Es stellt sich die Frage, welchen Mehrwert die Nutzung von digitalen Medien hat und inwieweit diese digitalen Medien als Lernmaterial die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler positiv beeinflussen. Infolgedessen greift der vorliegende Forschungsbericht die Thematik der Digitalisierung in der Institution Schule auf und beschäftigt sich genauer mit der Forschungsfrage: „Inwieweit wirkt sich das Lernmaterial auf die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler im fünften Jahrgang aus?“
Um der Forschungsfrage nachgehen zu können, wurde die Arbeit in zwei Teile gegliedert. Zunächst wird in einem theoretischen Teil die Entstehung von Motivation sowie die Digitalisierung erläutert. Im zweiten Teil folgt dann die Vorstellung der Lerngruppen sowie das Projekt der iPad-Klasse. Daraufhin folgen dann die methodische Vorgehensweise und die Auswertung der erhobenen Ergebnisse. Die Ergebnisse der empirischen Erhebung sind deskriptiv, es handelt sich dementsprechend nicht um allgemeingültige Aussagen.
Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie die Digitalisierung. Und kaum eines birgt so viele Chancen und Herausforderungen. Immer mehr Schulen richten diverse Pilotprojekte ein, in denen ganze Klassen mit iPads ausgestattet werden und erhoffen sich davon, dem Medienpakt NRW2 gerecht zu werden und ihren Schülerinnen und Schülern die besten Lernvoraussetzungen zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Motivation
3. Relevanz der Digitalisierung in der Schule
3.1 Medienkompetenz
3.2 Im Kernlehrplan
3.3 Digitale Medien in der Schule
4. Die untersuchte Gesamtschule
4.1 Lerngruppen
4.2 Konzept der iPad-Klasse
5. Methodische Vorgehensweise
6. Auswertung der Ergebnisse
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von digitalem Lernmaterial auf die Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern des fünften Jahrgangs. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Inwieweit wirkt sich das Lernmaterial auf die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler im fünften Jahrgang aus?“
- Vergleich der Lernmotivation zwischen einer Regelklasse und einer iPad-Klasse
- Analyse der Rolle von Lernmaterialien (Deutschbuch vs. iPad) im Unterricht
- Bedeutung der Digitalisierung und Medienkompetenz im schulischen Kontext
- Evaluation von Motivationstheorien, wie der Erwartungs-Valenz-Theorie
- Einsatz und didaktische Konzepte von Tablets im Unterricht
Auszug aus dem Buch
3.3 Digitale Medien in der Schule
Zunächst stellt sich die Frage, weshalb digitale Medien Einzug in den Unterricht finden sollten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Motivation. Denn mit digitalen Medien kann das Lernen anschaulicher gemacht und Bezüge zur Alltagswelt hergestellt werden, sie haben einen Neuheitseffekt, wecken Interesse und bringen Abwechslung in den Unterricht, sie versprechen Spaß, Spannung und Unterhaltung. Denn untersucht man den Einsatz von Tablets in Schulkontext, wird deutlich, dass die Nutzung im Unterricht bei entsprechenden Voraussetzungen zur Erhöhung der intrinsischen Motivation der Lernenden, einer intensiven Kommunikation über den Unterrichtsgegenstand sowie einer zunehmenden Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler führt.
Des Weiteren nehmen digitale Medien immer mehr Platz im Alltag ein und werden dementsprechend auch immer relevanter für den schulischen Einsatz. Gerade Medien, welche die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, ihr Vorwissen und ihre Vorerfahrungen, die Persönlichkeitsentwicklung und ihre Suche nach Orientierung und Sinn beeinflussen, müssen in der Schule aufgegriffen werden. Deshalb wird die Medienkompetenz die Voraussetzung zur Teilhabe an gesellschaftlichen Diskursen und Prozessen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Kontroverse um die Digitalisierung in Schulen ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zum Einfluss von Lernmaterialien auf die Motivation von Fünftklässlern.
2. Motivation: Dieses Kapitel definiert den Begriff Motivation und stellt theoretische Bezüge zur Erwartungs-Valenz-Theorie her, um die Bedingungen für Lernmotivation im schulischen Kontext zu erläutern.
3. Relevanz der Digitalisierung in der Schule: Es wird die gesellschaftliche und schulpraktische Bedeutung von Medienkompetenz sowie die Einbettung digitaler Medien in den Kernlehrplan und den Unterricht analysiert.
4. Die untersuchte Gesamtschule: Der Abschnitt beschreibt das spezifische Setting der Untersuchung, inklusive der Lerngruppen-Struktur und der Konzeption der iPad-Klasse.
5. Methodische Vorgehensweise: Hier wird der Aufbau der empirischen Erhebung via Fragebogen dargelegt, der darauf abzielt, die subjektiven Einstellungen der Schüler zum Lernmaterial zu erfassen.
6. Auswertung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert und interpretiert die Daten der Befragung, wobei die Unterschiede zwischen der Regelklasse und der iPad-Klasse im Fokus stehen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Nutzung von iPads einen positiven Beitrag zur Lernmotivation leisten kann, sofern sie reflektiert in den Unterricht integriert wird.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Schule, iPad-Klasse, Lernmotivation, Medienkompetenz, Lernmaterial, Bildungsforschung, Fünftklässler, empirische Untersuchung, Erwartungs-Valenz-Theorie, Deutschunterricht, Mediennutzung, Unterrichtsgestaltung, Digitale Medien, Schulentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss verschiedene Lernmaterialien – spezifisch der Vergleich zwischen konventionellen Büchern und digitalem iPad-Unterricht – auf die Lernmotivation von Fünftklässlern haben.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf der Bedeutung der Medienkompetenz, der Digitalisierung des Unterrichts, den theoretischen Grundlagen der Motivation sowie der praktischen Anwendung von Tablets in einem Pilotprojekt.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Frage ist: „Inwieweit wirkt sich das Lernmaterial auf die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler im fünften Jahrgang aus?“
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?
Die Verfasserin nutzt eine empirische, deskriptive Methode in Form einer standardisierten schriftlichen Befragung mittels Fragebogens in zwei unterschiedlichen Lerngruppen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe, die Relevanz der Digitalisierung, das konkrete pädagogische Konzept der iPad-Klasse an der untersuchten Gesamtschule und stellt die erhobenen Daten gegenüber.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, iPad-Klasse, Lernmotivation, Medienkompetenz und empirische Schul- bzw. Bildungsforschung.
Gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen der iPad-Klasse und der Regelklasse?
Ja, die Ergebnisse zeigen eine höhere Zufriedenheit und eine stärkere Lernmotivation in der iPad-Klasse, was auf die innovative und abwechslungsreiche Art der Unterrichtsgestaltung zurückgeführt wird.
Wie bewerten die Schülerinnen und Schüler der iPad-Klasse ihr Lernmaterial?
Die Mehrheit der Lernenden in der iPad-Klasse ist mit ihrem Lernmaterial zufrieden und verbindet damit ein digitales sowie innovatives Lernumfeld.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2020, Digitalisierung in der Schule. Inwieweit wirkt sich das Lernmaterial auf die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler im fünften Jahrgang aus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245747