Das Ziel der Institution Gesundheits- und Krankenpflegeschule sowie der Institution
Krankenhaus ist nach wie vor über gut ausgebildetes Personal, besonders über gut
ausgebildete Pflegekräfte zu verfügen, damit die Pflegeempfängerinnen und Pflegeempfänger
qualitativ hochwertig sowie nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen
gepflegt und gefördert werden können. Das beinhaltet zweifelsohne eine gute
Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und –schüler. Daher sind
die Anforderungen an die Lernenden sehr hoch; sie müssen breit und gut ausgebildet
werden, um den beruflichen Anforderungen gerecht zu werden. Infolgedessen sollten sie
spätestens am Ende ihrer Ausbildung über ein großes Wissen verfügen und das bedeutet,
dass das Wissen erst einmal erworben werden muss. Dementsprechend erscheint es
unabdinglich, dass während der Ausbildung viel gelernt werden muss. Die Frage ist nun,
ob alle Schülerinnen und Schüler selbstständig und ohne Hilfe von Lehrenden diese
hohen Lernanforderungen bewältigen können. Durch eigene berufliche Erfahrungen als
Pflegepädagogin kann ich dies nicht bestätigen. Gerade in der Gesundheits- und
Krankenpflegeschule, die nach dem neuen Gesundheits- und Krankenpflegegesetz die
Gesamtverantwortung der Ausbildung trägt (vgl. Klie et al 2007, 372) zeigen sich individualisierte
Bildungs- und Unterstützungsbedarfe der Schülerinnen und der Schüler. Auf
diese Unterstützungsbedarfe sollte die Schule reagieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einleitende Worte
1.2 Begründung der Themenwahl und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Literaturlage dieser Thematik
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Hauptteil
2.1 Begründungsrahmen:
2.1.1 Anlass/ Problembeschreibung:
2.1.2 Bedarfe und Ziele einer Lernerberatungskonzeption
2.2 Theoretische Verankerung
2.2.1 Analyse der Literatur aus Forschung und Wissenschaft
2.2.2 Begriffe und Definitionen
2.3 Ziele des Konzeptes
2.3.1 Zielgruppen der Lernerberatung
2.3.2 Abgrenzung zu Unterricht und anderen Beratungsformen
2.4 Bedingungsfaktoren, Phasen und Gestaltung einer Lernerberatung
2.4.1 Bedingungsfaktoren von Lernerberatung
2.4.2 Phasen der Lernerberatung
2.4.3 Instrument für die Lernerberatung
2.4.4 Gestaltung einer Gesprächssituation
2.5 Rahmenbedingungen zur Umsetzung
2.5.1 Veränderung für die Institution Schule
2.5.2 Veränderungen für die Lehrkräfte
2.6 Schriftliche Niederlegung des Konzepts
3. Schlussbetrachtung
3.1 Fazit/ Zusammenfassung
3.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer Konzeption zur Lernerberatung an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen. Angesichts steigender Anforderungen an das Fachpersonal und der notwendigen Selbststeuerung der Lernenden in einer komplexen Berufswelt soll untersucht werden, wie Lehrkräfte durch strukturierte Beratung Lernprozesse optimieren, Lernschwierigkeiten mindern und die Kompetenzentwicklung der Auszubildenden gezielt fördern können.
- Bedarfsanalyse für Lernerberatung in der Pflegeausbildung
- Theoretische Fundierung und Abgrenzung von anderen Beratungsformen
- Einsatz von Diagnostik-Instrumenten wie dem Kurz-FELTE
- Phasenmodell und Gestaltung des Beratungsprozesses
- Institutionelle Rahmenbedingungen und Anforderungen an Lehrkräfte
Auszug aus dem Buch
2.4.3 Instrument für die Lernerberatung
Es ist meiner Meinung nach sinnvoll, mit der Beratung des Lernens nicht gleich loszulegen und nach der eigenen Intuition einzuschätzen und zu gestalten. Das Projekt LeKo entwickelte mit Blick auf die Lernpraxis ein Instrument, welches sehr übersichtlich gestaltet und leicht auswertbar ist. Dieses Instrument nennt sich „Kurz-FELTE“ (Fragebogen zur Erfassung von Lerntypen und Lerneigenschaften), ist eine Kurzversion des Fragebogens, besteht aus drei Seiten und erfasst die für einen erfolgreichen Lernprozess wichtige Eigenschaften und Einstellungen von Lernenden.
