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Vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk: Die Auswirkungen anhand von Walter Benjamins Essay "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit"

Titre: Vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk: Die Auswirkungen anhand von Walter Benjamins Essay "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit"

Dossier / Travail , 2007 , 14 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Cornelia Steinigen (Auteur)

Médias / Communication - Théorie, Modèles, Définitions
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Kunstwerk und seine Rolle im Wandel der menschlichen Wahrnehmung –
dies ist der Hauptgegenstand, mit dem sich der deutsche Philosoph Walter Benjamin
in seinem Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reprozierbarkeit“
(1936) befasst.1 Der Essay ist schon verschiedensten Theorien, so z. B.
der ästhetischen, der Film- oder der materialistischen Kunsttheorie zugeordnet
worden. Seine medienwissenschaftliche Rezeption legt den Schwerpunkt jedoch
zumeist auf das Einzelmedium Film, anhand dessen Beispiels Benjamin seine Argumentation
u. a. illustriert.2 Unverkennbar aber durchzieht die materialistischmarxistische
Weltsicht Benjamins die gesamte Argumentation im Text.
In der folgenden Arbeit soll untersucht werden, welche Auswirkungen die technische
Reproduzierbarkeit des Kunstwerks nach Benjamins Argumentation auf das
Kunstwerk selbst, die menschliche Wahrnehmung und die Gesamtgesellschaft
hat. Vorangehend dazu, muss zunächst die Situation des Kunstwerks vor Einführung
von Reproduktionstechniken analysiert werden. Schließlich soll am Ende der
Arbeit dargestellt werden, wie Benjamin die Veränderungen, die die technische
Vervielfältigung des Kunstwerks hervorbringen, bewertet und inwiefern seine Argumentation
an die heutige Realität anschlussfähig ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Das auratische Kunstwerk

2.1 Der Begriff der Aura

2.2 Merkmale des auratischen Kunstwerks

3. Der Übergang vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk

3.1 Manuelle und technische Reproduktion

3.2. Technische Reproduktion des Kunstwerks

3.2.1 Auswirkung auf das Kunstwerk: Die „Zertrümmerung der Aura“

3.2.2. Auswirkung auf die Wahrnehmung

3.2.2.1 Die Historizität der Wahrnehmung

3.2.1.1 Der Übergang von der kontemplativen zur zerstreuten Rezeption

3.2.2.3 Anwendungsbeispiel: Film

3.2.3 Auswirkung auf die Gesellschaft

3.3 Benjamins Bewertung der Auswirkungen der technischen Reproduktion des Kunstwerks

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die medientheoretischen Auswirkungen der technischen Reproduzierbarkeit von Kunstwerken, wie sie von Walter Benjamin in seinem gleichnamigen Essay von 1936 beschrieben werden. Zentral ist dabei die Frage, wie der Übergang vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk die menschliche Wahrnehmung, die gesellschaftliche Funktion von Kunst und das Emanzipationspotenzial des Mediums verändert.

  • Der Wandel vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk
  • Die „Zertrümmerung der Aura“ und ihre Folgen für die Echtheit
  • Transformation der Rezeptionsformen: Von kontemplativ zu zerstreut
  • Die Rolle der technischen Reproduktion bei der Demokratisierung von Kunst
  • Das Potenzial des Films als Instrument zur Wirklichkeitswahrnehmung

Auszug aus dem Buch

3.2.2.2 Der Übergang von der kontemplativen zur zerstreuten Rezeption

Benjamin unterscheidet in seinem Essay zwei Arten ein Kunstwerk zu rezipieren: Kontemplation bei auratischen und Zerstreuung bei entauratisierten Kunstwerken. Unter ersterer versteht er Sammlung bzw. Versenkung. Der sich vor dem auratischen Kunstwerk sammelnde und sich darin versenkende Rezipient kann sich seinem eigenen freien Assoziationsablauf bezüglich des Kunstwerks hingeben. Beispielsweise ist hier das Betrachten eines Gemäldes zu nennen.

Zerstreuung hingegen bedeutet für Benjamin die Ablenkung des Rezipienten dadurch, dass das entauratisierte Kunstwerk mit dem Ziel öffentliches Ärgernis zu erregen zum Mittelpunkt eines Skandals gemacht wird. Die Ablenkung bewirkt, dass freie Assoziationsabläufe bei der Rezeption des Kunstwerks unterbunden werden. Nicht mehr der Rezipient versenkt sich im Kunstwerk, sondern die zerstreute Masse der Rezipienten versenkt das Kunstwerk in sich. Nicht mehr die rein optische Wahrnehmung des Kunstwerks durch den Rezipienten steht im Mittelpunkt, sondern die physischen Auswirkungen des Kunstwerks auf den Rezipienten.

