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Mindestlöhne. Abbau des Niedriglohnsektors. Vorschlag und Kontroverse

Title: Mindestlöhne. Abbau des Niedriglohnsektors. Vorschlag und Kontroverse

Diploma Thesis , 2008 , 97 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Diplom Ökonomin Nadia Kadi (Author)

Business economics - Economic Policy
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Ziel dieser Arbeit ist es, sich eine Meinung zu der Mindestlohnkontroverse bilden zu können. Der Leser soll den Argumenten, sowohl ‚Für’ als auch ‚Wider’ Mindestlöhne, folgen, um letztendlich einen eigenen Beitrag dazu leisten zu können. Im Rahmen der Arbeit sollen Hintergründe der politischen und auch öffentlichen Diskussion dargestellt und beleuchtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Vorüberlegungen

2.1 Ausgangspunkt: wachsender Niedriglohnsektor – Ausbreitung des „working poor“

2.1.1 Definition und Messkonzepte der Armut

2.1.2 Der Niedriglohnsektor in Deutschland

2.1.2.1 Armut trotz Erwerbstätigkeit in Deutschland

2.1.2.2 Art der Erwerbstätigkeit

2.1.2.3 Ursachen der ‚working poor’

2.2 Der Begriff ‚Mindestlohn’

2.3 Die Ziele eines gesetzlichen Mindestlohns

2.4 Das deutsche Tarifsystem im Wandel

3 Mindestlohn in der ökonomischen Kontroverse

3.1 Analysen der theoretischen Ansätze bezüglich des gesetzlichen Mindestlohns

3.1.1 Grundannahmen des neoklassischen Modells

3.1.2 Auswirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns aus Sicht des neoklassischen Standardmodells

3.1.3 Kritische Würdigung des neoklassischen Standardmodells

3.1.4 Effizienzlohntheorie als Alternative zum neoklassischen Standardmodell

3.2 Bestehende Formen eines Mindestlohns

3.2.1 Allgemeinverbindlicherklärung (AVE)

3.2.2 Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG)

3.2.3 Arbeitslosengeld II (ALG II)

3.2.4 Gesetz über die Festsetzung von Mindestarbeitsbedingungen (MinArbBG)

3.2.5 Schlussfolgerung

3.3 Vertiefungen des Für und Wider von Mindestlöhnen

3.3.1 Gesetzlicher Mindestlohn und seine Wirkung auf die Beschäftigung

3.3.2 Gesetzlicher Mindestlohn und seine Wirkung auf die Sicherung des Existenzminimums

3.3.3 Gesetzlicher Mindestlohn und seine Wirkung auf die Reallöhne und den Konsum

3.3.4 Gesetzlicher Mindestlohn und seine Wirkung auf die Tarifautonomie

3.3.5 Die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns

3.4 Vorschläge zur Vermeidung von Mindestlöhnen

3.4.1 Negative Einkommensteuer

3.4.2 Kombilohn

3.4.2.1 Kombilohn-Modell des Ifo Instituts – Die ‚aktivierende Sozialhilfe’

3.4.2.2 Magdeburger Alternative

3.4.3 Kritische Würdigung

4 Gesetzlicher Mindestlohn im internationalen Vergleich

4.1 Europäische Verbreitung von Mindestlöhnen

4.2 Die Einführung und Praxis der Regelungen zum Mindestlohn in Großbritannien

4.2.1 Einblick in die Vorgeschichte

4.2.2 Die Einführung des „National Minimum Wage“

4.2.3 Die Auswirkungen des „National Minimum Wage“

4.3 Ausblick für die Diskussion in Deutschland

5 Mindestlohn in der gesellschaftlichen Diskussion

5.1 Tarifparteien

5.1.1 Arbeitgeberverbände

5.1.2 Gewerkschaften

5.2 Politik

5.3 Gesellschaft

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Diplomarbeit ist die fundierte Auseinandersetzung mit der Mindestlohnkontroverse in Deutschland, um dem Leser eine eigene Meinungsbildung zu ermöglichen. Dabei werden ökonomische Modelle, politische Argumente und internationale Erfahrungen beleuchtet, um die Notwendigkeit und mögliche Auswirkungen einer Einführung gesetzlicher Mindestlöhne kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse des Niedriglohnsektors und des Phänomens "working poor"
  • Gegenüberstellung neoklassischer Modelle und der Effizienzlohntheorie
  • Untersuchung internationaler Beispiele, insbesondere Großbritannien
  • Diskussion der Positionen von Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Grundannahmen des neoklassischen Modells

Im Mittelpunkt des im Folgenden dargestellten neoklassischen Modells steht der rational handelnde Homo Oeconomicus. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass sich seine ökonomischen Handlungen aus seinem Eigeninteresse ergeben, ohne jedoch das Konkurrenzprinzip auszublenden. Das Modell basiert auf der Annahme einer vollständigen Konkurrenz auf allen Märkten. Das bedeutet, dass auf den Märkten weder Wettbewerbsbeschränkungen, noch Zutrittsbarrieren bestehen, somit kann eine Marktmacht ausgeschlossen werden.

Zudem ähneln sich die Märkte in ihren Eigenschaften, d.h. auf dem Arbeitsmarkt gelten die gleichen Gesetzmäßigkeiten für den Faktor Arbeit wie auf dem Gütermarkt für den Faktor Waren. In diesem Modell hat jedes Wirtschaftssubjekt unbeschränkte Handlungsmöglichkeiten, um seine ökonomischen Ziele umzusetzen. Des Weiteren unterliegt dem neoklassischen Prinzip die Annahme vollkommener Information, was gleichbedeutend mit Markttransparenz ist. Dabei verfügt jeder Marktteilnehmer über dieselben Informationen hinsichtlich der jetzigen und zukünftigen Marktsituationen.

Darüber hinaus beruht auf diesem Modell der Grundsatz der Homogenität: Die rational agierenden Wirtschaftssubjekte sind demnach identisch in ihrer Produktivität und daher substituierbar. Außerdem sind sie vollkommen mobil und bei veränderten Bedingungen bereit dahin zu wechseln, wo sie bessere Bedingungen finden. Dieses wird durch die Annahme, dass Anpassungskosten bei der Neoklassik nicht existieren, vereinfacht. In diesem Modell gibt es keinerlei Preisrigiditäten und die Unternehmen können immer ihren gewinnmaximalen Output absetzen.

Voraussetzung für jede Analyse von Angebot und Nachfrage ist – beruhend auf dem Gleichgewichtsprinzip – das Grenznutzen und Grenzproduktivitätstheorem. Bezüglich des Arbeitsangebots beruht das neoklassische Modell auf der Nutzentheorie, d.h. das Marginalprinzip kommt zur Anwendung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problematik des Niedriglohnsektors und Zielsetzung der Arbeit zur informierten Meinungsbildung.

2 Theoretische Vorüberlegungen: Definition zentraler Begriffe wie "working poor" und Analyse des deutschen Niedriglohnsektors sowie des Wandels des Tarifsystems.

3 Mindestlohn in der ökonomischen Kontroverse: Wissenschaftliche Analyse ökonomischer Modelle (Neoklassik vs. Effizienzlohntheorie) und existierender Instrumentarien.

4 Gesetzlicher Mindestlohn im internationalen Vergleich: Analyse der Einführung und Auswirkungen des "National Minimum Wage" in Großbritannien als Praxisbeispiel.

5 Mindestlohn in der gesellschaftlichen Diskussion: Überblick über die Positionen von Tarifparteien, Politik und Gesellschaft inklusive einer eigenen Umfrageauswertung.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Mindestlohndebatte und Empfehlung zur Etablierung einer unabhängigen Kommission.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, Niedriglohnsektor, working poor, Tarifautonomie, Neoklassik, Effizienzlohntheorie, Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Kombilohn, Beschäftigungswirkung, Armutsbekämpfung, Lohnspreizung, Tarifbindung, Arbeitsmarktsituation, Existenzminimum, internationale Erfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der kontroversen Debatte über die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne in Deutschland, analysiert die theoretischen Hintergründe und beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche sowie politische Diskussion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Ausbreitung des Niedriglohnsektors ("working poor"), der Wandel des deutschen Tarifsystems, theoretische Arbeitsmarktmodelle sowie die Auswirkungen von Mindestlöhnen auf Beschäftigung und Existenzsicherung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser die notwendigen Hintergrundinformationen und Argumente zu liefern, um sich eine eigene, fundierte Meinung zur Mindestlohnfrage zu bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden verschiedene ökonomische Theorieansätze (vor allem das neoklassische Standardmodell und die Effizienzlohntheorie) herangezogen sowie empirische Ergebnisse und Fallbeispiele (Großbritannien) ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Analyse ökonomischer Modelle, den Vergleich mit existierenden Maßnahmen in Deutschland (z.B. AEntG, ALG II) und die Untersuchung der Erfahrungen mit dem "National Minimum Wage" in Großbritannien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Mindestlohn, Niedriglohnsektor, working poor, Tarifautonomie, Effizienzlohntheorie und Kombilohn.

Welche Bedeutung hat das Beispiel Großbritannien für die Arbeit?

Großbritannien dient als erfolgreiches "Realexperiment", um aufzuzeigen, dass ein gesetzlicher Mindestlohn unter bestimmten Voraussetzungen (niedrige Einstiegshöhe, lange Vorankündigung) ohne massive negative Beschäftigungseffekte implementiert werden kann.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der CDU und SPD?

Die Autorin stellt die gegensätzlichen Positionen der Koalitionspartner dar: Während die SPD die Einführung eines Mindestlohns zur Armutsbekämpfung fordert, warnt die CDU vor drohenden Beschäftigungsverlusten und setzt auf bestehende Instrumente wie den Kombilohn.

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Details

Title
Mindestlöhne. Abbau des Niedriglohnsektors. Vorschlag und Kontroverse
College
University of Bremen  (Universität)
Grade
2,1
Author
Diplom Ökonomin Nadia Kadi (Author)
Publication Year
2008
Pages
97
Catalog Number
V122914
ISBN (eBook)
9783640273577
ISBN (Book)
9783640273218
Language
German
Tags
Mindestlöhne Vorschlag Abbau Niedriglohnsektors Kontroverse Thema Mindestlohn
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Ökonomin Nadia Kadi (Author), 2008, Mindestlöhne. Abbau des Niedriglohnsektors. Vorschlag und Kontroverse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122914
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