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Kinder und Jugendliche mit traumatischen und belastenden Lebenserfahrungen im Schulalltag

Welche Unterstützungsmöglichkeiten hat die Institution Schule?

Titre: Kinder und Jugendliche mit traumatischen und belastenden Lebenserfahrungen im Schulalltag

Dossier / Travail , 2022 , 25 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Travail Social
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Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit Kindern und Jugendlichen mit Traumaerfahrungen und belastenden Kindheitserfahrungen. Diese Begriffe werden beide abgegrenzt und einer genaueren Betrachtung unterzogen. Weiterhin werden die Auswirkungen ebendieser auf den Schulalltag genauer thematisiert und letztlich werden Unterstützungsmöglichkeiten für belastete Kinder und Jugendliche unter Einbeziehung von traumapädagogischen Konzepten aufgezeigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Traumatische Erfahrungen

2.1. Abgrenzung zu belastenden Kindheitserlebnissen

2.2. Risiko- und Schutzfaktoren

3. Psychosoziale Prozesse nach traumatischen Lebensereignissen am Beispiel von geflüchteten Kindern und Jugendlichen

4. Psychische Störungen als Folge

4.1. Anpassungsstörung

4.2. Posttraumatische Belastungsstörung

4.3. Symptome und Verhaltensweisen im Schulalltag

5. Traumapädagogische Unterstützungsmöglichkeiten

5.1. Der gute Grund

5.2. Schule als sicherer Ort

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen, mit denen Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte im Schulalltag konfrontiert sind, wenn sie mit traumatisierten oder stark belasteten Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ziel ist es, auf Basis traumapädagogischer Konzepte Handlungsmöglichkeiten für die Institution Schule aufzuzeigen, um betroffene Schülerinnen und Schüler effektiv zu unterstützen und zu begleiten.

  • Traumatische Erfahrungen und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
  • Differenzierung zwischen Traumata und belastenden Kindheitserlebnissen
  • Psychosoziale Prozesse bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen
  • Relevanz der pädagogischen Beziehungsarbeit im Kontext von Traumata
  • Traumpädagogische Konzepte („Der gute Grund“ und „Schule als sicherer Ort“)

Auszug aus dem Buch

2 Traumatische Erfahrungen

Das Wort Trauma hat seinen Ursprung im Griechischen und bedeutet „Wunde" oder „Verletzung”. Der Begriff des Traumas findet sich in verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen wieder, so zum Beispiel im medizinischen, biologischen oder rechtlichen Kontext. In dieser Ausarbeitung wird Trauma im psychischen Kontext betrachtet. Nach herrschender Meinung wird ein Trauma als „vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und den individuellen Bewältigungsmöglichkeiten, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirkt“ definiert. (Fischer/Riedesser 2009, S.84)

Traumatische Erfahrungen gehen auf Geschehnisse zurück, die als eine Bedrohung für das Leben beziehungsweise die körperliche und psychische Unversehrtheit erlebt werden. Sie übersteigen die normalen Anpassungs- und Bewältigungsstrategien und die Selbstverteidigungssysteme eines Menschen. In solchen Gefahrensituationen reagiert der Körper mit einer unkontrollierbaren Stressreaktion, bei der es zu messbaren Veränderungen der Hirnfunktion kommt. Der Körper wird durch die Ausschüttung einer Vielzahl von Stresshormonen auf eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion (engl. Fight-or-flight response) vorbereitet, um sich der bedrohlichen Situation anzunehmen. Ist in der Situation ebendiese nicht möglich, kommt es zu einem Zustand des Erstarrens, (eng. Freeze response) welcher sich durch eine Hypervigilanz, also einer stark erhöhten Wachsamkeit und gleichzeitiger Bewegungslosigkeit auszeichnet. Aktives Handeln, seitens der betroffenen Person, wird durch diese Stressreaktion unmöglich. Die mit dieser Reaktion verbundenen Änderungen der Hirnfunktion können auch nach der Bedrohungssituation weiterhin messbare Veränderungen im Gehirn hinterlassen. (vgl. UNHCR 2016, S. 16-17) Der Körper verbleibt also, auch über das Trauma hinaus, in einer nicht vollendeten Stressreaktion. (vgl. Huber 2003, S 44) Als Folge kann das Selbst- und Weltverständnis sowie die positive Vorstellung und das Vertrauen in Menschen und die Gesellschaft nachhaltig gestört werden. Gerade für Kinder und Jugendliche, die sich in einer Lebensphase befinden, in der sich das Selbst und Weltbild noch entwickelt, stellt eine traumatische Erfahrung in besondere Weise einen gravierenden Einschnitt dar. (vgl. UNHCR 2016, S. 17)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz traumatischer Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen für das Arbeitsfeld Schule.

