Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Pédagogie pour écoles

Kritik der Grundschulempfehlung im Kontext der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit

Titre: Kritik der Grundschulempfehlung im Kontext der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit

Thèse de Bachelor , 2022 , 46 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Nama Menge (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Rolle die Grundschulempfehlung bei der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit spielt und wie genau sie diese fördert.

Spricht man über soziale Ungleichheiten, so spricht man zwingend über sozio-ökonomische Schichten. Hinter diesen verbergen sich mehrere Faktoren, die definierend und maßgebend sind. Vor allem das kulturelle Kapital und der Habitus sind für diese Untersuchung von großer Bedeutung, da sie auf den Bildungsweg und den Bildungserfolg einen großen Einfluss haben. Daher fängt diese Arbeit mit der Abhandlung über den Habitus und das kulturelle Kapital.

Folgend werden die Grundschulempfehlung, ihre Entstehungsgeschichte und der rechtliche Rahmen, Abläufe und Prozesse behandelt. Es gibt viele Begrifflichkeiten, die die grundschulische Empfehlung der Schulform der Sekundarstufe I bezeichnen. Um die Lesbarkeit zu erleichtern, werden in dieser Arbeit die Begriffe Grundschulempfehlung, Übergangsempfehlung, Schulformempfehlung etc. als Sammelbegriffe verwendet. Bildung ist Ländersache. Alle Bundesländer haben unterschiedliche Schulstrukturen. Die einzige Schulform der Sekundarstufe I, die in allen Teilen Deutschlands vertreten ist, ist das Gymnasium. Die Anzahl und die Art der Alternativen sind jedoch unterschiedlich. Nichtdestotrotz bleibt das Gymnasium die beliebteste Schulform. Da es unter den Bundesländern einen Trend zur Zweigliedrigkeit gibt, konzentriert sich diese Arbeit vor allem auf die Wahl zwischen einem Gymnasium und einer alternativen nichtgymnasialen Schulform.

Abschließend wird das Phänomen Grundschulempfehlung mit den Theorien des Habitus und des kulturellen Kapitals nach der Frage des genauen Beitrags zur Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit untersucht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien von Bourdieu als Grundlage für die weitere Untersuchung

2.1. Das kulturelle Kapital

2.2. Habitus

3. Grundschulempfehlung – Geschichte und rechtlicher Rahmen

3.1. Die Entstehung der Grundschule und der Grundschulempfehlung

3.2. Rechtlicher Rahmen

4. Die Rolle der Grundschulempfehlung in der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit

4.1. Kritik des rechtlichen Rahmens

4.2. Die Rolle des Schüler*innenhabitus

4.3. Die Bedeutung der Lehrer*innen und ihres Habitus für den Übergang

4.3.1. Das pädagogische Urteil

4.3.2. Bezug auf Noten als Fairness-Faktor?

4.4. Direkter und indirekter Einfluss der Eltern

4.5. Wie die Sekundarschulen ihre Schülerschaft wählen

4.6. Gibt es einen Unterschied bezüglich des Verbindlichkeitscharakters?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das deutsche Grundschulempfehlungssystem kritisch hinsichtlich der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das pädagogische Urteil und die Selektionsmechanismen beim Übergang auf weiterführende Schulen bestehende sozioökonomische Disparitäten aufrechterhalten und verstärken.

  • Kritische Analyse des Übergangs von der Grundschule in die Sekundarstufe.
  • Anwendung soziologischer Theorien von Pierre Bourdieu (Habitus und kulturelles Kapital).
  • Untersuchung der Rolle von Eltern und Lehrkräften bei der Bildungsselektion.
  • Dekonstruktion des meritokratischen Prinzips im deutschen Bildungssystem.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Das zentrale Ziel eines jeden Bildungssystems muss sein, Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und entsprechend ihres Potenzials zu fördern“ (Steinmayr, Michels, Weidinger, 2017, S. 7).

Die Realität sieht in Deutschland anders aus. 14,6% der Kinder von Eltern ohne Bildungsabschluss bleiben ebenfalls ohne Bildungsabschluss, wobei der Hauptschulabschluss in dieser Gruppe mit 44,1% am verbreitetsten ist (Vgl. Solga, Dombrowski, 2009, S. 15). 36,6% der Kinder von Eltern mit Hauptschulabschluss schaffen ebenfalls einen Hauptschulabschluss und nur 24,5% von ihnen erwerben die Fachhochschulreife oder das (Fach-)Abitur (Vgl. ebd., S. 15). Bei den Kindern von Eltern mit Realschulabschluss ist ein Realschulabschluss am wahrscheinlichsten, während 15,4 % einen Hauptschulabschluss machen und 41,3 % die Fachhochschulreife oder das (Fach-)Abitur erwerben (Vgl. ebd.). Am stärksten ist die Reproduktion des institutionalisierten kulturellen Kapitals im Falle von Familien mit Abiturienten als Eltern (Vgl. ebd.). 67,1% der Kinder dieser Familien beenden ihre Schullaufbahn ebenfalls mit einem Abitur (Vgl. ebd.). Es ist klar zu sehen, dass die Chancenungleichheit durch die Schule nicht überwunden wird und die Bildungsungleichheit, die wiederum einen großen und entscheidenden Einfluss auf die soziale Ungleichheit hat (Vgl. Anger, Geis, 2017, S. 43-58; Vgl. Steinmayr, Michels, Weidinger, 2017, S. 7; Vgl. van Ophuysen, 2018, S. 92), reproduziert wird. Doch wie kommt das zustande?

