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Der europäische Einigungsprozess unter Gesichtspunkten des Funktionalismus

Titre: Der europäische Einigungsprozess unter Gesichtspunkten des Funktionalismus

Dossier / Travail , 2008 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sarah Peter (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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In der Hausarbeit wird geprüft, ob die Theorie des Funktionalismus den Integrationsprozess der EU erklären kann.
Es werden wichtige Eckpunkte des Einigungsprozesses der EU dargestellt und die theoretischen Grundzüge des Funktionalismus erläutert.
Als ein Beispiel wird die Wirtschafts- und Währungsunion näher durchleuchtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichtliche und theoretische Grundlagen

2.1 Begriffserklärung

2.1.1 Integrationstheorie

2.1.2 Funktionalismus

2.2 Die europäische Integration

2.2.1 Wichtige Daten des europäischen Einigungsprozesses

2.2.2 Motive für den europäischen Einigungsprozess

3 Lässt sich der Integrationsprozess der Europäischen Union mit dem Funktionalismus erklären?

3.1 Beispiele für und gegen einen funktionalistischen Ansatz in dem Integrationsprozess der EU

3.2 Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion unter Gesichtspunkten des Funktionalismus

4 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Theorie des Funktionalismus den europäischen Integrationsprozess erklären kann und ob sich diese theoretische Perspektive auf die heutige Europäische Union anwenden lässt.

  • Grundlagen und Definitionen von Integrationstheorien
  • Der theoretische Kern des Funktionalismus nach David Mitrany
  • Historische Meilensteine des europäischen Einigungsprozesses
  • Zentrale Motive und Triebkräfte der europäischen Integration
  • Kritische Analyse der Wirtschafts- und Währungsunion aus funktionalistischer Sicht

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Funktionalismus

Die Wurzel des Funktionalismus liegt in der Arbeit von David Mitrany „A Working Peace System“ (1943).

„Im Kern befasst sich die Integrationstheorie des Funktionalismus mit den Fragen, weshalb es zur Integration kommt und welches die Kräfte sind, die die Vertiefung (und Erweiterung) vorantreiben beziehungsweise sie behindern.“

„Mitrany geht davon aus, dass modernen Industriegesellschaften nur zusammenwachsen können, wenn zunächst einzelne Funktionsbereiche (wie Verkehr, Kohle oder Stahl) verschmelzen würden. Allmählich werde sich dann ein Netzwerk internationaler, funktionsspezifischer Organisationen herausbilden, deren Leistungen von den Bevölkerungen immer mehr anerkannt würden. Diese Form der Kooperation werde dann auch auf andere Bereiche überspringen und letztlich zu einer Erosion des Nationalstaates führen. Der Integrationsansatz des Funktionalismus lässt sich daher mit der Formel ,form follows function´ zusammenfassen: Die Erfüllung funktionsspezifischer Aufgaben benötigt institutionalisierte Formen der Kooperation.“

Weiter gibt es zwei Prinzipien, die dem Funktionalismus zu Grunde liegen: Zum einen das „Subsidiaritätsprinzip“, welches besagt, dass die übergeordnete Administrationsebene (z.B. die EG-Kommission) nur jene Aufgabe an sich ziehen sollte, die die unteren Administrationsebenen nicht hinreichend bewältigen können.

Das andere Prinzip kann man als „Oberkommando-Prinzip“ bezeichnen. Mitrany fordert, dass administrative Entscheidungsautoritäten an spezifische administrative Aktivitäten gebunden werden, nicht an spezifische Gebietskörperschaften. Dies würde bedeuten, dass einzelne Staaten ihre Souveränität zu Gunsten einer größeren Gemeinschaft aufgeben sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die Anwendbarkeit des Funktionalismus auf die europäische Integration zu prüfen.

2 Geschichtliche und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffe der Integrationstheorie und den funktionalistischen Ansatz sowie wichtige historische Eckdaten des Einigungsprozesses.

3 Lässt sich der Integrationsprozess der Europäischen Union mit dem Funktionalismus erklären?: Der Hauptteil analysiert, ob funktionalistische Erklärungsmodelle auf konkrete EU-Prozesse wie die Wirtschafts- und Währungsunion übertragbar sind.

4 Schlusswort: Das Fazit bestätigt, dass der Integrationsprozess der EU nicht vollständig durch den Funktionalismus erklärbar ist und eine umfassendere Theoriebildung erfordert.

Schlüsselwörter

Funktionalismus, Europäische Integration, Integrationstheorie, David Mitrany, Spill-over-Effect, Wirtschafts- und Währungsunion, Europäische Union, Supranationalität, Low Politics, High Politics, Friedenssicherung, Europäische Gemeinschaft, Institutionen, Europäische Politik, Politikwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den europäischen Einigungsprozess und prüft kritisch, inwieweit die Theorie des Funktionalismus dazu geeignet ist, diesen komplexen Prozess zu erklären.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Funktionalismus, die historische Entwicklung der EU-Integration sowie die Analyse spezifischer Projekte wie der Wirtschafts- und Währungsunion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Funktionalismus den Integrationsprozess der Europäischen Union hinreichend begründen und erklären kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Ansätze mit historischen Fakten und aktuellen Integrationsbeispielen vergleicht.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft?

Im Hauptteil wird anhand der Wirtschafts- und Währungsunion illustriert, wie funktionalistische Hypothesen wie der „Spill-over-Effekt“ in der Realität auftreten und wo ihre Grenzen liegen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Schlüsselbegriffen zählen Funktionalismus, Integrationstheorie, Spill-over-Effekt, Supranationalität und die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion.

Wie unterscheidet der Funktionalismus zwischen verschiedenen Politikbereichen?

Der Funktionalismus priorisiert „Low Politics“ (z.B. wohlfahrtspolitische oder technische Bereiche) gegenüber „High Politics“, da diese besser für eine funktionale Integration geeignet seien.

Warum hält der Funktionalismus die Wirtschafts- und Währungsunion für ein geeignetes Beispiel?

Da der Antrieb für die Währungsunion aus bereits angrenzenden wirtschaftlichen Politikfeldern stammte, was dem funktionalistischen Verständnis von Spill-over-Effekten zwischen Sektoren entspricht.

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Résumé des informations

Titre
Der europäische Einigungsprozess unter Gesichtspunkten des Funktionalismus
Université
University of Koblenz-Landau
Cours
Vorlesung: Theorien internationaler Politik
Note
1,0
Auteur
Sarah Peter (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
23
N° de catalogue
V122509
ISBN (ebook)
9783640264209
Langue
allemand
mots-clé
Einigungsprozess Gesichtspunkten Funktionalismus Vorlesung Theorien Politik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Peter (Auteur), 2008, Der europäische Einigungsprozess unter Gesichtspunkten des Funktionalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122509
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