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Mentale Trainingsformen zur Angstreduktion am Wettkampftag in der Sportart Taekwondo

Title: Mentale Trainingsformen zur Angstreduktion am Wettkampftag in der Sportart Taekwondo

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Henzler (Author)

Sport - Sport Psychology
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Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst, die vor ungefähr 2000 Jahren in Korea entwickelt wurde. Das Ziel dieser Kunst bestand darin, sich vor den Angriffen der Japaner zu schützen. Da die Japaner das Land oft mit Pferden angriffen, war es wichtig eine Verteidigung beziehungsweise Kampftechnik zu kreieren, welche imstande war, die Gegner auf den Pferden zu bekämpfen. Dafür wurden hohe Beintechniken entwickelt, die oftmals auch im Sprung ausgeführt wurden.
Die heutige olympische Disziplin Taekwondo ähnelt der damaligen Kampfkunst jedoch wenig. Es spielen immer mehr taktische und psychisch-kognitive Faktoren eine Rolle, um den Wettkampf zu gewinnen, und die hohen Beintechniken verlieren mehr und mehr an Bedeutung. Man versucht dieser Entwicklung entgegenzuwirken, indem man für Kopftreffer zwei beziehungsweise drei Punkte vergibt, wohingegen ein Rumpftreffer nur ein Punkt zählt. Dennoch kann man den Entwicklungstrend nicht aufhalten.
Diese Arbeit soll einige Möglichkeiten zeigen, wie man gezielt einige psychisch-kognitiven Fähigkeiten trainiert und sie am Wettkampftag integriert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Begriff des Mentalen Trainings

3 Angst und deren Klassifikation

3.1 Umgang mit Angst

3.2.1 Ängste unmittelbar vor dem Wettkampf

3.2.1.1 Regulation der Angst durch Progressive Muskelentspannung

3.2.1.2 Regulierung der Angst durch Musik

3.2.1.3 Regulierung der Angst durch Selbstgespräche

3.2.1.4 Reduzierung der Angst durch ideomotorisches Training in Verbindung mit Taktiktraining

4 Praxisbeispiel eines Ideomotorischen Trainings

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten zur gezielten Reduzierung von Ängsten in der Sportart Taekwondo. Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie mentale Trainingsformen direkt am Wettkampftag integriert werden können, um psychisch-kognitive Faktoren zu optimieren und die Wettkampfleistung zu stabilisieren.

  • Grundlagen des mentalen Trainings und dessen Bedeutung für den Sport
  • Differenzierung von Angstformen (Zustand, Wesenszug, Leistungsangst)
  • Regulationstechniken wie Progressive Muskelentspannung und Musiktherapie
  • Einsatz von Selbstgesprächen und ideomotorischem Training
  • Praktische Anwendung anhand von taktischen Szenarien im Wettkampf

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1 Regulation der Angst durch Progressive Muskelentspannung

Die Progressive Muskelentspannung ist eine Möglichkeit, mit der man effektiv und schnell sein Aktivationsniveau senken kann. Jacobson hat durch Untersuchungen an der Haward-Universität entdeckt, dass empfundene Angst durch Lösen der Spannung im Körper behoben werden kann (Eberspächer, 2001). Man sollte mit dem so genannten Grundverfahren beginnen. In diesem Verfahren werden 16 Muskelgruppen nacheinander angespannt und wieder entspannt. Es sollten nacheinander folgende Schritte ausgeführt werden. Zuerst sollte man die Konzentration auf die jeweilige Muskelgruppe lenken, danach wird die jeweilige Muskelgruppe angespannt. Diese Spannung soll für fünf bis sieben Sekunden aufrechterhalten werden. Danach löst man die Muskelspannung und konzentriert sich während des Lösens auf den Entspannungsvorgang vgl. (Eberspächer, 2001). Es ist wichtig die Progressive Muskelentspannung in verschiedenen Situationen zu üben, bevor man sie am Wettkampftag anwendet.

Das erste Mal sollte man die Übung in einer sehr ruhigen Umgebung ausführen, damit die Sportler sich ausreichend auf die Übung konzentrieren können. Eigene Erfahrungen haben gezeigt, dass die Sportler subjektiv ein sehr geringes Aktivierungsniveau nach der Übung lamentieren. Sie glauben, nicht genügend Aktivation zu besitzen um in den Kampf gehen zu können. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig das schnelle Umstellen von Ruhe auf Belastung zu üben. Während man Trainingswettkämpfe durchführt, sollte man die Progressive Muskelrelaxation zwischen den einzelnen Testwettkämpfen durchführen lassen. Nach den Phasen der Entspannung sollte eine Aktivierung durch lockere Beintritte erfolgen um die Aktivierung zu beschleunigen. Somit lernen die Athleten schneller von Ruhe auf Belastung umzuschalten. Zusammenfassend sollte man folgendermaßen vorgehen. Zu Beginn erfolgt eine Einführung in die Progressive Muskelentspannung, welche an einem sehr ruhigen Ort durchgeführt werden sollte. Als nächstes sollte man sie im Wechsel mit Belastung einbauen um das schnelle Umschalten von Belastung und Erholung zu verbessern. Nach dieser Form ist es wichtig die Schwierigkeit zu erhöhen und auch ein Training unter erschwerten Bedingungen durchzuführen, wie beispielsweise in einer Umkleide oder mit hoher Geräuschkulisse.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung beleuchtet die historische Entwicklung des Taekwondo und betont die wachsende Bedeutung psychisch-kognitiver Faktoren im modernen Wettkampfsport.