Zusammenfassung der Kapitel

Theorien von Bourdieu als Grundlage für die weitere Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe des kulturellen Kapitals und des Habitus, um die Mechanismen sozialer Differenzierung innerhalb des Bildungssystems theoretisch zu fundieren.

Grundschulempfehlung – Geschichte und rechtlicher Rahmen: Hier wird der historische Kontext der Grundschule und die rechtliche Einbettung der Empfehlungsprozesse in den verschiedenen Bundesländern dargestellt.

Die Rolle der Grundschulempfehlung in der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit: Dieses Kernkapitel analysiert kritisch, wie rechtliche Rahmenbedingungen, der Habitus von Schülern und Lehrkräften sowie elterliche Einflüsse dazu beitragen, soziale Ungleichheiten zu festigen.

Fazit: Die abschließende Betrachtung resümiert, dass das Bildungssystem die gestellte Aufgabe der Chancengleichheit verfehlt und die Grundschulempfehlung als Instrument zur Reproduktion sozialer Ungleichheit fungiert.

Schlüsselwörter

Grundschulempfehlung, Soziale Ungleichheit, Habitus, Kulturelles Kapital, Bildungsselektion, Bildungsungleichheit, Meritokratie, Schullaufbahn, Sozioökonomischer Status, Bildungsaufstieg, Bourdieu, Lehrerhabitus, Schülerhabitus, Bildungssystem, Übergangsentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit kritisiert das System der Grundschulempfehlung als einen Prozess, der soziale Ungleichheit im Bildungssystem nicht abbaut, sondern systematisch reproduziert und legitimiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Bildungsselektion beim Übergang auf weiterführende Schulen, die Bedeutung der sozioökonomischen Herkunft sowie die Rolle der habituellen Prägung von Schülern und Lehrkräften.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welche Rolle die Grundschulempfehlung bei der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit spielt und auf welche Weise sie diese fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Konzepte, insbesondere der Theorie von Pierre Bourdieu.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der rechtliche Rahmen, der Einfluss des elterlichen Habitus, die Rolle der Lehrerbeurteilung sowie die Selektionspraktiken weiterführender Schulen detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Grundschulempfehlung, Habitus, kulturelles Kapital, soziale Herkunft und Bildungsselektion.

Welchen Einfluss hat das \"pädagogische Urteil\" konkret?

Das pädagogische Urteil ist laut Arbeit häufig stark am Habitus der Lehrkräfte und der Kinder orientiert, wodurch das eigentliche kognitive Potenzial bei Kindern aus bildungsfernen Schichten oft verkannt wird.

Wie gehen Eltern mit der Empfehlung um?

Eltern handeln meist entlang ihrer Bildungsaspirationen. Dabei zeigt sich, dass Eltern aus privilegierten Schichten ihre Kinder häufiger entgegen einer niedrigen Empfehlung auf ein Gymnasium schicken.

Welche Rolle spielen "Noten"?

Noten werden von Lehrkräften oft als objektiver Fairness-Faktor herangezogen, obwohl sie in der Praxis stark durch soziale Faktoren und den elterlichen Hintergrund beeinflusst sind.

Fin de l'extrait de 46 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Kritik der Grundschulempfehlung im Kontext der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit
Université
University of Cologne
Cours
Bildungswissenschaften
Note
1,3
Auteur
Nama Menge (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
46
N° de catalogue
V1243308
ISBN (PDF)
9783346667205
ISBN (Livre)
9783346667212
Langue
allemand
mots-clé
Schulsystem Kritik Grundschulempfehlung Schulformempfehlung Schulform Empfehlung Grundschule Gymnasium Realschule Hauptschule Abschluss Primarstufe Übergang von der Primarschule in eine Weiterführende Schule Weiterführende Schule Sekundarstufe Sekundarstufe 1 Sekundarstufe I Sekundarstufe 2 Sekundarstufe II Kind Schüler Lehrer Gerechtigkeit Fairness Eltern Familie Pierre Bourdieu Bourdieu Soziologie Philosophie Gesellschaft Gesellschaftskritik Klasse Klassen Klassensystem Rassismus Migrationshintergrund Klassismus Unterdrückung Benachteiligung Benachteiligte Kinder Noten Klassenarbeit Hauptfach Hauptfächer Nebenfächer Abitur Realschulabschluss Hauptschulabschluss Matura Politik Bildung Bildungspolitik Bildungsbenachteiligung Habitus Oberschicht Kulturelles Kapital das kulturelle Kapital Mittelschicht Unterschicht Armut Bildungsarmut Übergang das pädagogische Urteil
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nama Menge (Auteur), 2022, Kritik der Grundschulempfehlung im Kontext der Reproduktion und Legitimation sozialer Ungleichheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243308
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  46  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint