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Regionale Wirtschaftsintegration in Südost-Asien: Die ASEAN

Title: Regionale Wirtschaftsintegration in Südost-Asien: Die ASEAN

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Björn Müller (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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421 Regionale Handelsabkommen sind zur Zeit bei der Welthandelsorganisation (WTO) gelistet (Stand Februar 2009). Vor allem Entwicklungs- u. Schwellenländer setzen auf regionale Wirtschaftsbündnisse. Bis zum Ende des Ost-West Konfliktes war dabei das positive Argument, über einen Bund mit Partnern auf Augenhöhe die eigene Ökonomie weiterzuentwickeln entscheidend. Bei dem Aufschwung solcher Wirtschaftskooperationen im Zuge des beschleunigten Globalisierungsprozess seit Anfang der 1990er Jahre war dann das negative Argument einer Gefahr der Ausgrenzung im globalen Kampf um Investitionen der ausschlaggebende Faktor. Eines der komplexesten dieser Integrationsprojekte ist die Vereinigung Südostasiatischer Länder (ASEAN). Bereits 1967 gegründet, gehören ihr heute alle wichtigen Staaten der Region an. Mit rund 560 Millionen Menschen bildet Sie einen größeren Markt als die Europäische Union. Ihr Gesamt-BIP betrug 2006 1,73 Billionen US-Dollar. 53.330 Milliarden US-Dollar flossen ein Jahr zuvor als ausländische Direktinvestionen (ADI) in das Bündnis. Durch Kooperationen mit anderen Staaten bildet die ASEAN eine wichtige Plattform zur Sicherheitspolitik in Südostasien. Obwohl alle ASEAN-Staaten Erfolge beim Aufbau ihrer Volkswirtschaften erzielten, ist das Entwicklungsniveau bis heute stark unterschiedlich. Singapur und Malaysia sind moderne Industriestaaten, während das größte Mitglied Indonesien auf der unteren Skala der Schwellenländer firmiert. Länder wie Burma und Laos sind noch auf der Stufe von Entwicklungsländern8. Entgegen dem von der ASEAN propagierten Integrationswillen, beziffert sich der interne Handel der ASEAN Staaten 2007 auf lediglich 25 Prozent, während der Außenhandel 75 Prozent ausmachte. Diesen Widersprüchen folgt die vorliegende Arbeit unter der Leitfrage, in wie weit die ASEAN zum wirtschaftlichen Erfolg ihrer Mitglieder beigetragen hat? Hierfür wird der integrationspolitische Ansatz des Bündnisses, die Entwicklungsphasen und schließlich seine Organisationsstruktur nach obiger Fragestellung untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Integrationspolitischer Ansatz

2.1.)Ausgangslage des Bündnisses

2.2.)Der „ASEAN Way“

2.3.)Die „Negative Solidarität“

3.) Der Integrationsprozess bis Heute

3.1.)Das „Verlorene Jahrzehnt“ - Die Jahre von 1967 bis 1976

3.2.)Die „Intensivierungsphase“ - Die Jahre 1976 bis 1992

3.3.)Die „Neue/Alte ASEAN“ - Seit 1992 bis Heute

4.) Institutionelle Architektur und Entscheidungsverfahren

5.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht inwieweit die ASEAN zum wirtschaftlichen Erfolg ihrer Mitgliedsstaaten beigetragen hat, indem sie den integrationspolitischen Ansatz, die historischen Entwicklungsphasen und die institutionelle Struktur des Bündnisses kritisch beleuchtet.

  • Historische Genese und integrationspolitische Ansätze der ASEAN
  • Die Entwicklung vom „Verlorenen Jahrzehnt“ zur Freihandelszone (AFTA)
  • Analyse der institutionellen Architektur und Entscheidungsmechanismen
  • Wirtschaftliche Integration vs. einzelstaatliche Strategien
  • Die Rolle der ASEAN in der regionalen Sicherheitspolitik

