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Protestformen der Kampagne zur Abschaffung des § 218 in der Bundesrepublik der 1970er Jahre

Titre: Protestformen der Kampagne zur Abschaffung des § 218 in der Bundesrepublik der 1970er Jahre

Thèse de Bachelor , 2022 , 34 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Gesa Jensen (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Histoire moderne
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Wie werden die Protestformen im Kampf gegen den § 218 genutzt, um diesen abzuschaffen? Wie verändern sich die Protestformen im Ablauf der "Aktion 218" und welche werden kontinuierlich bzw. diskontinuierlich angewandt? Welche Personen sollten auf die Kampagne aufmerksam gemacht werden? Welcher Einfluss wurde wie auf die gewählten Protestformen gerichtet und was rief dieser Einfluss hervor? Welchen Erfolg oder Misserfolg hatten die Aktivistinnen mit ihren gewählten Protestformen?

Der Aufbau der Arbeit beginnt mit einem Überblickkapitel über die Kampagne gegen den § 218 und die Neue Frauenbewegung, dieses beschreibt die geschichtlichen Hintergründe und den Verlauf. Im nächsten Kapitel wird in drei Unterkapiteln die Herkunft und Auswahl der Protestformen in der Kampagne gegen den § 218 beleuchtet. Hier wird die historische Tradition, Anregungen aus anderen Ländern und die Auswahl der Protestformen vorgestellt. Das Kapitel vier beschäftigt sich mit den Protestformen im Verlauf der Kampagne und stellt hier die Kontinuitäten und Diskontinuitäten sowie die äußere Beeinflussung der Protestformen dar. Das vorletzte Kapitel widmet sich den Ergebnissen der Kampagne, nämlich der Indikationslösung und den Schlussfolgerungen, die aus der Kampagne und ihren Protestformen zu ziehen sind. Im letzten Punkt wird ein Resümee gezogen und die Ergebnisse der Thesen beleuchtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kampagne gegen den § 218 und die Neue Frauenbewegung

3. Herkunft und Auswahl der Protestformen

3.1. Die historische Tradition des Protestes gegen den § 218 und dessen Protestformen

3.2. Anregungen der Protestformen aus anderen Ländern

3.3. Auswahl der Protestformen durch die AktivistInnen der Kampagne

4. Die Protestformen im Verlauf der Kampagne

4.1. Kontinuitäten und Diskontinuitäten der eingesetzten Protestformen im Verlauf der Kampagne

4.2. Die äußere Beeinflussung durch Justiz, Kirche und Medien

5. Die Ergebnisse der Kampagne zur Abschaffung des § 218

5.1. Februar 1976 – Die Indikationslösung

5.2. Schlussfolgerungen aus der Kampagne gegen den § 218

6. Resümee und Ergebnisse der Thesen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Protestformen der Neuen Frauenbewegung im Kampf gegen den Abtreibungsparagrafen § 218 in der Bundesrepublik Deutschland während der 1970er Jahre. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie sich diese Protestformen im Verlauf der Kampagne veränderten, welche Rolle äußere Einflüsse spielten und inwieweit die Aktivistinnen durch ihre Aktionen eine politische Wirkung oder den sozialen Wandel hin zu mehr Selbstbestimmung erreichen konnten.

  • Analyse der historischen Entwicklung von Protesten gegen den § 218.
  • Untersuchung von Kontinuitäten und Diskontinuitäten bei angewandten Protestformen.
  • Bewertung der Rolle von Medien und Institutionen als Einflussfaktoren auf die Kampagne.
  • Darstellung der Mobilisierung von Frauengruppen und der Entstehung kollektiver Identität.
  • Evaluierung der politischen Ergebnisse, insbesondere der Indikationslösung von 1976.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die historische Tradition des Protestes gegen den § 218 und dessen Protestformen

Im Jahre 1532 wurde der Begriff der „Abtreibung“ das erste Mal in der „Peinlichen Gerichtsordnung“ von Kaiser Karl dem V. genannt. „133. Item so jemandt eynem weibßbild durch bezwang, essen oder drincken, eyn lebendig kindt abtreibt, wer auch mann oder weib vnfruchtbar macht, so solch übel fürsetzlicher vnd boßhafftiger weiß beschicht, soll der mann mit dem schwert, als eyn todtschläger, vnnd die fraw so sie es auch an jr selbst thette, ertrenckt oder sunst zum todt gestrafft werden.“

Der § 218 des Strafgesetzbuches wurde dann am 15. Mai 1871, nach der Gründung des Deutschen Reichs in Kraft gesetzt. „§ 218. (1) Eine Schwangere, welche ihre Frucht vorsätzlich abtreibt oder im Mutterleibe tödtet, wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren bestraft. (2) Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Gefängnißstrafe nicht unter sechs Monaten ein. (3) Dieselben Strafvorschriften finden auf denjenigen Anwendung, welcher mit Einwilligung der Schwangeren die Mittel zu der Abtreibung oder Tödtung bei ihr angewendet oder ihr beigebracht hat.“

Schon die Frauen, die in der ersten Frauenbewegung aktiv waren und einigen Frauen aus bürgerlichen Frauenorganisationen, erkannten in dem § 218 eine besondere Ungerechtigkeit in der Selbstbestimmung über ihren Körper. Sie wandten sich dagegen, dass das Ehegesetz, durch die erlaubte straflose Vergewaltigung des Ehemannes die Frauen zu rechtlosen Personen machte, während sie bei einer Abtreibung jedoch selbst voll verantwortlich waren. Mit dem Beginn der Debatte über die Indikation (straflose Abtreibung bei besonderen medizinischen, sozialen oder sonstigen Umständen) und der Verfolgung der privat durchgeführten Abtreibungen formierte sich dazu auch die Frauenbewegungen in dem beginnenden 20. Jahrhundert. Mit dem Bund Deutscher Frauenvereine (BDF), der am 28. März 1894 gegründet wurde, sollte eine Organisation formiert werden, die die unterschiedlichen Frauenaktivitäten mit ihren verschiedenen Meinungen unter einem Dach versammelt und die Rechte der Frauen durchsetzen sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des § 218 ein, umreißt den historischen Zeitraum der 1970er Jahre und stellt die Thesen sowie das methodische Vorgehen dar.

2. Die Kampagne gegen den § 218 und die Neue Frauenbewegung: Das Kapitel erläutert die Formierung der Neuen Frauenbewegung als soziale Gegenbewegung und beschreibt den Ausgangspunkt des Protests gegen patriarchale Strukturen.

3. Herkunft und Auswahl der Protestformen: Hier wird die historische Tradition des Abtreibungsverbots analysiert und aufgezeigt, wie internationale Impulse die Wahl spezifischer Protestformen für die deutsche Kampagne beeinflussten.

4. Die Protestformen im Verlauf der Kampagne: Dieses Kapitel untersucht die Dynamik zwischen kontinuierlichen Aktionen und diskontinuierlichen Kampagnen sowie den Einfluss von Justiz, Kirche und Medien auf die Bewegung.

5. Die Ergebnisse der Kampagne zur Abschaffung des § 218: Die Ergebnisse beleuchten die Einführung der Indikationslösung im Jahr 1976 und ziehen ein Fazit über die Auswirkungen der Kampagne auf das gesellschaftliche Selbstverständnis der Frau.

6. Resümee und Ergebnisse der Thesen: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Relevanz der aufgestellten Thesen im Kontext der 1970er-Jahre-Protestbewegung.

Schlüsselwörter

§ 218, Neue Frauenbewegung, Abtreibung, Selbstbestimmung, Protestformen, Aktion 218, Indikationslösung, Emanzipation, Frauensolidarität, Bundesrepublik, 1970er Jahre, Schwangerschaftsabbruch, Patriarchat, Aktivismus, Geschlechterverhältnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Untersuchung beschäftigt sich mit dem organisierten Protest der Neuen Frauenbewegung gegen den Paragrafen 218 in den 1970er Jahren und analysiert, wie Frauen durch gezielte Protestmethoden um ihr Recht auf Selbstbestimmung kämpften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehung von Frauengruppen, die Historie des Abtreibungsrechts, die Rezeption internationaler Protestformen und die politischen Reaktionen auf die Kampagnen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Protestformen von kontinuierlichen zu diskontinuierlichen Aktionen entwickelten und welche Rolle diese bei der gesellschaftlichen Politisierung des Themas Abtreibung spielten.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zeitgenössischer Dokumentensammlungen, Quellen der Frauenbewegung und historischer Überblickswerke zur bundesdeutschen Protestgeschichte.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung, die Adaption internationaler Ansätze wie der Selbstbezichtigungskampagne sowie die Analyse der äußeren Einflussfaktoren durch Justiz, Medien und Parteien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Selbstbestimmung, politische Mobilisierung, Indikationslösung, Frauensolidarität und die direkte Aktion als zentrales strategisches Mittel.

Warum wird in der Arbeit explizit auf die Selbstbezichtigungskampagne eingegangen?

Die Kampfaktion "Wir haben abgetrieben" gilt als ein zentraler Wendepunkt, da sie das private Thema Abtreibung durch Medienöffentlichkeit zu einem gesellschaftlichen Politikum machte.

Welchen Einfluss hatten externe Akteure wie die Kirche oder die Justiz?

Diese Institutionen fungierten meist als Gegenspieler der Bewegung, deren Widerstand wiederum radikalere oder spezifischere Protestformen seitens der Frauen hervorrief, um den politischen Druck zu erhöhen.

Wie bewertet die Autorin das Ergebnis der Kampagne?

Trotz des Scheiterns der vollständigen Aufhebung des § 218 wird die Kampagne als Erfolg für die Stärkung kollektiver Identität und die Etablierung von Netzwerken gewertet, die den Grundstein für spätere feministische Erfolge legten.

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Résumé des informations

Titre
Protestformen der Kampagne zur Abschaffung des § 218 in der Bundesrepublik der 1970er Jahre
Université
Technical University of Braunschweig  (Geschichtswissenschaften)
Note
2,0
Auteur
Gesa Jensen (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
34
N° de catalogue
V1245155
ISBN (PDF)
9783346675361
ISBN (Livre)
9783346675378
Langue
allemand
mots-clé
protestformen kampagne abschaffung bundesrepublik jahre
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gesa Jensen (Auteur), 2022, Protestformen der Kampagne zur Abschaffung des § 218 in der Bundesrepublik der 1970er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245155
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Extrait de  34  pages
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