in W.: Vorstellung der Praktikumsschule unter Berücksichtigung von baulichen Gegebenheiten, Schülerschaft, Kollegium und der zeitlichen Planung der Hospitationen und Unterrichtsversuche.
2 Hospitationen: Detaillierte Protokolle zu sozialen Beziehungen in der Klasse 3a, zum lernförderlichen Unterrichtsklima in einer Mathematikstunde sowie eine Fallstudie zu einem Schüler mit diagnostiziertem ADHS.
3 Eigene Unterrichtsplanung: Umfassende didaktische und methodische Planung der Unterrichtseinheit zur Herstellung von Kleisterpapier für ein Tagebuch, inklusive Sachanalyse, Lernzielen und Verlaufsplänen.
4 Fazit: Kritische Reflexion des tatsächlichen Unterrichtsverlaufs, der eigenen Rolle als Lehrkraft, des Schülerverhaltens sowie eine Auswertung des gewählten Themas.
5 Reflexion des Fachpraktikums: Zusammenfassende Betrachtung der Erfahrungen im Kollegium und mit den Schülern sowie ein Ausblick auf die Bedeutung dieser Erfahrungen für das weitere Studium.
Schlüsselwörter
Fachpraktikum, Gestaltendes Werken, Grundschule, Unterrichtsplanung, Unterrichtsklima, Soziogramm, ADHS, Kleisterpapier, Tagebuchherstellung, Lehrereffektivität, Schülerbeobachtung, Didaktische Analyse, Schulpraxis, Lernziele, Reflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert das Fachpraktikum der Autorin an einer Grundschule, in dessen Rahmen sie Hospitationen durchführte, eigene Unterrichtseinheiten in "Gestaltendem Werken" und Mathematik plante und umsetzte sowie den Lehrerberuf reflektierte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Planung und Durchführung von Werkunterricht, die Beobachtung von Sozialstrukturen und Unterrichtsklima in einer Klasse 3a sowie der Umgang mit heterogenen Schülergruppen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist der Erwerb praktischer Erfahrungen im Schulalltag, das Anwenden didaktischer Konzeptionen und die Reflexion der eigenen Kompetenzen als angehende Lehrkraft.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin nutzt Beobachtungsprotokolle, die Erstellung einer Soziomatrix und eines Soziogramms zur Analyse sozialer Beziehungen sowie didaktische und methodische Analysen zur Unterrichtsplanung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Hospitationsberichte (inklusive einer Schülerfallstudie) und die detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der Unterrichtseinheit zur Herstellung von Kleisterpapier und Tagebüchern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Fachpraktikum, Gestaltendes Werken, Grundschule, Unterrichtsplanung, Unterrichtsklima, Soziogramm, ADHS, Kleisterpapier, Schülerbeobachtung, Reflexion.
Welche Rolle spielt die Fallstudie zu Schüler A?
Die Fallstudie beleuchtet den Umgang mit einem Schüler mit diagnostiziertem ADHS im Unterrichtsalltag und dient der Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung und Intervention bei auffälligem Verhalten.
Wie bewertet die Autorin die Bedeutung des Unterrichtsklimas?
Sie betont, dass ein positives Unterrichtsklima essenziell für die Lernleistung und das Wohlbefinden der Schüler ist und durch das Verhalten der Lehrkraft maßgeblich beeinflusst wird.
Was ist das zentrale Ergebnis der Reflexion der Unterrichtseinheit?
Die Autorin stellt fest, dass die Vorbereitung sehr zeitintensiv ist, Flexibilität im Unterrichtsverlauf entscheidend ist und Demonstration vor der Durchführung die Sicherheit der Schüler bei komplexen Aufgaben erhöhen würde.
Warum ist das Fach "Gestaltendes Werken" von besonderer Bedeutung in der Arbeit?
Es dient als praktisches Anwendungsfeld für die experimentelle Didaktik und ermöglicht es der Autorin, die Planung und Organisation von kreativen Lernprozessen eigenverantwortlich zu erproben.
- Citation du texte
- Bachelor of Arts Sabine Smidt (Auteur), 2009, Fachpraktikum Gestaltendes Werken an einer Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122100