Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers

Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet? Der Nutzen von Klassifikationssystemen

Titre: Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet? Der Nutzen von Klassifikationssystemen

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 28 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Wolfgang Kamptz (Auteur)

Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Unsere Gesellschaft hat stets die Entwicklung von Berufen unterstützt, die ihre Bedürfnisse erfüllen und ihre Probleme mit qualifiziertem und fundiertem Wissen lösen. Viele dieser Berufsgruppen haben sich so im Laufe der Zeit professionalisieren können. Bezieht man dies auf den Bereich der Pflege, ist es realistisch anzunehmen, dass es gleichermaßen Wunsch der Pflegenden und der zu pflegenden Menschen ist, die Pflegequalität weiter zu verbessern und für eine zunehmende Professionalisierung zu sorgen.

Gegenwärtig befindet sich jedoch dieser Beruf in einer Phase, in der er dem Druck der Ökonomisierung, den immer umfangreicher werdenden Gesetzen und nicht zuletzt dem steigenden Qualitätsniveau gerecht werden muss. Die Frage, wie die Berufsgruppe der Pflege in dieser komplexen Situation ihre Leistung detailliert und darüber hinaus unmissverständlich darstellen und erfassen kann, ist bedeutender als je zuvor. Seit Beginn der siebziger Jahre werden in den USA Klassifikationssysteme weiterentwickelt und unter anderem auch zur Leistungserfassung eingesetzt. Die vorliegende Ausarbeitung soll einen Einblick verschaffen, wie und ob Klassifikationssysteme, die nun auch im deutschsprachigen Raum diskutiert werden, geeignete Instrumente zur Abbildung der Leistungen von professioneller Pflege sein können.

Die Diskussion über Klassifikationssysteme ist in Deutschland stark von der Entwicklung im Ausland, insbesondere in den USA abhängig. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass dort eine Pflegefachkraft für die von ihr bestimmten Therapiemaßnahmen die Verantwortung trägt, eine Kompetenz, die berufspolitische und juristische Dimensionen hat. Dort wählt eine Pflegefachkraft Maßnahmen und Pflegeziele häufig mit Hilfe von Klassifikationssystemen, wie beispielsweise Pflegediagnosen aus.

Neben einigen anderen Ordnungssystemen wird auch auf diese im Hauptteil eingegangen. Bei den zur Veranschaulichung ausgewählten Klassifikationen handelt es sich um die hierzulande wohl bekanntesten und zudem auch am fortschrittlichsten herangebildeten Systematiken. Ihre Historie, ihre Ziele, ihr Aufbau und ihr Nutzen für die Pflege werden nachfolgend darlegt. Im Fazit soll abschließend versucht werden, eine Antwort auf die abgewandelte Frage zu finden, ob und wie Klassifikationssysteme das geeignete Instrument zur Darstellung sind, „was Pflege leistet“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Klassifikation

1.1 Begriffsbestimmung „Klassifikation“

1.2 Entstehung von Klassifikationssystemen

1.3 Die Verwendbarkeit von Klassifikationssystemen

1.4 Verschiedene Klassifizierungssysteme in der Pflege

2. Klassifikation der Pflegephänomene

2.1. Die Verwendbarkeit von Klassifikationen der Pflegephänomene

2.2. ICNP (International Council of Nurses Project)

3. Klassifikation der Pflegeinterventionen

3.1 Die Verwendbarkeit von Klassifikation der Pflegeinterventionen

3.2. NIC (Nursing Interventions Classification)

4. Klassifikation der Pflegeergebnisse

4. 1 Die Verwendbarkeit von Klassifikation der Pflegeergebnisse

4. 2. NOC (Nursing Outcomes Classification)

5. Klassifikation der Pflegediagnosen

5.1. Begriffsbestimmung

5.2. Die Verwendbarkeit von Klassifikationen der Pflegediagnosen

5.3. Entstehung von Pflegediagnosen

5.4. Aufbau und Struktur der NANDA Taxonomie

5.5. Arten von Pflegediagnosen

5.6. Die Weiterentwicklung der NANDA Struktur

6. Klassifikationssysteme im Kontext zum Pflegeprozess

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Klassifikationssysteme als geeignete Instrumente dienen können, um die Leistungen professioneller Pflege transparent und detailliert darzustellen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Systematiken zur Professionalisierung des Pflegeberufs und zur Qualitätssicherung beitragen können.

  • Historische Entwicklung und Bedeutung von Klassifikationssystemen in der Pflege.
  • Detaillierte Analyse bekannter Klassifikationen: ICNP, NIC, NOC und NANDA.
  • Einfluss der ökonomischen Rahmenbedingungen auf die Pflegedokumentation.
  • Integration von Klassifikationen in den Pflegeprozess.
  • Bedeutung einer einheitlichen Fachsprache für die pflegerische Autonomie.

Auszug aus dem Buch

1.2 Entstehung von Klassifikationssystemen

Etwas systematisch einteilen, gliedern und strukturieren sind charakteristische Verhaltensweisen von Menschen. Im Alltag der Pflegenden ist von einer einzuhaltenden Anordnung der Medikamente, über die Lagerung der Pflegehilfsmittel bis hin zu der Belegung einer Station sehr vieles mit dieser Systematik verbunden.

So ist es auch sinnvoll, erwobenes Wissen und Erfahrungen bspw. über Krankheiten und deren Therapien methodisch zu erfassen. Ansonsten würde man in der Praxis tendenziell in Dimensionen der Rituale, Traditionen oder Überlieferungen agieren. Klassifizierungssysteme gliedern Erkenntnisse, machen Wesentliches sichtbar, benennen das, was sie strukturieren und definieren Begriffe, die sie verwenden. Wie in auch der originären Medizin sind Taxonomien in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft früh zu Stande gekommen. Kennzeichen und Symptome von Krankheiten wurden mit Namen benannt, welche in einigen Fällen heute noch Gültigkeit besitzen und in ihrem Ursprung bis in die antike Zeit reichen. Somit entstehen durch sie auch Fachsprachen. Werte und Überzeugungen einer Gesellschaft hatten schon immer großen Einfluss auf die Einteilung von Begriffen. Eine Schwangerschaft z.B. war in der Vergangenheit in den meisten Fällen ein unkomplizierter physischer Vorgang. Heute wird sie als Umstand eingestuft, der einer medizinischen Versorgung bedarf. Wenn in einem bestimmten Fachbereich, wie z. B. in der Pflege oder in der Medizin, gewonnene Daten klassifiziert werden sollen, lässt sich bereits anhand der Begriffsbestimmung deuten, dass dazu bestimmte Vorrausetzungen erforderlich sind. Ein bestimmtes Maß an spezifischen Kenntnissen ist wünschenswert, daneben eine gut entwickelte Kognition, um Phänomene die typisch in einem dieser Bereiche auftreten, wahrnehmen und später klassifizieren zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Klassifikation: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Klassifikation, ihre begriffliche Bedeutung sowie die Notwendigkeit und Entstehung von Klassifikationssystemen in der Wissenschaft.

2. Klassifikation der Pflegephänomene: Es wird die Wichtigkeit einer standardisierten Sprache zur Beschreibung pflegerischer Phänomene hervorgehoben und das ICNP als multidimensionales Ordnungssystem vorgestellt.

3. Klassifikation der Pflegeinterventionen: Der Fokus liegt auf der Verwendbarkeit von Klassifikationen für pflegerische Handlungen, wobei das NIC-System als präzises Instrument zur Darstellung von Pflegeaktivitäten dient.

4. Klassifikation der Pflegeergebnisse: Dieses Kapitel thematisiert die objektive Messung der Effektivität von Pflegehandlungen und stellt die NOC als System zur Erfassung von Patientenresultaten vor.

5. Klassifikation der Pflegediagnosen: Es wird die Definition und Entstehung von Pflegediagnosen behandelt sowie der Aufbau und die spezifische Struktur der NANDA-Taxonomie detailliert analysiert.

6. Klassifikationssysteme im Kontext zum Pflegeprozess: Hier wird aufgezeigt, wie die verschiedenen Klassifikationssysteme in die Phasen des Pflegeprozesses integriert werden können, um eine systematische Problemlösung zu ermöglichen.

7. Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass Klassifikationssysteme einen wesentlichen Beitrag zur Professionalisierung und Qualitätssicherung leisten, sofern sie kritisch und praxisnah angewendet werden.

Schlüsselwörter

Pflegeklassifikation, Pflegeprozess, Pflegediagnosen, ICNP, NIC, NOC, NANDA, Professionalisierung, Fachsprache, Qualitätssicherung, Dokumentation, Pflegeforschung, Taxonomie, Leistungserfassung, Gesundheitswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und dem Nutzen von Klassifikationssystemen innerhalb der professionellen Pflege zur Leistungsdarstellung und Professionalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung einer einheitlichen pflegerischen Fachsprache, die Strukturierung von Pflegephänomenen, -interventionen und -ergebnissen sowie deren Integration in den Pflegeprozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie Klassifikationssysteme als Instrumente dienen können, um die Leistungen der Pflege im heutigen Gesundheitssystem transparent und unmissverständlich darzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung vorhandener Fachliteratur, internationaler Klassifikationsmodelle sowie deren Bezugnahme auf den pflegerischen Alltag.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der vier großen Klassifikationssysteme (ICNP, NIC, NOC, NANDA) und deren spezifische Anwendungsmöglichkeiten innerhalb der Phasen des Pflegeprozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Pflegeklassifikation, Pflegediagnosen, Professionalisierung, Qualitätssicherung, Fachsprache und der systematisierte Pflegeprozess.

Warum ist eine Klassifikation der Pflegephänomene notwendig?

Um Polysemie und Synonymie im Alltagssprachgebrauch zu vermeiden und ein formal eindeutig definiertes Begriffsraster für pflegerisches Handeln zu schaffen.

Welchen Nutzen bieten Pflegediagnosen nach der NANDA-Systematik?

Sie ermöglichen eine wissenschaftlich fundierte Identifikation von Patientenproblemen, fördern die Entscheidungsfindung für gezielte Maßnahmen und liefern Daten, die die Pflege als eigenständige Profession substanziieren.

Fin de l'extrait de 28 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet? Der Nutzen von Klassifikationssystemen
Université
University of Applied Sciences Mainz  (KFH MAinz)
Cours
Pflegewissenschaft
Note
1,3
Auteur
Wolfgang Kamptz (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
28
N° de catalogue
V124800
ISBN (ebook)
9783668121416
ISBN (Livre)
9783668121423
Langue
allemand
mots-clé
pflege nutzen klassifikationssystemen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Wolfgang Kamptz (Auteur), 2006, Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet? Der Nutzen von Klassifikationssystemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124800
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint