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Rechtsextremismus bei Mädchen und jungen Frauen in Deutschland. Motive und Hintergründe

Titre: Rechtsextremismus bei Mädchen und jungen Frauen in Deutschland. Motive und Hintergründe

Travail d'étude , 2020 , 32 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor Michéle Wohlrab (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Die Arbeit thematisiert die Frage, warum sich das weibliche Geschlecht zu rechtsextremen Strukturen hingezogen fühlt. Inhaltlich soll in erster Linie nicht beschrieben werden, ob Frauen mehr oder weniger rechtsextremes Gedankengut verfolgen als das gegensätzliche Geschlecht. Stattdessen wird gezielter in dieser Arbeit darauf eingegangen, weshalb sich auch junge Frauen von autoritären und rechtsextremen Orientierungen angezogen fühlen. Ziel der Arbeit ist, Gründe und Motive für rechte Einstellungen bei Frauen zu finden.

Rechtsextremismus und rechtsextrem motivierte Gewalttaten werden in den meisten Fällen jungen „am Rande der Gesellschaft stehenden“ Männern zugeschrieben. Von Frauen, die solche Haltungen oder Verhaltensweisen vertreten, ist in der Literatur nur selten zu lesen und wird auch gesellschaftlich eher ignoriert. Doch beim Blick auf das Wahlverhalten in Deutschland wird deutlich, dass ein Drittel der Wähler*innen von rechtsorientierten Parteien Frauen sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtsextremismus – eine Begriffsannäherung

3. Die Rolle der Frau im Rechtsextremismus

4. Motive und Motivation

4.1 Diskriminierungs- und Deprivationsthese

4.2 Die Ebene des Kulturethnozentrismus

4.3 Die Ebene der weiblichen Sozialisation

4.4 Die idiologische Aufwertung der Frauenrolle

4.5 Persönliche Ebene

4.6 Die rechte Esoterik und die Relevanz der Frau

5. Die Frage um den rechten Feminismus

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht die Motive und Hintergründe, die dazu führen, dass sich Mädchen und junge Frauen in Deutschland rechtsextremen Strukturen zuwenden. Dabei wird der Fokus gezielt auf die geschlechtsspezifischen Aspekte und die Komplexität dieser politischen Orientierungen gelegt, um ein tieferes Verständnis für die individuelle Motivation innerhalb dieses gesellschaftlichen Phänomens zu entwickeln.

  • Analyse von geschlechtsspezifischen Rollenbildern im Rechtsextremismus.
  • Untersuchung von Sozialisationsfaktoren und biografischen Hintergründen.
  • Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Diskriminierungserfahrungen und rechtsextremen Einstellungen.
  • Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau und dem Phänomen des "rechten Feminismus".

Auszug aus dem Buch

3. Die Rolle der Frau im Rechtsextremismus

Eine einheitliche Rolle für Mädchen und Frauen kann im Rechtsextremismus kaum gefunden werden. Dennoch decken sie in der rechtsextremen Szene ein weitgefächertes Feld an Handlungs- und Orientierungsmustern ab. Auch im politischen Diskurs haben Frauen Einfluss, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass sie in erster Linie die historischen traditionellen Rollen der Rechtsextremen einnehmen.

Für junge Frauen, die rechtsextreme Denkweisen vertreten und sich in solchen Kreisen bewegen, sind vielfältige Konzeptionen für eine Geschlechterrolle möglich. Mädchen sind weniger an rechtsextrem-motivierten Gewalthandlungen beteiligt als Jungen und Männer. Das bestätigt aber nicht, dass sie in dieser Szene weniger Präsenz zeigen oder weniger in szenen-typischen Strategien eingebunden sind. Vor allem beim Verbreiten des rechtsextremen Gedankenguts sind Mädchen und junge Frauen dem männlichen Geschlecht voraus und versuchen besonders mit rechten Sprüchen selbstbewusst und stark zu wirken.

