Im ersten Teil der Arbeit wird die Thematik Migration und Integration in ihren unterschiedlichen Formen dargestellt. Wissenschaftlich wird das aktuelle Regierungsprogramm unter Bundeskanzler Faymann hinsichtlich Migration, Integration und Asyl untersucht. Zudem werden Stellungnahmen der NGOs Rotes Kreuz und Amnesty International bezüglich dieser Thematik aufgezeigt. Den Abschluss bildet eine Analyse der z.T. widersprüchlichen Haltungen von Seiten der Regierung und den NGOs.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ursachen und Formen von Migration
3 Assimilation und pluralistische Gesellschaft
4 Methoden
5 Migration im Regierungsprogramm
5.1 Wirtschaft und Arbeit
5.2 Innere Sicherheit, Justiz, Asyl und Fremdenpolizei
5.3 Migration und Integration
5.4 Bildung und Forschung
5.5 Frauenpolitik, Sport, Gesundheitspolitik, Außenpolitik
6 Positionen der NGOs
6.1 Amnesty International Österreich
6.2 Österreichisches Rotes Kreuz
7 Aktuelle Entwicklungen
8 Conclusio
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die migrations- und integrationspolitischen Vorhaben der österreichischen Bundesregierung während der XXIV. Legislaturperiode und analysiert kritisch, wie Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie Amnesty International und das Österreichische Rote Kreuz diese Maßnahmen bewerten und welche alternativen Forderungen sie stellen.
- Analyse des österreichischen Regierungsprogramms bezüglich Zuwanderung, Integration und Asylwesen.
- Gegenüberstellung staatlicher Vorhaben mit den menschenrechtlichen Positionen ausgewählter NGOs.
- Untersuchung der gesellschaftlichen Rolle von Medien bei der Vermittlung von Migrationsthemen.
- Kritische Reflexion über die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in den politischen Entscheidungsprozess.
Auszug aus dem Buch
3 Assimilation und pluralistische Gesellschaft
Während klassische Einwanderungsländer, wie z.B. die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Kanada und Australien eine Politik der pluralistischen Gesellschaft annähernd verwirklichen konnten, stößt diese Praxis in Europa häufig auf Skepsis. Mit Ausnahme weniger Staaten (z.B. Großbritannien) wird in den europäischen Staaten vorrangig eine Assimilation der Migranten in die Gesellschaft betrieben. Kulturelle Werte der Zuwanderer sollen möglichst an jene der Aufnahmegesellschaft angepasst werden. Dadurch entsteht eine Stresssituation, denen besonders Frauen und Migranten mit niedriger Bildung ausgesetzt sind. Als Folge können psychosomatische Erkrankungen eintreten. Nicht selten werden in diesem Zusammenhang gesetzliche und informelle Schranken gegenüber den Migranten aufgebaut.
Dadurch entstehen bereits in der Phase der Auseinandersetzung der Zuwanderer mit der Aufnahmekultur, der Akkulturation, z.T. unüberwindliche Hürden. Dazu gehören eingeschränkte Möglichkeiten die neue Sprache zu erlernen, eine Arbeitserlaubnis und entsprechenden Wohnraum zu erhalten. Die zweite Stufe auf dem Weg zur Assimilation ist die Integration in die Gesellschaft, die eine Kontaktaufnahme außerhalb der eigenen Gruppe voraussetzt. Sie muss nicht zwangsläufig erfolgen. Besonders Negativerlebnisse und das Fehlen in die Einbindung in politische Partizipationen können von Seiten der Migranten zu einer Ablehnung dieses Schrittes beitragen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung kontextualisiert das Thema durch aktuelle mediale Ereignisse und stellt das Forschungsinteresse an den Regierungsplänen zur Migration dar.
2 Ursachen und Formen von Migration: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Migration, insbesondere Push- und Pull-Faktoren im globalen kapitalistischen Wirtschaftssystem.
3 Assimilation und pluralistische Gesellschaft: Hier wird der Gegensatz zwischen Assimilationsdruck in Europa und pluralistischen Ansätzen sowie die Rolle der Integration diskutiert.
4 Methoden: Dieses Kapitel beschreibt das hermeneutische Verfahren zur Analyse des Regierungsprogramms sowie die Erstellung des Interviewleitfadens für NGOs.
5 Migration im Regierungsprogramm: Es folgt eine detaillierte Zusammenfassung der geplanten Maßnahmen der Bundesregierung, unterteilt in verschiedene Politikfelder wie Arbeitsmarkt, Sicherheit und Bildung.
6 Positionen der NGOs: Dieses Kapitel arbeitet die Stellungnahmen und kritischen Einwände von Amnesty International und dem Österreichischen Roten Kreuz heraus.
7 Aktuelle Entwicklungen: Hier werden die neuesten politischen Debatten um das Bleiberecht und die Einführung der Rot-Weiß-Rot Card behandelt.
8 Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die mangelnde Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in den politischen Prozess.
Schlüsselwörter
Migration, Integration, Asyl, Regierungsprogramm, Österreich, Amnesty International, Rotes Kreuz, Assimilation, Zivilgesellschaft, Menschenrechte, Arbeitsmarkt, Rot-Weiß-Rot Card, interkultureller Dialog, politische Bildung, Fremdenrecht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die migrations- und integrationspolitischen Pläne der österreichischen Regierung der XXIV. Legislaturperiode und vergleicht diese mit den Positionen wichtiger NGOs.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentral sind Fragen der Zuwanderung, des Asylrechts, der Integration am Arbeitsmarkt, des Bildungszugangs sowie der Rolle von NGOs im politischen Diskurs.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die offiziellen Regierungspläne zu analysieren und deren Auswirkungen aus der Sicht von zivilgesellschaftlichen Organisationen kritisch zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt ein hermeneutisches Verfahren zur Textanalyse des Regierungsprogramms und ergänzt dies durch eine qualitative Befragung von NGOs mittels eines Interviewleitfadens.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Regierungsmaßnahmen (Migration im Regierungsprogramm) und die Darstellung der NGO-Positionen sowie die Auswertung aktueller politischer Entwicklungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Migration, Integration, Asyl, Menschenrechte, Zivilgesellschaft, Assimilation und politische Partizipation.
Wie bewerten die NGOs die geplanten Maßnahmen der Regierung?
Die NGOs äußern sich skeptisch, insbesondere hinsichtlich des Patensystems, der unzureichenden Einbindung der Zivilgesellschaft und der menschenrechtlichen Bedenken im Asylverfahren.
Was kritisiert der Autor an der Umsetzung des Asylrechts?
Der Autor kritisiert die zunehmende Kriminalisierung von Asylanträgen und die Tendenz der Regierung, juristische Hürden über menschliche Vernunft zu stellen.
- Citation du texte
- M.Ed. Michael Kopetzky-Tutschek (Auteur), 2009, Migration, Integration und Asyl in Österreich - Die Vorhaben der österreichischen Bundesregierung der XXIV. Legislaturperiode , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123632