Auszug aus dem Buch

2.2.) Der „ASEAN Way“

Aus diesem Kontext der Unsicherheit heraus, gründen Thailand, die Philippinen, Singapur, Malaysia und Indonesien 1967 die ASEAN (Association of Southeast Asian Nations). Laut den Mitgliedsstaaten liegt dem neuen Pakt ein funktionalistischer/konstruktivistischer Ansatz zu Grunde, umschrieben als „ASEAN Way“. Im Rahmen eines gemeinsamen, historisch gewachsenen, asiatischen Wertegefüges, sollen Problemfelder nicht nach westlichem Muster konkret angegangen, sondern durch ihr gezieltes Ausklammern langsam aber sicher an Bedeutung verlieren und sich somit mit der Zeit praktisch von selbst erledigen13. Ziel ist die Schaffung eines wirtschaftlich prosperierenden und sozial stabilen Südostasiens sowie die Sicherung der Unabhängigkeit und nationalstaatlichen Entwicklung der Mitglieder. Das Gründungsdokument der ASEAN, die „Bangkok Declaration“ vom 8. August 1967, legt dieses Ansinnen in fünf Punkten dar, wobei unter Punkt drei mit einem jährlichen Treffen der Außenminister, einem ständigen Komitee, Ad-Hoc Komitees und Nationalen ASEAN Sekretariaten ein Rumpfapparat des Bündnisses geschaffen wird14. Ohne diese ersten Institutionen wäre die Declaration nicht der Rede wert gewesen. Ein bindender Vertrag wird hier nicht geschlossen. Außer unverbindlichen Absichtserklärungen enthält die Erklärung von Bangkok keinerlei konkrete Verpflichtungen, geschweige den Sanktionen bei Nichtbeachtung der gemeinsamen Zielvorgaben.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung regionaler Wirtschaftsbündnisse dar und führt in die Fragestellung ein, inwiefern die ASEAN maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg ihrer Mitglieder beigetragen hat.

2.) Integrationspolitischer Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen der Gründung im Jahr 1967 und den als „ASEAN Way“ bezeichneten, informellen Ansatz zur Konfliktvermeidung.

3.) Der Integrationsprozess bis Heute: Hier werden die historischen Phasen des Bündnisses von der Gründung über die Intensivierungsphase ab 1976 bis zur Etablierung der Freihandelszone (AFTA) nach 1992 nachgezeichnet.

4.) Institutionelle Architektur und Entscheidungsverfahren: Das Kapitel analysiert die flache institutionelle Struktur der ASEAN, das Einstimmigkeitsprinzip und die begrenzte politische Reichweite des ASEAN-Sekretariats.

5.) Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass der wirtschaftliche Erfolg der Region eher auf einzelstaatlichen Anstrengungen als auf der ASEAN basiert und das Bündnis primär sicherheitspolitische Bedeutung hat.

Schlüsselwörter

ASEAN, Regionale Wirtschaftsintegration, Bangkok Declaration, ASEAN Way, Negative Solidarität, AFTA, Freihandelszone, Südostasien, Wirtschaftswachstum, Institutionelle Architektur, Sicherheitspolitik, Intergouvernementalität, Direktinvestitionen, Wirtschaftskooperation, Asienkrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der ASEAN bei der regionalen Wirtschaftsintegration und untersucht, inwiefern das Bündnis tatsächlich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Mitgliedsstaaten beigetragen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der integrationspolitische Ansatz („ASEAN Way“), die historische Entwicklung der Organisation und die institutionellen Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Evaluation, ob die ASEAN-Mitgliedschaft ein Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg ist oder ob dieser eher exogenen Faktoren und einzelstaatlichen Politiken geschuldet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse auf Basis von Fachliteratur, Gründungsdokumenten und Wirtschaftsdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des integrationspolitischen Ansatzes, der historischen Phasen (von 1967 bis heute) und der institutionellen Struktur des Bündnisses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe ASEAN, Wirtschaftsintegration, Sicherheitspolitik, Freihandelszone und intergouvernementale Zusammenarbeit charakterisieren.

Wie bewertet der Autor den „ASEAN Way“?

Der Autor betrachtet ihn als ein konstruktivistisches Instrument, das Probleme eher ausklammert, statt sie durch bindende Verträge oder supranationale Entscheidungen zu lösen.

Was war der Auslöser für die Gründung der AFTA 1992?

Der Auslöser war das Ende des Ost-West-Konflikts und die Sorge der ASEAN-Staaten, gegenüber anderen regionalen Wirtschaftsblöcken wie der NAFTA an Wettbewerbsfähigkeit und Direktinvestitionen zu verlieren.

Welche Rolle spielt das ASEAN-Sekretariat?

Dem Sekretariat wird eine marginale Bedeutung zugeschrieben; es fungiert eher als Verwaltungseinheit ohne substantielle Steuerungs- oder Entscheidungsbefugnisse.

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Details

Title
Regionale Wirtschaftsintegration in Südost-Asien: Die ASEAN
College
Munich University of Policy
Course
Die weltwirtschaftlichen Folgen des zunehmenden wirtschaftspolitischen Regionalismus
Grade
1,3
Author
Björn Müller (Author)
Publication Year
2009
Pages
13
Catalog Number
V124888
ISBN (eBook)
9783640307661
ISBN (Book)
9783640320370
Language
German
Tags
Regionale Wirtschaftsintegration Südost-Asien ASEAN Folgen Regionalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Müller (Author), 2009, Regionale Wirtschaftsintegration in Südost-Asien: Die ASEAN, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124888
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