Zum einen wären dass die metakognitiven Arbeitsweisen (vgl. Hohenstein 2007, 161). Diese Dimension erfasst, in wieweit der Lernende metakognitive Denkprozesse beim Lernen einsetzt, die für die selbstgesteuerten Lernprozesse unverzichtbar sind (vgl. Hohenstein 2007, 161; Siebert 2001, 108). Zum anderen gibt es über die Haltungen bezogen auf das eigene Lernen preis. Darin abgedeckt sind dann die Ziele der Lernenden sowie die Zuversicht und die Skepsis im Hinblick auf das Lernen.
Des Weiteren deckt der Kurz-FELTE die Motive und die Erwartungshaltungen des Lernens auf. Hierbei steht der praktische Verwendungszweck des Lernens im Vordergrund (vgl. Hohenstein 2007, 162). Als weiterer Aspekt beinhaltet der Fragebogen das soziale Lernverhalten der Lernenden: „Lernende unterscheiden sich außerdem darin, ob sie ihrem eigenen Befinden nach besser alleine oder in der Gruppe lernen können. Zusätzlich wird daher noch der Lernstil erfragt, das heißt, ob jemand bevorzugt alleine oder in der Gruppe lernt.“ (Hohenstein 2007, 163)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den gesellschaftlichen Wandel und die steigenden Anforderungen in der Pflegeausbildung, die eine stärkere Unterstützung der Auszubildenden beim selbstgesteuerten Lernen notwendig machen.
2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert die theoretischen Grundlagen, die Ziele und die methodische Gestaltung der Lernerberatung, einschließlich der Nutzung spezifischer Instrumente zur Diagnose von Lerneigenschaften und der notwendigen institutionellen Veränderungen.
3. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Relevanz der Lernerberatung zur Unterstützung der Pflegeauszubildenden und unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Implementierung und Evaluation durch die Schulen.
Schlüsselwörter
Lernerberatung, Gesundheits- und Krankenpflege, selbstgesteuertes Lernen, Kurz-FELTE, Lernkompetenz, Ausbildungsberatung, Lernstrategien, Lernprozess, pädagogische Unterstützung, Berufspädagogik, Lerndiagnose, Lernförderung, Kompetenzentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Konzeption einer Lernerberatung für den Kontext von Gesundheits- und Krankenpflegeschulen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Bedarfsanalyse, theoretische Verankerung, methodische Umsetzung und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Beratungsarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein praktikables Konzept zu erstellen, das Lehrenden als Sicherheit dient und Lernerberatung als festen Bestandteil der Schul- und Kursorganisation etabliert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturrecherche und stützt sich auf etablierte pädagogische Konzepte und Forschungsergebnisse zur Lernberatung, insbesondere das Projekt LeKo.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Begründungsrahmen, theoretische Verankerung, Zielsetzung, methodische Phasen, Instrumentierung sowie notwendige Rahmenbedingungen für Schule und Lehrkräfte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Lernerberatung, selbstgesteuertes Lernen, Kompetenzentwicklung, Lernberatung in der Pflege und Lernstrategien.
Welche Funktion hat der Fragebogen "Kurz-FELTE" in diesem Konzept?
Der Kurz-FELTE dient als diagnostisches Instrument, um Lerntypen und Lerneigenschaften zu erfassen und eine solide Gesprächsgrundlage für die individuelle Beratung zu schaffen.
Warum ist die Freiwilligkeit bei der Lernerberatung so wichtig?
Die Freiwilligkeit ist entscheidend, da Lernerberatung auf dem Wunsch des Lernenden nach Unterstützung und Optimierung basiert und eine vertrauensvolle, geschützte Lernatmosphäre voraussetzt.
- Quote paper
- Bachelor of Arts in Pflegepädagogik Christine Thiel (Author), 2009, Konzeption einer Lernerberatung in Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122469