2 Zum Begriff des Mentalen Trainings: Das Kapitel definiert mentales Training als kognitive Strategie zur Bewegungsoptimierung und ordnet verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Termini ein.

3 Angst und deren Klassifikation: Hier werden unterschiedliche Angstformen erläutert und deren Einfluss auf die Wettkampfleistung im Taekwondo analysiert.

3.1 Umgang mit Angst: Es wird diskutiert, wie Angst durch Adrenalinausschüttung die biochemischen Prozesse beeinflusst und warum ein spezifisches Regulationsmanagement notwendig ist.

3.2.1 Ängste unmittelbar vor dem Wettkampf: Dieses Kapitel erläutert das Yerkes-Dodson-Gesetz im Kontext des optimalen Aktivationsniveaus vor Kampfbeginn.

3.2.1.1 Regulation der Angst durch Progressive Muskelentspannung: Darstellung der Methode nach Jacobson sowie der Notwendigkeit, das Umschalten von Entspannung auf Belastung zu trainieren.

3.2.1.2 Regulierung der Angst durch Musik: Erläuterung der Nutzung regulativer Musik zur Harmonisierung emotionaler Prozesse und Vermeidung von Sättigungseffekten.

3.2.1.3 Regulierung der Angst durch Selbstgespräche: Vorstellung von Strategien zur kognitiven Umstrukturierung, einschließlich Affirmationen und Rationalisierungstechniken.

3.2.1.4 Reduzierung der Angst durch ideomotorisches Training in Verbindung mit Taktiktraining: Detaillierte Beschreibung der Phasen, um komplexe Handlungsabläufe mental zu programmieren.

4 Praxisbeispiel eines Ideomotorischen Trainings: Ein konkretes Fallbeispiel illustriert die Anwendung des ideomotorischen Trainings bei der taktischen Bewältigung eines körperlich überlegenen Gegners.

5 Schlussbemerkung: Abschließende Reflexion über die Integration psychologischer Trainingsformen in einen effizienten, individuellen Trainingsplan für Wettkämpfer.

Schlüsselwörter

Taekwondo, Mentales Training, Angstreduktion, Wettkampf, Progressive Muskelentspannung, Ideomotorisches Training, Psychologische Regulation, Selbstgespräche, Leistungsangst, Wettkampfvorbereitung, Kognition, Sportpsychologie, Bewegungsoptimierung, Aktivationsniveau, Taktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychologischen Unterstützung von Taekwondo-Wettkämpfern, insbesondere mit der Frage, wie mentale Techniken zur Reduzierung von Ängsten am Wettkampftag eingesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition des mentalen Trainings, die Klassifikation von Angstzuständen im Sport sowie spezifische Methoden wie Entspannungstechniken, Musik, Selbstgespräche und ideomotorisches Training.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Sportler ihre psychisch-kognitiven Fähigkeiten gezielt trainieren und diese am Wettkampftag zur Leistungsoptimierung integrieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch sportpsychologische Literatur (z.B. Eberspächer, Janssen, Schwarzer) und der praktischen Anwendung von Stufenmodellen für mentales Training.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Angst-Klassifikation und konkrete Regulationsverfahren, die von der Muskelentspannung bis zur taktischen mentalen Vorbereitung reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mentales Training, Angstreduktion, Taekwondo, ideomotorisches Training und Wettkampfvorbereitung.

Wie unterscheidet sich die Progressive Muskelentspannung von anderen Methoden?

Im Gegensatz zu rein kognitiven Ansätzen setzt diese Methode direkt an der körperlichen Anspannung an, um durch nacheinander folgende Anspannungs- und Entspannungsphasen ein optimales Aktivationsniveau zu erreichen.

Warum ist das ideomotorische Training für Taekwondo besonders geeignet?

Da Taekwondo komplexe und schnelle Bewegungsabläufe unter hohem Zeitdruck erfordert, ermöglicht das ideomotorische Training eine präzise mentale Vorprogrammierung von Angriff- und Konterstrategien.

Was beinhaltet die im Praxisteil beschriebene Strategie gegen größere Gegner?

Es wird ein 5-stufiger Trainingsprozess beschrieben, bei dem der Athlet eine spezifische Konterhandlung (Block, Gleitstep, Fauststoß, Fußwechsel) mental internalisiert und mit symbolischen Knotenpunkten verknüpft.

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Details

Title
Mentale Trainingsformen zur Angstreduktion am Wettkampftag in der Sportart Taekwondo
College
University of Heidelberg  (Institut für Sport und Sportwissenschaft)
Course
Mentales Training
Grade
1,0
Author
Christian Henzler (Author)
Publication Year
2005
Pages
11
Catalog Number
V123515
ISBN (eBook)
9783640281305
ISBN (Book)
9783640284252
Language
German
Tags
Mentale Trainingsformen Angstreduktion Wettkampftag Sportart Taekwondo Mentales Training
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Henzler (Author), 2005, Mentale Trainingsformen zur Angstreduktion am Wettkampftag in der Sportart Taekwondo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123515
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