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Die Diskussion um die neue internationale Finanzarchitektur

Titre: Die Diskussion um die neue internationale Finanzarchitektur

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Florian Wassenberg (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mit den Jahren wurden immer wieder Rufe nach einer Reform der aktuellen
internationalen Finanzarchitektur laut. Die Diskussion darüber, wie die neue internationale Finanzarchitektur gestaltet werden sollte,
bringt seither eine Vielzahl an Vorschlägen und Reformansätzen ins Gespräch. Ziel der
Diskussion ist es, Maßnahmen und Reformen zur Verbesserung der globalen Finanzstrukturen
zu entwickeln. Dazu gehört auch ein effektiver und effizienter Umgang mit den spürbaren
Folgen einer Krise für die Volkswirtschaft.
In dieser Arbeit soll nun ein Überblick über die Diskussion zur neuen internationalen
Finanzarchitektur gegeben werden. Der Fokus liegt auf ausgewählten Ansätzen, wie sie z.Z.
in Wirtschaft und Politik diskutiert werden. Gleichsam außer Acht gelassen werden solche
Vorschläge, die als nicht umsetzbar oder zielinkongruent betrachtet werden können. Hierzu
sei als Beispiel die Errichtung einer Weltzentralbank zu erwähnen. In Kapitel zwei werden
zunächst die ordnungspolitischen Zielsetzungen einer weitgreifenden Reform der
internationalen Finanzarchitektur dargestellt. Unter Berücksichtigung der Problematik des
Konzeptes der Impossible Trinity wird erläutert, warum Schwierigkeiten bei der Anwendung
dieser Reformen auftreten können und warum der Reformprozess trotz Bemühens aller
Beteiligten und einer intensiven Debatte bislang nur unzureichende Fortschritte macht. Die
Kapitel drei und vier geben einem Überblick über die bereits erwähnten Reformansätze,
wobei zwischen makroökonomischen und mikroökonomischen Ansätzen getrennt wird.
Als makroökonomische Reformansätze werden Wechselkurszielzonen zwischen den drei
wesentlichen globalen Leitwährungen US-Dollar, Euro und Yen aufgeführt, eine
Einschränkung des ungehinderten Kapitalverkehrs, z.B. mit sog. Tobin-Steuer vorgeschlagen
und die Umstrukturierung des IWF sowie des privaten Kreditsektors, dem sog. Bail-In
angesprochen. Auf mikroökonomischer Ebene werden Ansätze zur Reform der
Finanzmarktregulierung, z.B. durch die Einrichtung einer globalen Aufsichtsbehörde, die
Entwicklung zuverlässiger Frühwarnsysteme für Krisen und die Verbesserung der
Transparenz der globalen Finanzverflechtungen behandelt. Zu den jeweiligen Ansätzen wird
eine Analyse der Vor- und Nachteile und der Umsetzbarkeit in Hinblick auf das Konzept der
Impossible Trinity durchgeführt. Abschließend werden alle gewonnenen Erkenntnisse in
Kapitel fünf zusammengefasst und eine Handlungsempfehlung formuliert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ordnungspolitische Zielsetzungen und das Problem der Impossible Trinity

3 Makroökonomische Ansätze zur Reform der internationalen Finanzarchitektur

3.1 Wechselkurszielzonen

3.2 Einschränkung des ungehinderten Kapitalverkehrs

3.3 Umstrukturierung des Internationalen Währungsfond (IWF)

3.4 Der private Kreditsektor

4 Mikroökonomische Ansätze zur Reform der internationalen Finanzarchitektur

4.1 Der Grundsatz der Transparenz

4.2 Finanzmarktregulierung

4.3 Frühwarnsysteme

5 Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die aktuelle wissenschaftliche und politische Diskussion zur Reform der internationalen Finanzarchitektur, wobei der Fokus auf aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging Markets) liegt und die Umsetzbarkeit einzelner Ansätze unter Berücksichtigung des Konzeptes der „Impossible Trinity“ analysiert wird.

  • Ordnungspolitische Rahmenbedingungen und das Trilemma der internationalen Makroökonomie.
  • Makroökonomische Reformansätze (Wechselkursregime, Kapitalverkehrskontrollen, IWF-Umstrukturierung).
  • Mikroökonomische Ansätze zur Steigerung der Markteffizienz durch Transparenz und Regulierung.
  • Analyse von Instrumenten wie Frühwarnsystemen zur Krisenprävention.
  • Kritische Würdigung der Rolle internationaler Institutionen wie des IWF.

Auszug aus dem Buch

3.2 Einschränkung des ungehinderten Kapitalverkehrs

Ein ungehinderter Kapitalverkehr birgt viele Vorteile in sich und ist eng verknüpft mit einer globalen Marktöffnung. Gerade für aufstrebende Volkswirtschaften bedeutet dies, dass auch ausländisches Kapital uneingeschränkt im Inland investiert werden kann. Der positive wirtschaftliche Effekt von steigenden Investitionen ist unbestreitbar. Auf der anderen Seite bedeutet das aber auch, dass inländische Banken uneingeschränkt Geld bei ausländischen Banken leihen und im Inland wieder verleihen können. Seit der Asienkrise sehen wir diesen Umstand allerdings nicht mehr nur als positiv an. Ein anderer Punkt ist, dass private und institutionelle Anleger so ihre Portfolios international diversifizieren können. Dadurch besteht aber auch die Gefahr der Zunahme stark volatiler Kapitalflüsse auch durch Spekulationsgeschäfte, welche eine destabilisierende Wirkung auf den inländischen Finanzmarkt haben können.

Kapitalverkehrskontrollen sollen nun beispielsweise die Anreize für spekulative Angriffe auf Währungen einschränken. Zunächst soll an einem Beispiel verdeutlicht werden, wie Kapitalimporte dadurch kontrolliert werden können, dass kurzfristige Kapitalflüsse zeitweise besteuert werden, wie es in Chile der Fall ist. So werden langfristige ausländische Investitionen uneingeschränkt zugelassen, während kurzfristige Kapitalimporte an Vorteil verlieren. Zu Beginn der 1990er Jahre sah sich Chile massiven Kapitalimporten ausgesetzt, die einen Inflationsdruck auf die Währung ausübten. Diesem galt es entgegenzuwirken indem die Kapitalimporte besteuert wurden. Die Besteuerung verläuft in diesem Fall indirekt. Ausländische Kapitalgeber müssen etwa 20 bis 30 Prozent des Investments für die Dauer von einem Jahr zinslos bei der chilenischen Zentralbank hinterlegen. Nach Ablauf des Jahres erhält der Kapitalgeber die hinterlegt Summe zurück. Geschieht der Abzug dieses Kapitals vor Ablauf der Frist, ist seitens des Kapitalimporteurs eine zuvor vertraglich festgelegte Abgabe zu leisten. Kapitalimportkontrollen stellen eine geeignete Maßnahme zur Krisenprävention dar, indem sie die massive Aufnahme von kurzfristigen Auslandsverbindlichkeiten zu beschränken versuchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Krisenhistorie und Definition des Untersuchungsgegenstands sowie der methodischen Vorgehensweise.

2 Ordnungspolitische Zielsetzungen und das Problem der Impossible Trinity: Erläuterung des ökonomischen Trilemmas und dessen Bedeutung für die Reformfähigkeit nationaler Politik.

3 Makroökonomische Ansätze zur Reform der internationalen Finanzarchitektur: Analyse globaler makroökonomischer Strategien wie Wechselkurszielzonen, Kapitalverkehrskontrollen und die Neuausrichtung des IWF sowie des privaten Kreditsektors.

4 Mikroökonomische Ansätze zur Reform der internationalen Finanzarchitektur: Untersuchung anreizbasierter Reformen zur Verbesserung der Transparenz, Finanzmarktregulierung und Krisenfrühwarnung.

5 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Synthese der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen zur Stärkung nationaler Institutionen.

Schlüsselwörter

Internationale Finanzarchitektur, Impossible Trinity, IWF, Währungskrisen, Kapitalverkehrskontrollen, Tobin-Steuer, Bail-In, Finanzmarktregulierung, Emerging Markets, Markteffizienz, Moral Hazard, Frühwarnsysteme, Weltfinanzsystem, Wechselkursregime, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen Reform des internationalen Finanzsystems, um künftige Wirtschafts- und Währungskrisen, insbesondere in aufstrebenden Volkswirtschaften, zu verhindern oder abzumildern.

Welches zentrale theoretische Konzept wird zur Analyse genutzt?

Das Konzept der „Impossible Trinity“ (unmögliche Dreiheit) dient als zentraler Analyserahmen, um die Konflikte zwischen geldpolitischer Autonomie, freiem Kapitalverkehr und stabilen Wechselkursen aufzuzeigen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, verschiedene makro- und mikroökonomische Reformansätze zu identifizieren und kritisch auf ihre Umsetzbarkeit und Zielkongruenz hin zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die aktuelle ökonomische Reformvorschläge ordnet, analysiert und einer kritischen Bewertung unterzieht.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine makroökonomische Betrachtung (Wechselkurse, IWF, Kapitalverkehr) und eine mikroökonomische Betrachtung (Regulierung, Transparenz, Frühwarnsysteme).

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Publikation?

Zentrale Begriffe sind neben der internationalen Finanzarchitektur vor allem das Trilemma der Impossible Trinity, der IWF als Institution sowie Ansätze zur Krisenprävention und -bewältigung.

Warum wird der IWF in der Arbeit so kritisch betrachtet?

Der IWF wird für seine Krisenmanagement-Politik und die damit verbundene Moral-Hazard-Problematik kritisiert, da seine Notstandskredite teilweise falsche Anreize für private Gläubiger setzen könnten.

Was versteht man unter dem in der Arbeit genannten „Bail-In“-Konzept?

Hierbei handelt es sich um Ansätze, private Gläubiger aktiv an den Kosten einer Finanzkrise zu beteiligen, statt sie durch staatliche oder institutionelle Rettungsschirme vollständig vor Verlusten zu schützen.

Welche Rolle spielen Frühwarnsysteme laut der Arbeit?

Sie dienen der frühzeitigen Identifikation wirtschaftlicher Instabilitäten, stehen jedoch vor dem Problem, dass sie aufgrund der Heterogenität der Länder schwer standardisierbar sind und das Phänomen der sich selbst erfüllenden Prophezeiungen auslösen können.

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Résumé des informations

Titre
Die Diskussion um die neue internationale Finanzarchitektur
Université
University of Duisburg-Essen  (Lehrstuhl für Monetäre Ökonomik und Internationale Kapitalmärkte)
Cours
Geld und Währung
Note
1,7
Auteur
Florian Wassenberg (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
20
N° de catalogue
V122571
ISBN (ebook)
9783640279098
ISBN (Livre)
9783640282975
Langue
allemand
mots-clé
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Citation du texte
Florian Wassenberg (Auteur), 2009, Die Diskussion um die neue internationale Finanzarchitektur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122571
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Extrait de  20  pages
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