2. Traumatische Erfahrungen: Dieses Kapitel definiert den Traumabegriff, grenzt diesen von allgemeinen Belastungen ab und analysiert Risiko- sowie Schutzfaktoren.

3. Psychosoziale Prozesse nach traumatischen Lebensereignissen am Beispiel von geflüchteten Kindern und Jugendlichen: Das Konzept der sequenziellen Traumatisierung wird genutzt, um die spezifischen Fluchterfahrungen und deren psychische Auswirkungen zu verdeutlichen.

4. Psychische Störungen als Folge: Hier werden Störungsbilder wie die Anpassungsstörung und die PTBS erläutert sowie Symptome und Verhaltensweisen im Schulalltag aufgezeigt.

5. Traumapädagogische Unterstützungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel stellt mit dem „guten Grund“ und der „Schule als sicherer Ort“ zentrale Konzepte für die pädagogische Praxis vor.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Bedeutung von Beziehungsarbeit und Kooperation mit externen Hilfesystemen hervor.

Schlüsselwörter

Traumapädagogik, Schule, Soziale Arbeit, Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Anpassungsstörung, sequenzielle Traumatisierung, Kindheitserfahrungen, Resilienz, Beziehungsarbeit, Schutzfaktoren, Fluchterfahrung, Schulalltag, Schulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von traumatisierten und psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen in der Institution Schule.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die Auswirkungen von Traumata auf das Lernen und Verhalten, die Rolle der Lehrkräfte, notwendige traumapädagogische Haltungen sowie die Bedeutung der Schulsozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte aufzuzeigen, wie sie Schule als sicheren Ort gestalten können, um betroffene Schülerinnen und Schüler zu begleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung anhand einer Literaturanalyse zu traumapädagogischen Konzepten und psychologischen Fachmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Traumata, eine Analyse psychosozialer Prozesse bei (geflüchteten) Kindern sowie eine detaillierte Erläuterung traumapädagogischer Konzepte.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Traumapädagogik, Beziehungsgestaltung, Resilienz, Schulentwicklung und psychische Folgestörungen charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "Trauma" und "belastenden Kindheitserfahrungen" eine Rolle?

Die Unterscheidung hilft dabei, den Unterstützungsbedarf präzise zu erfassen, auch wenn ein Kind die medizinischen Kriterien für ein Trauma nach ICD-10 nicht vollständig erfüllt.

Was ist mit dem traumpädagogischen Konzept des "guten Grundes" gemeint?

Das Konzept besagt, dass schwieriges Verhalten von Kindern aus ihrer Lebensgeschichte heraus als „sinnvoll“ verstanden werden muss, um dem Kind mit einer annehmenden statt sanktionierenden Haltung zu begegnen.

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Résumé des informations

Titre
Kinder und Jugendliche mit traumatischen und belastenden Lebenserfahrungen im Schulalltag
Sous-titre
Welche Unterstützungsmöglichkeiten hat die Institution Schule?
Université
University of Applied Sciences Darmstadt
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
25
N° de catalogue
V1240133
ISBN (PDF)
9783346666291
ISBN (Livre)
9783346666307
Langue
allemand
mots-clé
Schulsozialarbeit Trauma posttraumatische Belastungsstörung PTBS Kindheitserfahrungen Traumapädagogig Schule Psychichische Störungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2022, Kinder und Jugendliche mit traumatischen und belastenden Lebenserfahrungen im Schulalltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1240133
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Extrait de  25  pages
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