Sprechen, Hören, Verstehen prägen einen Menschen von seiner Geburt bis zu seinem Ableben. Keine Begegnung kann ohne Kommunikation stattfinden und keine Begegnung wird einen Menschen nicht beeinflussen. Menschen müssen kommunizieren, sich austauschen und erwarten eine respektvolle Unterhaltung. Der „Bettler“ muss wissen was er sagen kann, um Geld zu bekommen genauso wie der Manager wissen muss was er sagt, um seine Mitarbeiter zu besserer Arbeit zu motivieren. Vor allem in Situationen wenn eine Person etwas von einer anderen möchte, wird eine höfliche und respektvolle Kommunikation erwartet. Die Möglichkeit eine respektvolle Kommunikation zu erlernen und ihre Bedeutung für andere wahrzunehmen haben viele Kinder und Jugendliche nicht mehr. An dieser Stelle setzt die erlebnispädagogische Methode City Bound an.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. City-Spirits e.V. - die Institution
3. Fallbeispiel
4. CITY BOUND
4.1 Eine erlebnispädagogische Methode im Sozialraum Stadt
4.2 Die Herausforderung eines Kurses
5. Kommunikation nach Paul Watzlawick
5.1 Begriffsklärung und -erläuterung
5.2 Die Kommunikation als Prozess
6. Entwicklung von Gesprächsfähigkeiten
6.1 Entwicklungen von Gesprächsfähigkeiten
7. Eine Methode der Kommunikationsoptimierung
7.1 Vorbereitung der Problemlösung
7.1.1 Ist-Analyse
7.1.2 Ziel-Analyse
7.2 Durchführung der Problemlösung
7.3 Nachbereitung der Problemlösung
8. Optimierung des Gesprächsverhaltens am Beispiel der Falldarstellung
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der erlebnispädagogischen Methode „City Bound“ zur Verbesserung der Kommunikationskompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Dabei wird analysiert, wie durch praktische Herausforderungen im urbanen Raum soziale und kommunikative Fähigkeiten gefördert werden können, und dies in einen theoretischen Kontext mit den Kommunikationsmodellen von Paul Watzlawick sowie Methoden der professionellen Kommunikationsoptimierung gesetzt.
- Erlebnispädagogik im Sozialraum Stadt (City Bound)
- Kommunikationstheorie nach Paul Watzlawick
- Methoden der systematischen Kommunikationsoptimierung
- Praktische Anwendung und Reflexion anhand eines Fallbeispiels
Auszug aus dem Buch
3. Fallbeispiel
Im Rahmen meiner Tätigkeit arbeitete ich mit einer neunten Klasse einer Hauptschule aus Marburg zusammen. Es waren 9 Jungen und 10 Mädchen in der Klasse, davon 11 SchülerInnen mit Immigrationshintergrund. Diese buchte beim City-Spirits e.V. ein dreitägiges City Bound Programm, welches in Köln stand fand. Die im Voraus formulierten Ziele betrafen primär eine Kommunikationsverbesserung der Schüler und sekundär die Stärkung von Selbstvertrauen sowie die Förderung der Eigeninitiative und Organisationskompetenz. Das primäre Ziel der Kommunikationsverbesserung beinhaltete hauptsächlich die Kommunikation in Beziehung mit anderen Menschen z.B. „Wie spreche ich Menschen an damit von ihnen etwas bekomme?“ und „Wie reagieren andere Menschen auf mich wenn ich sie anspreche?“
Drei Tage Aktionen in und mit dem städtischen Leben außerhalb der vertrauten Umgebung bedeuteten wenig Zeit für viele Inhalte. Köln hat fast eine Million Einwohner und stellte für die SchülerInnen ein Abenteuer da.
Nach der Ankunft und der Zimmerverteilung begann das Programm mit einer Morgenrunde und der Einführung in den Stadt- und S-Bahnplan in einem Seminarraum der Jugendherberge.
In der Morgenrunde wurde das Programm in seinen Grundzügen erklärt sowie auch die Ziele der einzelnen SchülerInnen gesammelt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Relevanz von Kommunikation als menschliche Grundkompetenz und führt in die Fragestellung ein, wie die Methode City Bound Kinder und Jugendliche in diesem Bereich fördern kann.
