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Kunst im öffentlichen Raum? Funktionen und Aspekte der Street Art in Wien und Athen

Title: Kunst im öffentlichen Raum? Funktionen und Aspekte der Street Art in Wien und Athen

Term Paper , 2008 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Mayr (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit widmet sich den Erscheinungsformen und der Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum. Ohne herkömmliche Formen, wie z. B. Denkmäler zu vernachlässigen, widmet sie sich jedoch verstärkt dem Phänomen der unabhängigen, freien Kunst der Subkulturen.

Kunst in den Städten gehört heutzutage zum „guten Ton“. Jede Stadt, die etwas auf sich hält, beherbergt – zumindest an ein oder zwei prägnanten Orten in der Stadt ein einprägsames Kunstwerk, eine architektonisch reizvoll gestaltete Brücke, ein abstraktes Metallobjekt oder doch zumindest gut erhaltenes Denkmal. Diese – von der Stadtverwaltung gewollten Objekte drücken einen öffentlichen Standpunkt aus, seien es Mahnmale, Darstellungen von wirtschaftlichem Einfluss oder Erinnerungen an berühmte Persönlichkeiten. Oft wird auch nur die vermeintliche Affinität der Stadt für Kultur zur Schau gestellt.

Diese Bemühungen sind lobenswert, doch es scheint als würde eben nur ein offizieller Standpunkt – der Behörden, der Stadtverwaltung oder der Regierung dargestellt, ein schwammiger Konsens, der weite Teile der öffentlichen Meinung ausspart.

Wer aber näher hinsieht, findet im öffentlichen Stadtbild mehr als nur diese Art von Kunst. Oftmals versteckt sich so manches echte Kunstwerk so gut im alltäglichen Stadtbild dass es von den Passanten schon gar nicht mehr wahrgenommen wird. Zwischen all den Schmierereien, den unzähligen kunstvollen oder stümperhaften Graffiti, Aufklebern, Schablonendrucken oder einfachen, mit Filzstift angebrachten Nachrichten findet sich so manches echte Kunstwerk. Der öffentliche Raum ist längst zum Verbreitungsort für Kunst geworden, die entweder eine subtile, differenzierte und pointierte Botschaft birgt, oder einfach um der Kunst willen existiert. Straßenkunst entfaltet einen großen Teil ihrer Wirkung durch die Öffentlichkeit in der sie präsentiert wird. Sie stellt eine „Gegenöffentlichkeit“ her, die im Gegensatz zu den offiziellen Gestaltungsmaßnahmen des Staates steht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Begrifflichkeiten

1.1. Denkmal

1.2. Kunst im öffentlichen Raum, Straßenkunst, Street - Art

2. Funktionen und Aspekte

2.1. Funktion von und Kritik an Denkmälern

2.2. Kunst im öffentlichen Raum

2.3. Street – Art und Graffiti

2.3.1. Kurzer geschichtlicher Überblick über das Phänomen Graffiti

2.3.2. Erscheinungsformen und Bedeutung von Street – Art und Graffiti

2.3.3. Sachbeschädigung durch Graffiti

2.3.4. Funktion von Graffiti bzw. Street – Art im öffentlichen Raum

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die verschiedenen Erscheinungsformen und die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Abgrenzung zu klassischen, offiziellen Denkmälern sowie der Analyse der Rolle von Graffiti und Street-Art als Ausdruck einer unabhängigen Subkultur und Gegenöffentlichkeit.

  • Abgrenzung zwischen offiziellen Denkmälern und freier Straßenkunst.
  • Untersuchung der Funktionen von Street-Art und Graffiti als Medium der Subkultur.
  • Diskurs über die "Gegenöffentlichkeit" im städtischen Raum.
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen ästhetischem Anspruch und Sachbeschädigung.
  • Kritik an der Homogenisierung des öffentlichen Raums durch kommerzielle Interessen.

Auszug aus dem Buch

2.3. Street – Art und Graffiti

Im Gegensatz zu Denkmälern und Kunst im öffentlichen Raum kann die „freie“ Straßenkunst flexibel und ungebunden auf aktuelle Geschehnisse eingehen, sich tagtäglich verändern, übermalt oder überklebt werden und muss sich nicht erst mit einem öffentlichen Konsens beschäftigen. Die Natur der zwei Formen von Kunst in der Öffentlichkeit ist grundverschieden.

Die Konzentration auf diese Art von Kunst im öffentlichen Raum erfolgt deshalb, weil deren Elemente das Bild des öffentlichen Raumes am nachhaltigsten prägen und omnipräsent sind. Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, findet an jeder Ecke ein kleines Graffiti, einen Aufkleber oder eine bloße Schmiererei, mit oder ohne Inhalt. Natürlich sind nicht alle Äußerungen in Form von Graffiti als Kunst zu verstehen, doch gerade die Allgegenwärtigkeit und Alltäglichkeit zeichnet sich verantwortlich für die Bedeutung dieser Form der Straßenkunst. Diese Formen von visueller Straßenkunst werden in diesem Rahmen durch den weitläufig gebrauchten Begriff Street – Art bezeichnet. Eine einheitliche Definition hat sich im öffentlichen Diskurs jedoch bisher nicht durchgesetzt. Nahezu synonym wird hier der Begriff Graffiti verwendet. „Graffiti ist heute ein Oberbegriff für viele thematisch und gestalterisch unterschiedliche Erscheinungsformen. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass es sich um visuell wahrnehmbare Elemente handelt, welche ungefragt und meist anonym, von Einzelpersonen oder Gruppen, auf fremden oder in öffentlicher Verwaltung befindlichen Oberflächen angebracht werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein und stellt dar, wie der öffentliche Raum zunehmend durch verschiedene Formen von Kunst geprägt wird, die sich von staatlichen Vorgaben abheben.

1. Begrifflichkeiten: Hier werden zentrale Begriffe definiert, insbesondere das Denkmal als Gedächtnisstütze und die Abgrenzung von offizieller Kunst im öffentlichen Raum zur Straßenkunst.

2. Funktionen und Aspekte: Dieses Kapitel analysiert die Rollen von Denkmälern und Street-Art, diskutiert Kritikpunkte an der offiziellen Denkmalpflege und beleuchtet Graffiti als Ausdruck einer Gegenöffentlichkeit.

3. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Kunst im öffentlichen Raum identitätsstiftend wirkt und als lebendiger Gegenpol zur Mainstreamgesellschaft und zur Kulturindustrie fungiert.

Schlüsselwörter

Kunst im öffentlichen Raum, Denkmal, Street-Art, Graffiti, Gegenöffentlichkeit, Subkultur, Stadtbild, Sachbeschädigung, Urbanität, Identität, Partizipation, Ästhetik, Konsenskultur, Subjektivität, Autonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Vielfalt und Bedeutung künstlerischer Ausdrucksformen im städtischen Raum, wobei besonders die Unterschiede zwischen institutioneller Kunst und subkulturellen Aktivitäten betrachtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Denkmalthematik, der Definition von Street-Art und Graffiti, der rechtlichen und gesellschaftlichen Einordnung dieser Kunstformen sowie deren Wirkung im öffentlichen Raum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Phänomen der freien, unabhängigen Kunst der Subkulturen zu untersuchen und deren Funktion als Gegenöffentlichkeit in der Gesellschaft aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die durch Fachliteratur gestützt wird und durch visuelle Beispiele aus verschiedenen europäischen Städten illustriert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionen von Denkmälern im Vergleich zu Straßenkunst, die Geschichte und Bedeutung von Graffiti sowie das Spannungsfeld zwischen Kunst und Sachbeschädigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kunst im öffentlichen Raum, Gegenöffentlichkeit, Subkultur, Denkmal, Street-Art und Graffiti.

Wie unterscheidet sich "freie" Straßenkunst von offiziellen Denkmälern?

Straßenkunst agiert flexibler und meist ohne explizite staatliche Genehmigung, während Denkmäler oft auf einem behördlichen Konsens basieren und stärker in die Vergangenheit gerichtet sind.

Was bedeutet die "Gegenöffentlichkeit" in diesem Kontext?

Sie beschreibt eine Form von Kunst, die außerhalb der offiziellen, staatlich sanktionierten Wahrnehmung existiert und eigene, subjektive Meinungen oder gesellschaftliche Kritik im öffentlichen Raum artikuliert.

Warum wird Graffiti nicht nur als Sachbeschädigung gesehen?

Obwohl Graffiti rechtlich oft als Sachbeschädigung eingestuft wird, sieht die Arbeit darin auch einen wichtigen Ausdruck von urbaner Identität und eine Form der visuellen Kommunikation, die eine lebendige Gesellschaft widerspiegelt.

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Details

Title
Kunst im öffentlichen Raum? Funktionen und Aspekte der Street Art in Wien und Athen
College
University of Freiburg  (Institut für Volkskunde und Europäische Ethnologie)
Course
Seminar Forschungsfeld Stadt
Grade
1,7
Author
Christoph Mayr (Author)
Publication Year
2008
Pages
22
Catalog Number
V122754
ISBN (eBook)
9783668191501
ISBN (Book)
9783668191518
Language
German
Tags
kunst street art denkmäler subkultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Mayr (Author), 2008, Kunst im öffentlichen Raum? Funktionen und Aspekte der Street Art in Wien und Athen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122754
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