Handelte es sich bei der Kontemplation um eine Form der optischen Rezeption, sieht Benjamin die Zerstreuung als Form der taktilen Rezeption an, die wie ein Geschoss auf den Betrachter gerichtet ist und eine gewisse physische Schockwirkung auf ihn ausübt. Die einfühlende Haltung der Rezipienten gegenüber dem auratischen Kunstwerk wird durch eine kritisch-testende Haltung gegenüber dem entauratisierten Kunstwerk abgelöst. D. h. die physische Einwirkung des Kunstwerks auf den Wahrnehmenden ist Benjamins Argumentation zufolge Ursache für dessen Einstellungswandel gegenüber dem Kunstwerk.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung und der Zielsetzung der Arbeit, das Verhältnis von Kunstwerk, Technik und Wahrnehmung zu analysieren.

2. Das auratische Kunstwerk: Definition der Aura als Zeichen für Echtheit und Einmaligkeit, eingebettet in rituelle Zusammenhänge.

3. Der Übergang vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk: Untersuchung der manuellen und technischen Vervielfältigung und der damit einhergehenden gesellschaftlichen und wahrnehmungstheoretischen Transformationen.

4 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Emanzipationskraft technischer Medien und Benjamins Bewertung des technologischen Fortschritts.

Schlüsselwörter

Walter Benjamin, Kunstwerk, technische Reproduzierbarkeit, Aura, Zertrümmerung der Aura, Kontemplation, Zerstreuung, Film, taktile Rezeption, Medientheorie, Wahrnehmung, Demokratisierung, Kultwert, Ausstellungswert, materialistische Kunsttheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den medientheoretischen Essay von Walter Benjamin aus dem Jahr 1936 und dessen Thesen zur Veränderung von Kunst durch moderne Reproduktionstechniken.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Felder sind der Verlust der „Aura“ des Kunstwerks, die Veränderung der Wahrnehmungsweisen durch Massenmedien und die gesellschaftspolitische Rolle der Kunst.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, welche konkreten Auswirkungen die technische Vervielfältigung auf das Kunstwerk selbst, die menschliche Wahrnehmung und die Gesellschaft nach Benjamins Argumentation hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Textanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit der medienwissenschaftlichen Fachliteratur zu Walter Benjamin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert den Übergang vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk, die Auswirkungen auf die Rezeption (von kontemplativ zu zerstreut) sowie den Film als Anwendungsbeispiel.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem „Aura“, „Zertrümmerung“, „technische Reproduzierbarkeit“, „zerstreute Rezeption“ und „taktile Wahrnehmung“.

Was versteht Benjamin unter der „Zertrümmerung der Aura“?

Benjamin beschreibt damit den Prozess, bei dem durch massenhafte Reproduktion die einmalige, räumlich und zeitlich festgelegte Existenz eines Kunstwerks zugunsten einer kollektiven Verfügbarkeit aufgelöst wird.

Warum spielt der Film eine so große Rolle für die Argumentation?

Der Film wird als Musterbeispiel herangezogen, da er rein auf technischer Reproduktion basiert und durch seine Montagetechnik den Zuschauer zur zerstreuten, taktilen Rezeption zwingt.

Erzeugt die technische Reproduktion zwangsläufig ein kritisch-analytisches Publikum?

Die Arbeit hinterfragt kritisch Benjamins Hoffnung: Während er den Film als emanzipatorisch betrachtet, zeigt die Realität, dass Rezipienten Filme häufig zur Entspannung und Identifikation nutzen, anstatt eine kritische Distanz einzunehmen.

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Résumé des informations

Titre
Vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk: Die Auswirkungen anhand von Walter Benjamins Essay "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit"
Université
http://www.uni-jena.de/  (Kultur und Ästhetik der Medien)
Cours
Einführung in die Medientheorie
Note
2,0
Auteur
Cornelia Steinigen (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
14
N° de catalogue
V123675
ISBN (ebook)
9783640281626
ISBN (Livre)
9783640284511
Langue
allemand
mots-clé
Kunstwerk Auswirkungen Walter Benjamins Essay Kunstwerk Zeitalter Reproduzierbarkeit Einführung Medientheorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Cornelia Steinigen (Auteur), 2007, Vom auratischen zum technisch reproduzierten Kunstwerk: Die Auswirkungen anhand von Walter Benjamins Essay "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123675
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Extrait de  14  pages
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