2. City-Spirits e.V. - die Institution: Dieses Kapitel stellt den Verein City-Spirits e.V. vor und erläutert dessen pädagogischen Ansatz, Lernen durch Handeln im urbanen Raum zu fördern.
3. Fallbeispiel: Es wird ein konkretes dreitägiges City Bound Programm mit einer Schulklasse beschrieben, inklusive der durchgeführten Aktionen und der unmittelbaren Reaktionen der Teilnehmer.
4. CITY BOUND: Dieses Kapitel definiert City Bound als erlebnispädagogische Methode, beschreibt deren theoretische Konstruktion und betont die Bedeutung der Herausforderung für den Lernerfolg.
5. Kommunikation nach Paul Watzlawick: Hier werden die zentralen kommunikationstheoretischen Annahmen Watzlawicks, wie die Axiome und die Ebenen der Kommunikation, wissenschaftlich dargelegt.
6. Entwicklung von Gesprächsfähigkeiten: Es wird erörtert, wie Gesprächskompetenz sowohl in der Praxis als auch durch systematisches Training erworben und optimiert werden kann.
7. Eine Methode der Kommunikationsoptimierung: Dieses Kapitel verknüpft Kommunikationsoptimierung mit Problemlösungsprozessen und stellt die Phasen der Ist-Analyse, Ziel-Analyse sowie Durchführung und Nachbereitung vor.
8. Optimierung des Gesprächsverhaltens am Beispiel der Falldarstellung: Hier findet eine kritische Gegenüberstellung und Diskussion zwischen der Methode von Strohner und dem erlebten City Bound Fallbeispiel statt.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bestätigung der These, dass City Bound eine wirksame Methode zur Kommunikationsförderung darstellt, besonders durch den motivierenden Effekt des erfahrungsorientierten Lernens.
Schlüsselwörter
City Bound, Erlebnispädagogik, Kommunikation, Kommunikationsoptimierung, Paul Watzlawick, Sozialraum, Stadt, Persönlichkeitsentwicklung, Fallbeispiel, Gesprächsfähigkeiten, Problemlösung, Jugendliche, soziales Lernen, Handlungsorientierung, Selbstwirksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die erlebnispädagogische Methode „City Bound“ dazu beitragen kann, die Kommunikationsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen im urbanen Raum zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit umfasst Themen wie Erlebnispädagogik, Kommunikationspsychologie nach Watzlawick, die Struktur von Problemlösungsprozessen und die praktische Anwendung von Gruppenprozessen im sozialen Raum.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu untersuchen, welche spezifischen Aspekte von City Bound die Kommunikation von jungen Menschen verbessern und wie diese Methode in einem professionellen Kontext als Optimierungsinstrument dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse (theoretische Grundlagen) und einer qualitativen Falldarstellung verwendet, um die Theorie mit der pädagogischen Praxis zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Ansätze von Paul Watzlawick und Hans Strohner erläutert, die Methode City Bound detailliert beschrieben und ein praxisbezogener Vergleich zwischen Theorie und einem konkreten Fallbeispiel angestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe City Bound, Kommunikation, Erlebnispädagogik, Selbstwirksamkeit und soziale Kompetenz beschreiben.
Wie unterscheidet sich City Bound laut Autor von Outward Bound?
Der Autor stellt klar, dass der Hauptunterschied im Lernort liegt: Während Outward Bound in der Natur stattfindet, nutzt City Bound den urbanen Raum der Stadt, um Alltagssituationen als Lernfeld zu erschließen.
Warum ist laut der Arbeit eine Nachbereitung bei City Bound Prozessen wichtig?
Die Nachbereitung ist essenziell, um die gesammelten Erfahrungen zu dokumentieren und daraus Erkenntnisse für zukünftige Problemlösungen abzuleiten, was die nachhaltige Entwicklung der Problemlösekompetenz fördert.
- Quote paper
- Marian Stüdemann (Author), 2008, City-Bound und Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122737