Das Ziel der Untersuchung besteht darin, die kurzfristig erzielbaren Effekte eines standardisierten Trainings mit dem eGym-Zirkel mit unterschiedlichen exzentrischen Belastungen zu untersuchen. Die randomisierte Stichprobe bestehend aus 24 Männern und Frauen werden das Untersuchungsdesign einer Pre-Post-Messung durchlaufen. Alle Probanden sind bereits mit den Geräten vertraut und trainieren an ihnen schon unterschiedlich lange.
Folgende Forschungsfragen lassen sich aus den zur Quantifizierung der Trainingseffekte zu nutzenden Parametern ableiten:
1) Führt ein 6-wöchiges Exzentrisches Training an einem eGym-Zirkel zu einer Veränderung des Body-Mass-Index (BMI)?
2) Führt ein 6-wöchiges Exzentrisches Training an einem eGym-Zirkel zu einer Veränderung des Taille-Hüft-Quotienten (THQ)?
3) Sind bei einer Körperfettmessung nach einem 6-wöchigen Exzentrischen Training an einem eGym-Zirkel Veränderungen erkennbar?
4) Führt ein 6-wöchiges Exzentrisches Training an eGym-Geräten zu einer Veränderung des Ruhepulses?
5) Führt ein 6-wöchiges Exzentrisches Training zu einer Veränderung eines sportmotorischen Krafttests (1-RM-Test) an eGym-Geräten?
6) Unterscheiden sich die Ergebnisse der Fragestellungen 1) bis 5) zwischen einem Training mit 20% erhöhter Exzentrik zu einem Training mit 30% erhöhter Exzentrik?
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Erläuterung zur Organisationsform Zirkeltraining im Krafttraining
3.2 Leistungssteigernde Effekte des Krafttrainings: Status Quo der Forschung zu den Krafttrainingseffekten
3.3 Präventive Effekte des Krafttrainings: Status Quo der Forschung zu Krafttrainingseffekten im Hinblick auf die Körperkomposition
3.4 Studienlage zu einem betont exzentrischen Krafttraining
3.5 Effekte eines Trainings speziell mit dem eGym-Zirkel
3.6 Kundenbindung und -motivation durch ein Training an einem eGym- Gerätezirkel
4 METHODIK
4.1 Hypothesen
4.1.1 Veränderungshypothesen
4.1.2 Unterschiedshypothesen
4.2 Probandenstichprobe
4.3 Testverfahren
4.4 Interventionsphase
4.5 Auswertung
4.5.1 Deskriptive Auswertung
4.5.2 Inferenzstatistische Auswertung
5 ERGEBNISSE
5.1 Parameter BMI
5.2 Parameter THQ
5.3 Parameter Körperfettgehalt
5.4 Parameter Ruhepuls
5.5 Parameter 1-RM-Krafttest an 10 Kraftgeräten
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
8 LITERATURVERZEICHNIS
9 ABBILDUNGS-, TABELLEN-, ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
9.1 Abbildungsverzeichnis
9.2 Tabellenverzeichnis
9.3 Abkürzungsverzeichnis
ANHANG
Anhang 1: Datenbank Testergebnisse Stichprobe 1
Anhang 2: Datenbank Testergebnisse Stichprobe 2
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die kurzfristig erzielbaren Effekte eines standardisierten Krafttrainings am eGym-Zirkel bei unterschiedlichen exzentrischen Belastungsintensitäten zu untersuchen und zu vergleichen.
- Vergleich der Wirksamkeit von +20% versus +30% exzentrischer Belastung auf die Körperkomposition
- Analyse der Kraftleistungsentwicklung basierend auf 1-RM-Tests
- Einfluss des Trainings auf physiologische Parameter wie BMI, THQ, Körperfett und Ruhepuls
- Evaluation der kurzfristigen Trainingseffekte mittels Pre-Post-Messdesign
- Überprüfung der Relevanz einer über den Standard hinausgehenden exzentrischen Belastung
Auszug aus dem Buch
3.4 Studienlage zu einem betont exzentrischen Krafttraining
Exzentrische Muskelaktivität beschreibt einen Muskel, der während der Kontraktion verlängert wird. Die während dieser Kontraktion messbare Kraft übersteigt deutlich die maximale isometrische Muskelkraft bei vergleichbarer Muskellänge, wobei gleichzeitig die messbare elektrische Aktivität in einem Elektromyogramm deutlich niedriger misst als sie bei einer konzentrischer Kontraktion mit vergleichbarer Kraftentwicklung ist. Die elastischen Elemente des Muskels, d.h. intramuskuläres Bindegewebe, Muskelfaszien, sowie Sehnen, erfahren eine zusätzliche passive Spannungsentwicklung. (Rakebrand, 2012, S.2)
Bei Untersuchungen bezüglich der Auswirkungen von zusätzlicher Exzentrischer Last beim „Bankwurf“ an einer „Smith Machine“, wurde festgehalten, dass die Trainierenden mit einer Erhöhung der Exzentrik bessere Ergebnisse erzielten, als die Trainierenden bei denen Konzentrik und Exzentrik identisch waren, allerdings fiel der Unterschied sehr gering aus. (Sheppard, 2010, S. 2853)
Paschalis et al. (2005, S.184) fanden heraus, dass die Auswirkungen von exzentrischem Training mit Hoher Intensität (HI), sowie mit niedriger Intensität „ähnliche Auswirkungen auf die Muskelschädigung haben, HI jedoch einen stärkeren Einfluss auf die Muskelleistung hat.“ Dies wird durch die Untersuchungen von Doan et al. (2002, S.9) unterstrichen. Bei Ihrer Studie wurde an 8 Probanden dahingehend getestet, ob zusätzliche exzentrische Belastung Auswirkungen auf die nachfolgende konzentrische Festigkeit hat. Die Gewichtung wurde anhand von 1RM- Testungen festgelegt. Es ergab sich, dass alle Probanden ihre 1RM- Testungen um 5- 15 Pfund verbesserten, also Ihre Muskelleistung erhöhten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Verbreitung elektronischer Kraftzirkel und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Effektivität erhöhter exzentrischer Belastungsintensitäten.
2 ZIELSETZUNG: Definition der Studienziele, die in der Untersuchung der kurzfristigen Trainingseffekte bei verschiedenen exzentrischen Belastungsvarianten (20% vs. 30%) bestehen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Theoretische Grundlagen zum Zirkeltraining, dessen Auswirkungen auf Leistung und Körperkomposition sowie Analyse bestehender Studien zu exzentrischem Training.
4 METHODIK: Detaillierte Beschreibung des Studiendesigns, der Hypothesenbildung, der Stichprobenzusammensetzung sowie der verwendeten Testverfahren und der Interventionsphase.
5 ERGEBNISSE: Darlegung der gewonnenen Daten aus den Pre- und Post-Messungen sowie inferenzstatistische Auswertung der Hypothesen zu den untersuchten Parametern.
6 DISKUSSION: Kritische Reflexion der Studienergebnisse im Kontext der bestehenden Literatur und Analyse der Grenzen der Untersuchung.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsarbeit, der methodischen Durchführung und der Schlussfolgerungen aus den statistischen Analysen.
Schlüsselwörter
eGym, Kraftzirkel, exzentrisches Krafttraining, Trainingsbelastung, Körperkomposition, 1-RM-Test, Leistungssteigerung, Gesundheitsmanagement, Bioelektrische Impedanz-Analyse, Pre-Post-Messung, Trainingsmethodik, Maximalkraft, Fitness-Studios, Nutzerbindung, Sportmotorische Tests.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob eine Steigerung des exzentrischen Belastungsanteils beim Training an elektronischen Gerätezirkeln (eGym) zu signifikant besseren kurzfristigen Trainingseffekten führt als das Standardprotokoll.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Trainingsmethodik des Zirkeltrainings, die Anwendung elektronischer Krafttrainingsgeräte, physiologische Anpassungseffekte und die Effektivität exzentrischer Belastung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist ein Vergleich zwischen einer 20-prozentigen und einer 30-prozentigen exzentrischen Überlastung, um zu prüfen, ob die höhere Belastungsintensität physiologische oder leistungsbezogene Vorteile bietet.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein quantitatives Untersuchungsdesign mit Pre-Post-Messungen an zwei randomisierten Stichproben gewählt, deren Daten mittels t-Tests auf Signifikanz geprüft wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Aufarbeitung des Kenntnisstandes, die detaillierte Beschreibung der Testverfahren (z.B. BIA zur Körperanalyse und 1-RM-Tests) sowie die systematische Auswertung der gewonnenen Trainingsdaten an zehn verschiedenen Kraftgeräten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie eGym, exzentrisches Krafttraining, 1-RM-Test, Körperkomposition und Trainingsmethodik charakterisieren.
Zeigte die Erhöhung der exzentrischen Belastung auf 30 Prozent einen Mehrwert?
Die Ergebnisse zeigen, dass zwar Kraftsteigerungen in beiden Gruppen messbar waren, jedoch kein signifikanter Unterschied zwischen der 20-prozentigen und der 30-prozentigen Erhöhung bestand, was die Sinnhaftigkeit einer weiteren Steigerung infrage stellt.
Welchen Einfluss hatte das Training auf die Körperkomposition?
Basierend auf den untersuchten Parametern BMI, THQ und Körperfettgehalt konnten im kurzfristigen Interventionszeitraum von sechs Wochen keine signifikanten Veränderungen festgestellt werden.
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- Stella Wolf (Autor), 2020, Führt eine Erhöhung der exzentrischen Belastung im eGym-Kraftzirkel kurzfristig zu höheren Trainingserfolgen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1249942