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Annäherung von Kreditgenossenschaften und Sparkassen -Möglichkeiten und Grenzen-

Título: Annäherung von Kreditgenossenschaften und Sparkassen -Möglichkeiten und Grenzen-

Tesis , 2003 , 105 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nico Neumann (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Der verschärfte Wettbewerb, das veränderte Kundenverhalten und die gesamtwirtschaftliche Situation haben dazu beigetragen, dass mittlerweile auch das deutsche Kreditgewerbe krisenhafte Erscheinungen 1 aufweist und sich die gesamte

Branche in Umstrukturierungsprozessen befindet. Die Kreditinstitute haben dabei unterschiedliche Wege eingeschlagen um der Krise zu begegnen. In Marktredwitz, einer Kleinstadt in Ostbayern, bahnte sich im Oktober 1998, mit dem Verkünden der Fusion zwischen einer öffentlich-rechtlichen Sparkasse und einer Volksbank, eine sensationelle Lösungsalternative an.

Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie eine Annäherung zwischen Sparkassen und Kreditgenossenschaften bisher als Weg aus der Krise genutzt wurde, welche Möglichkeiten und Grenzen sich den Instituten für eine weitergehende Annäherung bieten und mit welchen Konsequenzen diese verbunden sein könnte. Dazu wird mit der näheren Betrachtung der Krise des Kreditwesens, den sich annähernden Institutsgruppen und den grundsätzlichen Annäherungsvoraussetzungen der Grundstein gelegt (1. Teil). In den beiden folgenden Teilen werden mit der Kooperation (2. Teil) und der Fusion (3. Teil) zwei strategische Optionen einer Annäherung und die damit verbundenen spezifischen Probleme analysiert. Im Anschluss folgen die daraus resultierenden, über die Unternehmensgrenzen hinausgehenden Konsequenzen (4. Teil). Den Abschluss der Arbeit bildet die Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse (5. Teil).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Teil: Grundlegung

