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Widerstand gegen Friedrich Barbarossas Italienpolitik - der lombardische Städtebund

Title: Widerstand gegen Friedrich Barbarossas Italienpolitik - der lombardische Städtebund

Term Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Matthias Riesch (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich mit Friedrich Barbarossas Italienpolitik in der Zeit nach seiner Krönung zum Kaiser. Welche Ziele verfolgte er und welche Situation lag im Jahr 1154 in Italien vor, als der Kaiser seinen ersten Italienzug unternahm? Schnell wird der Interessenkonflikt deutlich werden, ahand dessen sich die Entstehung der Widerstandsbewegung durch die Kommunen Italiens erklären lässt. Hier soll untersucht werden, welchen Einfluss der Umgamg Friedrichs I. mit den Kommunen, der Reichstag von Roncaglia und die Mitschuld des Kaisers am Pastschisma dazu beigetragen haben, dass es zur Bildung der Lega Lombara, des lombardischen Städtebunds, kommt. Wie war dieser Städtebund verfasst und wie suchte er, sich auf die Konfrontation mit dem Kaiser vorzubereiten? Diesen Fragen gehe ich nach und werde dabei auch die in der gängigen deutschen Literatur weniger stark vertretene Perspektive aus Sicht der italienischen Städte darstellen. Zudem werde ich die verschiedenen Formen des Widerstands gegen die kaiserliche Herrschaft untersuchen. Im Anschluss nehme ich eine Evaluierung der Motive, die hinter den Entscheidungen Friedrichs I. stehen, in Angriff. War es in der Hauptsache die Ehre des Reichs, genannt honor imperii, die Friedrichs Handeln bestimmte oder handelte es sich mehrheitlich doch um materielle, finanzielle und machtpolitische Interessen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. ITALIENPOLITIK FRIEDRICHS I.

A. RECHTSANSPRÜCHE DES KÖNIGS GEGEN DIE DER KOMMUNEN

B. KAISERLICHE BESTREBUNGEN UND WIDERSTAND

C. VERHÄLTNIS DER KOMMUNEN UNTEREINANDER

III. ENTSTEHUNG DER WIDERSTANDSBEWEGUNG

A. DER REICHSTAG VON RONCAGLIA UND DIE FOLGEN

B. ROLLE DES PAPSTSCHISMAS

C. VORÜBERGEHENDER SIEG UND SELBSTVERSTÄNDNIS FRIEDRICHS

IV. DIE LEGA LOMBARDA

A. GRÜNDUNG UND ORGANISATIONSFORM

B. RÜSTUNG FÜR DIE KONFRONTATION

C. ÜBER DIE BEWEGGRÜNDE

V. GELD ODER EHRE? DIE BEWEGGRÜNDE BARBAROSSAS

VI. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Italienpolitik Kaiser Friedrichs I. (Barbarossa) und der Entstehung des lombardischen Städtebundes. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit das Handeln des Kaisers durch die Wahrung des honor imperii oder durch machtpolitische und finanzielle Interessen motiviert war und welche Faktoren den Widerstand der italienischen Kommunen formten.

  • Analyse der rechtsgeschichtlichen Konfliktlinien zwischen dem staufischen Herrschaftsanspruch und den Autonomiebestrebungen der italienischen Kommunen.
  • Untersuchung des Reichstages von Roncaglia als zentralem Wendepunkt der staufischen Italienpolitik.
  • Evaluation der Rolle des Papstschismas bei der Formierung der antikaiserlichen Widerstandsbewegung.
  • Darstellung der Organisationsstruktur der Lega Lombarda als militärische Allianz gegen Friedrich I.
  • Kritische Würdigung der kaiserlichen Motive zwischen ideologischem Herrschaftsanspruch und ökonomischer Ausbeutung.

Auszug aus dem Buch

A. Rechtsansprüche des Königs gegen die der Kommunen

Auf der Suche nach den Gründen, die zum Konflikt zwischen Friedrich I. und dem Lombardenbund führen, müssen zunächst die Ausgangslage und die respektiven Positionen des Königs auf der einen sowie der italienischen Kommunen auf der anderen Seite näher betrachtet werden. Ein tiefes Verständnis der Auseinandersetzung kann ohne diese Vorarbeit nicht erreicht werden, aber auch eine Analyse der Motive, die hinter dem Handeln Friedrichs I. stehen, ist ohne Kenntnis der genauen Umstände nicht denkbar.

Der Herrschaftsanspruch, den Friedrich I. in Italien geltend zu machen versuchte, basiert auf dem Recht der Eroberung und stattet den gewählten deutschen König nicht nur im Deutschen Königreich, sondern auch im regnum Italiae mit aller königlichen Gewalt und den kaiserlichen Rechten aus. Das gilt unabhängig davon, ob die Kaiserkrönung durch den Papst bereits erfolgt ist oder nicht. Anders als im übrigen Europa war in vielen italienischen Städten bereits vor der Mitte des 12. Jahrhunderts eine neue, bis dato unbekannte Form der Selbstverwaltung entstanden. Der Historiker spricht von Kommunen, die ohne einen von außerhalb installierten Bischof, der die Position des Stadtherrn ausfüllt, funktionieren und florieren. Insbesondere Mailand wuchs zu einem Zentrum von hohem Einfluß und großer Finanzkraft heran und war in dieser Periode eine der mächtigsten Städte der Welt. Doch auch in anderen Städten der Lombardei, wie Venedig, Verona und Cremona, waren die Forschritte sichtbar, die ohne die neue Ordnung unvorstellbar gewesen wären.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die Fragestellung zur Italienpolitik Friedrich Barbarossas und Skizzierung des methodischen Vorgehens unter Berücksichtigung verschiedener historischer Perspektiven.

II. ITALIENPOLITIK FRIEDRICHS I.: Analyse der rechtlichen und politischen Ausgangslage in Italien sowie der kaiserlichen Bestrebungen, die eigene Machtposition gegen die neu entstandenen Kommunen zu behaupten.

III. ENTSTEHUNG DER WIDERSTANDSBEWEGUNG: Erläuterung der Eskalation infolge des Reichstages von Roncaglia und der Auswirkungen des Papstschismas auf die Formierung der antikaiserlichen Opposition.

IV. DIE LEGA LOMBARDA: Untersuchung der Gründung, der Organisationsstruktur und der militärischen Bündnislogik des lombardischen Städtebundes im Widerstand gegen Friedrich I.

V. GELD ODER EHRE? DIE BEWEGGRÜNDE BARBAROSSAS: Kritische Abwägung zwischen dem ideellen Ziel des honor imperii und den tatsächlichen finanziellen sowie machtpolitischen Interessen des Kaisers.

VI. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Ergebnisse zur Entwicklung des Konflikts und der Gründe für das Scheitern der staufischen Versuche, eine zentralistische Ordnung in Oberitalien zu etablieren.

Schlüsselwörter

Friedrich Barbarossa, Italienpolitik, Lega Lombarda, Kommunen, Reichstag von Roncaglia, honor imperii, Mittelalter, Papstschisma, Rechtsanspruch, Staufer, Regalien, Städtebund, Reichsitalien, Autonomie, Machtpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Konfliktbeziehungen zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und den italienischen Städten, die durch seine Italienpolitik in einen intensiven Interessenkonflikt gerieten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die staufische Reichspolitik, die Autonomiebestrebungen italienischer Kommunen, den Reichstag von Roncaglia, das Papstschisma und die Bildung des lombardischen Städtebundes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der Ursachen für die Entstehung der Widerstandsbewegung sowie die kritische Analyse der Motive Friedrichs I. (Ehre vs. materielle Machtinteressen).

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Auswertung zeitgenössischer Quellen, wie der Gesta Frederici, sowie einschlägiger wissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung des Widerstandes, der Organisation der Lega Lombarda und einer detaillierten Evaluierung der kaiserlichen Beweggründe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Friedrich Barbarossa, der honor imperii, die Lega Lombarda und die mittelalterliche Kommunenbewegung.

Welche Rolle spielte der Reichstag von Roncaglia?

Dieser Reichstag war fundamental für Friedrichs Versuch, sein Herrschaftsrecht durchzusetzen, führte jedoch durch die Einschränkung städtischer Autonomie direkt zur weiteren Eskalation des Widerstands.

Wie wirkte sich das Papstschisma auf den Konflikt aus?

Durch die Partei ergreifende Haltung Alexanders III. für die Kommunen und gegen den Kaiser verschärfte das Schisma den Konflikt und legitimierte die Opposition der Städte gegen den Kaiser zusätzlich.

War die Lega Lombarda ein ökonomisches oder militärisches Bündnis?

Es handelte sich primär um ein militärisches Zweckbündnis, während die Städte in wirtschaftlichen Belangen weiterhin stark untereinander konkurrierten.

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Details

Title
Widerstand gegen Friedrich Barbarossas Italienpolitik - der lombardische Städtebund
College
University of Stuttgart  (Institut für Mittlere Geschichte)
Course
Proseminar Mittlere Geschichte "Friedrich I. Barbarossa"
Grade
2,0
Author
Matthias Riesch (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V122243
ISBN (eBook)
9783640269419
ISBN (Book)
9783640270460
Language
German
Tags
Widerstand Friedrich Barbarossas Italienpolitik Städtebund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Riesch (Author), 2008, Widerstand gegen Friedrich Barbarossas Italienpolitik - der lombardische Städtebund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122243
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