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Präferenzen von Regierungsparteien feststellen und ihre Umsetzung messen

Title: Präferenzen von Regierungsparteien feststellen und ihre Umsetzung messen

Seminar Paper , 2001 , 35 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Wolfgang Sender (Author)

Politics - Methods, Research
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Wie fragt man wissenschaftlich nach der Performanz einer Regierung, wie kann man den Wählern ein verlässliches Instrument an die Hand geben, mit der sie beurteilen können, ob ihre Interessen vertreten wurden?

Bei einer Performanz-Untersuchung wird geprüft, was politisch erreicht werden sollte und was erreicht werden konnte. Eine Performanz-Untersuchung ist eine Bilanz, die nach wissenschaftlichen Kriterien von außen gezogen wird.

Doch sind diese wissenschaftlichen Kriterien diskutabel. Sie werden keineswegs allgemein einheitlich angewendet. Es wird dabei oftmals zum Beispiel versucht, Parteien in ein Links-Rechts-Schema zu pressen und ihnen bestimmte Präferenzen ex ante zuzuschreiben. Auch wenn es Belege für ein existierendes Rechts-Links-Schema gibt: Für die Messung der Performanz ist diese Vordefinition nicht notwendig.

Wie die Performanz von Regierungen ohne die Verwendung eines Links-Rechts-Schemas wissenschaftlich gemessen werden kann, wird in dieser Arbeit untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Ziel dieser Arbeit

2 Performanz

3 Präferenzen

3.1 Zum Begriff

3.2 Unterscheidung Input-Präferenzen und Output-Präferenzen

3.3 Unterscheidung Parteipräferenzen und Themenpräferenzen

4. Performanz-Analysen

4.1 Zielsetzung von Performanz-Analysen

4.2 Methoden zur Performanz-Messung

4.3 Probleme der bisherigen Methoden

5 Der Ansatz von KLINGEMANN/HOFFERBERT/BUDGE

5.1 Zielsetzung

5.2 Methode

5.3 Nachteile dieser Methode für die Input-Output-Analyse

6 Die prozessuale Messung von Performanz

6.1 Zielsetzung

6.2 Untersuchungsmethode

6.3 Datenbasis

6.4 Vorteile dieser Methode

6.5 Nachteile der Methode

7 Zur Umsetzung dieses Konzepts

7.1 Umsetzung in Deutschland

7.2 Umsetzung international

8 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit entwickelt ein prozessuales Konzept zur Messung der politischen Performanz von Regierungen, das auf der kontinuierlichen Analyse medial vermittelter Input-Präferenzen basiert, anstatt auf statische Wahlprogramme oder Links-Rechts-Schemata zurückzugreifen.

  • Messung der Dynamik von Input- und Output-Präferenzen
  • Kritik an klassischen statischen Performanz-Analysen
  • Einsatz der Medieninhaltsanalyse als zentrales Instrument
  • Berücksichtigung reflexiver Anpassungsprozesse von Regierungsparteien

Auszug aus dem Buch

6.2 Untersuchungsmethode

Um nun die Input-Präferenzen der einzelnen Zielgruppe(n) - und die Evaluierung der Output-Präferenzen der Regierungen durch diese Zielgruppen - im Prozess zu identifizieren und zu differenzieren, wäre es hier einerseits möglich, wie bei WEßELS Umfragen zu erheben, beispielsweise unter der Bevölkerung, oder Teilgruppen (Parteianhänger, Experten).

Eine solche Methode hat aber das Problem, dass die Daten in kurzen zeitlichen Abständen wiederkehrend repräsentativ erhoben werden müssten, da hier ein prozessuales Verständnis zugrunde liegt.

Empiriker sind immer auf Daten angewiesen, die nicht nur höchstmöglich valide sein sollen, sondern zudem den meist beschränkten Ressourcen des Wissenschaftsbetriebs entsprechen sollen – ein Widerspruch, der auf den ersten Blick nur schwer lösbar ist. Performanz-Analysen größeren Umfangs sind offenbar nur gelegentlich durchführbar und bedürfen finanzkräftiger Partner.

Es kann angenommen werden, dass eine derartige internationale Befragung praktisch nicht möglich ist. Leichter und eher dem Ziel entsprechend kann man dagegen eine andere Erhebungsart anwenden: Die Methode der qualitativen und kontinuierlichen Medieninhaltsanalyse. Ausgangspunkt dieser Überlegung ist die Annahme, dass Medien Träger des inhaltlichen Diskurses aller am politischen Prozess beteiligten Akteure und Agenten sind und als erscheinungsfrequentes Referenzmedium und Reflexionsmedium dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Das Kapitel führt in die Problematik der Performanzmessung von Regierungen ein und hinterfragt die Tauglichkeit von klassischen, statischen Ansätzen zur Interessenvertretung.

1 Ziel dieser Arbeit: Es wird die Forschungsfrage dargelegt, wie die prozessuale Anpassung von Regierungen an medial vermittelte Input-Präferenzen ohne ex-ante Kategorisierungen gemessen werden kann.

2 Performanz: Hier wird der Begriff der Performanz als Konsequenz definiert, mit der Regierungen Wählererwartungen in politisches Handeln umsetzen.

3 Präferenzen: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Arten von Präferenzen (Input/Output, Partei/Themen) und erläutert deren Rolle im rationalen Handeln von Wählern.

4. Performanz-Analysen: Es werden bestehende theoretische Ansätze zur Messung politischer Leistung vorgestellt sowie deren methodische Limitationen aufgezeigt.

5 Der Ansatz von KLINGEMANN/HOFFERBERT/BUDGE: Dieses Kapitel kritisiert den klassischen methodischen Ansatz der Autoren, übernimmt jedoch wertvolle Ansätze für die Konzeption einer neuen, reflexiven Messung.

6 Die prozessuale Messung von Performanz: Der Kern der Arbeit präsentiert ein neues Modell, das auf kontinuierlicher Medieninhaltsanalyse basiert, um die dynamische Interaktion zwischen Wählererwartungen und Regierungshandeln zu erfassen.

7 Zur Umsetzung dieses Konzepts: Es wird skizziert, wie das Modell anhand deutscher Daten empirisch getestet und perspektivisch auf internationale Vergleiche ausgeweitet werden kann.

8 Schlussbemerkungen: Das Kapitel resümiert, dass das vorgestellte Konzept als Grundlage für vertiefte, empirische Studien zur Performanzmessung dient.

Schlüsselwörter

Performanz, Präferenzen, Regierungshandeln, Medieninhaltsanalyse, Input-Output-Modell, Klientelinteressen, Politische Kommunikation, Demokratische Spielregeln, Politikprozess, Wählererwartungen, Politische Steuerung, Konzeptpapier, Reflexivität, Politische Leistung, Wahlprogramme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Messung der Regierungsleistung (Performanz) in modernen westlichen Demokratien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Wählererwartungen (Input) und politischem Handeln (Output) sowie deren dynamische Veränderung im zeitlichen Verlauf einer Legislaturperiode.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung eines prozessualen Messmodells, das ohne statische Vorannahmen wie Links-Rechts-Schemata auskommt und stattdessen mediale Diskurse nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit schlägt die qualitative und kontinuierliche Medieninhaltsanalyse als primäres Instrument zur Datenerhebung und Performanzmessung vor.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert bestehende Methoden, deren Schwachstellen (insbesondere bei der statischen Fixierung auf Wahlprogramme) und leitet daraus ein reflexives, auf aktueller Berichterstattung basierendes Messkonzept ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Performanz, Input-Output-Präferenzen, Medieninhaltsanalyse und der Fokus auf die tatsächliche Umsetzung von Klientelinteressen.

Warum hält der Autor herkömmliche Wahlprogramm-Analysen für problematisch?

Wahlprogramme werden oft als zu statisch kritisiert, da sie die Dynamik politischer Ereignisse und die notwendigen, situativen Anpassungen einer Regierung während der Legislaturperiode nicht abbilden.

Wie trägt die Medieninhaltsanalyse zur Lösung bei?

Durch die kontinuierliche Analyse medialer Diskurse können tagesaktuelle Erwartungen und deren Behandlung durch die Regierung nahezu in Echtzeit nachvollzogen werden, was die methodische Starrheit traditioneller Ansätze überwindet.

Welche Rolle spielt der "Medien Tenor" für die Umsetzung?

Der Medien Tenor wird als zentrale Datenquelle identifiziert, da er bereits über wissenschaftlich validierte und für Forscher zugängliche Datensätze zur Medienberichterstattung verfügt.

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Details

Title
Präferenzen von Regierungsparteien feststellen und ihre Umsetzung messen
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
Seminar Politik, Politische Ökonomie und Globalisierung
Grade
2,0
Author
Wolfgang Sender (Author)
Publication Year
2001
Pages
35
Catalog Number
V122460
ISBN (eBook)
9783668075948
Language
German
Tags
präferenzen regierungsparteien umsetzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wolfgang Sender (Author), 2001, Präferenzen von Regierungsparteien feststellen und ihre Umsetzung messen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122460
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