Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Der Konflikt des Erzbischofs Aribo von Mainz mit dem Papsttum

Title: Der Konflikt des Erzbischofs Aribo von Mainz mit dem Papsttum

Term Paper (Advanced seminar) , 1998 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bettina Marietta Recktenwald (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll versucht werden, den Auslöser für die Auseinandersetzungen und die Konsequenzen für den Mainzer Erzbischof näher zu beleuchten.
Nach einer kurzen Biographie über Aribo von Mainz, soll genauer auf den Verlauf des Hammersteiner Ehehandels, welcher in der Appellation der Gräfin Irmgard an den Papst seinen Höhepunkt findet, eingegangen werden. Mit der Synode von Seligenstadt und den dabei getroffenen Beschlüssen, werden die Gründe für den Palliumsentzug Aribos und sein Verhältnis zum Papst deutlich gemacht. Den Abschluß dieser Arbeit bildet eine Darstellung der Vorgänge auf der Synode von Höchst, welche mit dem vorzeitigen Tod Benedikts 1024 und somit auch ohne ein Ergebnis im Konflikt endet.
Ich stütze bei der Bearbeitung dieser Seminararbeit hauptsächlich auf die Dissertation von Johannes Kippenberger. Neben der üblichen Quellenliteratur aus der MGH Reihe habe ich noch die Jahrbücher von Siegfried Hirsch zur Bearbeitung herangezogen. Im Anhang sind Kopien der Beschlüsse der Synode von Seligenstadt und der Synodialbrief der Bischöfe von 1024 angefügt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Aribo von Mainz (1021-1031)

2. Der Hammersteiner Ehehandel (1018-1024)

3. Der Ehehandel unter Aribo von Mainz und die Appellation Irmgards an den Papst

4. Die Synode von Seligenstadt 1023

5. Papst Benedikt VIII (1012-1024)

6. Die Entziehung des Palliums

7. Die Synode von Höchst 1024

8. Aribo und Konrad II.

Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Machtkampf zwischen dem Mainzer Erzbischof Aribo und dem Papsttum im 11. Jahrhundert, der durch den Hammersteiner Ehehandel ausgelöst wurde. Ziel ist es, die Auslöser für diese Auseinandersetzungen zu beleuchten, die Hintergründe der päpstlichen Sanktionen, insbesondere den Palliumsentzug, zu analysieren und die Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Episkopat und Papst sowie die Rolle des Kaisers im Heiligen Römischen Reich zu verdeutlichen.

  • Biografie und Wirken des Mainzer Erzbischofs Aribo
  • Verlauf und kirchenrechtliche Implikationen des Hammersteiner Ehehandels
  • Die Konfrontation auf der Synode von Seligenstadt 1023
  • Strukturen und Autoritätsansprüche des Tuskulanerpapsttums unter Benedikt VIII.
  • Der Einfluss der kaiserlichen Machtpolitik auf kirchliche Rechtsstreitigkeiten

Auszug aus dem Buch

6. Die Entziehung des Palliums

An der Kurie reagierte man scharf auf Aribos Aufbegehren, denn der Papst war fest entschlossen, jede „Los-von-Rom-Bewegung“ im Keim zu ersticken und an der Priorität der richterlichen Entscheidung des Papsttums unverrückbar festzuhalten. Um seine Abneigung gegen die Beschlüsse der Synode zu verdeutlichen, nahm der Papst nicht nur die Berufung Irmgards an und löste sie von ihrem Bann, sondern deutete Aribos Vorgehen und die anderen Beschlüssen der Synode, als eine gravierende Eigenmächtigkeit und eine Umgehung der übergeordneten gerichtlichen Entscheidungsgewalt des päpstlichen Stuhls.

Die Reaktion der Kurie bestand darin, daß der Papst Aribo den Gebrauch des Palliums, welches den Metropoliten als Zeichen ihrer erzbischöflichen Würde vom Papst schon seit dem 6. Jahrhundert verliehen wurde, verbot, und eine apostolische Gesandtschaft nach Deutschland schickte um zu untersuchen, ob Irmgard mit Recht der Exkommunikation verfallen sei.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in den Hammersteiner Ehehandel und den daraus erwachsenden Machtkampf zwischen Aribo von Mainz und dem Papsttum.