A. Krise im Kreditwesen

I. Ausgewählte Kennzeichen der Krise

a) Aufwendungen des operativen Geschäfts

1. Aufwendungen für Mitarbeiter

2. Aufwendungen für Geschäftsstellen

b) Erträge des operativen Geschäfts

1. Rückgang der Zinsmarge

2. Rückgang des Provisionsertrages

II. Ausgewählte Ursachen der Krise

a) Neue Konkurrenten

b) Verändertes Kundenverhalten

c) Neue Technologien

d) Gesetzliche Regelungen

e) Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

III. Zusammenfassende Betrachtung

B. Typologische Betrachtung der Kreditgenossenschaften und Sparkassen

I. Trägerschaft

a) Entstehung

b) Zielsetzung

c) Rechtsform

II. Kundenkreis

a) Privatkunden

b) Firmenkunden

III. Geschäftskreis

a) Kreditgeschäft

b) Einlagengeschäft

c) Verbundpartner

IV. Geschäftsgebiet

V. Bankgröße

VI. Zusammenfassende Betrachtung

C. Grundsätzliche Annäherungsvoraussetzungen

I. Wesensmerkmale der Institute

II. Umdenkprozess bei den Bankverbänden

a) Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

b) Deutscher Sparkassen- und Giroverband

2. Teil: Die verbundübergreifende Kooperation als strategische Option

A. Generelle Überlegungen

I. Kooperationsziele

II. Grenzen der Kooperation

B. Bereits realisierte Kooperationsformen

I. Selbstbedienungsbereich

a) Geldausgabeautomaten

1. Gegenseitige Nutzung

2. Gemeinsames Betreiben

b) Kontoauszugsdrucker

c) Selbstbedienungszweigstellen

II. Abwicklungsbereich

a) Zahlungsverkehr

b) Beispiel: Bankservicegesellschaft Rhein-Main

III. Regionalmarketing

a) Bedeutung der Region

b) Beispiele

1. Virtueller Marktplatz

2. Wirtschaftsförderungsgesellschaft

3. Neustadt-Card

IV. Sonstige Kooperationsformen

C. Problembereiche der Kooperation

I. Sachlich-technischer Problembereich

a) Zuständigkeiten

1. Betriebsbereitschaft

2. Wartung

b) Kosten

1. Kosteneinsparungspotenzial

2. Kostenzurechnung

c) IT-Schnittstellen

II. Persönlich-emotionaler Problembereich

a) Marktauftritt

1. Standortwahl

2. Filialgestaltung

3. Werbemöglichkeit

b) Kundenakzeptanz

c) Konkurrenzdenken

3. Teil: Die verbundübergreifende Fusion als strategische Option

A. Exkurs: Verbundinterne Fusion

I. Fusionsentwicklung

II. Fusionsmotive

III. Fusionsberatung durch Verbände

B. Fusionsvorhaben am Bankenmarkt Marktredwitz

I. Beteiligte

II. Motive

III. Ursachen des Scheiterns

C. Modifizierung des Sparkassenrechts als Voraussetzung

I. Beihilfebeschwerde

a) Ergebnisse

b) Umsetzung

II. Reformwille im Saarland

a) Fusion über Zweckverband

b) Fusion über Aktiengesellschaft

D. Beurteilung eines Fusionsprojektes aus Sicht der beteiligten Kreditinstitute

I. Verbundzugehörigkeit

a) Fusion über Zweckverband

b) Fusion über Aktiengesellschaft

1. Kreditwesengesetz

2. Öffentlicher Auftrag

II. Vereinheitlichung der IT-Systeme

a) Problembereiche

b) Umsetzbarkeit

III. Angebotene Produktpalette

a) Bankeigene Produkte

b) Produkte der Verbundpartner

IV. Unternehmenskultur

a) Beschreibung

b) Bedeutung im Fusionsprozess

c) Vorgehensweise

V. Personalbereich

a) Freistellung

b) Belastungen

1. Arbeitsaufwand

2. Psychische Belastungen

c) Vergütung

VI. Filialbereich

a) Filialstruktur

1. Regionale Überschneidungen

2. Filialkonzentration

b) Umgestaltungskosten

VII. Kreditrisiko

a) Branchenrisiko

b) Klumpenrisiko

4. Teil: Mögliche Konsequenzen der Annäherung

A. Auswirkungen auf die Bankkunden

I. Versorgungsgrad

a) Rückzug aus der Fläche

b) Qualitative Betrachtung

II. Machtkonzentration

a) Gebiet

b) Konditionsgestaltung

III. Belastungsfelder

a) Technische Umstellung

b) Verlust der Vertrauensperson

c) Markenwechsel

B. Auswirkungen auf die Eigentümer

I. Einflussverlust

II. Gewinnausschüttung

III. Sanierung öffentlicher Haushalte

C. Auswirkungen auf die Region

D. Auswirkungen auf die Verbundorganisationen

I. Markenpolitik

II. Struktur des Bankensektors

5. Teil: Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie eine Annäherung zwischen Sparkassen und Kreditgenossenschaften bisher als Weg aus der Krise genutzt wurde, welche Möglichkeiten und Grenzen sich für eine weitergehende Annäherung bieten und mit welchen Konsequenzen diese verbunden sein könnte.

  • Krise des Kreditwesens in Deutschland
  • Typologischer Vergleich von Sparkassen und Kreditgenossenschaften
  • Strategische Optionen: Kooperation und Fusion
  • Konsequenzen der Annäherung für Kunden, Eigentümer und Region

Auszug aus dem Buch

1. Ausgewählte Kennzeichen der Krise

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank und derzeitige Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken Rolf-E. Breuer sieht keine Krise der Banken im Sinne fehlender Liquidität oder mangelnder Solvenz. Vielmehr habe die Branche mit Ertrags- und Kostenproblemen zu kämpfen. Die nachfolgende Grafik bestätigt diese Aussage.

Das Cost-Income-Ratio stellt das Verhältnis von Aufwendungen zu Erträgen im operativen Geschäft dar. Die Grafik zeigt im Verlauf eine deutliche Verschlechterung aller Bankengruppen. Noch alarmierender wird die Aussage der Grafik, wenn man berücksichtigt, dass internationale Spitzenwerte deutlich unter 60 Prozent liegen. Besonders schlechte Werte weist dabei das Mengenkundengeschäft auf. Die hohe Kennzahl der deutschen Institute ist dabei nicht einseitig auf die Entwicklung der Erträge oder der Aufwendungen zurückzuführen, sondern betrifft sowohl Problemfelder auf der Aufwands- als auch auf der Ertragsseite.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Krise im Kreditwesen: Analyse der aktuellen Ertrags- und Kostenprobleme der deutschen Kreditinstitute, die unter anderem durch gestiegene Aufwendungen und eine sinkende Zinsmarge charakterisiert sind.

B. Typologische Betrachtung der Kreditgenossenschaften und Sparkassen: Untersuchung der historischen und strukturellen Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten beider Institutsgruppen hinsichtlich Trägerschaft, Geschäftsmodell und Größe.

C. Grundsätzliche Annäherungsvoraussetzungen: Darstellung der notwendigen Rahmenbedingungen für eine Annäherung, insbesondere unter Berücksichtigung der Rollen der Bankverbände.

2. Teil: Die verbundübergreifende Kooperation als strategische Option: Detaillierte Betrachtung der Kooperation als risikoärmere Form der Zusammenarbeit, vornehmlich im Selbstbedienungs- und Abwicklungsbereich.

3. Teil: Die verbundübergreifende Fusion als strategische Option: Analyse der Fusion als intensivere Strategie, inklusive rechtlicher Hürden und spezifischer Fallbeispiele wie dem Projekt in Marktredwitz.

4. Teil: Mögliche Konsequenzen der Annäherung: Bewertung der Auswirkungen einer verstärkten Zusammenarbeit auf Bankkunden, Eigentümer, regionale Wirtschaftsstrukturen und die Verbundorganisationen selbst.

5. Teil: Zusammenfassung und Ausblick: Verdichtung der Ergebnisse in Thesenform zur Zukunftsfähigkeit der sektorübergreifenden Zusammenarbeit.

Schlüsselwörter

Kreditwesen, Krise, Sparkassen, Kreditgenossenschaften, Kooperation, Fusion, Cost-Income-Ratio, Regionalprinzip, Bankverbände, Wettbewerb, Kundenverhalten, Filialstruktur, IT-Systeme, Zahlungsverkehr, Konsolidierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen einer Annäherung zwischen den beiden Säulen des deutschen Bankensystems, den Sparkassen und den Kreditgenossenschaften, um der aktuellen Ertragskrise in der Branche zu begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Ursachen der Bankenkrise, den typologischen Vergleich der Institutsgruppen, die Strategien der Kooperation und Fusion sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für Kunden, Eigentümer und die Region.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie eine Annäherung bisher als Krisenlösungsstrategie genutzt wurde und unter welchen rechtlichen und praktischen Bedingungen eine weitergehende Zusammenarbeit oder Fusion realisierbar wäre.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Quellenanalyse, kombiniert mit aktuellen Daten aus Bankenstatistiken sowie Informationen aus geführten Expertengesprächen und Korrespondenzen mit Branchenvertretern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die beiden strategischen Optionen der Kooperation (insbesondere im Selbstbedienungs- und Zahlungsverkehrsbereich) und der Fusion, inklusive der damit verbundenen organisatorischen und rechtlichen Probleme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ertragskrise, Kooperation, sektorübergreifende Fusion, Regionalprinzip, Kostenmanagement und Verbundorganisationen geprägt.

Welche Rolle spielt das Beispiel Marktredwitz in der Arbeit?

Das Projekt Marktredwitz dient als zentrales Fallbeispiel für ein gescheitertes Pilotvorhaben einer Fusion zwischen einer Sparkasse und einer Genossenschaftsbank und illustriert die rechtlichen und verbundpolitischen Hürden.

Wie bewertet die Arbeit die Zukunft der drei Säulen im deutschen Bankensystem?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Kooperationen zunehmen werden, eine umfassende Fusion aufgrund von rechtlichen Schranken und dem Widerstand der Verbände jedoch nur unter spezifischen Bedingungen (wie etwa im Saarland diskutiert) in weiter Ferne liegt.

Final del extracto de 105 páginas  - subir

Detalles

Título
Annäherung von Kreditgenossenschaften und Sparkassen -Möglichkeiten und Grenzen-
Universidad
Leipzig University of Applied Sciences  (Bankwirtschaft)
Calificación
1,0
Autor
Nico Neumann (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
105
No. de catálogo
V12486
ISBN (Ebook)
9783638183581
Idioma
Alemán
Etiqueta
Annäherung Kreditgenossenschaften Sparkassen Grenzen-
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nico Neumann (Autor), 2003, Annäherung von Kreditgenossenschaften und Sparkassen -Möglichkeiten und Grenzen-, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12486
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