In der rechtsextremen Szene lassen sich mindestens drei Typen einer weiblichen Rolle nennen. Zum einen die eindeutig Zugehörigen, die mit ihrem Aussehen ihre Neigung präsentieren. Dazu zählt besonders das Tragen rechter Kleidungsmarken. Eine weitere Kategorie bilden die ambivalenten jungen Frauen, die ihre Einstellungen nur in ihrem rechtsextremen Umfeld präsentieren und sich gesellschaftlich unauffällig verhalten. Diese verwenden eindeutige rechtsextreme Symbole, welche dezent Einsatz finden und erst bei genauem Hinsehen bestimmbar sind. Besonders in Konfrontationen mit anderen Bereichen (Familie, Schule, Verein) halten sich Frauen dieser Kategorie verdeckt und profitieren von der Anerkennung in den verschiedenen Bereichen, in denen sie agieren. Häufig handelt es sich um Grenzgängerinnen, die zwischen den verschiedenen Welten wechseln und auf diesen Weg Akzeptanz erfahren. Der dritte Typ der Frau in rechtsextremen Strukturen lässt sich anhand der unerkannten Art bestimmen. Im Gegensatz zu den eben genannten Kategorien ist diese äußerlich kaum erkennbar, da weder ihre Kleidung noch das Auftreten unmittelbar für eine rechtsextreme Neigung sprechen. Auch innerhalb ihrer Szene halten sich Frauen in diesem Feld im Hintergrund und sind eher Mitläuferinnen (vgl. Elverich, Köttig 2007, S. 11ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Rechtsextremismus und definiert das Ziel der Arbeit, die Motive junger Frauen für rechtsextreme Orientierungen zu erforschen.

2. Rechtsextremismus – eine Begriffsannäherung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Definitionen und theoretische Konzepte des Rechtsextremismus, um ein Basisverständnis für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Die Rolle der Frau im Rechtsextremismus: Hier werden verschiedene weibliche Rollenbilder innerhalb der extrem rechten Szene identifiziert und hinsichtlich ihrer Funktion und Sichtbarkeit analysiert.

4. Motive und Motivation: Das umfangreichste Kapitel untersucht mittels verschiedener Thesen (Diskriminierung, Kulturethnozentrismus, Sozialisation) die psychologischen und sozialen Hintergründe für den Zugang von Frauen zum Rechtsextremismus.

5. Die Frage um den rechten Feminismus: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit dem Paradoxon von Emanzipationsforderungen innerhalb rechtsextremer, antifeministischer Strukturen auseinander.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung für die Soziale Arbeit, um professionell und präventiv auf dieses Phänomen reagieren zu können.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Frauen, Mädchen, Geschlechterrolle, Sozialisation, Diskriminierung, Autoritarismus, Identität, politisches Engagement, Motivation, rechte Szene, Empowerment, Ideologie, Soziale Arbeit, Emanzipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Motive und sozialen Hintergründe, die dazu führen, dass sich Mädchen und junge Frauen in Deutschland rechtsextremen Strukturen und Ideologien anschließen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Rolle der Frau in der Rechten, geschlechtsspezifische Sozialisationsbedingungen, der Einfluss von Diskriminierungserfahrungen sowie das Spannungsfeld zwischen Rechtsextremismus und Feminismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Komplexität der Gründe für rechte Einstellungen bei Frauen zu veranschaulichen, statt sie einfach zu verallgemeinern, um Ansätze für die Soziale Arbeit zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener bereits existierender Studien und Forschungsansätze zur geschlechtsspezifischen Ausprägung von Rechtsextremismus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Annäherung an den Begriff Rechtsextremismus, die Untersuchung verschiedener weiblicher Rollentypen und die Analyse theoretischer Modelle wie der Diskriminierungs- und Sozialisationsthese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Rechtsextremismus, Geschlechterrolle, Identität, Sozialisation, Autoritarismus und Soziale Arbeit aus.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Frauen in der rechten Szene?

Die Arbeit identifiziert unter anderem eindeutig zugehörige Aktive, ambivalente „Grenzgängerinnen“ und äußerlich unauffällige Mitläuferinnen innerhalb der rechten Strukturen.

Welche Bedeutung hat das Thema für die Soziale Arbeit?

Für die Soziale Arbeit ist das Wissen um die individuellen, oft komplexen Hintergründe der politischen Radikalisierung essenziell, um professionelle Präventions- und Interventionsstrategien zu entwickeln.

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Résumé des informations

Titre
Rechtsextremismus bei Mädchen und jungen Frauen in Deutschland. Motive und Hintergründe
Université
University of Applied Sciences Gera-Eisenach
Note
1,3
Auteur
Bachelor Michéle Wohlrab (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
32
N° de catalogue
V1244565
ISBN (PDF)
9783346669636
ISBN (Livre)
9783346669643
Langue
allemand
mots-clé
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Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bachelor Michéle Wohlrab (Auteur), 2020, Rechtsextremismus bei Mädchen und jungen Frauen in Deutschland. Motive und Hintergründe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244565
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Extrait de  32  pages
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