1. Aribo von Mainz (1021-1031): Biografische Skizze des Erzbischofs und Darstellung seines kirchenpolitischen Profils.

2. Der Hammersteiner Ehehandel (1018-1024): Darstellung des Ausgangskonflikts um die verbotene Verwandtenehe von Otto und Irmgard von Hammerstein.

3. Der Ehehandel unter Aribo von Mainz und die Appellation Irmgards an den Papst: Analyse der Verschärfung des Konflikts unter Aribo und der Einbeziehung des Papsttums durch die Appellation.

4. Die Synode von Seligenstadt 1023: Analyse der von Aribo einberufenen Synode und deren Beschlüsse gegen päpstliche Eingriffe.

5. Papst Benedikt VIII (1012-1024): Porträt des Papstes und seiner kirchenpolitischen Ambitionen.

6. Die Entziehung des Palliums: Untersuchung der Sanktionen des Papstes gegen Erzbischof Aribo als Reaktion auf die Synode von Seligenstadt.

7. Die Synode von Höchst 1024: Darstellung der Versuche Aribos, Unterstützung durch andere deutsche Bischöfe auf dem Konzil von Höchst zu gewinnen.

8. Aribo und Konrad II.: Betrachtung der Auswirkungen des Machtwechsels auf den Fortgang des Konflikts unter Kaiser Konrad II.

Schlüsselwörter

Aribo von Mainz, Hammersteiner Ehehandel, Papst Benedikt VIII., Pallium, Kirchenrecht, Episkopat, Papsttum, Synode von Seligenstadt, Synode von Höchst, Kaiser Heinrich II., Kaiser Konrad II., Verwandtenehe, Jurisdiktionsgewalt, Metropolitanrechte, Investitur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den langwierigen Rechtsstreit um den sogenannten Hammersteiner Ehehandel und den damit verknüpften Machtkampf zwischen dem Mainzer Erzbischof Aribo und der päpstlichen Autorität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die kirchliche Disziplin, die Auslegung des kanonischen Eherechts, die Rivalität zwischen dem Episkopat und der römischen Kurie sowie das Einflussverhältnis zwischen Kirche und Kaisertum.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Ursachen für den Konflikt zwischen Aribo und dem Papsttum aufzuzeigen und die Konsequenzen, die dieser Streit für den Mainzer Erzbischof hatte, historisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse zeitgenössischer Quellen, Dissertationen und Fachliteratur zur mittelalterlichen Kirchengeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die chronologische Entwicklung des Ehestreits, die Synoden von Seligenstadt und Höchst sowie die Sanktionen gegen Erzbischof Aribo.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Aribo von Mainz, Hammersteiner Ehehandel, Palliumsentzug, päpstliche Jurisdiktion und ottonisch-salische Kirchenpolitik.

Warum war der Entzug des Palliums für Aribo so schwerwiegend?

Das Pallium war das Symbol für die erzbischöfliche Würde und die damit verbundenen Metropolitanrechte. Sein Verlust bedeutete praktisch das Verbot der Ausübung wichtiger Ämter, wie der Einberufung von Synoden.

Welche Rolle spielte der Kaiser in diesem Konflikt?

Der Kaiser war der maßgebliche Herr der Reichskirche. Sein Verhältnis zum Papst einerseits und zu Aribo andererseits beeinflusste den Ausgang des Konflikts maßgeblich, wobei Konrad II. eine erneute Wiederaufnahme des Falls verweigerte.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Der Konflikt des Erzbischofs Aribo von Mainz mit dem Papsttum
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Geschichte)
Course
Die rheinischen Erzbischöfe in ottonisch-salischer Zeit
Grade
2,0
Author
Bettina Marietta Recktenwald (Author)
Publication Year
1998
Pages
23
Catalog Number
V122826
ISBN (eBook)
9783640285082
ISBN (Book)
9783640970827
Language
German
Tags
Konflikt Erzbischofs Aribo Mainz Papstum Erzbischöfe Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Marietta Recktenwald (Author), 1998, Der Konflikt des Erzbischofs Aribo von Mainz mit dem Papsttum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122826
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint