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Die didaktische Rechtfertigung der Verbindung des Fachunterrichts mit dem interdisziplinären Unterricht in der (Grund-)Schule

Título: Die didaktische Rechtfertigung der Verbindung des Fachunterrichts mit dem interdisziplinären Unterricht in der (Grund-)Schule

Trabajo Escrito , 2009 , 18 Páginas

Autor:in: Nadine Richters (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Bereits seit Jahrhunderten machen sich Gelehrte Gedanken über die Form und die
Legitimation eines bestimmten Fächerkanons im Bildungssystem. Gerade in der
heutigen Zeit, in der das deutsche Schulsystem ständiger Kritik ausgesetzt ist,
versucht man, das Schulsystem, die Lehrerausbildung und den Fächerkanon zu
reformieren. Dabei stößt man leicht auf Kritikpunkte, wie z.B. dass viele Lehrer
die mittlerweile stark heterogenen Klassen nach wie vor als homogene Gruppe
betrachten, die viel diskutierte PISA-Studie, veraltete Lehrer, die schlechte
Allgemeinbildung der Schüler und Erwachsenen und veraltete didaktische
Konzepte und natürlich auf die von vielen Seiten als fragwürdig bezeichnete
Fächerung in der Grundschule und in der höheren Schule. „Schulreformen haben
Hochkonjunktur in der gesellschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen
Diskussion.“1 Die Kindheit und Jugendzeit hat sich in den letzten Jahrzehnten
grundlegend gewandelt. Demzufolge lockt man die Schüler mit dem traditionellen
Unterricht definitiv „nicht mehr hinter dem Ofen hervor“ und es darf auch nicht
dementiert werden, dass die Schule heutzutage nun einmal eine Brückenfunktion
einnimmt, d.h. das zu kompensieren versucht, was das Kind im Elternhaus nicht
lernen konnte/kann.
Im Hinblick auf die diversen Meinungen und Ansätzen fragt man sich, ob die
Fächerung in der (Grund-)Schule noch zeitgemäß ist und ob es nicht sinnvoller
wäre, den interdisziplinären Unterricht als Unterrichtsgrundlage einzuführen?
Dies werde ich in dieser Hausarbeit untersuchen, indem ich zunächst die
wichtigsten historischen Aspekte und ihren Bezug zur Gegenwart skizziere - mich
dabei auf Memmert beziehe – und diese diskutiere. Im Anschluss daran werde ich
auf die Legitimation des „fächerübergreifenden“ oder „fächerverbindenden“
Unterrichts in der (Grund-)Schule, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der
Kinder und Jugendlichen, eingehen. In diesem Zusammenhang erachte ich es als notwendig, dass ich ebenso auf den einen oder anderen fachspezifischen Aspekt
eingehe.

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Rückblick und aktueller Bezug

2.1 Die Anfänge der Schulfächer

2.2 Comenius’ „weltanschauungskonzentrische Bildung“

2.3 Der vielkritisierte Fächerkanon und seine Alternativen

3. Fächerung vs. interdisziplinärer Unterricht

3.1 Orientierung an den wissenschaftlichen Disziplinen

3.2 Interdisziplinärer Unterricht

3.3 Aus der Praxis: Der integrative Sachunterricht

4. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die didaktische Rechtfertigung der Verbindung von traditionellem Fachunterricht mit interdisziplinären Ansätzen in der Grundschule, um die Zersplitterung des Lernens zu überwinden und den Anforderungen an eine ganzheitliche Lebensvorbereitung gerecht zu werden.

  • Historische Entwicklung und Kritik des Fächerkanons
  • Vergleich zwischen fachorientiertem und interdisziplinärem Lernen
  • Bedeutung von Wissensvernetzung für die Lebensrealität von Kindern
  • Integrativer Sachunterricht als Modell für fächerübergreifendes Lehren

Auszug aus dem Buch

3.2 Interdisziplinärer Unterricht

Es gibt einige reformpädagogische Vorschläge zur Verbesserung von Schule und Unterricht, wie z.B. Freiarbeit, offener Unterricht, handlungsorientierter Unterricht und auch das fächerübergreifende Lehren und Lernen. Das Denken in Fächern bzw. die Fächerung ist an sich nicht das eigentliche Problem, sondern dass das Kind dazu in der Lage sein sollte, interdisziplinär zu denken und zu handeln. Man darf auch nicht vergessen, dass der interdisziplinäre Unterricht kein Gegenkonzept zum Fachunterricht ist. Deshalb sollte der interdisziplinäre Unterricht laut der Fachtexte eher als Ergänzung und nicht als Alternative verstanden werden. Memmert betont in diesem Zusammenhang: „Der Bildungsauftrag der Schule verlangt streng genommen ein Zusammenwirken der Fächer, also interdisziplinäres Arbeiten.“ Der Mensch ist oft komplexen Situationen ausgesetzt, die ein fächerübergreifendes Know-how erfordern. Schwenk sagt dazu: „[...] Aber es zeigt sich daraus, dass es Lernbereiche, sagen wir besser Fragestellungen gibt, die mit den Erkenntnissen und Methoden eines Faches nicht zu beantworten sind.“ Diese Feststellung von Schwenk werde ich im weiteren Verlauf der Hausarbeit erläutern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Kritik am deutschen Schulsystem und führt in die Fragestellung ein, ob eine Abkehr vom starren Fächerkanon hin zu einem interdisziplinären Unterricht sinnvoll ist.

2. Geschichtlicher Rückblick und aktueller Bezug: Dieser Abschnitt zeichnet die historische Entstehung der Schulfächer nach und diskutiert, wie sich Anforderungen an Bildung von Comenius bis zur heutigen pluralistischen Gesellschaft verändert haben.

3. Fächerung vs. interdisziplinärer Unterricht: Hier werden die Vor- und Nachteile der Fachorientierung gegenübergestellt und das Potenzial eines interdisziplinären Ansatzes anhand praktischer Beispiele wie dem Lebensmitteleinkauf verdeutlicht.

4. Resümee: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert dafür, den Unterricht flexibler und lebensnäher zu gestalten, ohne die fachliche Struktur gänzlich aufzugeben.

Schlüsselwörter

Fächerkanon, Interdisziplinarität, Grundschule, Reformpädagogik, Sachunterricht, Wissensvernetzung, Fachunterricht, Schulreform, Didaktik, Lebenswirklichkeit, Handlungsorientierung, fächerübergreifendes Lernen, Schulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern der traditionelle Fächerunterricht in der Grundschule noch zeitgemäß ist und durch interdisziplinäre Ansätze ergänzt oder reformiert werden sollte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Fächerkanons, die Kritik an der einseitig kognitiven Ausrichtung des Unterrichts sowie die Chancen von fächerübergreifendem und handlungsorientiertem Lehren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die didaktische Rechtfertigung einer stärkeren Verbindung von Fächern, um Kindern einen lebensbedeutsamen Zugang zu komplexen Anforderungen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, in der sie historische und pädagogische Fachkonzepte (u.a. von Memmert und Schwenk) skizziert, diskutiert und mit eigenen praktischen Erfahrungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Schulfächer, vergleicht wissenschaftliche Disziplinen mit den Bedürfnissen der Schüler und stellt den integrativen Sachunterricht als konkretes Modell für fächerübergreifendes Arbeiten vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fächerkanon, Interdisziplinarität, Grundschule und handlungsorientiertes Lernen bestimmt.

Wie bewertet die Autorin den Nutzen der Schulfächer?

Die Autorin erkennt an, dass Fächer als Strukturierungshilfe für das Wissen dienen, warnt jedoch vor einer isolierten Betrachtung, die zu Fachidiotie führen und die Lebenswirklichkeit der Kinder ausblenden kann.

Welche Rolle spielt der Sachunterricht in der Argumentation?

Der Sachunterricht dient als zentrales Beispiel für ein Integrationsfach, das bereits erfolgreich verschiedene Disziplinen vereint und somit als Vorbild für andere Fächer in der Grundschule fungieren kann.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Die didaktische Rechtfertigung der Verbindung des Fachunterrichts mit dem interdisziplinären Unterricht in der (Grund-)Schule
Universidad
University of Hamburg
Curso
Proseminar: Zur Geschichte und Theorie der Grundschule
Autor
Nadine Richters (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
18
No. de catálogo
V124825
ISBN (Ebook)
9783640299089
ISBN (Libro)
9783640304110
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rechtfertigung Verbindung Fachunterrichts Unterricht Proseminar Geschichte Theorie Grundschule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Richters (Autor), 2009, Die didaktische Rechtfertigung der Verbindung des Fachunterrichts mit dem interdisziplinären Unterricht in der (Grund-)Schule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124825
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